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BU Versicherung

Guten Tag zusammen,

 

ich bin auf der Suche nach einem Rat was eine BU Versicherung angeht. Kurz zu mir, 39 Jahre,  unverheiratet, ein Kind, Einkommen ca 2800€ netto mit Büro Tätigkeit. Keine Vorerkrankungen und auch keine gefährlichen Hobbys. Ich bin auf der Suche nach einer BU die bis 65 läuft, Rente von 2100€ im Bedarfsfall bietet und halbwegs bezahlbar ist. Wer eine Empfehlung geben kann immer her damit. Wer mir erklären mochte wieso eine BU unnütz ist kann auch das tun, allerdings bin ich da wohl anderer Meinung. Ich freue mich uber konkrete Vorschläge

Leider nix konkretes, aber aus meiner Erfahrung: Lieber 150 EUR für den Honorarvermittler bezahlen als 0 EUR beim Provisionsberater zu einem Tarif mit locker dem 10 fachen Betrag als Aufpreis über die ersten Jahre.

Vor 9 Jahren habe ich bei der VWB abgeschlossen und bin weiterhin sehr zufrieden. Ob die jetzt immernoch den Vergleich gewinnen weiß ich nicht.

Wenn man von seinem Gehalt lebt, dann finde ich eine BU wichtig - vor allem als Einzelverdiener. Ich habe seit 20 Jahren eine und habe das nicht bereut.

Heute würde ich einen unabhängigen Honorarberater mit der Auswahl beauftragen, da die Situation sehr individuell sein kann - das Geld wäre es mir wert. Die können dann anonym für Dich bei vielen Versicherungen anfragen und die besten auswählen. Das ist wichtig, da man angeben muss, wenn man schon abgelehnt wurde und das ganz schnell ein Problem werden kann. Das kann man so umgehen.

Hallo,
nur so als generelle Info:  Vermutlich wird der Beitrag in Richtung von 1000 EUR pA liegen (also über 500 EUR).  Und vermutlich wäre es günstiger, wenn die BU nicht bis 65 läuft. Und natürlich keine abstrakte Verweisung.
Wird dir aber dein Berater sicherlich noch detailliert vermitteln.

 

 

 

Hallo und danke für die bisherigen Antworten. Wie hält es der Rest in Sachen BU? Wer hat eine und warum und wer nicht? Auch hier würden mich die Gründe interessieren.

Ich habe mir eine gemacht, die aber nur bis 60 läuft, das war dann deutlich günstiger. Finde es schon wichtig eine zu haben falls irgendwas ist, man weiß ja nie.

Ich habe generell keine Versicherungen, außer eine Haftplicht für gut 20 Euro im Jahr und eine Autohaftpflicht, bin allerdings auch immer Extremsparer gewesen. Bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung denke ich immer, dass man parallel auch eine Rechtsschutz braucht, weil die Versicherer nicht einfach so zahlen würden. Irgendwas kann man ja in deren Augen ja immer arbeiten. Und wenn man so krank ist, dass gar nichts mehr geht, würden auch andere staatliche Versicherungen greifen wie Pflegeversicherung und/oder Erwerbsminderungsrente, bzw. man hätte eh nichts mehr von dem Geld, teilweise wird die Versicherung bei Sozialleistungen sogar angerechnet, so dass man dann gar nichts mehr davon hat, bzw. umsonst abgeschlossen hat.

Es gibt viele Leute die mehrere hundert Euro pro Monat für Versicherungen ausgeben, da gehe ich dann lieber ins Risiko (also der Erwartungswert/Wahrscheinlichkeit liegt auf meiner Seite, das ich sie nicht brauche), aber es kommt vielleicht auch auf das Gehalt an, bei 2-3 k Nettogehalt fallen 500 Euro im Monat mehr ins Gewicht als bei 5 k + Nettogehalt.

Zitat von Silberberstreif am 27. Juni 2021, 2:35 Uhr

Bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung denke ich immer, dass man parallel auch eine Rechtsschutz braucht, weil die Versicherer nicht einfach so zahlen würden. Irgendwas kann man ja in deren Augen ja immer arbeiten.

Hier darfst du nicht Berufsunfähigkeit mit Erwerbsunfähigkeit verwechseln. Eine BU-Versicherung versichert deinen speziellen Beruf, und sobald du den nicht mehr machen kannst zahlt sie, egal ob du etwas anderes machen kannst. Sprich wenn du zum Beispiel Maler bist und allergisch gegen die Farbe werden würdest, dann hast du in deinem Leben eigentlich kaum Einschränkungen, kannst aber deinen Beruf nicht mehr machen und die BU zahlt. Sie würde sogar weiter bezahlen, wenn du dir jetzt eine komplett neue Arbeit suchen würdest und wieder arbeiten würdest.

Der Hinweis auf eine parallele Rechtsschutz bei einer anderen Versicherung ist in jedem sinnvoll, je nach Versicherung kann man sonst auch mal leer ausgehn oder darf lange auf eigene Kosten prozessieren.

Ich habe auch keine BU und gehe damit an der Stelle ein Risiko ein. Kann natürlich danebengehn und soll auch keine Empfehlung für andere sein. Ich tue im Gegenzug zumindest ein paar Dinge um das Eintrittsrisiko zu verringern:

- Klassiker in diesem Forum: Voraussichtlich in den 50ern finanziell unabhängig werden. Die Wahrscheinlichkeit als Mann bei Renteneintritt mit 60 im Leben BU zu werden, liegt laut Aktuarsvereinigung bei 17%, bei Rente mit 65 schon bei 28%. Für mich als Büroarbeiter hoffentlich nochmal deutlich darunter. Auch vor den 50ern bringen hohe Ersparnisse schon eine gewisse Entlastung. Meine Maßnahmen dagegen ansonsten sind:

- Haltungsmuskulatur trainieren, vor allem Rücken + Schultern.

- Vom Job soweit möglich nicht stressen lassen, auf den eigenen Körper horchen, bei Bedarf auch spontan frei nehmen, keine zu langen Arbeitstage, nein sagen lernen, falls nötig konsequent sein und Job wechseln (mir aber erst einmal passiert). Dieser Punkt ist von allen in der Liste der schwierigste in der Umsetzung, aber es geht.

- Ausdauersport in Maßen und Ernährung mit wenig Salz, Zucker, Fett hält (bisher zumindest noch...) den Blutdruck niedrig .

Das bringt alles keine Sicherheit, und ich halte auch nicht alles immer ausnahmslos durch, aber in Summe verbessert es dennoch schonmal stark die Prognose. Zumal eine BU verhindern besser ist, als nur die Folgen finanziell abzusichern.

Zitat von PanameraFlow am 27. Juni 2021, 9:12 Uhr

nicht Berufsunfähigkeit mit Erwerbsunfähigkeit verwechseln. Eine BU-Versicherung versichert deinen speziellen Beruf, und sobald du den nicht mehr machen kannst zahlt sie, egal ob du etwas anderes machen kannst.

im handwerklichen Bereich klar ein Unterschied!

aber wann ist jemand mit einem Büro-/Schreibtischjob "berufsunfähig"?

(und welchem anderen Erwerb kann er DANN noch nachgehen?)

 

Zitat von exit-tbd am 29. Juni 2021, 13:42 Uhr

aber wann ist jemand mit einem Büro-/Schreibtischjob "berufsunfähig"?

(und welchem anderen Erwerb kann er DANN noch nachgehen?)

Burn-out.

Damit kann man dann sicher nochmal umsatteln und zum Zeitungsverkäufer/Schafhirten/Bibliothekar werden.

Oder man macht weiterhin den gleichen Job allerdings nur noch zu 50 % (bei entsprechenden Versicherungsbedingungen, aber darauf sollte man achten).

Wenn man einen anspruchsvollen Bürojob hat (dürfte auf viele hier zutreffen): Schlaganfall, Long Covid oder sonstwas, was Konzentration, Gedächtnis oder sonstwie die Denkleistung oder Belastbarkeit mindert. Wäre auch zu schön, wenn BU für Büroarbeit = Erwerbsminderungsrente wäre, dann wär ich in wenigen Jahren durch. 🙂