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Auflistung von Dingen die sich amortisieren können

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Münzautomaten aufstellen 😀

https://frugalisten.de/forum/topic/wie-geht-ihr-mit-bargeld-um/#postid-8846

Kindle-eBook-Reader. Die eBooks sind deutlich günstiger als gebundene Bücher. Ist aber Geschmackssache.

 

Jahresanmeldung bei der Bücherrei, anstatt Bücher zu kaufen. Bei uns 24 €/Jahr. Dafür bekommt man ja sonst nur 1 gebundenes Sach-Buch.

 

Studium, Fortbildung, Umzug (näher zum Arbeitsplatz) kann sich amortisieren.

Studium an der privaten FH kostet z.B. 15 T€. Aber es kann sich lohnen.

Ein Umzug ist eigentlich immer mit Renovierungskosten (Tapete, Farbe, ...) verbunden aber dafür kann man evtl. Miete oder Autokosten sparen ...

 

Zitat von MFZ73 am 26. Februar 2020, 12:42 Uhr

Du fährst nach Deinen Angaben ca. 500km ... im Monat. Da reicht Dir kein Auto mit 100-150km Reichweite? Nicht Dein Ernst, oder?

Mein bitterer Ernst ;-). Wenn ich mit einem Auto nicht (oder gerade so) eine gute Stunde in eine 70km entfernte Stadt fahren kann, um dort z.B. Freunde zu treffen, oder etwas erledigen zu haben, ist das zumindest eine Einschränkung. Auch wenn das nicht täglich oder wöchentlich vorkommt: Diese Strecken fallen an, und ein kleines Auto eignet sich hervorragend für diesen Zweck. Schnell fahren ist ohnehin nicht, Parken macht mit kleinerem Auto mehr Spaß, und der kleine braucht ja auch weniger Benzin. Der Vorteil des sparsameren E-Autos wird aufgefressen, wenn ich die Strecke dann mit dem größeren Erstwagen fahren muss, der auf die Strecke 6,5l/100km verbraucht. Twingo bräuchte auf dieser Strecke ~4,5l.

Es geht nicht darum, wo das Auto steht und wie Du es zu Dir bekommst - es geht um eine grundsätzliche Betrachtung der realen Kosten im Vergleich zu einem Verbrenner. Die Kiste wird Dir bei Gefallen per Transporter geliefert, kostet vermutlich keine 200€. Was daran spannend sein soll ... man weiß es nicht.

Transport muss man wohl 1€/km rechnen, ginge natürlich, aber ich finde es netter, die Freiheit zu haben, auch solche Strecken am Stück fahren zu können. Mit meinem Benziner für 9000€ fahre ich, wenn es sein muss, Weimar und zurück ohne einmal stehenzubleiben. Und wenn ich stehenbleibe, muss ich nicht nach einer Ladestation suchen.

Steuer? Wartung? Wertverlust? Ich warte.

Steuer beträgt aktuell ~5€ im Monat. Irgendwo habe ich das hier schon mal geschrieben: Ich gehe von 100€/Monat für Wartung und Wertverlust aus. Am Anfang v.a. Wertverlust, im Laufe des Autolebens Verschiebung Richtung Wartung/Reparaturen. Nach 12 Jahren und etwa 70.000 km wäre der Wagen praktisch abgeschrieben, und ich hätte fast 6000€ für Wartung/Reparaturen ausgeben können. Beides sind keine extrem optimistischen Annahmen - ein scheckheftgepflegter 12-Jähriger mit wenig km ist nicht unbedingt ganz wertlos, für 3-4000€ neben Scheckheft-Wartung kann man ordentlich was reparieren.

Gut, Steuer fällt bei einem Stromer weg. Aber muss so ein Auto überhaupt nicht gewartet werden? Geht nie etwas kaputt? Es gibt genauso eine Radaufhängung, Bremsen, elektrische Fensterheber, Klimaanlage, Licht, Sensoren...Und Wertverlust? Wird irgendwer in 5 oder 10 Jahren ohne ordentlichen Abschlag auf den Neupreis so einen häßlichen C-Zero kaufen wollen, der dann nur 100 oder 70km am Stück fahren kann, wenn es dann (hoffen wir mal) viel bessere Elektroautos geben wird, die neu auch nicht mehr unbedingt teuer sein werden? Mehr Neupreis heißt da wohl auch mehr Wertverlust.

Und wenn Du das Auto mal (gebraucht) fahren würdest, würden sich Deine Ressentiments auch schnell in Luft auflösen. Bei gleicher Leistung hast Du viel bessere Beschleunigung, weniger Innengeräusche und warmfahren muss man ein E-Auto auch nicht. Gerade in der Stadt also optimal.

Ich sehe nicht, dass es bei mir an Ressentiments hapert - ich brauche auch überhaupt keine Ressentiments,  bei mir hapert es schon daran, dass ich keine bequeme Möglichkeit zum Laden habe...

Mitgefahren bin ich sogar schon mal - ich habe es erst gar nicht gemerkt. Bessere Beschleunigung ist nett, weniger Innengeräusche ebenso, genau wie das mit dem Warmfahren. Das nehme ich gerne alles mit - aber ich zahle dafür keinen Aufpreis.

Damit man davon sprechen kann, dass sich da etwas amortisiert - und man irgendwann sogar etwas einspart, muss man davon ausgehen, dass aktuelle E-Autos relativ wertstabil sein werden, wesentlich weniger Reparaturen anfallen werden, Benzin wesentlich teurer wird, Batterien sehr lange gut halten werden, oder in einigen Jahren günstiger zu ersetzen sein werden. Das mag alles so kommen - im Moment sehe ich einen fünfstelligen Mehrpreis (nehmen wir mal Clio gegen Zoe mit kleiner Batterie) gegen 5€ weniger Steuern im Monat, vielleicht 10-15€ weniger für Wartung und unter 3€/100km Mehrpreis für Benzin. Wenn das mal alles anders kommt - z.B. durch empfindliche KFZ-Steuererhöhung und Preissteigerungen bei Benzin, als im Moment vorhersehbar, wird das anders aussehen. Ein Elektroauto zu kaufen, um günstiger zu fahren, ist eine Wette auf eine relativ schnelle Verschiebung dieser Parameter zugunsten der Elektromobilität - bei gleichzeitiger Annahme einer relativen Konstanz des Parameters Wertstabilität aktueller E-Auto-Modelle. In Euro ist bei dieser Wette nicht so wahnsinnig viel zu gewinnen.

Heißt nicht, dass es schlecht ist, sich ein Elektroauto statt eines Verbrenners zu kaufen. Man muss ja nicht immer nur das machen, womit man am günstigsten fährt. Ohne Möglichkeit, bequem zu laden, wird das bei mir nichts werden.

 

Zitat von n am 27. Februar 2020, 12:45 Uhr
Zitat von MFZ73 am 26. Februar 2020, 12:42 Uhr

Du fährst nach Deinen Angaben ca. 500km ... im Monat. Da reicht Dir kein Auto mit 100-150km Reichweite? Nicht Dein Ernst, oder?

Mein bitterer Ernst ;-). Wenn ich mit einem Auto nicht (oder gerade so) eine gute Stunde in eine 70km entfernte Stadt fahren kann, um dort z.B. Freunde zu treffen, oder etwas erledigen zu haben, ist das zumindest eine Einschränkung.

Das ist keine Einschränkung. Selbst wenn es für Hin- und Rückweg nicht reichen sollte, fährst Du hin, parkst kostenfrei auf einem öffentlichen Ladeplatz, fährst wieder zurück. Haken dran. Einzig echtes Argument bei Dir ist die fehlende Lademöglichkeit, was aber eine persönliche Einschränkung ist. Darum geht's (mir) hier aber gar nicht - es geht darum, ob ein E-Auto prinzipiell (!) eine Alternative darstellen kann. Und an der Stelle behaupte ich, dass man schon mal damit beginnen sollte, ein E-Auto als Alternative zu begreifen und es sich durchzurechnen. Für Leute, die noch ein funktionierendes Fzg haben, mag das nicht unbedingt von Interesse sein, aber für diejenigen, die jetzt oder in absehbarer Zeit ein Auto anschaffen oder ersetzen müssen/wollen ... eben schon.

Wenn man dann korrekt rechnet, wird man schnell erkennen, ab wann sich das lohnt.

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