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Herr Kommer belächelt Frugalisten....

Meine Meinung zu Herrn Kommer, habe ich ja schon des öfteren hier geschrieben,

hier mal ein alktuelles Interview, was er von Frugalisten und zur finanziellen Freiheit sagt.

https://www.youtube.com/watch?v=AP73sZDgaZY&feature=youtu.be

Bin auf eure Meinung gespannt.

Also die erste Hälfte wirkte der gute Herr wenig reflektiert. Ich weiß nicht, warum er findet, dass finanzielle Freiheit so schwer zu definieren ist. Dass es hochriskante und eher zuverlässige Wege dahin gibt, hat doch nie jemand bestritten.

Interessant auf jeden Fall. "Meine" Börse Stuttgart macht doch ganz spannende Dinge...

Aber zum Benchmark: meiner liegt zunächst bei 0.00% Netto-Ausschüttungsrendite (das gab das Tagesgeld vorher). Aktuell 1.05%. Nächster: Inflationsrate (da bin ich noch drunter, bin aber auch erst 4 Monate im G'schäft).

An welchem Index soll ich mein bunt diversifiziertes Depot denn messen? Ich habe Werte aus DAX, MDAX, DJ, S&P 500, FTSE-100 und vielen anderen, und Anleihen, von Bundesbank bis High Yield und Xetra-Gold. Und oft auch ETFs auf selbige. MSCI World, EM auch, und 12 andere. ETFs sind "unsexy", volle Zustimmung. Deswegen füttere ich auch drei von ihnen monatlich mit Sparplänen.

Aber richtige Unternehmensanteile (Aktien) sind eben doch was anderes. Man wird halt mit neuen Herausforderungen konfrontiert, ich heute gerade mit norwegischem Quellensteuerrecht. (Auf Marine Harvest-Dividenden wird aus NO und DE insgesamt 51.4% Steuern einbehalten). Also muss ich mich im November um eine Ansässigkeitsbescheinigung vom Finanzamt bemühen, um in NO Erstattung von 10% der Quellensteuer zu beantragen, um damit im Jahr drauf in DE weitere 15% KESt erstatten zu lassen...

"Sexy" ist das weiß Gott auch nicht, aber deutlich spannender, als alle 6/3/1 Monate bei ETF-Ausschüttungen mal zu schauen, wieviel die minus TER u.a. übrig hatten...

Ich mache einfach beides. Passiv und aktiv. ETFs und Aktien/Anleihen. Im Interesse noch breiterer Diversifikation... 😀 Man lernt nie aus.

Edit: Thema verfehlt, zu Frugalismus habe ich garnix geschrieben. Also: nur durch sehr frugales Leben (Sparquote 33%, freiwilliger Unterhalt für Exfrau und Töchter: nochmal 33%) konnte ich die Gelder sparen, mit denen mein o.a. Depot investiert ist und wird. Und die Netto-Auszahlungsrendite motiviert mich noch deutlich mehr zum Sparen als das doofe Tagesgeldkonto mit 0.00%. Wie in Kindestagen auf dem Postsparbuch: "oh, aus Spargeld wird ja über die Zeit noch etwas mehr Geld..."

Und trotzdem lebe ich nicht in Armut oder Mangel, esse z.B. abwechslungsreich und vegan - aber trotzdem frugal.

Zitat von suchenwi am 29. Mai 2018, 21:22 Uhr

... Und die Netto-Auszahlungsrendite motiviert mich noch deutlich mehr zum Sparen als das doofe Tagesgeldkonto mit 0.00%. Wie in Kindestagen auf dem Postsparbuch: "oh, aus Spargeld wird ja über die Zeit noch etwas mehr Geld..."

Und trotzdem lebe ich nicht in Armut oder Mangel, esse z.B. abwechslungsreich und vegan - aber trotzdem frugal.

genau das ist mein Kritikpunkt an Herrn Kommer, er vernachlässigt viel zu stark die Emotionen an der Börse. Als wenn wir alle Legastheniker ohne Emotionen wären und nur er die Börsenmatrix dank ETF gelöst hätte. Für mich ist das alles sehr überheblich OHNE die Verantwortung zu übernehmen wenn es mal Kracht und die Depots seiner Kunden fett im Minus notieren! Schuld hat ja dann entweder der Markt, er wird sich schon wieder beruhigen oder eben der doofe Anleger der einfach nicht durchhalten konnte.

Ich "daddel" lieber rum und habe das Gefühl der Kontrolle über mein Geld, als nichts zu tun und mich auf die Historie der letzten 200 Jahre zu verlassen. Und ja ich nutze auch BEIDES! Mit ETF decke ich die Märkte ab, die ich selber nicht handeln möchte oder wo ich ein großen Korb haben möchte. Bei mir halt statt REIT's habe ich MORL mit 18% Dividende pro Jahr und für den breiten US Markt den SPY.

Ich glaube, jeder selbstbestimmende Händler mix sich sein Depot so, dass es NIE einen passenden Benchmark dazu gibt! Ich nehme für mich immer folgenden ETF als Benchmark IWM, SPX, VT und seit neuesten das 70/30 World Portfolio von Herrn Kommer. Ich mache auch keinen Hehl daraus, dass aktuell meine gewählten Benchmark deutlich vor meiner Performance liegen, aber wie sagen die Herren immer, wir laufen keinen Sprint sondern einen Marathon. Ich bin bereit noch richtig zuzulegen, wenn der Markt sich seine Verschnaufpause nimmt 🙂

 

[Anm. Oliver: Vorhergehender Kommentar auf Wunsch des Autors entfernt]

na ja, er  macht da schon einen Rundumschlag gegen die Blogger und Autorenszene welche sich dem Thema finanzielle Freiheit widmen! Dabei skizziert er leider völlig falsche Bilder.

Beispiel DayTrading und schneller Reichtum durch 12 Stunden handeln am Tag - er hat das entweder nie gemacht und hat deswegen kein Ahnung oder er ist gescheitert und akzeptiert nicht, dass andere es besser können als er. Obwohl ich auch täglich Trade, sitze ich nicht länger als 1 Stund vor der Handelsplattform, genauso ist das Bild welches er  kreieren möchte vom Nerd der meint schnell reich zu werden - Ich habe ein Erwartung von 20% im Jahr und bin meilenweit entfernt von seinen finanzpornographischen Ausmalungen..... Bodo Schäfer nennt er "wahnwitzig" in seinen Ausführungen und dann gibt es noch die Anderen, die Minimalisten - die Frugalisten die 80% Sparen, der Normale Bundesbürger schafft 10% wenn er sich anstrengt! - AHA alle Frugalisten sind also auch nicht ganz normal, oder frei interpretiert haben wir hier dann eher ne Klatsche. Und dem dusseligen Report fällt dann auch noch auf, das man mit SOWAS in die Bildzeitung kommt.

Aber wenn es um passive Anlage geht, dann ist plötzlich alles "normal"? Aha! Wer sich mit +8% bis -70% zufrieden gibt und gerade wenn das Depot nur noch die Hälfte Wert ist,  gar nicht mehr draufschaut, der soll gerne passiv Investieren. Um seine "wissenschaften" mal umzudrehen 90% der Anleger verlieren Geld an der Börse, aber die passiven gehören zu den 10%?!? Ja nee ist klar, und wenn sie am Ende doch zu den 90% gehören dann sind es keine echten passiven.... ich glaube der dreckigste Porno in der Finanzbranche läuft gerade auf dem ETF Kanal! Ein eigentlich sehr gutes Instrument wird bis zum letzten Kommerziell von solchen Typen ausgeschlachtet! Wie gesagt wer sich um seine finanzen NICHT Kümmern möchte, Kommer t sich 🙂

Wie immer nur meine Meinung.

[Anm. Oliver: Vorhergehender Kommentar auf Wunsch des Autors entfernt]

Die allerwenigsten Begriffe lassen sich "streng" mathematisch definieren. Man denke nur an Dinge wie Liebe, Patriotismus, Ehre, ... . Im Falle der Finanziellen Freiheit gehen doch viele Definitionen in die Richtung "Genug Geld aus passiven Quellen haben, um seine monatlichen Kosten zu decken." Natürlich auch mit leichten Variationen. Warum das gegen das Konzept und den Frugalismus spricht, erschließt sich mir nicht.

Jeder ist individuell und somit nicht in einen Topf mit einen anderen zu schmeißen. Herr Kommer neigt aber dazu "normale" Bürger von nicht normalen Bürger zu unterscheiden und vor allem spricht er diesen ab, für sich selber sorgen zu können!

Warum macht er dass? Weil er sich und sein Produkt verkaufen möchte. Wer selber denkt und meint besser zu sein als er, bzw. er nimmt sich ja aus der Verantwortung, denn "der MArkt" entscheidet was mit dem Geld seiner Klienten passiert. Der hat wegen extremer Selbstüberschätzung auch selbst schuld wenn er sein Geld verliert. Wenn man es aber doch schafft, bessere Renditen zu erzielen, dann hat man Glück und muss es erstmal 10.000 Jahre unter Beweis stellen. ALTER was für ein Tüdelbüdel!  Auf Kosten anderer (Frugalisten, Bodo Schäfer und Daytrader) sein Marketing aufzubauen ist für mich menschlich verwerflich und begründet meine Abneigung zu dieser Art der Finanzpornographie.

 

 

[Anm. Oliver: Vorhergehender Kommentar auf Wunsch des Autors entfernt]

Bei seiner Art der Geldanlage hat er wahrscheinlich sogar recht. Denn er muss bis zu 70% Verlust aussitzen können, und als einer der normalen Bundesbürger schafft er es ja auch nicht mehr als 10% seines Einkommen beiseite zu packen 😉

Ich sage 500k + 100k Überbrückung für schlechte Phasen reicht um ein Jahreseinkommen > 75.000 EUR zu generieren. Gut bei 3 Stunden pro Woche Vermögensverwaltung, also nicht ganz passiv. Aber so what? Dafür kann man seine Tätigkeit von jeden Ort dieser Welt durchführen und hat nicht 70% Risiko auf sein gesamtes Depot.

Ich vergas, das ist nicht möglich! Der "normale" Trader arbeitet am Tag 8-14 Stunden und geht entweder Pleite oder ist in einem Jahr Millardär..

Es ist so schön unnormal zu sein 🙂

Zitat von Axe am 1. Juni 2018, 12:50 Uhr

...

Bei seiner Art der Geldanlage hat er wahrscheinlich sogar recht. Denn er muss bis zu 70% Verlust aussitzen können, und als einer der normalen Bundesbürger schafft er es ja auch nicht mehr als 10% seines Einkommen beiseite zu packen 😉

Ich sage 500k + 100k Überbrückung für schlechte Phasen reicht um ein Jahreseinkommen > 75.000 EUR zu generieren. Gut bei 3 Stunden pro Woche Vermögensverwaltung, also nicht ganz passiv. Aber so what? Dafür kann man seine Tätigkeit von jeden Ort dieser Welt durchführen und hat nicht 70% Risiko auf sein gesamtes Depot.

Ich denke man sollte hier zwei Dinge unterscheiden:

- Kommers Arbeiten und Ansichten zum Passiven Investieren
- Kommers Meinung zur Finanziellen Freiheit

Ich halte sehr viel von Kommers Arbeit zum Thema Passiven Investieren – was er in seinen Büchern zeigt und vorschlägt, ist ja auch Grundlage meiner eigenen Investment-Strategie (und auch die vieler anderer aus der FIRE-Community, die die FF teilweise auch schon erreicht haben). Ich empfehle sein Buch "Souverän Investieren" auch ausdrücklich meinen Lesern.

Also basiert auch mein Weg zur finanziellen Freiheit letztendlich auf seinen Ausarbeitungen, die du hier lautstark kritisiert.

Bei allem Respekt für deinen Ansatz – für mich und viele andere Anleger ist das "langweilige" passive Investieren mit ETFs denke ich ein sehr gut geeignetes und völlig ausreichendes Mittel zum Erreichen der FF. Und ohne die Arbeit Gerd Kommers wäre dieses Mittel in Deutschland wohl längst nicht so weit verbreitet und so einfach zugänglich (Die Alternative ist ja meistens eher, dass die Leute zum Bankberater Bankverkäufer rennen).

Kommers Ansicht zum Thema Finanzielle Freiheit teile ich hingegen auch nur begrenzt.

Hallo Oliver,

ich bin leider im Ton oft bisschen scharfzüngig und man fühlt sich schnell mal angegriffen. Auch ich schätze die Ausarbeitungen Herr Kommers bezüglich des passiven Investieren und ich halte diese Form des Vermögensaufbau NICHT für falsch. Wenn es für Dich und viele Anleger ein gutes und ausreichendes Mittel ist, ist ja auch alles perfekt! Ich habe ja auch hier schon oft Dein oder eben die Kommers Depot zur Nachahmung empfohlen!

Das es ohne seine Arbeit allerdings nicht so einfach zugänglich wäre, ist kompletter Unsinn. Und hier setzt ja auch meine Kritik an. Dieses Produkt ist seit 2000 in Deutschland frei Handelbar, also weit vor der 1. Auflage des Buches von Herrn Kommer! Es benötigt kein spezial Wissen oder sonstiges um ein solches Depot aufzubauen! Ich sehe mir Dein Depot an eröffne ein Konto und kaufe die entsprechenden ETF in der entsprechenden Gewichtung. Fertig! Ab dann läuft es von allein und ich muss "nur" durchhalten. Und genau dieses "nur" wird den meisten am Ende zum Verhängnis werden. Irgendwo in deinem Forum habe ich den Reuters Artikel verlinkt gehabt, das 95% der Kapitalabflüsse im Februar aus ETF Vermögen waren! Und wir hatten alles andere als einen Crash!

Das ganze wissenschaftliche gedöns und die Verkomplizierung der ganzen Materie um den "normalen" Bundesbürger vom aktiven Handel abzuhalten, ja diesen sogar als "nicht normal" zu bezeichnen, finde ich persönlich einfach unverschämt und erlaube mir Kritik zu äußern. Übrigens hat der Finanzwesir diese Woche einen klasse Artikel diesbezüglich geschrieben.https://www.finanzwesir.com/blog/etf-laufende-kosten

Buy&Hold ist im Bullenmarkt klasse, vor allem wenn er über 8 Jahr läuft. Plan B für Bärenmarkt und Plan C für Crash sollter aber nicht, sein Augen zu und durch! Dies werden viele erst feststellen, wenn das Depot 50% und mehr im Minus ist, am besten noch 2 Jahre vor Renten eintritt.

Ich komme nicht aus der Finanzbranche und habe mir meine Strategien "zusammen geklaut" ob ich damit meinen angestrebten Erfolg erreiche? Kann ich natürlich auch nicht voraussagen, ich bin aber so überzeugt, dass ich mein Echtgelddepot öffentlich handel und mich somit for free an den Pranger stelle. Warum mache ich dass, weil ich der Überzeugung bin, dass vor allem alle Frugalisten  ein riesen Problem haben werden wenn ihr Depot von 100k auf 40k in 3Wochen schrupft und wir nicht 10 Monate später neue ATH markieren! Da mir die rhetorischen Kompetenzen fehlen, zeige ich es einfach und gewähre den Blick über die Schulter. Wenn es klappt und den einen oder anderen animiert sich auch einen Airbag zu bauen, oder sich einer zusätzliche Strategie für einen Bärenmarkt einkauft, dann ist doch alles perfekt.

Soll am Ende nur keiner Jammer und sagen es gab keine mahnenden Worte 🙂

In diesem Sinne ein schönes entspannte und sonniges Wochenende.

PS ein Bankberater kann auch gut sein, sollte nur zwischen Berater und Verkäufer unterscheiden können 😉

 

Ich verstehe dich nicht ganz...
Du empfiehlst Kommers bzw. mein Depot zur Nachahmung uns schreibst, dass du passives Buy- and Hold als ein für viele Privatanleger geeignetes Mittel zum Vermögensaufbau hältst.

Im nächsten Absatz erklärst du aber, dass eben jene passiven Buy-and-Hold-Anleger im Bärenmarkt ein Problem bekommen werden, wenn ihr Depot schrumpft – und man darum den Bärenmarkt nicht einfach abwarten sollte. Aber passives Buy-and-Hold bedeutet ja gerade, die Bärenmärkte einfach abzuwarten. Also was denn nun?

Und genau dieses "nur" wird den meisten am Ende zum Verhängnis werden. Irgendwo in deinem Forum habe ich den Reuters Artikel verlinkt gehabt, das 95% der Kapitalabflüsse im Februar aus ETF Vermögen waren! Und wir hatten alles andere als einen Crash!

Die Mittelabflüsse sind denke ich kein Beweis dafür, dass Privatanleger Buy-and-Hold mittels ETFs nicht langfristig durchhalten.
Ich würde mal davon ausgehen, dass solche großen Kapitalbewegungen vor allem von institutionellen Anlegern stammen.

Übrigens... ich schätze bei Kommer gerade das "wissenschaftliche Gedöns".
Gerade im Finanzbereich wird ja ohne Ende irgendwas behauptet, von dem vieles wirklich haarsträubender Blödsinn ist ("Der Crash kommt", "Reich werden mit Strategie XYZ",...). Wie aber soll man die Wahrheit von dem ganzen Bullshit unterscheiden, wenn nicht mit wissenschaftlichen Methoden?
Und letzlich hilft denke ich ein fundiertes Verständnis der Materie auch dem Leser dabei, seine Anlagestrategie langfristig beizubehalten.

Wenn ich die genaue Herleitung des passiven Investmentansatzes gelesen und nachvollzogen habe, springe ich im Bärenmarkt vermutlich nicht so leicht ab, wie wenn ich einfach nur ein Depot von irgendeinem dahergelaufenen "Frugalisten" kopiere, ohne wirklich verstanden zu haben, was der da eigentlich macht. 😉

Das es ohne seine Arbeit allerdings nicht so einfach zugänglich wäre, ist kompletter Unsinn. [...] Dieses Produkt ist seit 2000 in Deutschland frei Handelbar, also weit vor der 1. Auflage des Buches von Herrn Kommer! Es benötigt kein spezial Wissen oder sonstiges um ein solches Depot aufzubauen!

Ich denke doch. Natürlich ist die Verfügbarkeit der Produkte Grundvoraussetzung, aber darüber hinaus müssen sie auch für die Menschen verständlich gemacht und der richtige Umgang damit vermittelt werden. So wie die reine Verfügbarkeit von Autos für sich alleine auch nichts bringt, man muss sie auch bedienen und damit richtig fahren können.
Und ich denke in der Hinsicht haben Menschen wie Kommer und der Finanzwesir in Deutschland großartige Arbeit geleistet. Ich kenne mittlerweile viele Leute (einschließlich mich!) die alleine durch die Bücher von Kommer und den Finanzwesir-Blog Zugang, Anleitung und Hilfe bei der Umsetzung eines passiven ETF-Portfolios bekommen haben.

PS ein Bankberater kann auch gut sein, sollte nur zwischen Berater und Verkäufer unterscheiden können 😉

Auwei, verzeih mir den Fauxpas. 😉 Natürlich meinte ich den -verkäufer! 😉

Ich verstehe dich nicht ganz...

Das soll gar nicht so verwirrend rüber kommen, Buy & Hold sollte aus meiner Sicht nur ein Teil der Vermögensverwaltung sein! Die Risiken von Buy&Hold werden mir leider zusehr verharmlost. Denn ein Crash zur falschen Zeit vielleicht noch ohne Erholung (Vergleichsweise wie in Japan) kann einen Buy&Hold Anleger mit dem Ziel von dem Investment auch leben zu können, sehr wohl ruinieren! Da nutzt dann nichts wenn ich innerhalb von 10 Jahren wieder oben auf bin, aber mitte 80 und vielleicht nur noch 5 Jahre lebe, oder eben 67 und jetzt die schöne Zeit kommen sollte. Je kleiner das Depot desto schlimmer wird es denjenigen treffen! Darum geht es mir aber gar nicht, sondern um die Diversifikation durch verschiedene Strategien! Also ich habe ja auch einen großen Anteil im Depot Buy&Hold Papiere. Aktuell etwa 50% des gesamten Depot. Als Turbo setzte ich verschiedene Einkommensstrategien ein. Momentumtrading mit Aktien, Optionshandel mit Future und eben die Butterflies als Einkommenstrades auf den Russel. Wenn man so will der Value Anteil. Darüberhinaus gibt es noch den Airbag, der mich vor einem Crash an den Märkten absichert. Das alles läuft nun etwa 1 Jahr und wird nach und nach weiter aufgebaut. Kurzum Buy&Hold mit einem wachsenden Teil seines Depot und mit dem Rest so Anlegen, das man zu JEDERZEIT Geld verdienen kann, bzw nichts verliert. Die Gewinne im Bärenmarkt oder Crash können dann natürlich in Buy&Hold fliessen, denn selbst wenn es keine neuen ATH in absehbarer ZEit gibt, so sind frische Investment natürlich deutlich im Vorteil gegenüber Investments den alten gekauft nahe der Höchststände.

Die Mittelabflüsse sind denke ich kein Beweis dafür, dass Privatanleger Buy-and-Hold mittels ETFs

Bon, da stimme ich Dir zu! Auch wenn die Institutionellen oft die Gelder der Privaten verwalten. Aber ok, hier fehlt mir definitiv der fachliche Hintergrund um dagegen argumentieren zu können.

Übrigens... ich schätze bei Kommer gerade das "wissenschaftliche Gedöns".Gerade im Finanzbereich wird ja ohne Ende irgendwas behauptet, von dem vieles wirklich haarsträubender Blödsinn ist ("Der Crash kommt", "Reich werden mit Strategie XYZ",...). Wie aber soll man die Wahrheit von dem ganzen Bullshit unterscheiden, wenn nicht mit wissenschaftlichen Methoden?

Und letzlich hilft denke ich ein fundiertes Verständnis der Materie auch dem Leser dabei, seine Anlagestrategie langfristig beizubehalten.

Wenn ich die genaue Herleitung des passiven Investmentansatzes gelesen und nachvollzogen habe, springe ich im Bärenmarkt vermutlich nicht so leicht ab, wie wenn ich einfach nur ein Depot von irgendeinem dahergelaufenen "Frugalisten" kopiere, ohne wirklich verstanden zu haben, was der da eigentlich macht.

Auch hier bin ich weitesgehend bei Dir! Nur wenn ich die absolute Überzeugung habe, dass das was ich da mache funktioniert, dann bleibe ich dabei auch wenn es stürmisch wird an den Märkten. Ob B&H dann aber wirklich die optimale Lösung ist, wenn der DAX auf 3000 PKT und der DOW unter 5000 notiert wage ich wie gesagt zu bezweifeln. Vor allem je nach Alter und Lebenslage. Deswegen meine Empfehlung sich über Kommer hinaus mit den Möglichkeiten die der Markt bietet zu beschäftigen und sich nicht grundsätzlich allen zu verschließen, nur weil Herr Kommer, alle anderen für wahnwitzig hält 😉

Übrigens auch mein Ansatz hier und auf meiner HP. Ich bin von dem Überzeugt was ich mache, und stelle meine Idee einer eigenen Vermögensverwaltung öffentlich! Jeder kann dann für sich selber entscheiden was er mit diesen Informationen macht. Mir ist es letztendlich egal, da ich nicht mal einen Newsletter verschicke und keinerlei Ambitionen bezüglich Choaching habe, ist es bei mir wirklich nur Informativ und zu Lehrzwecken for free. Ich muss es immer wieder betonen, während die aktuelle Phase für Buy&Hold ein Paradies ist, gehen meine Einkommensstrategien gerade durch das Fegefeuer der Hölle! Ich mache mich also in einer für mich extrem schwierigen Börsenphase gerade zum Deppen aller Buy&Holder aus Überzeugung 😉 Vielleicht sollte ich mal meinen Psychiater fragen warum ich damit gerade jetzt anfange 🙂

Für mich ist die Börse keine Wissenschaft! Die wissenschaftlichen Ableitungen sind vielleicht nützlich, vielleicht sind sie aber auch genau das Gleiche wie die ewigen Crashpropheten. Denn nichts genaues weiß man nicht. Wie manipulierbar das ganze Spiel ist, sieht man wenn man sich "Flash Boys" einmal durchliest!WAHNSINN was alles geht!

Und ich denke in der Hinsicht haben Menschen wie Kommer und der Finanzwesir in Deutschland großartige Arbeit geleistet. 

stellt gar keiner in Frage! Aber dieses Kompliment kannst Du dir mindestens genauso anziehen und alle anderen Finanzblogger mit Bildungsinhalten ebenfalls! Aber Du hast Dich nicht bei deinem Interview hingestellt und erstmal bashing über andere sehr erfolgreich Investoren mit anderen Lebensphilosophien betrieben! Nochmal es geht mir weniger um das Sachliche. Nur Buy&Hold kann super sein und eine Menge Leute auf den richtigen Weg bringen, aber es ist eben nicht der einzige Weg. Naja wie nannte mich der Fianzwesir heute wandelnder "Survivorship-Bias"...we will see 🙂

 

Hallo Axe!

So ganz kann ich Deine Aufregung über Herrn Kommer ja nicht nachvollziehen. Er ist kein Frugalist - ebensowenig wie Du. Und er lehnt aktives Handeln an der Börse ab. Anders als Du, aber jedem bekannt, der schon mal etwas von ihm gehört/gelesen hat. Ich habe mir das von Dir verlinkte Video angesehen und nichts entdecken können, was er nicht schon bei vielen anderen Gelegenheiten gesagt hat.

Dass ETF-Depots auf lange Sicht scheitern können, halte ich für möglich. Dass Dein aktiver Ansatz erfolgreich sein wird, halte ich für deutlich weniger wahrscheinlich. Und die zehn oder zwanzig Jahre Zeit, die es braucht, um zu sehen, ob Du oder Oliver erfolgreicher sein werden, habe ich auch nicht mehr. Also halte ich mich lieber an die Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Wenn Du als nicht frugalistischer Trader in einem Lebe-sparsam-und-kaufe-und-halte-ETF-Forum Deine Freizeit verbringst, solltest Du vielleicht etwas unempfindlicher gegenüber kritischen Äußerungen von wem auch immer sein.

Ich sehe Dich unbeirrbar Deinen Weg weitergehen und wünsche Dir viel Glück dabei!

 

Gruß, Tino

[Anm. Oliver: Vorhergehender Kommentar auf Wunsch des Autors entfernt]

Also ich versuch es noch mal so darzustellen, wie ich es im Interview wahrgenommen habe:

Herr Kommer hält nicht viel vom Konzept der "Finanziellen Freiheit", da jeder etwas anderes darunter verstehen würde. Als Beispiel bringt er die Beispiele "Daytrader, der nach wenigen Jahren reich sein will" und "Frugalisten, die durch Ausgabensenkung und passives Investieren mittelfristig "reich" werden wollen."

1. Beide verfolgen doch im Endeffekt das gleiche Ziel: monatliche passive Einnahmen > monatliche Ausgaben. Wie man selbige "exakt" ermittelt bleibt natürlich noch zu diskutieren. Somit verstehen doch beide Gruppe etwas ähnliches unter "Finanzieller Freiheit."

2. Genauso gut könnte Herr Kommer sagen, er halte nichts von der Liebe, weil jeder etwas anderes darunter versteht. Kein sehr gutes Argument ein Konzept abzulehnen.

Hallo @tino,

fachlich und vor allem menschlich fand ich das Video unter der Gürtellinie und ich war überrascht, dass ein solche begnadeter Autor ein solches Bild in der Öffentlichkeit abgibt.

Ob passiv, aktiv oder alles zusammen und in welchem Umfang muss jeder für sich entscheiden. Ich habe am meisten gelernt, als mir verschiedene Trader ihr Trading Live gezeigt haben! Mir wurden meine Fehler sehr deutlich und ich habe dann sehr schnell erkannt, was ich mental in der Lage bin zu adoptieren und was nicht.

Wenn Du als nicht frugalistischer Trader in einem Lebe-sparsam-und-kaufe-und-halte-ETF-Forum Deine Freizeit verbringst, solltest Du vielleicht etwas unempfindlicher gegenüber kritischen Äußerungen von wem auch immer sein.

Ich sehe Dich unbeirrbar Deinen Weg weitergehen und wünsche Dir viel Glück dabei!

Bisher fand ich die Diskussion sehr spannend und ich stelle mich gern der Kritik. Das ich es in diesem Forum mache, liegt daran dass ich fest der Überzeugung bin, hier eine Menge Börsen Interessierte anzutreffen, welche vielleicht sehr froh sind mehr über den aktiven Ansatz zu erfahren. Gerade der Optionshandel wird leider sehr oft mit Optionsscheinen oder gar mit Binären Optionen verwechselt. Ich selbst, seit 1997 an der Börse aktiv, habe diesen Fehler gemacht, bis ich 2016 einen Optionshändler einige Wochen über die Schulter gucken durfte! Für mich das fehlende Puzzelteil um ein Depot in wirklich jeder Börsenphase mit Gewinnerwartung aufzustellen. Diese Chance möchte ich hier weitergeben. Nochmal ich handel mein Echtgelddepot und jede Transaktion wird zeitnah hier vorgestellt, dafür zahlt man woanders  sehr sehr viel Geld. Das sind dann aber die Leute, wo es immer heißt, der verdient mit Traden kein Geld also muss er Seminare machen, oder Börsenbriefe verkaufen. Wie man es macht ist es falsch 😉 Ich werde "live" Performen und dann kann jeder  seine Schlüsse ziehen. Finde ich eigentlich ganz sexy dieses Vorgehen. Wenn nicht gewünscht auch ok, dann lass ich es sein.

@mrhappy

2. Genauso gut könnte Herr Kommer sagen, er halte nichts von der Liebe, weil jeder etwas anderes darunter versteht. Kein sehr gutes Argument ein Konzept abzulehnen.

auf den Punkt!

[Anm. Oliver: Vorhergehender Kommentar auf Wunsch des Autors entfernt]

nicht ganz richtig, Ich behaupte ein Performance von ca. 20% pro Jahr zu schaffen. Wenn der Marktindex 40% steigt, dann werde ich ihn nicht schlagen. Mein Konzept ist bei jeder Marktlage, das Depot zu entwickeln. Der Index ist mir persönlich dabei fast egal. Als Battle aber ganz spannend. Ich mag einfach den Wettkampf. Ok ich werde kein 10.000 Jahre vergleich schaffen, aber in den kommenden Jahren wird man schon eine Tendenz ablesen können 🙂 Denn eines haben wir ja gemeinsam, unsere Anlage ist Langfristig ausgelegt und entwickelt sich erst im Laufe der Zeit. Aktuell belastet mich ein steigender Russel noch extrem, später mit erhöhten Aktienanteil wird es einfacher.

 

 

[Anm. Oliver: Vorhergehender Kommentar auf Wunsch des Autors entfernt]

Okay, zugegebenermaßen bleibt es im Interview reichlich schwammig, was Herr Kommer überhaupt zum Thema "Finanzielle Abhängigkeit" sagen will. Ich habe Aussagen wie "Damit können Sie [...] sich ein kleines Taschengeld verdienen.", "Ein Konzept, das alles und nichts bedeuten kann.", "Investmentpronographie", ... vom Subtext her so interpretiert, dass er mit der ganzen Diskussion zum Thema "Finanzielle Abhängigkeit" nicht viel anfangen kann. Vielleicht habe ich das auch missinterpretiert (wobei mir schleierhaft ist, was das mit meinem persönlichen Werdegang zu tun haben sollte). Aber vielleicht kannst du mich ja aufklären, was Herr Kommer denn wirklich mit seinen Aussagen meinte. 🙂

Hallo Axe, ich bin hier noch nicht so lange unterwegs, meine aber zu sehen das wir beide (Oliver ist ja gesetzt) mit die einzigen sind die auf diesem Blog die „Hosen runter lassen“, jeder auf seine Art und wo die Gegensaetze nicht groesser sein koennten. Als ich dein Posting ueber Herrn Kommer gelesen habe kam bei mir direkt der erste Gedanke auf ob das vielleicht einfach nur eine Art „Frustbewaeltigung“ ueber den 9000$ Verlust einer deiner Positionen sein koennte, vor allem auch wegen der zeitlichen Naehe des geposteten Kommer Videos. Haettest du das Video auch an dem Tag gepostet wenn die 9000$ Gewinn gewesen waeren? Von den Aussagen Herrn Kommers fuehle ich mich uebrigens als praktizierender Frugalist in keinster Weise angegriffen. Da ich in den 90ern selber privat Futures, Optionen auf den Dax gehandelt habe weiss ich unter welchem Druck man mit offenen Positionen stehen kann. Das „Nervenkostuem“ leidet doch sehr darunter. Ich habe es relativ schnell wieder gelassen, obwohl damals bestimmt auch schon 10 Millionen Euro teuere Jachten gebaut wurden 😉  Also, versteh mich bitte richtig, falls ich falsch liege, ENTSCHULDIGUNG! Ansonsten wuensche ich dir fuer die naechste Woche die fuer deine offenen Positionen richtigen Maerkte.

 

 

[Anm. Oliver: Vorhergehender Kommentar auf Wunsch des Autors entfernt]

Es gibt so viele Dinge, die man nicht allgemeingültig definieren kann und wozu es viele Treffer bei google gibt. Warum man diesen Umstand "bemängeln" sollte , um deine Worte zu wählen, erschließt sich mir nicht.

Fast alle Blogs und Co, die ich zum Thema "Finanzielle Freiheit" konsultiert habe, haben ja auch gar nicht behauptet schon am Ziel zu sein. Dass es wahrscheinlich auch "schwarze Schafe" in der Szene gibt, streite ich ja auch nicht ab. Nur scheint Herr Kommer sich hauptsächlich auf diese zu beziehen.

Seriöse Leute, die von sich behaupten, dass sie finanziell frei sind, liefern doch meist die Definition mit, auf die sie sich beziehen.

Einfacher Vorschlag für eine Definition von "finanzieller Freiheit": Einnahmen > Ausgaben.