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Man habe es geschafft: (Finanziell) unabhängiger Frugalist - und dann? Wie dann ein sinnvolles Leben?

Zitat von Andre am 1. November 2020, 8:45 Uhr

Vielleicht ist das aber auch meiner Konditionierung gemäß der Vermutung von Privatier geschuldet :-). Dies ist mir allerdings egal, da ich mich glücklich fühle.

Hallo @andre, schön wieder von dir zu hören. Ich dachte schon, du hättest dich hier verabschiedet.

Ich will dir das auch gar nicht ausreden. Jeder muß immer für sich entscheiden und was für den einen richtig ist, ist für den anderen falsch. Und da ich dich ja auch gar nicht kenne, kann ich dich persönlich auch nicht einschätzen.

Aber vielleicht merkst du es ja gar nicht, dass du in einem anderen Setting glücklicher wärst? Bis ich nach dem Arbeiten den Kopf frei hatte und innerlich nicht mehr in dem Arbeitsmodus war, hat bestimmt 2 Jahre gedauert. Reizt es dich nicht, das mal auszuprobieren? Wenn du es nicht jetzt machst, ist es irgendwann zu spät...

Zitat von Achim_Global am 14. September 2020, 15:07 Uhr

Wie ich durch Zufall erfahren habe ( lange Geschichte , Zahnarthelferin kam aus dem Dorf in dem ich mal für ein paar Jahre gewohnt habe) .  Nach unserer Rückkehr aus Asien haben wir in Deutschland erst mal ein Orientierungsjahr gemacht . D.h. wir haben ein Haus gemietet , und einfach nur hier gelebt ( ohne Job, ohne Arbeitslos zu sein) , immer zu allen freundlich gewesen, nicht viel von uns erzählt, und niemandem was getan.

Nun habe ich ( jähre später ) gehört, das man uns in dem Dorf alles mögliche unterstellt hat ,  angefangen damit , das man dem Vermieter gesagt hat, wir können doch sowieso die Miete bald nicht mehr zahlen, bis dahin das wir "vermutlich" in kriminelle Machenschaften verstrickt sind, oder sogar , das wir uns bald scheiden lassen ( weil der eine oder andere noch ein paar Sachen in Asien zu klären hatte und schon mal 2 Wochen weg war) ..hahaha.

Zum Glück haben wir das erst viel später erfahren. Aber , Fakt ist, hier in Deutschland nicht zu arbeiten, keine Unterstützung zu bekommen, keinem Erwerb nachzugehen, und auch nicht in Rente zu sein, ist doch sehr unüblich, und es bilden sich schnell Gerüchte, die man am besten vollkommen ignoriert.  Das war mir nie so bewusst, in Singapore ( meiner Ex-Heimat) , war das gang und gebe.

Gruselig, kann ich mir aber gut vorstellen. Da reicht manchmal noch weniger, eine Mitstudentin wurde mit ihrer Familie ganz übel aus ihrem geerbten Haus in einem bayrischen Dorf gemobbt, nur weil sie die falsche Religion (evangelisch) hatten.

Ein deutsches Phänomen ist das denke ich nicht, wer von der Norm stark abweicht muss leider weltweit mit Ärger rechnen. Du sagst ja selbst, in Singapore gab es keine Probleme, weil dein Art zu Leben gang und gebe war (= zur Norm gehört), und weniger weil man dort besonders tolerant gegenüber Andersartigem wäre. Wahrscheinlich spielt auch das städtische Umfeld rein, ein Dorf ist eben was anderes als eine Weltmetropole. Selbst in meiner verschlafenen Stadt würde es kaum wem auffallen, dafür sind Nachbarn und Stadtteil nicht vernetzt genug.