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Eigenheim beleihen

Moin zusammen,

hat hier ggf. schon jemand Erfahrungen mit dem Beleihen einer Immobilie?

Erste Recherchen lassen erahnen dass bei einer Beleihung mit ähnlichen Zinssätzen wie bei einer Immobilienfinanzietung zum Kauf eines Objektes zu rechnen ist. Meiner Fireplanung würde so ein Konstrukt sehr entgegenkommen. Bei Sollzinssätten unter 2% kann ich die Zinsen ja quasi risikolos aus den Erträgen eines Welt ETF decken und so freies Kapital schaffen.

Der Hintergrund ist der, dass der Bärenteil meines Vermögens sich sehr Immolastig dsrstellt und sich erst in 10 Jahren zu Cash mschen lässt. Ist das MFH irgendwann abgezahlt so dass nach der jetzigen Phase der Sonderafa wieder Cashflow entsteht, bin ich steinalt :-/

Das MFH hat derzeit einen Wert von um die 2 Millionen Euro und wird zum Ende der Zinsbindung in 9 Jahren noch mit knapp einer Million Euro belastet sein, dann aber wohl auch ggf. 20% mehr wert sein als jetzt. Erst dann könnte ich die 12 WE in Eigentumswohnungen umwandeln und ggf.  teilweise oder auch komplett verkaufen. Der Zeitraum ist ja sehr überschaubar. Das zu beleihende Objekt wäre mein teilweise vermietetes Eigenheim, das derzeit einen konservativ gerechneten Marktwert um die 600.000€ aufweist. Wenn ich es mit 400.000€ beleihen kann, so sollte doch auf jeden Fall ein positiver Cashflow bei Investment in Aktien bzw. ETF realisierbar sein. Zins und Tilgung lägen zusammen mit rund 3% ja quasi innerhalb bzw. deutlich unterhalb der 4% Regel. Alles was in den nächsten 10 Jahren im gemittelten Jahresschnitt mehr an Dividenden oder Wertzuwachs eingefahren werden kann ist dann also free Cashflow der aus der ganzen Aktion generiert wird...

Fire mit 40, also in knapp 4 Jahren wäre mit einem solchen Hebelsprungbrett wohl deutlich sicherer möglich oder anders gesagt, Mit Inflation und 4% Regel auf meiner Seite würde sich ein sofortiger Dauercashflow von gut 1000€ monatlich ergeben...einfach so... 😛

Hat sowas ggf. schon jemand "gewagt" und kann ggf. was zu Ablauf und Realkonditionen sagen?

Ansonsten: übersehe ich irgendetwas bedeutendes?

 

vg

Frugi

 

 

 

Hallo @frugi85
Zitat von Frugi85 am 18. Februar 2022, 3:54 Uhr

Bei Sollzinssätten unter 2% kann ich die Zinsen ja quasi risikolos aus den Erträgen eines Welt ETF decken und so freies Kapital schaffen.

Planst du die laufenden Zinsen (und ggf. Tilgung) aus dem Kapital des ETF-Investments während der Kreditlaufzeit zu bedienen oder wie stellst du dir das vor?

Wie "risikolos" ein Einmalinvest in der Vergangenheit (letzten 50 Jahre) war, kannst du an folgender Grafik sehen:  MSCI World Rendite bei Einmaleinlage

Es gab also schon ein/zwei Phasen, die nicht zu gut für einen solchen Plan gewesen wären. Der Blick in den Rückspiegel sagt natürlich aber auch nur bedingt was über die Zukunft aus.

Zitat von Frugi85 am 18. Februar 2022, 3:54 Uhr

Moin zusammen,

hat hier ggf. schon jemand Erfahrungen mit dem Beleihen einer Immobilie?

Erste Recherchen lassen erahnen dass bei einer Beleihung mit ähnlichen Zinssätzen wie bei einer Immobilienfinanzietung zum Kauf eines Objektes zu rechnen ist. ...

... Ist das MFH irgendwann abgezahlt so dass nach der jetzigen Phase der Sonderafa wieder Cashflow entsteht, bin ich steinalt :-/

Das MFH hat derzeit einen Wert von um die 2 Millionen Euro und wird zum Ende der Zinsbindung in 9 Jahren noch mit knapp einer Million Euro belastet sein, dann aber wohl auch ggf. 20% mehr wert sein als jetzt. Erst dann könnte ich die 12 WE in Eigentumswohnungen umwandeln und ggf.  teilweise oder auch komplett verkaufen....

Ansonsten: übersehe ich irgendetwas bedeutendes?

Du darfst hier die Kosten nicht vergessen. Wenn Du es beleihen möchtest, dann wird die Bank als Sicherheit einen entsprechenden Grundbucheintrag fordern.

Und nachdem das Objekt, wie Du schreibst, derzeit zum Teil finanziert ist und am Ende noch eine Restschuld vorhanden ist.... Daher ist es fraglich, welchen Betrag die Bank Dir somit noch als Kredit gibt und bis zu welchem Satz schon die Bank(en) im Grundbuch eingetragen sind.

Zusätzlich kommen dann die vom Planer erwähnten Punkte zu Zinsen / Tilgung...

Hallo Frugi,

vom Marktwert geht es noch mal mit Sicherheitsabschlägen runter zum Beleihungswert, also was die Bank bereit ist zu beleihen. Hierfür wird ein Gutachten eingeholt. 60% vom Beleihungswert wären dann Realkredit, also Erstrangbeleihung. Nur dort hat man die günstige Kondition, alles was darüber hinaus beliehen wird kostet Risikoaufschlag, der ist nicht unerheblich. Ob die Bank als Verwendungszweck eine Anlage in ETF´s akzeptiert ... könnte schwierig werden, die wollen natürlich wissen was Du mit dem Geld vorhast. Eine Beleihung über Marktwerte hinaus ist ja mit eine der Ursachen der Finanzmarktkrise in 2008 gewesen, also da sind die Banken vorsichtig geworden.

Dann sind steuerliche Aspekte zu berücksichtigen, kannst Du die Kosten der Finanzierung von den bestehenden Mieterträgen absetzen, denn von den Erträgen aus ETF´s wird das nicht möglich sein. Wenn Du die versteuern musst kann die Rechnung schon wieder anders aussehen.

Losgelöst davon glaube ich das der Boom an den Aktienmärkten erstmal abebben wird, wie lange weiß keiner, aber die Anzeichen deuten wegen der Inflation doch eher auf einen Zinsanstieg hin, also wenn bspw. nur 2% Rendite rumkommen legst Du drauf und hast den Kredit an der Backe.

Zuerst würde ich die Bank Deines Vertrauens fragen, ob die überhaupt beleihen würden und wenn ja zu welchen Konditionen, dann hat sich das ganze vielleicht schon erledigt.

Kann mich dem geschriebenen von Konsument 1:1 anschließen. Frag mal bei der Bank an und lass uns hier wissen, ob du ein erstklassischen Hyphoteken Darlehen bekommst.

Darüber hinaus wäre mir das zu waghalsig. Die gehebelten Immobilien ansich stellen ja auch schon ein paar Risiken dar. Aber das ist nur meine eigene Sicht und abhängig von meiner Risikoneigung. Wenn es konservativ gerechnet nicht passt, lieber noch ein bisschen weiter arbeiten. Du hast dir (abgesehen von deinen ganzen Ablenkungsthemen) ja jetzt schon ein reduziertes Erwerbsmodell geschaffen.

Zitat von Frugi85 am 18. Februar 2022, 3:54 Uhr

... MFH hat derzeit einen Wert von um die 2 Millionen Euro und wird zum Ende der Zinsbindung in 9 Jahren noch mit knapp einer Million Euro belastet sein, dann aber wohl auch ggf. 20% mehr wert sein als jetzt.

Kann Deine Glaskugel auch Lottozahlen?

Eine 2 M€ Immobilie KANN in 9 Jahren nur noch 1 M€ wert sein... oder vielleicht 5 oder sogar 8 M€...

Moin,

ich versuche mal noch etwas Klarheit zu schaffen:

Du darfst hier die Kosten nicht vergessen. Wenn Du es beleihen möchtest, dann wird die Bank als Sicherheit einen entsprechenden Grundbucheintrag fordern.

Und nachdem das Objekt, wie Du schreibst, derzeit zum Teil finanziert ist und am Ende noch eine Restschuld vorhanden ist.... Daher ist es fraglich, welchen Betrag die Bank Dir somit noch als Kredit gibt und bis zu welchem Satz schon die Bank(en) im Grundbuch eingetragen sind.

Das potenzielle Beleihungsobjekt (mein privates Wohnhaus) ist nicht mehr finanziert, es ist seit letztem Jahr keine Restschuld mehr vorhanden. Was aber noch vorhanden ist, ist der Grundbucheintrag- habe ihn nicht löschen lassen. Das muss also notariell nicht neu gemacht werden (das wären sonst etwa 1,5-2% Kosten!) sondern es wird dann von der Bank ein Wertgutachten erstellt und der erst wird "inHouse" bearbeitet und errechnet.

 

Hierfür wird ein Gutachten eingeholt. 60% vom Beleihungswert wären dann Realkredit, also Erstrangbeleihung. Nur dort hat man die günstige Kondition, alles was darüber hinaus beliehen wird kostet Risikoaufschlag, der ist nicht unerheblich

Ganz genau! 🙂 Ich wollte mir das vor zwei Jahren zu Nutze machen als ich ein Hallengrundstück kaufen wollte. Statt die Halle zu recht schlechten Konditionen als Volltilger anzusetzen, habe ich mir bewusst anbieten lassen, meine Immobilie zu beleihen und mit dem zusätzlichen Beleihungswert des Hallengrundstücks abzusichern. Somit konnten "im Mix" für BEIDE! ein Erstrangiges Darlehen erstellt werden. Dadurch letztlich dann trotz Vollfinanzierung erstrangiges Darlehen "mit 60% Eigenkapital" 😉

Mit dem Kauf der Halle hat es dann aber letztlich doch nicht geklappt weil jemand schneller war.

Die Verwendung der Mittel bei einer Beleihung ist nicht zweckgebunden - es gibt auch Ausnahmen, die meisten Institute aber halten es frei verfügbar - meines ist darunter. Genaue Konditionen werde ich nochmal einholen - die Idee muss erstmal reifen, es eilt nicht.

Als Beleihung zu Realkreditkonditionen kämen mit aktuellem Wert vermutlich irgendwas um die 350.000€ Auszahlungssumme zustande

Losgelöst davon glaube ich das der Boom an den Aktienmärkten erstmal abebben wird, wie lange weiß keiner, aber die Anzeichen deuten wegen der Inflation doch eher auf einen Zinsanstieg hin, also wenn bspw. nur 2% Rendite rumkommen legst Du drauf und hast den Kredit an der Backe.

Den Kredit kann ich prinzipiell auch aus laufenden Bezügen decken - das Risiko daran pleite zu gehen stufe ich also mal als quasi nicht vorhanden ein.

Zudem: wir betrachten einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren. Dass über einen solch langen Zeitraum eine Durchschnittsrendite von weniger als 2% zu erwarten sein soll kann ich mir eigentlich nicht vorstellen bzw. ist das statistisch quasi ausgeschlossen. >Ich empfehle an dieser Stelle sehr den Blog von Georg.

https://www.finanzen-erklaert.de

Vor allem der Themenbereich zu Entnahmestrategien ist hier sehr gut und analytisch aufgearbeitet. Um es kurz zu machen - Bei sofortiger Entnahme des Anlagekapitals von nicht mehr als 3% ist es quasi unmöglich damit auf die Nase zu fallen (0,-irgendwas Prozent) - bei der 4%-Regel sind es unter 2 Prozent. Darin mit einbezogen auch Szenarien wie ein Crash direkt nach Beginn der Entnahmephase etc...

Zudem sind ja auch noch weitere ETF Anlagen vorhanden, derzeit um die 100k, wobei auch da jedes Jahr geplant gut 80.000 hinzukommen - vier Jahre lang.

Das geliehene Geld ist also nie wirklich weg. Ich finde das alles sehr interessant - es ist so schön wissenschaftlich und man kann es super statistisch erfassen und auswerten 🙂

Das ganze "Konzept" klingt natürlich etwas nerdy. Man könnte es aber auch anders formulieren:

Eigentlich stellt sich für mich doch nur die Frage, ob ich bereit bin, mein eigenes Haus mit gut 600.000€ Marktwert  "von mir selbst" nochmal für nur 350.000€ zu kaufen" und dafür bei der Bank einen Kredit zu Bestkonditionen aufzunehmen. Zeitgleich habe ich dann aber ein wie auch immer geartetes Aktiendepot im Wert von 350.000€. Wie sich der Wert im Depot entwickelt wäre eigentlich sogar relativ irrelevant. Ich bin ja nicht gezwungen, aus dem Depot zu tilgen, ich entnehme dort ja nichts real sondern die Tilgung erfolgt aus laufendem Einkommen - ich betreibe auf dem Grundstück ja 2 Ferienwohnungen und auch hier steigen weiterhin die Immobilienpreise.

So betrachtet wirkt es etwas logischer und dann muss man auch Inflation nicht mehr unbedingt negativ gegenüberstehen 😉

 

VG

Hallo Frugi,

klar kann das funktionieren, aber Du hast ja gefragt ob Du etwas übersehen hast, daher unsere Hinweise.

Die Arbitrage bei diesem Geschäft kann eben je nach Marktlage beim Fonds sowie Zinsbelastung und Steueraspekten sehr gering ausfallen oder sogar leicht negativ werden, pleite gehen wirst Du davon nicht, dafür hast Du die Immobilie, sonst würde eine Bank das auch nicht finanzieren.

Ich bin ja Banker, die Regularien zur Kreditaufnahme sind angesichts der krassen Preisentwicklung bei Immobilien kürzlich verschärft worden, deswegen würde ich einmal aktuell anfragen, das erleichtert dann die weitere Entscheidungsfindung.

Kann Deine Glaskugel auch Lottozahlen?

Eine 2 M€ Immobilie KANN in 9 Jahren nur noch 1 M€ wert sein... oder vielleicht 5 oder sogar 8 M€...

Mal davon abgesehen dass eine Halbierung des Wertes des Mehrfamilienhauses sehr sehr unwahrscheinlich ist, so hätte sie dann ja immer noch den Wert, der zu dieser Zeit dann die Restschuld beträgt. Bis dahin dann aber immerhin schon knapp 300.000€ aus tilgungsfreien Anlaufjahren mit Sonder-Afa abgesetzt rausgezogen - also immer noch ein guter Deal 😉

Aber der Kasten ist ja auch nur ein weiteres backup und hat ja prinzipiell mit der Beleihung meines Eigenheims nichts zu tun.

Dass so eine Beleihung mit Anlage am Aktienmarkt mit derzeitigen Hypothekenzinsen sehr wahrscheinlich in irgendeiner Form gewinnbringend ist ist die eine Sache, zumal man eben durch laufendes Einkommen nicht zur Entnahme aus dem Depot gezwungen ist um die Zinsen zu begleichen.

Aber selbst wenn es sich nur um eine gewinnneutrale Umschichtung handelt, so wäre ich schon recht happy.

Worum es mir bei der Sache vor allem auch geht ist die Schaffung greifbaren Kapitals. Das ist mit Cash im Depot einfacher als mit einer Immo. Ich bin dadurch zum Firezeitpunkt flexibler und zudem nicht mehr ganz so sehr Immolastig. Derzeit stehen gut 2,5 Mio Immobilien (abzgl. Verbindlichkeiten) nur etwa 100.000 € in Aktien gegenüber. Das ist mir potenziell ein zu großes Klumpenrisiko und lässt sich schlecht in andere Anlageklassen oder Cash umwandeln. Wenn sich dabei als netter Nebeneffekt auch noch etwas Cashflow erzeugen lässt indem der Aktienmarkt jetzt eben nicht 10 Jahre lang im Mittel weniger als 2% Rendite erbringt, dann ist das doch ganz nett?

 

das wäre natürlich ein Effekt, Cash aus der Immobilie durch Beleihung zu generieren. Früher hat man auch gesagt, in jeder guten Baufinanzierung steckt ein neues Auto, eben weil man günstig an Geld rankommt. Ich habe mir 2004 auch das bisher teuerste Auto via Baufi gekauft, ein 3 Jahre alter tipptopp ausgestatteter BMW Z3 für 17 Tsd., war damals die Hälfte des Neupreises. Putzigerweise war in der Illustration des Verkaufsprospektes zu meinem Haus genauso ein Wagen auf der Auffahrt abgebildet, also genau so gekauft wie gezeigt 🙂

Ich fahre den immer noch (Ø Wartungskosten inkl. HU und Ölwechsel/Reifen etc. p.a. in 17 Jahren 77€) und langsam reift der auch zum Klassiker und wenn ich lang genug warte bin ich wahrscheinlich wieder bei dem Einstiegskurs angekommen, dafür zahle ich im Grunde genommen den Wagen immer noch ab weil die Baufi läuft ja noch :mrgreen: wie war das noch mal mit der 300€ Regel 😉

Wie gesagt, mich würde das konkrete Angebot der Bank interessieren.

Wie gesagt, mich würde das konkrete Angebot der Bank interessieren.

Mich auch, denke aber dass sich die Größenordnung seit meiner Anfrage vor zwei Jahren nicht wesentlich geändert hat...noch nicht!

Ich werde das in den nächsten Monaten mal anfragen und die Zahlen posten. Vor zwei Jahren hätte es für 50% Beleihung das Angebot von grob 1,5 % bei der Hausbank gegeben. Wird sich jetzt nicht mehr als verdoppelt oder halbiert haben. Die Größenordnung der Sollzinsen liegt also deutlich unterhalb einer theoretischen sicheren Sofortentnahme von 3% auf den Beleihungswert. Wenn ich das Angebot von "damals" mit 1,5% Sollzins zu Grunde lege, kann ja jeder selbst ausrechnen was da bei 350.000k raus kommt wenn die durchschnittliche reale Wertsteigerung des Depotwerts über 10 oder auch 20 Jahre einen Wert von x annimmt.

Bei apokalyptisch schlechten Werten von im Schnitt 4%pa. über 10 Jahre hinweg sind es jährlich "nur" knapp 9000€ Cashgewinn (2,5%). Bei 6,5% Kursgewinnen ist es schon das doppelte (und somit 1500€ monatlich), wobei auch das noch unter den langjährigen Mittelwerten läge. Da ist es sicherlich sinnvoll das noch weiter zu streuen und den Anlagehorizont auf 20 jähre zu setzen - kostet auch nur vielleicht ein halbes Prozent mehr Zinsen, lässt dafür aber auch eine stabilere Durchschnittsrendite mit wohl gutem mittleren Wertzuwachs zu. Wenn man sich dazu mal betrachtet was in der Vergangenheit so über 20 Jahreszeiträume passiert ist, dann sollte das eigentlich auch mit eingerechneten Crashs eine sichere Nummer sein.

 

Spannende Sache, interessant was man mir da ermöglichen und ausrechnen wird.

 

VG

 

@frugi85 sehr spannendes Thema:

Ich mach ja auch ständig Querfinanzierungen meiner Immos mit Grundschulden anderer Immos um 110% und mehr vom Nettokaufpreis finanzieren zu können. Am liebsten auch alle anstehenden Renovierungen gleich mitfinanzieren. Allerdings hat mir meine Bank klare Grenzen gesetzt. Ich darf bestehende Grundschulden nur Nutzen wenn ich Rechnungen über Renovierungen (Aufwertungen) von Objekten vornehme bei denen die gleiche Bank im Grundbuch steht. D.h. Aufwertungen für Objekte bei anderen Banken kann ich damit nicht finanzieren und Aktien ETFs schon drei mal nicht.

Einziger Trick den ich von anderen kenne ist die Tilgung auszusetzen und diese dann in einen ETF Sparplan fließen zu lassen der dann wiederum als EK für weitere Finanzierungen herangezogen werden kann.

Also wenn das wirklich funktioniert Grundschuld nicht zweckgebunden zu Bauzinsen für privaten Konsum (Autokauf) oder ETF Spielchen zu nutzen dann bin ich wirklich überrascht welche Bank so etwas mitmacht. Sonst könnte doch jeder Hinz und Kunz sich mal schnell 50k ziehen und seinen Freunden als EK Ersatz für günstige Zinsen weiterleihen.

@jan-veerman

Moin Jan,

hier ist eine ganz gute Zusammenfassung.

https://www.baufinanzierung-xpert.de/kapitalbeschaffung/

Sonst könnte doch jeder Hinz und Kunz sich mal schnell 50k ziehen und seinen Freunden als EK Ersatz für günstige Zinsen weiterleihen.

Nun hat aber bei weitem nicht jeder Hinz und Kunz ein abgezahlts Eigenheim und entspricht auch sinst den Kriterien.

Man darf nicht vergessen, dass es sich hier wuasi um eine Baufinanzierung mit allem was dazu gehört handelt. Verdienstnachseise, Alter etc.

Wenn du eine Immo mit 600.000€ wert mit 300.000€ beleihst und die Kohle nicht zurück zahlst, dann ist die Bude eben weg. Für die Bank ist das Risiko also äußerst gering. Andere müssten die gleiche Immo zum Marktwert oder mit wenig EK vollfinanzieren und selbst da geht das oft. Was du mit der Kohle machst spielt letztlich keine Rolle für die Bank. Wichtig ist nur dass du die Voraussetzungen erfüllst den Kredit zu tilgen. 🙂

vg

 

 

 

Zitat von Frugi85 am 18. Februar 2022, 23:48 Uhr

...

Wenn du eine Immo mit 600.000€ wert mit 300.000€ beleihst und die Kohle nicht zurück zahlst, dann ist die Bude eben weg. Für die Bank ist das Risiko also äußerst gering. ...

Was du mit der Kohle machst spielt letztlich keine Rolle für die Bank. Wichtig ist nur dass du die Voraussetzungen erfüllst den Kredit zu tilgen. 🙂

@frugi85 : Sorry, das ist ein wenig Blödsinn...

Das Risiko ist der eine Teil, die Opportunietätskosten dazu sind der andere.

Nach Deinem Empfinden und in deinen Augen, ist das Risiko gering. Da mag ich Dir einfach mal zustimmen. Doch nachdem Du so viele Immobilie besitzt und verwaltest wundert es mich doch ein wenig, dass Du die ganzen weiteren (möglichen) Kosten komplett ausblendest.

Eine Bank hat Angestellte / Sachbearbeiter, die sich um den Sachverhalt kümmern und bewerten müssen. Unabhängig vom angesetzten Risiko.... Gehen wir einmal von einem angesetzten (großzügig aufgewerteten) Mindestlohn von 20 Euro die Stunde aus - die braucht der Sachbearbeiter zum Sichten der Unterlagen sowie der Einschätzung. (Das eigentliche, prozentuale Risiko ist hier nicht berücksichtigt.)

Den gleichen Wert kannst Du für die bereitgestellten Sachkosten ansetzen (Schreibtisch, Stuhl, etc.). Also fallen allein hier schon (gutmütig) geschätzen Bearbeitungskosten von 40 Euro an.

Für diese 40 Euro konnte der Sachbearbeiter aber kein "lukratives" Geschäft prüfen und abschliessen - also kommt hier nochmals ein Aufschlag von 20 Euro drauf - also sind wir schon bei 60 Euro.

Dazu kommen dann noch Portokosten, und und und.... Und wie Du so schön schreibst "dann ist die Bude eben weg" bedeutet für die Bank somit... Zusätzliche Notargebühren, Anwaltskosten, Zwangsversteigerung (samt den Gebühren) und und und... Deine Bude ist dann weg - die Bank kostet das ganze Prozedere aber bspw. 10-15k an Gebühren und Personalkosten. Zusätzlich ist während der Abwicklung der Angestellte, der eigentlich Geld erwirtschaften soll, mit Verwaltungsaufgaben zur Abwicklung der "die Bude ist dann weg" beschäftigt. Das kostet also nochmals Geld.

Also kurzum: ohne das "eigentliche Risiko" kann mich das Geschäft im Abwicklungsfall 10-15k kosten. Dann noch das eigentliche Risiko.... Ergo wird die Bank hier ganz genau hinsehen, für das "Was du mit der Kohle machst spielt letzlich keine Rolle für die Bank."

Wenn es klappen sollte, dann freut es mich für Dich.

Aber ehrlich gesagt bin ich mitunter hier am Forum schon etwas erstaunt, mit welchem Fachwissen / Aussagen die ganzen selbstständigen Immobilienverwalter und Geschäftsleute hier auftreten bzw. argumentieren, wenn es um mögliche Kosten geht. Aber das nur am Rande...

Ich verstehe nicht warum und was du mir damjt sagen willst. Klar hsben alle irgendwie Kosten aber eben auch Hoffnung auf Gewinn.

ich sagte nur, dass die Anleihe für die Bank in etwa as gleiche ist es mir mit 300.000€ zu beleihen wie bei jemandem der mein Haus alternativ kaufen würde und mit 300.000€ Eigenkapital daherkäme und deutlich kleiner als,bei jemandem der quasi ohne Eigenkapital eine Vollfinanzierung anfragt.

der Prozess ist in allen Fällen der selbe. Es ist nichts anderes als würde ich einen Kredit erfragen um mit 50% Eigenkapital mein eigenes Haus zu kaufen so als würde es einem anderen gehören.

Und klar haben die da Aufwand und kosten - haben wir doch aber alle bei unseren Unternehmungen, worauf also willst du hinaus?

 

vg

Grundsätzlich ist ein Baufidarlehen zweckgebunden: Mit einer Baufinanzierung können Sie ein Haus bauen oder kaufen, sanieren oder modernisieren und dafür ein Immobiliendarlehen aufnehmen. Das Darlehen ist zweckgebunden und steht dem Kreditnehmer nicht zur freien Verfügung. Es muss seinem Zweck entsprechend eingesetzt werden. Als Nachweis für die zweckmäßige Nutzung des Kredits verlangt die Bank Unterlagen, beispielsweise in Form von Rechnungen.

Ich weiß aber nicht wie es ist wenn Du ein bereits fertiges Haus ohne Belastung beleihst, daher Anfrage an die Bank dann ist man schlauer.

Ich weiß aber nicht wie es ist wenn Du ein bereits fertiges Haus ohne Belastung beleihst, daher Anfrage an die Bank dann ist man schlauer.

https://www.drklein.de/blog/haus-wohnung-beleihen-kapitalbeschaffung/#Vor-_und_Nachteile_einer_Kapitalbeschaffung_ueber_die_Immobilie

Ist recht kurzweilig zu lesen.

Nucht jede Bank vergibt Kredite zur freien Verfügung. Meine Bank macht es!!!

Das brauche ich nicht mehr erfragen, das weiß ich bereits. Erfragen müsste bzw. werde ich aktuelle Zinsen/ Konditionen und den möglichen bzw. sinnvollen Grad der Beleihung.

Erstmal gilt es die ganze Nummer mit ihren Vorteilen und Nachteilen überhaupt erstmal richtig einzuschätzen...

Wäre daher toll, mal mit Leuten sixh auszutauschen die das ggf. auch schonmal gemsht haben 🙂

 

 

Zitat von Lostoi am 19. Februar 2022, 1:32 Uhr

Aber ehrlich gesagt bin ich mitunter hier am Forum schon etwas erstaunt, mit welchem Fachwissen / Aussagen die ganzen selbstständigen Immobilienverwalter und Geschäftsleute hier auftreten bzw. argumentieren, wenn es um mögliche Kosten geht. Aber das nur am Rande...

Sage ich ja auch immer. Das wird ausgeblendet. Schmälert ja die Rendite bei den Immos. Da wird sich in die eigene Tasche gelogen.

 

Zitat von Frugi85 am 19. Februar 2022, 10:17 Uhr

 

Wäre daher toll, mal mit Leuten sixh auszutauschen die das ggf. auch schonmal gemsht haben 🙂

Die in den letzten Jahren gelaufene Kombination aus extrem niedrigen Zinsen, real (nach Inflation) gestiegenen Immopreisen und kontinuierlich gestiegenen Aktienmärkten ist so ziemlich einmalig. Du schliesst in deinem jungendlichen Leichtsinn daraus, dass es immer so war und sein wird. Zu deiner Frage: da ist hier niemand im Forum, da alle pleite, die das zuletzt versucht haben 😎

da muss ich privatier zustimmen, ich bin ja fast 20 Jahre älter als Du, da hat man einen anderen Blick auf die Dinge. Wie an anderer Stelle geschrieben hat meine ETW 1995 neu 200k gekostet, ich habe sie 12 Jahre später 2007 für 123k gekauft und nochmal 12 Jahre später 2020 für 295k verkauft. Also mein Vorbesitzer und Ersterwerber hat den falschen Zeitraum erwischt und neben den ganzen Erwerbskosten 77k verloren in 12 Jahren, also kein kurzer Zeitraum. Ich habe den richtigen Zeitraum erwischt.

Aber grundsätzlich ist das dann möglich was Du vorhast wenn Deine Bank Dir das Haus beleiht, bei Erstrang und bereits bestehender eingetragener Grundschuld (womöglich sogar von der nun finanzierenden Bank) sollte das keine große Action sein.

Hängt eigentlich alles von Deiner persönlichen Risikoaffinität ab.