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Ruhig im Forum, was macht Ihr in den Zeiten des Corona-Virus?

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Zitat von Christine am 21. März 2020, 23:45 Uhr

, das hab ich gar nicht geschrieben, Du liest bei mir gerne Dinge rein, die gar nicht intendiert waren

Das ist wohl eher Dein Problem. Ich habe den Spiegel-Artikel verlinkt, weil dort die ganze Situation aus allen Blickwinkeln für jedermann halbwegs verständlich und vollständig ausgeleuchtet wird. Du unterstellst mir daraufhin, dass ich diesem Artikel "glauben" würde. Allein die Wortwahl spricht Bände - der Artikel legt es gerade nicht darauf an, ihm uneingeschränkt und/oder unkritisch Glauben zu schenken, sondern das genaue Gegenteil zu tun, nämlich sich zu informieren und die Aussagen beider Seiten (für sich) objektiv abzuwägen.

(hier beispielsweise: https://frugalisten.de/forum/topic/ruhig-im-forum-was-macht-ihr-in-den-zeiten-des-corona-virus/#postid-9217 - ich schrieb gar nicht über mich als Selbständige, sondern über die allgemeine Vergabepraxis der Banken bei Selbständigen). Aber das liegt wahrscheinlich einfach daran, dass mein Niveau zu tief für Deine Expertise ist.

Nein, es liegt daran, dass Du vage formulierst und Dir immer jede Hintertür offen lässt.

Deine Behauptung in Bezug auf Kredite von Selbständigen: als Selbständiger sei man bei Banken resp. dem FA Aussätziger. Deine Wortwahl, nicht meine.

Ich bin selbständig (KMU) , viele meiner Kunden sind selbständige Mittelständler oder KU, Bekannte/Freunde ebenfalls. Dass ich grundsätzlich bei Banken und/oder FA wie Aussatz behandelt werde, kann ich nicht bestätigen  - auch jetzt nicht - und das höre ich auch nicht grundsätzlich von anderen Selbständigen, mit denen ich mich unterhalte. Es wäre auch unlogisch in Anbetracht der Summen, die die Banken für deren Unternehmen zur Verfügung stellen. Wenn das doch passiert und kommuniziert wird - was tatsächlich ab und an vorkommt - gibt's dafür in aller Regel auch Gründe.

Insofern fragt man sich dann schon, wie Du auf Deine generelle Aussage kommst und diese validierst, dass Selbständige wie Aussätzige seien?

Vor allem gibt es ja Alternativen: man kann die Bank wechseln, man kann über die hier gehypten P2P-Plattformen Geld besorgen, man kann Gründerkapital über Business-Angel besorgen ... aber da gibt's die Chipse auch nicht umsonst und ohne Risiko. Oder man schafft es einfach ohne Bank - soll auch schon mal ab und an funktioniert haben.

Was das alles mit Wodarg zu tun haben soll ... man weiß es nicht.

Zitat von MFZ73 am 22. März 2020, 0:47 Uhr

Vor allem gibt es ja Alternativen: man kann die Bank wechseln

Genau. Deshalb hole ich selbst mir Kredite seit Jahrzehnten nicht mehr bei Banken, sondern innerhalb der Familie. Wie Selbständige als Antragsteller bei Banken mit definitiv anderem Maß gemessen werden, habe ich nicht nur selbst erlebt, sondern auch bei diversen Kunden (guter Bonität!). Die Banken zogen sich auf Paragraphen zurück und diese Kreditprüfung würde generell mit allen so gemacht usw. Ich habe aber halt auch schon erlebt, dass es absolut anders läuft, wenn bspw. ein Beamter daherkommt.

Und daher - so fing das an - war ich der Meinung, dass KfW-Kredite die falsche Maßnahme für die kleinen Selbständigen sind. Ich bin sehr dankbar, dass ich selbst derzeit keine Liquidität brauche, sondern Steuerrücklagen gebildet habe.

Zu den anderen Aussagen äußere ich mich nicht mehr. Nur: Ich mag es gerne, wenn ein Artikelschreiber seine Aussagen für den Leser nachvollziehbar belegt. Bspw. hier: http://rainerklement.com/?p=839 Und wenn jemand - was eigentlich jedem Wissenschaftler gut ansteht - davon ausgeht, dass der aktuelle Wissenschaftsstand nur vorläufig ist und revidierbar sein muss.

Übrigens: Hochinteressant, wie hier (Daumen hoch, Daumen runter) abgestimmt wird!

Wer berichtet, was er/sie selbst erlebt hat und seine Meinung (ausdrücklich als Meinung gekennzeichnet) darlegt, wird - sofern sie nicht der offiziellen Mainstream-Meinung entspricht - verurteilt. Wer andere persönlich schmäht, aber die offizielle Mehrheitsmeinung vertritt, den finden die Leser gut.

Also: Wir äußern hier alle eine Meinung. Diese sind unterschiedlich. Wir lassen es dabei und sprechen anderen nicht die Würde oder Intelligenz ab, nur weil sie unsere Meinung nicht teilen. Können wir uns darauf einigen?

 

PS: Ich hab hier *nicht* abgestimmt. Kann man leider nicht sehen, weil diese Funktion nicht richtig konfiguriert ist. Es fiel mir nur grade auf.

"Ruhig im Forum, was macht Ihr in den Zeiten des Corona-Virus?"

Ich geniesse die Sonne, das schöne Leben und bin dankbar für jede Minute.

3 Tage Woche. Teilzeitarbeit.

Sehr gut. Haben wir heute auch gemacht. 3 Stunden Spaziergang am Meer. Kuchen gab es auf die Hand.

(und an die Beiträge oben drüber: das intessiert doch keinen)

An der Stelle mal ein notwendiger Aufreger: Gerade erleben wir einen ernüchternden Beweis außerordentlicher Blödheit vieler unserer Mitbürger. Hamsterkäufe sind asozial, egoistisch und völlig sinnlos! Dadurch entstehen erst die Probleme. Die Tafeln bekommen weniger Lebensmittel, Krankenschwestern und Pfleger, die jetzt schon am Anschlag arbeiten, finden nach der Arbeit leere Regale vor. Die Lieferketten und Supermarktpersonal werden zusätzlich belastet. Was soll das? Wer so etwas macht, ist einfach nur dämlich!

https://www.op-online.de/region/hanau/hanau-coronavirus-verurteilt-hamsterkaeufe-13604967.html

 

P.S.: Und was soll der Quatsch mit dem Klopapier??? Kein Mensch kann soviel Scheißen. Nicht mal mit Cholera!

 

Bei uns ist es relativ entspannt. Am Freitag bei Aldi relativ viel Klopapier, bei DM die regale wieder mit Nudeln aufgefüllt...

Klopapier ist hier alle, habe zu Zeiten noch zwei Packungen geholt, wird hoffentlich so lange halten, bis alle Hamster genug haben.

Das mit der Versorgung ist im Moment nicht das größte Problem, erstmal ist eh Fastenzeit. Ausgangsbeschränkungen - trifft mich im Moment auch nicht so, mit Kindern hat man irgendwie immer eine Ausgangsbeschränkung. Kinder in Betreuung zu haben hat seine Vorteile, Kinder nicht in Betreuung zu haben auch - zumindest meine sind auch nach drei Stunden Fernsehen deutlich ausgeglichener, als nach einem Vormittag Schule bzw. Kindergarten. Zumindest bis jetzt gab es bei uns deutlich weniger Streit / Zickenkrieg, als sonst.

Und wirtschaftlich: Aufträge im Nebenerwerb erstmal auf 1/4 des Vorjahresniveaus eingebrochen, mal schauen, könnte erstmal nahe Null bleiben. Hoffen wir, dass die Mieter alle solvent bleiben, kündigen würde ich bei Mietschulden jetzt auch nicht, wenn es erlaubt wäre. Nicht weil ich nett wäre, sondern weil ich erstmal keinen Nachmieter suchen könnte oder wollte, und sowieso Mietausfall hinnehmen müsste. Zwei Standbeine weniger brächte schon gewisse Härten mit sich - hatten wir eigentlich erst, war seither immerhin genug Zeit, wieder ein Polster aufzubauen...

Wie dem auch sei, bleiben wir halt zu Hause, machen das beste aus der Sache, Keller gehört eh schon lange mal aufgeräumt, die Liste an privaten "Projekten", für die auch ohne das Haus zu verlassen etwas gemacht werden kann, ist lang.

Zitat von Christine am 22. März 2020, 12:56 Uhr

Also: Wir äußern hier alle eine Meinung. Diese sind unterschiedlich. Wir lassen es dabei und sprechen anderen nicht die Würde oder Intelligenz ab, nur weil sie unsere Meinung nicht teilen. Können wir uns darauf einigen?

[...]

Zu den anderen Aussagen äußere ich mich nicht mehr. Nur: Ich mag es gerne, wenn ein Artikelschreiber seine Aussagen für den Leser nachvollziehbar belegt. Bspw. hier: http://rainerklement.com/?p=839 Und wenn jemand - was eigentlich jedem Wissenschaftler gut ansteht - davon ausgeht, dass der aktuelle Wissenschaftsstand nur vorläufig ist und revidierbar sein muss.

Du darfst Deine Meinung jederzeit äußern, aber wenn Du vermeiden willst, dafür kritisiert zu werden, wird das nicht funktionieren.

Ansonsten: alten Server aus dem Büro entsorgt und zuhause eingerichtet. Mit den Kids gekocht/gebacken, Fahrradgefahren und Homesportprogramm gezeigt. Im Garten klettern können sie alleine. Bisschen Keller aufgeräumt, Altglas entsorgt, Garten aufgepäppelt und an 2 Tagen mit Kollege noch 400km Moped gefahren. War arschkalt, aber geil, weil nix los.

Es ist viel was derzeit wirtschaftlich angestoßen wird. Viel wird auch vermutet was wirtschaftlich geschehen könnte in der Welt.

Wir reden in meinem Umfeld was uns  wichtig ist, ganz persönlich, im Kleinem.  Was wollen wir  gerettet wissen, was geben wir dafür, im Nahbereich.

Es ist interessant, den Sportclub bezahlen zu wollen auch wenn keine Leistung erfolgt, ebenso wie einen Chorleiter oder sich zu überlegen wie die Lieblingskneipe zu stützen ist.  Welcher Laden, welcher Dienstleister bereichert uns, mich persönlich.

 

Grundsätzlich wird sich jede gute Idee durchsetzen und ob der Betrieb von A oder B geführt wird ist egal geht es nur um ein Produkt. Dann verkauft A. halt weil er pleite ist und B. macht das schon. Aber wenn A. wichtig ist, er mit der Idee verbunden ist die mich dazu bringt seine Sache zu bezahlen, dann will ich keinen B..

Ich kenne A.'s, das wurde mir jetzt bewusst. Und die wirtschaftliche Potenz von denen die gemeinschaftlich den gleichen A. wollen ist teilweise beeindruckend vernetzt man sich.

 

Ich sehe den Rettungsschirm der Politik und er wird getragen durch die Solidarität der Steuerzahler. Jeder einzelne zahlt da mehr oder weniger nach eigenem Satz.

Und ich sehe gerade im Nahbereich auch Möglichkeiten, dass was wirklich wichtig ist persönlich, zu erhalten.

 

 

 

 

Wenn Du alles machen kannst was Du willst solltest Du etwas wollen.
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