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Reichen 650.000€ für den Rest des Lebens

Aber wenn das worst case Szenario zum Beispiel nur 1% ist (random Beispiel), weiß nicht ob ich das dann so mit einberechnen und genau damit planen würde. Bloß weil Scheidungen Statistisch wahrscheinlich sind heißt das ja nicht dass es in ihrem Fall genauso wahrscheinlich ist wie im Allgemeinen Durchschnitt.

Ja, die Wahrscheinlichkeit einer Scheidung liegt aber nicht bei 1%, sondern deutlich höher. Und, so gut man den Partner auch kennen zu meint, weiss man nie, was kommt. Ich würde jedenfalls nicht so tun, als könnte das nie passieren. Das ist genauso wie die Leute, die hier immer argumentieren, sie brauchen keinen Ehevertrag, dann würden sie gar nicht erst heiraten. Und wenn es dann passiert, ja, dann hat man wirklich Probleme.

Zitat von Mitleser0815 am 28. Mai 2022, 17:15 Uhr

Hallo,

erstmal würde ich empfehlen sich wirklich Intensiv mit Entnahmestrategien auseinanderzusetzen. Auch ist mir unklar ob das Vermögen jetzt komplett dir gehört oder ihr das zu zweit plant.

Mein ersteindruck (nur ganz grob Überschlagen) rein von den Zahlen (Das ersetzt sicher nicht genaue Überlegungen von dir):

Mit 325k cash kannst du bei ca. 12k pro Jahr bei 3% Inflation ca. 15-20 Jahre auskommen. Bei 2% Inflation kannst du es vielleicht sogar bis zum offiziellen Rentenbeginn schaffen alleine mit den Cash-Reserven.  Danach müsstest du die differenz (750€ Rente Brutto (Inflationsausgleich bei der Rente angenommen) , sagen wir mal 600€ netto (Steuern in 20 Jahren kann dir keiner Garantieren) mit dem Depot ausgleichen, (325k für noch ca. 20 Jahre liegen lassen und dann entnahme von 400€ heutige Kaufkraft pro Monat) das sollte theoretisch reichen.

Ich habe dennoch meine Zweifel bzw. manche Sachen sind mir nicht klar:

  • Wohnung deines Mannes - absolute abhängigkeit bei dem Modell von diesem Parameter und das er damit kein Problem hat in den nächsten grob 50 Jahren sowie alle Reparaturen/Moderniesierungen (und die kommen innerhalb von 50 Jahren) alleine bezahlt und du dich nicht beteiligen musst.
    • Keine Ansprüche später auf die Wohnung, was ist wenn er in stirbt? Bricht dann dein ganzes Modell zusammen?
  • "Ich denke mit ca. 1000€ im Monat komme ich gut aus." - Basiert das auf einer Auswertung von Ausgaben oder ist das nur so ein Gefühl
    • Hast du das geld angespart, also hättest du es jederzeit ausgeben können, und hast trotzdem nur 1000€ pro Monat benötigt oder kam ein plötzlicher Geldsegen?
  • Von deinen Antworten gehe ich davon aus das du dich noch nicht mit der Problematik von Entnahmen/Versicherungen beschäftigt hast. Das solltest du unbedingt tun vor so einem großen Schritt (Bsp. BU ist keine Absicherung im Pflegefall im Alter)

Danke für die Tipps.

Doch das gesamte Vermögen von 6500000 gehört mir und müßte nicht durch zwei geteilt werden.

Auf die vorhandenen Wohnung habe ich jedoch keinerlei Ansprüche und müßte auch nichts zur Modernisierung beitragen

Zitat von PanameraFlow am 29. Mai 2022, 15:38 Uhr

Aber wenn das worst case Szenario zum Beispiel nur 1% ist (random Beispiel), weiß nicht ob ich das dann so mit einberechnen und genau damit planen würde. Bloß weil Scheidungen Statistisch wahrscheinlich sind heißt das ja nicht dass es in ihrem Fall genauso wahrscheinlich ist wie im Allgemeinen Durchschnitt.

In meinem Umfeld (was natürlich nicht repräsentativ in einem statistisch-wissenschaftlichen Sinn ist) und hier in unserem Ballungsgebiet sind etwa ein Drittel bis fast die Hälfte der Leute ein oder mehrfach geschieden. Ein derartiges Risiko komplett außen vorzulassen, scheint mir keine solide Planung. Zumal bei einem eher geringen Vermögen (jedenfalls für einen Ausstieg bereits mit 44 Jahren) und vor dem Hintergrund, daß es sich bei Mieten und KV-Beiträgen um lebenslange, monatliche Zahlungen mit nicht selten erheblicher Dynamik (Inflation) handelt.

Zitat von American Eagle am 28. Mai 2022, 17:42 Uhr

@sparelse

Vorab: Für meine tendenziell kritischen Anmerkungen bitte ich um Verständnis. Zum einen sollte man eine solche doch weitreichende Entscheidung (samt Planung) nach meinem Dafürhalten umsichtig und vorsichtig angehen. Zum anderen hat mir meine Lebenserfahrung  gezeigt, daß man den Realitätsbezug dabei nie aus den Augen verlieren sollte (Inflation, veränderte Rahmenbedingungen usw.).

Zu Deiner ersten Antwort: Das bedeutet im Klartext zwar, daß Du derzeit mietfrei (in der Deinem Mann gehörenden Eigentumswohnung) lebst aber Du de facto nicht über Wohneigentum verfügst. Wünsche euch eine glückliche und lebenslange Ehe - allerdings gibt es dafür keine Garantie (wie die Trennungs- und Scheidungsraten leider belegen). Das gehört zum Realitätsbezug bei so einer Planung dazu; also auch veränderte Rahmenbedingungen oder sogar worst-case-Szenarien mitzudenken sprich zu simulieren. Das wäre in Deinem Fall eine wie auch immer geartete Trennung bzw. Scheidung. Zudem: Ein Verkauf der Wohnung im Notfall stellt damit für Dich keine Option dar.

Mit "gesetzlich versichert" meinst Du wahrscheinlich pflichtversichert in der GKV. Man kann allerdings auch als Freiwilliger gesetzliche Versicherter in der GKV sein. Voraussetzung für die günstige KVdR ist nur, a) daß Du später einen Gesetzliche Rente bekommst (egal in welcher höhe) und b) daß Du die zweite Hälfte Deines Erwerbslebens zu 90% gesetzlich krankenversichert warst (dabei ist es egal ob pflichtversichert oder freiwillig versichert in der GKV).

Eine zusätzliche Pflegeversicherung besteht also  nicht ("nur" BU). Die gesetzliche Pflegeversicherung als Bestandteil der GKV bietet nur eine Art Teilkaskoschutz. Im Notfall (Pflegeheim) kann das auf nicht unerhebliche monatliche Zuzahlungen hinauslaufen. Habe ich schon mehrfach erlebt. Dazu würde ich mich auch wenigstens mal informieren und schlau machen (und das (Rest)Risiko entweder bewußt hinnehmen oder noch (teilweise) mit einer Versicherung abdecken). Es gibt auch viele, die sagen im schlimmsten Fall muß halt meine Partner (so vorhanden) oder das Sozialamt ran. Muß jeder für sich entscheiden.

Wenn Du den Aktienanteil (ca. 50%) Deines Vermögens größtenteils über Einzelwerte abdeckst dürftest Du ja ziemlich finanz-affin und interessiert sein. Das ist ein häufig kontrovers diskutiertes Thema (Stichwort: Passive ETFs versus aktive Einzeltitelauswahl). Würde hier aber zu weit führen. Ist wohl auch eine Typfrage (was traue ich mir zu, welche Zeit kann und will ich dafür (Recherchen) aufwenden etc.).

Für sehr lange Phasen (wie in Deinem Fall) könnte eine Aktienquote von "nur" 50% eventuell zu gering sein, da 50% Tagesgeld - über lange Zeiträume - in aller Regel viel verschenkte Rendite bedeuten wird. Über Deine Asset-Allocation würde ich jedenfalls zumindest nochmal nachdenken.

Vielleicht noch ein Tipp für Deine Recherche. Nach meiner Erinnerung hat ein Aussteiger auf seiner Seite (im Web unter "finanzen-erklart.de") eine Menge Infos zu dem Thema (insbesondere auch Entnahmestrategien !) zusammengetragen. Da zu stöbern könnte für Dich auch sehr hilfreich sein.

Muß nun zu einer Einladung starten ...

Danke für die Tipps.

Ich wäre ja nun zukünftig über die gesetzliche Krankenversicherung meines Mannes kostenfrei mitversichert, komme ich dann später im Rentenalter auch in den Genuss dieser speziellen KVdR, oder verstehe ich da einfach gerade etwas falsch?!

 

Zitat von Muslime_Frugi am 28. Mai 2022, 17:52 Uhr

@sparelse:Wieviel jährliche Nettodividenden erhältst du aus deinen Aktien?

Etwa 5000€

Etwas verstehe ich nicht, in Post #4  schreibt Du dass Du ledig bist, aber jetzt geht es um die Versicherung Deines Mannes? Hab ich was überlesen?

Zitat von sparelse am 29. Mai 2022, 16:00 Uhr
Zitat von American Eagle am 28. Mai 2022, 17:42 Uhr

@sparelse

Vorab: Für meine tendenziell kritischen Anmerkungen bitte ich um Verständnis. Zum einen sollte man eine solche doch weitreichende Entscheidung (samt Planung) nach meinem Dafürhalten umsichtig und vorsichtig angehen. Zum anderen hat mir meine Lebenserfahrung  gezeigt, daß man den Realitätsbezug dabei nie aus den Augen verlieren sollte (Inflation, veränderte Rahmenbedingungen usw.).

Zu Deiner ersten Antwort: Das bedeutet im Klartext zwar, daß Du derzeit mietfrei (in der Deinem Mann gehörenden Eigentumswohnung) lebst aber Du de facto nicht über Wohneigentum verfügst. Wünsche euch eine glückliche und lebenslange Ehe - allerdings gibt es dafür keine Garantie (wie die Trennungs- und Scheidungsraten leider belegen). Das gehört zum Realitätsbezug bei so einer Planung dazu; also auch veränderte Rahmenbedingungen oder sogar worst-case-Szenarien mitzudenken sprich zu simulieren. Das wäre in Deinem Fall eine wie auch immer geartete Trennung bzw. Scheidung. Zudem: Ein Verkauf der Wohnung im Notfall stellt damit für Dich keine Option dar.

Mit "gesetzlich versichert" meinst Du wahrscheinlich pflichtversichert in der GKV. Man kann allerdings auch als Freiwilliger gesetzliche Versicherter in der GKV sein. Voraussetzung für die günstige KVdR ist nur, a) daß Du später einen Gesetzliche Rente bekommst (egal in welcher höhe) und b) daß Du die zweite Hälfte Deines Erwerbslebens zu 90% gesetzlich krankenversichert warst (dabei ist es egal ob pflichtversichert oder freiwillig versichert in der GKV).

Eine zusätzliche Pflegeversicherung besteht also  nicht ("nur" BU). Die gesetzliche Pflegeversicherung als Bestandteil der GKV bietet nur eine Art Teilkaskoschutz. Im Notfall (Pflegeheim) kann das auf nicht unerhebliche monatliche Zuzahlungen hinauslaufen. Habe ich schon mehrfach erlebt. Dazu würde ich mich auch wenigstens mal informieren und schlau machen (und das (Rest)Risiko entweder bewußt hinnehmen oder noch (teilweise) mit einer Versicherung abdecken). Es gibt auch viele, die sagen im schlimmsten Fall muß halt meine Partner (so vorhanden) oder das Sozialamt ran. Muß jeder für sich entscheiden.

Wenn Du den Aktienanteil (ca. 50%) Deines Vermögens größtenteils über Einzelwerte abdeckst dürftest Du ja ziemlich finanz-affin und interessiert sein. Das ist ein häufig kontrovers diskutiertes Thema (Stichwort: Passive ETFs versus aktive Einzeltitelauswahl). Würde hier aber zu weit führen. Ist wohl auch eine Typfrage (was traue ich mir zu, welche Zeit kann und will ich dafür (Recherchen) aufwenden etc.).

Für sehr lange Phasen (wie in Deinem Fall) könnte eine Aktienquote von "nur" 50% eventuell zu gering sein, da 50% Tagesgeld - über lange Zeiträume - in aller Regel viel verschenkte Rendite bedeuten wird. Über Deine Asset-Allocation würde ich jedenfalls zumindest nochmal nachdenken.

Vielleicht noch ein Tipp für Deine Recherche. Nach meiner Erinnerung hat ein Aussteiger auf seiner Seite (im Web unter "finanzen-erklart.de") eine Menge Infos zu dem Thema (insbesondere auch Entnahmestrategien !) zusammengetragen. Da zu stöbern könnte für Dich auch sehr hilfreich sein.

Muß nun zu einer Einladung starten ...

Danke für die Tipps.

Ich wäre ja nun zukünftig über die gesetzliche Krankenversicherung meines Mannes kostenfrei mitversichert, komme ich dann später im Rentenalter auch in den Genuss dieser speziellen KVdR, oder verstehe ich da einfach gerade etwas falsch?!

 

Ja, Du kommst in die KVdR, wenn Du a) als Rentnerin eine Gesetzliche Rente erhälst (Höhe egal) und b) 90% der zweiten Hälfte Deines Berufs-/Erwerbslebens gesetzlich krankenversichert warst (egal ob pflichtversichert oder freiwillig gesetzlich versichert). Großer Vorteil der KVdR: Dann wird nämlich - nach aktueller Rechtslage - nur Deine gesetzliche Rente für die KV verbeitragt (bzw. bei kleinen Renten ein KV-Mindestbetrag fällig) aber Deine sonstigen Einkünfte (Beispiel: Deine Dividenden oder Zinseinnahmen) zählen bei der Bemessung Deines KV-Beitrages nicht mit sprich werden nicht für die KV verbeitragt. Im Zweifel würde ich mich da aber lieber mal rechtzeitig beraten lassen (bei Deiner KV beispielsweise).

Zitat von sparelse am 29. Mai 2022, 16:02 Uhr
Zitat von Muslime_Frugi am 28. Mai 2022, 17:52 Uhr

@sparelse:Wieviel jährliche Nettodividenden erhältst du aus deinen Aktien?

Etwa 5000€

Dann hast du ja schon mal deine passiven Einnahmen.
Wie willst du die restliche Lücke zu deinem Bedarf decken? Mit Cash?

Das drängendere Risiko scheint mir in der Tat die partnerschaftliche Abhängigkeit zu sein.

Das interessante hinter den FIRE Stories scheinen mir die Dinge zwischen den Zahlen.
So interessiert mich euer partnerschaftliches Arrangement.
Ist es so dass du mit dem Arbeiten aufhörst und dein Partner weiterarbeitet (über den du dann kostenfrei mitversichert bist)?

Neben dem Worst-Case Scheidung solltest du dir auch mal den Fall durchrechnen, dass dein Mann vielleicht sich bald aufhört zu arbeiten, oder das jedenfalls deutlich vor Beginn deiner GKV tut. In dem Moment müsstest du ja deine KV selbst zahlen.

Liebe Sparelse,

Du schreibst oben zunächst: „Bin ledig.“ Und später: „Die Krankenkasse wäre über meinen Mann abgedeckt.“

Wie macht Ihr das?

Der Case hier steht in gewisser Weise exemplarisch für viele Modelle mit Partnern/Ehe.

Gerade bei langjährigen Partnerschaften/Ehen sind soviel Verstrickungen da, dass eine Trennung/Scheidung zumeist die FIRE Pläne killen oder zumindest erheblich stören würden.

So wie hier bei @Sparreise erlebe ich immer wieder dass das Hinweise auf die Risiken als unangenehm empfunden werden und dem Thema ausgewichen wird.

Wichtig ist sich diesen Risiken bewusst zu sein, auch wenn man dann dennoch in solchen Konstellationen eine FIRE Entscheidung trifft. Ähnlich ist es bei meinen beiden FIRE Protagonistinnen @OM und @Frisa ja auch, bei denen die Männer noch arbeiten und das latente Trennungsrisiko da ist.

Genau, wie @muslime_frugi sagt, dass sollte genau betrachtet werden. Meiner Ansicht nach sollten keine oder zumindest wenige Abhängigkeiten bestehen oder diese zumindest beiden Personen klar sein.

Bei mir und meiner Frau gibt es zB praktisch keine finanziellen Verstrickungen, wie sie viele andere so haben. Wir hatten in der Corona Zeit auch mal Stress. Wenn meine Frau ausgezogen wäre, hätte ich das gut abfangen können. Wäre natürlich nicht toll gewesen und hätte auch finanzielle Auswirkungen gehabt (2 Wohnungen sind nun mal teurer als 1 etc), aber letztendlich hätte sich für mich kaum was geändert.

Hallöchen!

Nachdem mich @muslime_frugi erwähnt hat, hab ich mich nun doch auch mal wieder hier angemeldet. Ich lese hauptsächlich mit....

Ein paar Worte/Anmerkungen hierzu. So viel ich weiss muss jeder in die freiwillige gesetzliche Krankenkasse einzahlen, sobald Einkommen vorhanden ist.

Ich bin aktuell noch nicht in der Situation, dass ich mich intensiver damit beschäftigen "muss". Aber so viel ich weiss, zählen Mieteinnahmen, Kapitaleinkünfte, Rentenbezüge (also sämtliche Einnahmen!) dazu. Ich meine, dass bei monatlichen Einkünften von  470 € jeder selbst Krankenkassenbeitrag bezahlen muss.

Bei  5000 €/Jahr ist das noch nicht der Fall. Aber 5640 € geht's dann los. Sollte berücksichtigt werden. Wenn es auch "nur" ca. 200 € im Monat sind (Krankenkasse).

Aber ich denke @privatier kann hierzu mehr sagen. Würde mich auch interessieren.

Ich würde der @sparelse raten sich bei Georg von finanzen-erklärt beraten zu lassen. Hab ich auch gemacht. Danach ist vieles klarer. Kostet etwas Geld aber das sollte einem wert sein. (Hinweis: ich erhalte keinerlei Provision für diese "Werbung")

Grüße,

Frisa

Zitat von Frisa am 8. Juli 2022, 12:00 Uhr

 

Aber ich denke @privatier kann hierzu mehr sagen. Würde mich auch interessieren.

 

Die genauen Einkommensgrenzen kann ich dir auch nicht sagen. Da bin ich sowieso deutlich drüber...Aktuell sind bei mir nur Dividendenzahlungen relevant. Die gebe ich der Krankenkasse an.

Zitat von sparelse am 28. Mai 2022, 16:40 Uhr

Ich denke ich werde mich einfach mit einem 450€ Job begnügen ...

nicht lieber einen 451 Euro-Job?
(bzw. ab Oktober einen 521 Euro-Job)

so dass Du zwar wenig Rentenpunkte, aber zumindest weitere Beitragsjahre ansammelst
(und KV wäre damit auch abgedeckt)

-->  https://de.wikipedia.org/wiki/Midijob

 

So mache ich das auch. Zudem hat man dann im Fall des Falles auch Anspruch auf Arbeitslosengeld inkl. aller sozialversicherungen, wenn auch naturlich nur in geringem Umfang.

Ich kenne einige Ehen die zwar gescheitert sind, wo sich aber die formale Ehe aus Gründen der Steuer und Sozialversicherung weitergeführt werden. Warum auch nicht, muss ja nicht immer im Rosenkrieg enden.

Ich würde an ihrer Stelle den Cash-Anteil reduzieren und den Aktien/Fondsanteil erhöhen. Mit 650.000€ sollten mehr als 5000€ Dividenden drin sein. Selbst bei 3% mit sogenannten Dividenden-Aristokraten kommt man ja auf knapp 20.000€ brutto im Jahr.

Dazu dann ein Teilzeit-Job der 550€ im Monat einbringt und die nächsten Jahre beobachten, wie das Depot sich entwickelt und was die Inflation in diesen stürmischen Zeiten macht.

Hallo allerseits,

angenommen, @sparelse verbraucht in 20 Jahren nur die 325.000 Euro vom Tagesgeld. Aus den börseninvestierten 325.000 Euro würden bei einer angenommenen Entwicklung von 6 % p.a. in der selben Zeit 1.000.000 Euro werden. Entnimmt sie dann davon 4 % p.a., würde das Geld nie alle, sondern sich weiter vermehren. Wenn sie nichts vererben möchte, dann kann sie natürlich auch mit dem Verzehr beginnen. Nur grob überschlagen, keine Steuer berücksichtigt.

Wo liegt denn mein Denkfehler? 🙂

Zitat von frankenhain am 9. August 2022, 11:18 Uhr

Hallo allerseits,

angenommen, @sparelse verbraucht in 20 Jahren nur die 325.000 Euro vom Tagesgeld. Aus den börseninvestierten 325.000 Euro würden bei einer angenommenen Entwicklung von 6 % p.a. in der selben Zeit 1.000.000 Euro werden. Entnimmt sie dann davon 4 % p.a., würde das Geld nie alle, sondern sich weiter vermehren. Wenn sie nichts vererben möchte, dann kann sie natürlich auch mit dem Verzehr beginnen. Nur grob überschlagen, keine Steuer berücksichtigt.

Wo liegt denn mein Denkfehler? 🙂

Wenn alles so bleibt wie es ist, sind da die 10% Inflation noch nicht mir eingerechnet, d.h. das Geld würde im Wert verfallen. Ich persönlich kann mir 1.000 € im Monat eher schwer vorstellen, bin aber aktuell noch dem Konsum verfallen. Wer weiß, ob der Partner nicht doch einen Schlussstrich zieht?

Wenn das blöde wenn nicht wär, wär ich schon lange Fruginär.