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Performa aussteigen aus dem System ?

Zitat von Achim_Global am 29. Juni 2020, 6:39 Uhr

Immer wieder interessant, wie Menschen, die nicht mal in dem Land leben , um das es geht , sich anmassen, alles darüber zu wissen.

Das ist aber glaube ich schon eine deutsche Spezialität. Vor allem in Richtung USA, zumeist Leute, die dort noch nie waren, und dann darüber herziehen.

@achim_global: Du hast manchmal schon eine komische Art immer eine extreme Haltung einzunehmen... Ich denke mal die Physik hinter dem Treibhauseffekt ist ziemlich unbestritten, schliesslich funktioniert er auf mehreren Planeten dieses Sonnensystems. Streitbar ist sicher wie viel davon beeinflussbar ist und wie sich negative/positive Folgen ausgleichen.

@mfz73: Ja, ich bin jetzt im Engineering, allerdings nicht als Ingenieur sondern mehr als Bindeglied zur Technik und Unterstuetzung der Instandhaltung. Innerhalb eines Jahres, nur weil man sich brauchbare Loesungen ueberlegt und immer fuer die Firma erreichbar war? Undenkbar in Deutschland,  besonders in der gut zahlenden Industrie. Wuerde ich Management-Skills haben ginge es auch noch hoeher. Kann und will ich aber nicht, dazu bin ich auch nicht kommunikativ genug. Von den Sprachkentnissen mal ganz zu schweigen.
Was muessten deine Angestellten (die ja eine aehnliche Ausbildung haben) tun damit sie das doppelte des deutschen Durchschnittsseinkommens bekommen? Geht nicht, egal wie sehr sie sich anstrengen? Siehste, das ist der Unterschied.

@cricetus: Schoen mal etwas neutrales zu hoeren und nicht immer nur die negativen Seiten als Kontrast zum eigenen Erfolg. Ich bin uebrigens auch dankbar, dass wir viele kostenlose Kurse am College bekommen haben und meine Frau auch ihre komplette Ausbildung bezahlt bekam.

Sorry, mich kotzt es manchmal einfach an wenn so negativ und falsch ueber Amerika berichtet wird. Ich weiss, dass nicht viele Informationen bis nach Europa dringen weil auch viele Amerikaner gar nicht wissen welche Moeglichkeiten es gibt und weil sie in jedem Staat anders organisiert sind. Aber manchmal habe ich das Gefuehl ich lebe nicht im gleichen Land da wir es komplett anders erleben und jede Hilfe bekommen haben.

Zitat von Privatier am 29. Juni 2020, 9:30 Uhr
Zitat von Achim_Global am 29. Juni 2020, 6:39 Uhr

Immer wieder interessant, wie Menschen, die nicht mal in dem Land leben , um das es geht , sich anmassen, alles darüber zu wissen.

Das ist aber glaube ich schon eine deutsche Spezialität. Vor allem in Richtung USA, zumeist Leute, die dort noch nie waren, und dann darüber herziehen.

Vielleicht würde man sich hier mehr mehr zurückhalten, wenn von drüben nicht immer soviel Mist hier rüberschwappen würde. Seit Jahrzehnten wird der Nahe Osten destabilisiert, die sozialen Folgen dürfen wir dann wuppen. Oder offener Wirtschaftskrieg wie bei Nord Stream 2. Oder, eine Nummer kleiner und amüsanter:

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Lassen-uns-nicht-erpressen-Rossmann-schmeisst-Paypal-raus-1340041.html

Dazu ein Präsident, der sich dem Rest der Welt gegenüber aufführt wir ein Schulhofrüpel.

Sobald es drüben mal ne Nummer zivilisierter zugeht, klappts auch wieder mit dem Image. Versprochen. 😎

 

@achim_global

(und (stark) eingeschränkt auch @tim)

Zwei Dinge vorangeschickt, weil es eben stets nach dem gleichen Muster abläuft:

  • Sie sind männlich, weiß, Europäer (deutsch gar). Daneben als weichere Faktoren auch wahrscheinlich heterosexuell mit christlich pädagogischem Hintergrund. Somit gehören Sie zu einer absolut privilegierten Schicht und global gesehen haben Sie auf einen 100 m – Lauf bezogen bereits 80 m Vorsprung auf weite Teile der Weltbevölkerung, z.B. einer schwarzen afrikanischen Frau. Niemand muss sich deswegen schlecht fühlen, und dafür können Sie rein gar nix, es handelt sich jedoch schlicht um Glück bei Ihnen, und das sollten Sie akzeptieren. Also machen Sie was draus, anstatt ständig von Ihrem Fleiß und Können und Fähigkeiten und Ihrer Weltgewandtheit zu berichten. Das führt uns zu Punkt 2:
  • Zu glauben, dass das bei Ihnen auf Ihren Fleiß zurückzuführen ist trägt leider auch nicht so richtig. Ein Beispiel aus der Wissenschaft, und wenn Sie darauf bestehen suche ich Ihnen auch noch die Erstliteratur-Quelle raus. Es geht um die Armuts- / Reichtumsschere und wie es dazu kommt. Faul und fleißig, clever und dumm…denken Sie? Unter vergleichbaren Kohorten mit exakt den gleichen Voraussetzungen eben genau nicht. Folgendes Experiment: Eine Millionen Menschen spielen mit einer Münze Kopf oder Zahl. Jeder hat 1 € Startguthaben. Die Münze ist absolut fair, also stets 50/50 Kopf-/Zahl-Wahrscheinlichkeit. Der Zufallsgenerator lost die Paarung aus. Gewinnt man, bekommt man vom Gegenüber 10 c, verliert man, klar 10 c an den Gewinner abgeben. Das Ganze wird eine Millionen mal wiederholt. Wer nix mehr hat darf nicht mehr mitspielen. Das Ergebnis: Es entsteht IMMER ein Oligopol von einigen wenigen Gewinnern, die breite Masse von 99,xy % der Spieler ist pleite und steht bei null. Und egal wie oft man es spielt, das Ergebnis ist stets gleich, nur gewinnt immer jemand anderes. Dieses Bespiel aus der Spieletheorie wurde mit der Realwirtschaft abgeglichen und der Beweis geführt, dass es da gleich läuft.

Kombiniert man die Punkte 1 und 2 stellt man fest, dass ja Punkt 2 nicht mal unsere (westliche) reale Welt abbildet, sondern die Trefferwahrscheinlichkeit und Umschichtung durch Punkt 1  massiv zu den sowieso Erfolgreichen verschoben wird.

Nun liest man nachdem man die zwei Fakten verinnerlicht hat diesen Threat hier und da es Vielen ja nie genug ist, wird die Frage aufgeworfen ob man das System und sein Handeln nicht noch weiter optimieren sollte. Natürlich in die richtige Richtung, also für sich selbst

Nun ist man schon in Europa umsonst zur Schule gegangen, aber jetzt wo man so viel Glück hatte im Leben soll doch bitte das Thema Schulgeld als disziplinatorische Maßnahme ganz hilfreich sein. Ja klar, in DE die Lebensqualifikation abholen, deutsche company hier in DE als Arbeitgeber finden, dann ins Ausland gehen und dann selbsternannt wissen wie es am besten läuft und dann darüber schwadronieren, dass ins deutsche Sozialsystem eingewandert Ausländer oder Hispanics in den USA ja wohl gar nicht gehen. Bitte mal im Ausland in den Spiegel schaun und an die eigene Nase fassen wäre hier ein Hinweis. Die Grenzüberschreitung von Armin_global zum Hate-speach scheint an diesem Punkt nicht mehr fern.

Weiterhin ist man dann unter ebenfalls erfolgreichen Kollegen im Ausland ganz glücklich, auch unterschiedlicher Ethnie, aber eben alle erfolgreich und mittlerweile frei von Empathie und Mitgefühl und schwallt dann noch in die Welt wie gleich und gerecht es doch (in den USA) zugeht. Klar, unter den Oligopolisten im Beispiel 2 oben, da lässt sich gut idealisieren, wie fair doch alles zugegangen ist.

Der Hinweis linksverseucht (o.ä.) betreff Medien, Politik und Wissenschaft lässt mich nur noch schaudern. Beispiele zu nennen aus den „Basisdemokratien“ Katar, Singapur oder sonstwo lässt mich ratlos zurück.

Zuerst gönne ich Ihnen jeglichen Erfolg, aber bitte hacken Sie doch nicht auf anderen herum und tun so, als wäre jeglicher Erfolg Resultat Ihrer Genialität.

Zu Ihrer politischen Einstellung und meiner Mutmaßung, dass „Ihre“ Partei ein kleines f in der Mitte trägt kann ich Sie nur ermuntern sich nach links zu orientieren. Denn wenn die CDU 2020 noch die CDU von 1945 wäre (gleichermaßen die SPD) wären wir sicher zum Thema Freizügigkeit bei der Berufswahl, Chancengleichheit, Gleichberechtigung, Schulbildung …. nicht da wo wir heute stehen. Das waren immer linke Gedanken die es in den Mainstream geschafft haben. So wie auch die „Sache“ mit dem Klimawandel. Das zu leugnen und den Hinweis zu geben sich eine „eigene Meinung“ zu bilden. Ist das Satire? Machen Sie das bei anderen Themen auch immer so? z.B. Rechtschreibung oder Mathematik oder wenn Sie eine OP vor sich haben besser ohne Narkose um sich eine Meinung zu bilden was nun sein soll oder nicht?

USA ist ein verlogener abgehalfterter Staat und ich mache mir deswegen erhebliche Sorgen, denn von einer schwachen USA hat niemand was. Den erfolgreichen Individuen geht es gut. Bleibt man leistungsfähig, ist alles gut. Selbstmordrate, Psychopharmaka-applikationen, Drogenabhängigkeit, Tote durch Schusswaffen, Adipositas und Diabetes-Steigerung, Vermögensverteilung (Stichwort Gini-Koeffizient) ….bei zu vielen Themen nimmt die USA „Spitzenpositionen“ ein. Ich finde das verbesserungsfähig.

Der Hinweis mit Tragen von Schusswaffen und Bezug auf einen Verfassungszusatz aus Zeiten als noch Landgrabbing gegenüber Ureinwohnern en vogue war ist ebenso zu optimieren.

In der Hoffnung wenigstens einen kleinen Gedankenanstoß hier oder dort gegeben zu haben…., eher nicht, gell?

 

Zitat von Achim_Global am 29. Juni 2020, 6:33 Uhr

Wenn ich in 30 Jahren mit meinen arbeitslosen Enkeln hungernd in Ihrer kalten Wohnung sitze, und von den guten alten Zeiten erzähle, wo wir 3 mal im Jahr in Urlaub geflogen sind, nach Dubai, Bali und Miami, wo jeder in der Familie ein Auto hatte, und manche noch ein Motorrad zusätzlich, wo im Sommer jeden Abend gegrillt wurde, es jedes. Jahr eine neues Smartphone gab, und man sich für weite % seines Gehaltes jede Saison neu einkleiden konnte, dann werden meine Enkel mich fragen " wie konntet Ihr es soweit kommen lassen ? "

Immerhin haben die arbeitslosen Enkel noch eine Wohnung  - Wie auch immer: Ich könnte meinen Enkeln sowas nicht aus eigener Erfahrung berichten, und wenn, dann wären das jetzt keine Erzählungen aus einer guten alten Zeit. Ich wüsste konkret gar nicht, was ich in Dubai, Bali und Miami wirklich machen wollte - Touri-Programm? Alle im Sommer täglich grillenden Leute, die ich kenne, würden ihrer Gesundheit einen großen Gefallen tun, wenn sie nur noch ein Mal in der Woche grillen würden.

Ich hoffe mal, dass meine Enkel sagen würden: "Jedes Jahr ein neues Smartphone? Warum habt ihr diese unnützen Dinger immer wieder  neu gekauft, wenn sie auch noch so schnell kaputtgingen? Jede Saison neu einkleiden? Dann ist man die halbe Zeit nur am einkaufen... Die Sachen von der Saison davor dann wegwerfen... oder wie groß waren die Kleiderschränke damals?"

Wird schon alles nicht so schlimm kommen - es gibt zwischen aktuell als normal empfundenen Lebensstil und Hungern schon noch ein paar mögliche Stufen der Lebensqualität, die ich durchaus auch als lebenswert sehe en würde.

@absprung_2020

das hört sich alles toll an, aber leider passt die Theorie nicht so ganz zur Praxis.

Nehmen wir mal das Beispiel Südkorea. 1953 war Südkorea das dritt ärmste Land der Welt. Auf einem Level mit den ärmsten afrikanischen Staaten.  Die Menschen sind praktisch auf der Strasse verhungert.

Die Koreaner gelten als clever und sehr sehr fleißig. Das kann ich nach Jahren bei einem grossen koreanischen Konzern in Korea nur bestätigen. 40 Stunden Woche ....hat da noch niemand gehört.

Aber , und nun kommen wir zu Thema Fließ und Erfolg , 65 Jahre später ist Süd Korea unter den 30 reichsten Nationen der Erde zu finden.

Und das nicht durch pures Glück , sonder durch harte Arbeit der Einwohner. Korea hat weder große öl noch Rohstoff Vorkommen.

In der gleichen Zeit haben sich die damaligen armen Mitbewerber aus Afrika praktisch überhaupt nicht entwickelt , und das trotz Öl und Rohstoffen.

Woran mag es liegen ? Meiner bescheidenen Meinung nach, an der Grundeinstellung der Menschen.

Ich habe früher auch anders gedacht, aber nach Jahrzehnten im Ausland und unzähligen Projekten, habe ich gelernt, das wir auf der Welt sehr unterschiedliche Arbeitseinstellungen haben. In Südost Asien gibt es  ein Sprichwort zu den lokalen Arbeitskräften. Die Locals lache da über sich selber, aber hier wird das bestimmt direkt als Rassistisch angesehen. Übersetz sagt es in etwa das hier: Der Thailänder baut Palmen an , um Kokosnüsse zu ernten, der Malaye sucht sich Palmen im Urwald, um diese abzuernten , und der Indonesier legt sich zum Schlafen unter Palmen und wartet, das die Kokosnüsse runterfallen.

 

Und ja, da wir von Hate-Speech reden, die USA als verlogenen abgehalfterten Staat zu bezeichnen, das würde wohl jeder Amerikaner als Hate-Speech ansehen. Ich teile die Meinung überhaupt nicht, die USA sind nach wie vor ein großartiges Land.

Und Singapore das ja von dir auch so abwertend betitelt wurde , steht im Anti Korruption Index Weltweit auf Platz 3 ...Deutschland auf Platz 11 , und im GDP per Capital etwa 30% über Deutschland.

Zitat von Tim am 29. Juni 2020, 10:17 Uhr

@mfz73: Ja, ich bin jetzt im Engineering, allerdings nicht als Ingenieur sondern mehr als Bindeglied zur Technik und Unterstuetzung der Instandhaltung.

Wie gesagt, niemand zahlt Dir das Gehalt, nur weil Du n netter Junge bist.

Innerhalb eines Jahres, nur weil man sich brauchbare Loesungen ueberlegt und immer fuer die Firma erreichbar war? Undenkbar in Deutschland,

Nicht unbedingt, aber meistens ist das Arbeitsschutzgesetz davor. Auch nicht ganz unbegründet.

Was muessten deine Angestellten (die ja eine aehnliche Ausbildung haben) tun damit sie das doppelte des deutschen Durchschnittsseinkommens bekommen? Geht nicht, egal wie sehr sie sich anstrengen? Siehste, das ist der Unterschied.

@cricetus: Schoen mal etwas neutrales zu hoeren und nicht immer nur die negativen Seiten als Kontrast zum eigenen Erfolg. Ich bin uebrigens auch dankbar, dass wir viele kostenlose Kurse am College bekommen haben und meine Frau auch ihre komplette Ausbildung bezahlt bekam.

Sorry, mich kotzt es manchmal einfach an wenn so negativ und falsch ueber Amerika berichtet wird. Ich weiss, dass nicht viele Informationen bis nach Europa dringen weil auch viele Amerikaner gar nicht wissen welche Moeglichkeiten es gibt und weil sie in jedem Staat anders organisiert sind. Aber manchmal habe ich das Gefuehl ich lebe nicht im gleichen Land da wir es komplett anders erleben und jede Hilfe bekommen haben.

 

Zitat von Tim am 29. Juni 2020, 10:17 Uhr

@achim_global: Du hast manchmal schon eine komische Art immer eine extreme Haltung einzunehmen... Ich denke mal die Physik hinter dem Treibhauseffekt ist ziemlich unbestritten, schliesslich funktioniert er auf mehreren Planeten dieses Sonnensystems. Streitbar ist sicher wie viel davon beeinflussbar ist und wie sich negative/positive Folgen ausgleichen.

@mfz73: Ja, ich bin jetzt im Engineering, allerdings nicht als Ingenieur sondern mehr als Bindeglied zur Technik und Unterstuetzung der Instandhaltung. Innerhalb eines Jahres, nur weil man sich brauchbare Loesungen ueberlegt und immer fuer die Firma erreichbar war? Undenkbar in Deutschland,  besonders in der gut zahlenden Industrie. Wuerde ich Management-Skills haben ginge es auch noch hoeher. Kann und will ich aber nicht, dazu bin ich auch nicht kommunikativ genug. Von den Sprachkentnissen mal ganz zu schweigen.
Was muessten deine Angestellten (die ja eine aehnliche Ausbildung haben) tun damit sie das doppelte des deutschen Durchschnittsseinkommens bekommen? Geht nicht, egal wie sehr sie sich anstrengen? Siehste, das ist der Unterschied.

Mit dem Arbeitsrecht und der Steuergestaltung von Euch? Sogar für mich machbar, wobei ich mich als KMU mit Sicherheit nicht mit Großkonzernen vergleichen kann - ich muss leider so kalkulieren, dass ich nicht permanent am betrügerischen Konkurs vorbeischramme.

Aber mal ne andere Betrachtungsweise, Tim: während meine direkte Konkurrenz vor Ort teilweise schon vor Covid-19 in Kurzarbeit ging, habe ich bis heute keinen Cent Staatshilfen beansprucht, meinen MA‘ern im März (!) eine einjährige Arbeitsplatzgarantie ausgesprochen (nach wie vor aktuell/aktiv) und suche gerade einen zusätzlichen Techniker/Ingenieur.

Das ist mehr als so mancher Großkonzern bietet.

Die Koreaner gelten als clever und sehr sehr fleißig. Das kann ich nach Jahren bei einem grossen koreanischen Konzern in Korea nur bestätigen. 40 Stunden Woche ....hat da noch niemand gehört.

Tja, die sollten mal besser hinhören. Wo das hinführt, ist ja offensichtlich. Südkorea ist dauerhaft in den Top5 wenn es um die Selbstmordrate geht, liegt beim Einkommen im internationalen Vergleich ungefähr auf Niveau Italien.

Es hat halt alles seinen Preis.

Zitat von MFZ73 am 29. Juni 2020, 20:04 Uhr

Die Koreaner gelten als clever und sehr sehr fleißig. Das kann ich nach Jahren bei einem grossen koreanischen Konzern in Korea nur bestätigen. 40 Stunden Woche ....hat da noch niemand gehört.

Tja, die sollten mal besser hinhören. Wo das hinführt, ist ja offensichtlich. Südkorea ist dauerhaft in den Top5 wenn es um die Selbstmordrate geht, liegt beim Einkommen im internationalen Vergleich ungefähr auf Niveau Italien.

Es hat halt alles seinen Preis.

Was das jetzt mit dem wirtschaftlichen Aufstieg zu tun hat. Guyana, Surinam, Moçambique sind auch unter den Top Selbstmordraten. Aber es scheint hier so eine Art Hobby zu sein, an jedem Land irgend was schlechtes zu finden, das erfolgreich ist. Ich für meinen Teil kann nur sagen, USA, Süd Korea, Singapore, hab ich schon gelebt, und alles super tolle Länder, die Deutschland wirklich viel viel voraus haben. Allen voran Singapore, schlechtweg das Paradies auf Erden. Sauber , sicher, friedlich, immer schönes Wetter, enormer Wohlstand und Lebensstandard. Deutschland ist leider auf dem absteigenden Ast. Durch Misswirtschaft der Politik wird Deutschland im globalen Wettbewerb von China und den USA, aber auch von Ländern wie Süd Korea oder Taiwan abgehängt. Ein überzogenes Sozialsystem, eine völlig aus dem Ruder geratene Bürokratie, und ein geradezu wirtschaftsfeidliches Umfeld ( siehe nur die Probleme bei der Tesla Fabrik) , gepaart mit völliger Unfähigkeit ( Bauzeit Flughafen Berlin) all das wird Deutschland mittelfristig den Wohlstand kosten.  Die Demokratie wurde spätestens bei den letzten Wahlen im Osten zu Grabe getragen, wo man eine Wahl einfach so oft wiederholt hat, bis das Ergebnis gewissen Leuten in den Kram passte. Die Freiheit der Menschen wird durch immer neue Steuern ( Stichwort Fleischsteuer, Flugsteuer, neu KFZ Steuer ) so radikal beschnitten, das selbst in China mittlerweile ein freieres Leben möglich ist ( und bevor irgend welche Fragen kommen, ja , da hab ich auch schon gelebt und gearbeitet ) In China bekomme ich meinen Einkauf sogar noch in eine Tüte gepackt, und ich kann noch Cola in Dosen kaufen und zahle nicht mal Pfand dafür. Strom , Benzin, Einkommensteuer, alles günstiger . Nur um mal ein paar Beispiele zu nennen.

25ct Pfand für die Dose - das sind Peanuts - ich habe hier die volle Freiheit, das einfach abzuschreiben und in den Müll zu werfen. 1000€ Schulgebühr pro Kind und Monat für eine deutsche Schule sind keine Peanuts (ist die nicht sogar schon von deutscher Seite subventioniert? ). Gesundheitsversorgung auf deutschem Niveau ist in China sehr teuer. Auch so Sachen wie saubere Luft oder sichere Lebensmittel sind hier wohl noch lange viel besser.

Freiheit ist nicht das gleiche wie wenig Steuern und hohes Serviceniveau. Ich würde da auch Meinungsfreiheit darunter zählen - wenn ich als Journalist (oder auch als Arzt... ) etwas aufgedeckt hätte, würde ich das z. B. gerne auch veröffentlichen, ohne abwägen zu müssen, was das für Konsequenzen haben könnte. Ich hätte auch gerne die Freiheit, Zugang zu solchen Informationen zu haben. Oder überhaupt - Internet wie im Rest der freien Welt. Eine unabhängige Justiz finde ich auch ziemlich gut. Die Freiheit, bei Wahlen mitbestimmen zu können, finde ich nicht so schlecht. (Wenn man nur die Präsidenten anschaut, scheint das mit der Auswahl in China allerdings irgendwie zu einer deutlich qualifizierteren Stellenbesetzung geführt zu haben, als in den Staaten...).

Trotzden kann man in China als normaler Mensch sicher auch normal leben, vieles wird sogar besser sein. Man hört, als Ausländer war es vor zehn oder zwanzig Jahren noch angenehmer dort. Und ja, wir haben hier einige Probleme, auch mit der Demokratie. Wir müssten auch wirklich schauen, da nicht abgehängt zu werden. Aber noch sind wir nicht abgehängt, und auch China hat seine Probleme.

Zitat von n am 29. Juni 2020, 22:26 Uhr

25ct Pfand für die Dose - das sind Peanuts - ich habe hier die volle Freiheit, das einfach abzuschreiben und in den Müll zu werfen. 1000€ Schulgebühr pro Kind und Monat für eine deutsche Schule sind keine Peanuts (ist die nicht sogar schon von deutscher Seite subventioniert? ). Gesundheitsversorgung auf deutschem Niveau ist in China sehr teuer. Auch so Sachen wie saubere Luft oder sichere Lebensmittel sind hier wohl noch lange viel besser.

Freiheit ist nicht das gleiche wie wenig Steuern und hohes Serviceniveau. Ich würde da auch Meinungsfreiheit darunter zählen - wenn ich als Journalist (oder auch als Arzt... ) etwas aufgedeckt hätte, würde ich das z. B. gerne auch veröffentlichen, ohne abwägen zu müssen, was das für Konsequenzen haben könnte. Ich hätte auch gerne die Freiheit, Zugang zu solchen Informationen zu haben. Oder überhaupt - Internet wie im Rest der freien Welt. Eine unabhängige Justiz finde ich auch ziemlich gut. Die Freiheit, bei Wahlen mitbestimmen zu können, finde ich nicht so schlecht. (Wenn man nur die Präsidenten anschaut, scheint das mit der Auswahl in China allerdings irgendwie zu einer deutlich qualifizierteren Stellenbesetzung geführt zu haben, als in den Staaten...).

Trotzden kann man in China als normaler Mensch sicher auch normal leben, vieles wird sogar besser sein. Man hört, als Ausländer war es vor zehn oder zwanzig Jahren noch angenehmer dort. Und ja, wir haben hier einige Probleme, auch mit der Demokratie. Wir müssten auch wirklich schauen, da nicht abgehängt zu werden. Aber noch sind wir nicht abgehängt, und auch China hat seine Probleme.

Das mit der Schule stimmt natürlich, und mit 10.000 kommst du nicht hin. Aber die Qualität und Ausstattung ist auch viel besser als in Deutschland. Gute Bildung kostet halt Geld, ist aber eine gute Investition. Das die Krankenversorgung sehr teuer ist, kann ich so nicht sagen. Im Gegenteil. Eine gute KV , die alles abdeckt, kostet gerade mal die hälfte wie in Deutschland. Moderen private Krankenhäuser sind absolut top, da können sich viele deutsche Kliniken noch eine Scheibe abschneiden.

Ich habe mich nie in irgend einer Art und Weise eingeschränkt gefühlt. Natürlich ist es in China letztendlich nicht anderes wie in fast jedem Land auf der Welt. Wenn man den falschen Leuten ans Bein pinkelt, muss man sich über die Konsequenzen nicht wundern. Aber wenn man sich so verhält wie man sollte, nämlich als Gast in einem fremden Land, hat man absolut nichts zu befürchten.

@achim_global

Zu mir: Rummäkeln kommt in meinem Gedankenwelt nicht vor. Ich bin der Typ der immer schaut wie es besser laufen kann, völlig egal was ich (nach einer möglichst trefflichen Analyse) vorfinde.

Hatespeach gegen Staaten (?) anstatt Menschen(gruppen), was Sie mir vorwerfen, das ist dann wohl ein neuer Sachverhalt den Sie da erfunden haben.

Ansonsten scheinen Sie auch in Ihren letzten Beiträgen hier nicht verstehen zu können, dass Ihre Rosa Brille allein daher kommt, dass Sie offensichtllich Geld haben, einen Job haben der respektiert wird, Ihr Verhalten unter Ihresgleichen gutiert wird ...und daher innerhalb Ihrer wirtschaftlichen Kohorte es eben wunderbar ist in Singapur zu leben, 0der im abgeschotteten Resort und auch egal wo auf dieser Welt. It works! Ohne Frage! Klar , denn Sie können sich das alles leisten und sind dort akzeptiert. Ich gönne Ihnen das auch ausdrücklich. Ich könnte das ja auch alles so machen und wahrscheinlich könnten wir in "unserer" Bar in Dubai wunderbar ein Bier zusammen trinken.

Der Unterschied scheint aber der, dass Sie Ihr Umfeld als eine Art Supermarkt mit Rabattheftchen betrachten und schauen, dass Sie möglichst optimal nah am Markt Ihrer täglichen Wahl Ihren SUV parken, sich das was Sie benötigen dort holen und alles zu besten Preisen und Rabattheft und darfs ein bisschen mehr sein, und alles so schön ideal und der andere Kunde kauft so ähnlich ein wie Sie, alles so harmonisch und wunderbar unter Ihresgleichen. Alles unter Ihren wirtschaftichen Aspekten zu Ihren Vorteilen. Und jeder der hier nicht einkaufen kann hat wohl was verkehrt gemacht, denn hier gehts doch voll fair und zivilisiert zu. (Ich finde derlei Einstellung, und wenn die auf Sie zutriffen sollte, was ich glaube, töricht.)

Und das sehe ich eben alles so nicht: Ich schaue mir an wem der Markt gehört. Ich schaue mir an was für Produkte angeboten werden und woher die Produkte kommen und aus was die hergestellt werden und auch wie die Mitarbeiter behandelt und bezahlt werden. Produkte, die mich nicht überzeugen unter den genannten Aspekten werden nicht gekauft, auch wenn Sie mir helfen könnten. Nein, ein Heiliger bin ich deswegen nicht, perfekt bin ich ganz sicher auch nicht, aber so fühle ich mich besser und so kann ich mich schadlos im Spiegel anschauen.

@achim_global

Seit ich lesen und mich erinnern kann geht Deutschland vor die Hunde.

Jugus kommen aus dem Krieg und vergewaltigen unsere Frauen! (Frühe 90er)

Du wirst nie einen fixen Job haben, gebe besser deine Träume auf und werde nicht Arbeitslos (Ende 90er)

Deutschland ist der Kranke Mann von Europa! (Frühe 2000er)

Der Euro mach uns alle arm! (2010er)

Syrer kommen aus dem Krieg und vergewaltigen unsere Frauen! (2015+)

Der Sozialstaat mach uns alle arm! (schon immer)

Alle diese Aussagen haben reale Grundlagen und es ist richtig die Probleme anzugehen. Aber in Absoluten denken hilft (mir) nicht. Ich kann das verzweifeln am deutschen Michel der alle anderen Länder der Welt schrecklich findet ohne je dort gewesen zu sein verstehen. Ich rechne nicht mit einem Untergang Deutschlands aufgrund des Sozialstaates. Wir werden sehen wie die Welt sich weiter dreht.

Den Untergang der Freiheit sehe ich gerade in Deutschland nicht. Es ist richtig und wichtig wachsam zu bleiben. Ich sehe die Gefahr dafür mehr in Verschwörungstheorien (Links und Rechts) und einer weiteren Spaltung der Gesellschaft. Ruhig bleiben und miteinader reden hilft.

 

 

Zitat von Absprung_2020 am 30. Juni 2020, 10:25 Uhr

@achim_global

 

Der Unterschied scheint aber der, dass Sie Ihr Umfeld als eine Art Supermarkt mit Rabattheftchen betrachten und schauen, dass Sie möglichst optimal nah am Markt Ihrer täglichen Wahl Ihren SUV parken, sich das was Sie benötigen dort holen und alles zu besten Preisen und Rabattheft und darfs ein bisschen mehr sein, und alles so schön ideal und der andere Kunde kauft so ähnlich ein wie Sie, alles so harmonisch und wunderbar unter Ihresgleichen. Alles unter Ihren wirtschaftichen Aspekten zu Ihren Vorteilen. Und jeder der hier nicht einkaufen kann hat wohl was verkehrt gemacht, denn hier gehts doch voll fair und zivilisiert zu.

 

Das ist gut gesagt 🙂 , und das will ich auch garnicht abstreiten. Ich empfinde das auch in keiner Weise negativ. Warum ich so denke mag daran liegen, das ich den größten Teil meines beruflichen Lebens in anderen Ländern zugebracht habe, wohl gemerkt in anderen Ländern ohne jegliche sozialen Sicherungssysteme. Ein grosser Teil der Weltbevölkerung denkt wahrscheinlich so.

Grosse Demonstrationen für Umweltschutz, besser Arbeitsbedingungen in Sri Lanka , Mindestlöhne für Arbeiter in Bangladesh , Klimawandel, all diese Themen werden Deutschland unheimlich wichtig genommen, obwohl es uns garnichts angeht, b.z.w. sogar schadet. Denn wenn in den Herkuftsländern die Preise steigen, steigen auch die Verbraucherpreise in Deutschland . Allerdings ist das oft in den Ländern, die es eigentlich angeht, kein Thema. In USA stört sich niemand Greta, in Indien geht niemand gegen die Arbeitsbedingungen auf die Strasse...im Gegenteil, die Leute sind froh das sie einen Job haben. Zu Glauben das wir in Deutschland der Welt diktieren müssen, wie es läuft, also welche Standards an Arbeitssicherheit und Umweltschutz herrschen müssen, welche Gesetze eingeführt werden müssen, welche Löhne bezahlt werden müssen, finde ich in höchstem Masse befremdlich. Das wir dadurch sogar unseren eigene Vorteil im globalen Wettbewerb verspielen, und unsere eigene Position schwächen, grenzt schon an Märtyrertum, und habe ich so in noch keinem anderen Land erlebt. Entstehen kann so ein Verhalten nur, und das ist meine persönliche Meinung , in einen Umfeld extremer sozialer Absicherung. Die absolute Lebensnotwendigkeit, einen Job zu haben, diesen zu erhalten, und damit möglichst viel zu verdienen, wie es in anderen Ländern ist, gibt es in Deutschland nicht. Und, wie es in dem Sprichwort so schön heißt, wer nichts zu tun hat, kommt schnell auf dumme Gedanken. Schüler in China oder Korea hätten garnicht die Zeit, freitags zur Demo zu gehen, weil Sie dann ihren Abschluss nicht schaffen würden, und somit ihre ganze Zukunft aufs Spiel setzen. In Deutschland gibt es auf Grund der extremen sozialen Absicherng die Einstellung , das man sich auch problemlos ohne Arbeit durchs Leben schlagen kann. Das wird sich irgendwann bitter rächen.

Zitat von Cricetus am 30. Juni 2020, 10:51 Uhr

@achim_global

Seit ich lesen und mich erinnern kann geht Deutschland vor die Hunde.

 

Das ist allerdings ein richtiger Gedanke. Dafür, dass das in den gut 50 Jahren, die ich nun lebe, immer der Fall war, hält sich Deutschland erstaunlich gut. Dazu nur 2 Gedanken:

Zitat von Achim_Global am 30. Juni 2020, 12:14 Uhr

Schüler in China oder Korea hätten garnicht die Zeit, freitags zur Demo zu gehen, weil Sie dann ihren Abschluss nicht schaffen würden, und somit ihre ganze Zukunft aufs Spiel setzen. In Deutschland gibt es auf Grund der extremen sozialen Absicherng die Einstellung , das man sich auch problemlos ohne Arbeit durchs Leben schlagen kann. Das wird sich irgendwann bitter rächen.

Wir sind doch ungefähr der gleiche Jahrgang. Ich habe als Jugendlicher in Köln gewohnt. Auf dem Gymnasium, eine gut Gegend, waren Hauptthemen u.a. Atomkraft, Wiederaufrüstung und das Schulsystem. Unsere Klasse war kurz vor der Zwangsspaltung. In Bonn bei den Friedensdemos waren über 1 Millionen Demonstranten. Und, alle haben gute Jobs und kenne keinen der irgendwie abgerutscht ist. Bei der großen Beratung, bei der ich gearbeitet habe, waren viele Manager, teilweise Partner, die auch eher aus alternativen Milieus kamen. Einer aus der Besetzer Szene der Hamburger Hafenstraße etc. pp.

Was will ich sagen: gewisse Aktivitäten im Jugend bzw. jungen Erwachsenenalter müssen sich nicht negativ auswirken. Ich war bis knapp 20 auch eher an geistigen und nicht wirtschaftlichen Dingen interessiert. Das hat meinem geistigen Horizont nicht geschadet.

 

Was will ich sagen: gewisse Aktivitäten im Jugend bzw. jungen Erwachsenenalter müssen sich nicht negativ auswirken. Ich war bis knapp 20 auch eher an geistigen und nicht wirtschaftlichen Dingen interessiert. Das hat meinem geistigen Horizont nicht geschadet.

Das stimmt wohl, wir hatten ja sogar mal einen Aussenminister der früher Steinewerfer war , und der hat auch einen guten Job gemacht ( und das meine ich ehrlich)