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Frugalisten Urlaub

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Hallo zusammen,

wo und wie macht ihr Frugalisten so Urlaub?

LG

Ich war im Winter 3 x  mit einem Billigflieger auf den Kanaren (Teneriffa, Lanzarote), Flug jeweils 5 euro, Pensionen gemietet und mich aus dem Supermarkt versorgt, vor Ort dann viel wandern gewesen.

Im Sommer war ich mit meiner Freundin im Wohnwagen unterwegs (Südholland), dieses Jahr wieder geplant (Ostsee) und im letzten Herbst war ich über airbnb an der Mosel.

Ich hatte eigentlich dieses Jahr auch noch geplant mit Rucksack und Zelt loszuziehen und entweder frei in der Natur oder auf Campingplätzen zu übernachten, Richtung Nordsee.

Naja, das ist doch die Position, wo ich am "unfrugalsten" bin. Bei Spar-Urlauben im Sommer gehen wir in familieneigene FeWos (für lau, zum Glück in attraktiven Gegenden) oder buchen eine günstig online (15 - 25 € pro Nacht und Person). Dorthin kommen wir - selten - mit ausgeliehenem PKW oder - öfters - mit Radl und Bahn.

Wenn wir im Winter ins Warme wollen, wird´s teuer wg Flug und Mietwagen. Wir essen dann aber auch oft in der FeWo kalte Speisen oder kochen dann selbst etwas kleines.

Kroatien soll recht günstig sein, machen wir vllt. dieses Jahr.

Sobald die Reise feststeht / gebucht ist, mache ich immer eine Liste notwendiger Dinge (z. B. Kaffee, Filter), damit vor Ort nicht so viel und vor allem nix doppelt gekauft werden muss.

Aufgrund von Meisterprüfung, viel Arbeit und Co. war ich die letzten 2 Jahre garnicht im Urlaub und davor im Schnitt auch nur so ~ 1x alle 3-4 Jahre.

Wenn es in den Urlaub geht dann aber gerne die nordische Ecke; dieses Jahr ist mal geplant einen Camper für 2 Wochen zu mieten und damit von zu Hause aus soweit in den Norden zu fahren bis Halbzeit ist; dann umdrehen und einen anderen Weg zurück nehmen.

Kostet zwar auch ein gutes Geld so einen Camper zu mieten, aber solange der eigenen noch nicht auf dem Hof steht geht man halt diesen Weg. Gut zumindest sind ab 2 Wochen Mietdauer die KM frei.

Wir fahren jedes Jahr nach Meran im schönen Süd Tirol. Gepflegtes 3 Sternehotel mit 3/4 Pension zum Aufpreis von 9 Euro pro Person. Gut Ferienwohnung wäre etwas billiger, aber da hat dann meine Frau auch nicht soviel von, soll ja Urlaub sein. Wir sind da so eher die Öko-Urlauber (Hotel mit ordentlich dicken Mauern und gutem Klima ohne Klimaanlage, Solarbeheizter Pool , eigenem Hotelgarten usw.....) Frugal wird es bei uns eher durch Art des Urlaubs:

Anreise, wir reisen mit dem Firmenwagen an, einmal tanken für 50 Euro muss ich halt selbst bezahlen.

Wandern, wir fahren meist schon mit einem günstigen Touri-Ticket zum Einstieg der Tour und lassen das Auto fast 14 Tage stehen.

Kaum Seilbahnen, wir laufen hoch und es muss ja nicht immer der Gipfel sein.

Wegzehrung, wenigstens ein Teil ist immer im Rucksack dabei zum Selbstkostenpreis (Kaiserschmarrn muss natürlich auch mal sein)

Mitbringsel, kaufen wir keine außer Lebensmitteln, Wein und Olivenöl z.B., aber das würden wir ja auch daheim kaufen.

Attraktionen, meiden wir in den Urlaubsorten und was soll ich auch im Sommer in einer Therme oder Freizeitpark wenn die Natur lockt.

Shoppingtouren, machen wir zu Hause nicht warum dann im Urlaub.

Ausflüge, können wir auch mit den kostenfreien Hotelfahrrädern machen, hilft auch gegen das wirklich gute Essen wenn es ansetzt.

Feierabendbier, ist gut gekühlt aus dem Supermarkt an der Promenade  auf der Parkbank auch ganz kuschelig und schön.

......

Es gibt viele Möglichkeiten den "normalen" Urlaub etwas frugaler zu gestalten, ohne auf viel zu verzichten.

Ansonsten machen wir schon mal auf die gleiche Weise Städtetouren von 3-4 Tagen, da bleibt das Auto nach der Anreise auch stehen.

Gruß Energiefuchs

 

 

Zitat von Waermflasche am 21. Mai 2019, 16:55 Uhr

Ich war im Winter 3 x  mit einem Billigflieger auf den Kanaren (Teneriffa, Lanzarote), Flug jeweils 5 euro, Pensionen gemietet und mich aus dem Supermarkt versorgt, vor Ort dann viel wandern gewesen.

Im Sommer war ich mit meiner Freundin im Wohnwagen unterwegs (Südholland), dieses Jahr wieder geplant (Ostsee) und im letzten Herbst war ich über airbnb an der Mosel.

Ich hatte eigentlich dieses Jahr auch noch geplant mit Rucksack und Zelt loszuziehen und entweder frei in der Natur oder auf Campingplätzen zu übernachten, Richtung Nordsee.

Hallo Waermflasche,

du bist echt für 5€ auf die Kanaren gekommen? Hast du nen Tipp? Würde über die Wintermonate da auch gerne hin und wäre für jeden Rat sehr dankbar.

besten Gruß

Im letzten Winter gab es da wohl grosse übergebote was unter anderem in der Pleite von Germania gipfelte.

Wenn Du günstige Flüge suchst und mit Ryanair kein Problem hast, kannst du da den Preisfinder benutzen auf der Seite. Da geht es bei Flügen unter 20 euro los

https://www.ryanair.com/de/de/billige-fluege

 

ich hatte dann bei meinen Flügen nur eine kleine Handgepäcktasche dabei (das hat für eine woche bei mir gereicht) und die Bordkarte auf einer App, ryanair nimmt da ja für alles extragebühren, so kann man sich die bordkarte erst 2 Tage vor Abflug kostenlos ausdrucken.

Kanarenflüge sind mittlerweile aber teurer geworden, Gran Canaria, und Teneriffa im November ab Düsseldorf Int. 31,20 (so ein flug kostet eine fluggesellschaft eigentlich ca 70-100 euro pro passagier) , unterkünfte kann man gut über booking.com finden, wenn man mit mehrbettzimmer kein problem hat, kann man da auch schon mal für unter 10 euro die nacht was finden, busfahren auf lanzarote ist günstiger als auf teneriffa, auf teneriffa gibt es so bonuskarten für den bus (Tenmas)

 

Mich ärgert es, daß Einzelzimmer teurer sind, oft noch Zuschlag.

Da ich alleine lebe, ich gönn mir, "verwöhnt" zu werden. Such mir ein Hotel mit Halbpension. Das reicht. Im Süden sind die Getränke recht günstig. Allgemein günstiger als bei uns. Kein Pfandgerödel und -geräubere, oder anderen Blödsinn. Ich buch ein Ausflug, der ist recht teuer, oder zu Fuß oder - eher ungern - öffentlich. Wenn ich morgens und abends gut futtere, brauche ich mittags wenig.  Schließlich möchte ich was von der Gegend sehen und erleben, oder einfach die Seele baumeln lassen.

Dieses Jahr war ich eine Woche auf Kreta mit Flug, nun eine Woche im Kleinwalsertal. Da fahre ich mit dem Auto und lass es solange stehen. Letztes Jahr Algarve mit Flug. Herrlich! Kaum Touristen, fast alle waren Einheimische, da hatte ich meine Ruhe.

Die Sache mit dem Auto. Ohne geht's nicht. Drum habe ich eines. Es ist auch ein Stück Freiheit. Da ich eines habe, muss ich fahren. Es lohnt so kaum. Ich bin gottfroh, den Führerschein und ein Auto zu haben. Den Führerschein brauchst du für jeden Beruf.

Alten Wohnwagen, aber komplett renoviert. Naja, campen auf den Campingplätzen war auch schon mal günstiger. Aber gegen Unterkünfte gerechnet, gewinnt der Wowa. Würde auch gern einfachsten Urlaub machen, so Fahrrad oder Wandern mit kleinem Zelt, aber das macht der Körper nicht mit. Fliegen und Pauschalurlaub reizt mich nicht mehr. Auch weil man sich da auf Bedingungen einlässt die unmöglich sind ( Wartezeiten,willkürliche Flugzeitenveränderung, AI ist nicht AI).

Frugal sicher nicht, aber irgenwie doch immer sehr preisbewusst fuer die Art der Reisen.

Lokal (Kalifornien) gehen wir meistens zelten, wenn moeglich umsonst im Staatsforst, in den Bergen, Nationalpark usw. Wenn es in der Stadt sein muss dann ein guenstiges Airbnb oder Motel. Ich liebe es hier in den USA zu reisen. Es gibt unglaublich viel zu sehen und ausser Auto und Sprit habe ich kaum Kosten. Auch unsere Lieblings-Ausfluege kosten kaum etwas da wir immer bei Groupon kaufen. Ein Strand-Wochenende im Januar mit Whale Watching ist da zu zweit fuer unter $100 drin. Die Berge hier laufe ich hoch und fahre gratis mit der Seilbahn wieder runter.

Entferntere Reisen, die ganz sicher nicht frugal sind, sind dann meist Deutschland (Familie), Australien (Familie), Hawaii, Fiji wo wir einfache Unterkuenfte nehmen, wenn sinnvoll Airbnb.
So kostete die Resort-Nacht in der Bambushuette auf den Yasawas/Fiji nur 50 Euro plus 40 Euro pro Person fuer die obligatorische Vollpension. Dafuer kann man ausser fuer Tauchausfluege auch kaum weiteres Geld ausgeben auf einem einsamen Inselchen.
Zwei Wochen Rundreise Ostkueste Australien und Fiji kosteten uns komplett mit Fluegen, Hotel-Unterkunft, Mietwagen, Essen gerade mal 1400 Euro pro Person. So um den Dreh liegen wir immer wenn wir Fernreisen machen, egal wo hin.

Ich kann das Pilgern auf dem Jakobsweg sehr empfehlen. Bin vor 2 Jahren den Camino Frances einmal quer durch Spanien gelaufen und letztes Jahr den Camino Portugues. Man sieht sehr viel von dem Land, den Leuten und der Kultur und das Pilgerleben ist einfach und günstig (Frulistenlike könnte man sagen). Man kann es für die eigenen Bedürfnisse skalieren. Von Übernachtungen auf Spendenbasis bis 5 Sterne Hotel ist alles möglich. Ich habe so ca. 25 € am Tag benötigt und am Ende für knapp 6 Wochen nur rund 1000 € ausgegeben.

So richtig gar nicht wirklich. Wenn ich wo hin fahre, dann nach Deutschland und da bin ich sogar vergleichsweise oft, weil ich da viele Freunde hab. Außerdem bin ich jedes Jahr dort auf nem 5-Tage-Festival, wo eh genug Geld liegen bleibt ^^ Den einzigen Urlaub, den ich auch so genannt hab, war vor 3 Jahren an der Nordsee. Und dieses Jahr bin ich 3 Wochen lang eine große Runde durchs ganze Land gefahren und hab ne Menge Leute besucht. Bis auf ein paar Tage campen an der Nordsee war ich also immer untergebracht und hab für die ganze Tour inklusive Sprit, Essen und Eintritte weniger ausgegeben, als ich normalerweise auf diesem 5-Tage-Festival ausgebe XD

Ich möchte die Schweiz besuchen. Ein tolles Land. Das ist eigentlich mein Traum in die Schweiz zu fahren. Schöne Natur, gemütliche Cafes - was kann noch besser sein?

Zitat von ElRi am 30. April 2021, 21:49 Uhr

was kann noch besser sein?

Die Preise 🙄

Anti-Frugalisten Urlaub für gestresste Manager:

Das teuerste Hotel in Deutschland 2022 - TRAVELBOOK

Frugalisten Urlaub für nicht gestresste Menschen:

Kommt im Sommer zu uns nach Schwieberdingen (Kontakt einfach googeln wg veerman).

Wenn ihr Zelt und Schlafsack habt könnt ihr einfach für ein/zwei Tage bei uns umsonst im Garten bleiben. Einzige Bedingung: Ihr erzählt mir eure Lebensgeschichte.

Mit einem Camper könnt ihr natürlich auch vorbeikommen 🙂 für alle die vom Norden kommen und nicht an einem Tag nach Italien durchfahren wollen.

Gruß Jan

 

In manchen Dingen leben wir relativ frugal, in vielen anderen aber wiederum nicht. Mit dem Urlaub verhält sich das ähnlich: Letzten Sommer sehr preiswerten Urlaub bei den Schwiegereltern auf dem Bauernhof (Pferd und Pony hatten wir aus dem Pensionsbetrieb mit dorthin genommen), ab morgen für eine Woche Ski-Urlaub in Österreich. Drei Wochen auf dem Bauernhof (dort steht unser bald 20 Jahre alter Wohnwagen) waren äußert preiswert, für den Preis der Woche Ski-Urlaub dagegen könnten wir wohl drei Monate auf dem Bauernhof hocken. 😉

Wir machen selten Urlaub - mit zwei Air BNB's und Womovermietung ist das schwer zu timen, mehr als zwei, drei Tage am Stück sind idr. nicht drin- und das auch nur zw. Oktober und April. Es sind also mehr Kurztrips, die wir mit einem unserer Wohnmobile machen - eines davon ist komplett autark und kann ins Gelände, Eigenbau aus einem alten IFA L60. Wir stehen dann meist irgendwo wild in der Natur oder machen Städtetrips. Urlaub machen kostet uns so quasi nichts mehr als das Leben zu Hause und etwas Sprit.

Da unser Mobil stets reisefertig ist, können wir aber eben auch mal flott spontan weg wenn sich ein Zeitfenster bietet ohne viel "Drumrum" planen zu müssen. Neulich kam im TV eine Reportage über eine tolle Kneipe in Münster - drei Stunden später waren wir dort und saßen am Tresen 😛

Hat auch was und ist eben der Kompromiss den man eingehen muss. Länger als eine Woche "Urlaub" tut mir aber ohnehin nicht gut - es stresst mich wenn zu Hause zu viel liegen bleibt und ich werde schnell hibbelig wenn sich Aufgsben stapeln und ich nichts tun und tüddeln kann.

Auf der anderen Seite ist dann aber unser "Alltag" recht locker und entspannt "getaktet". Ich bin eigentlich recht froh wenn ich bis auf aktive Unternehmungen und Familienbesuche möglichst wenig von zu Hause weg muss. Bis auf einen langjährigen engen Freundeskreis kann ich auf andere Menschen auch gerne verzichten...

Wir suchen schon seit einiger Zeit was in Alleinlage. Ohne Familienplanung würde ich wohl auch in meinen Camper ziehen wenn ich FIRE bin.

@frugi85 Da lässt du dir aber meiner Ansicht nach einiges entgehen und zwängst dich unnötig ein. Ich kann das schon verstehen, was du beschreibst. Aber meine langen, völlig ungeplante  Reisen sind mir schon sehr im Gedächtnis haften geblieben. Alleine vor 25 Jahren die 4 Monate quer durch Südamerika, einfach Wahnsinn!

Überleg dir mal, ob du da nicht ein bisschen aus deiner Komfortzone rauskommen willst.

@privatier

Du hast schon Recht. "Früher" bin ich rund um den Globus gereist, auch beruflich teils viele Monate am Stück in der ganzen Welt unterwegs gewesen und "privat verlängert" und habe auch im Ausland studiert. Der Plan war es ja eigentlich auch mit 40 wieder auf Weltreise zu gehen, die Fewos fest zu vermieten und dann wieder ein paar Jahre unterwegs zu sein. Dafür habe ich auch drei Jahre lang mein Weltreisemobil gebaut - 12 Tonner mit Eigenbau Slide-out Wohnkabine in Sandwichbauweise die voll ausgefahren fast 30 Qm Wohnfläche bietet.

Aber wie das mit den Planungen immer so ist - mittlerweile sind meine Mitbewohnerin und ich ein paar und haben Familienplanung im Sinn, ich bin Alleinverdiener und ohne die Fewovermietung würde es finanziell nicht reichen. Wäre ich mit 40 immer noch alleine gewesen, so hätte ich die Liegenschaft dann verkauft und alle Zelte abgebrochen und mich mit dann 800K Cash im Depot aus dem Staub gemacht. In meinem Mehrfamilienhaus hatte ich zu diesem Zweck hinter dem Heizungsraum eine Mikrowohnung mit knapp 25 Quadratmetern "eingebaut". Zusammen mit dem für diesen Zweck wirklich hübsch ausgebauten 20 Qm großen Heizungsraum sollte sie als Rückzugsort bzw. " Notunterkunft" für meine Reisezeit sowie als Meldeadresse dienen. Nun haben sich 4 meiner Mietparteien dort gemeinsam ein kleines privates Fitnessstudio mit einigen Geräten, zusammenklappbarer Tischtennisplatte und einer kleinen Sauna eingerichtet - soll mir Recht sein, sie haben sich wirklich Mühe gegeben das nett zu machen und nutzen es täglich. Finde es toll, dass sich im Haus alle gut verstehen und Freundschaften geknüpft haben und supporte das gerne - zufriedene Mieter machen keinen Ärger 😉

Aber tja, so schnell kann sich alles ändern 😉

Mit Familie ergibt das Eigenheim dann eben doch langfristig weiterhin Sinn. Hätte mir das einer vor zwei Jahren erzählt - ich hätts wohl nicht geglaubt. Nun ist es so wie es ist ja aber auch nicht unentspannt, wenn auch gsnz anders als gedacht.

Aber auch ich möchte die langen Reisen in jungen Jahren nicht missen - das waren viele tolle wie auch lehrreiche Erfahrungen!

Und wer weiß, wenn ich mit 60 noch fit bin und wir dann wieder nur zu zweit sind, ist ja immer noch vieles möglich, da müssen andere dann ummer noch 7 Jahre arbeiten gehen während ich mit meiner mobilen Wohnburg irgendwo entspannt in der Weltgeschichte umherdüse. Bis dahin reisen vorwiegend andere Freiheitliebende damit durch Europa und haben eine tolle Zeit und ich ein tolles Hobby und Nebeneinkommen...

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