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Was haltet ihr von Andreas Beck?

Servus,

 

Ich bin gerade dabei mein Depot zu vereinfachen. Über die Jahre haben sich durch diverse ETF Aktionen einige ETFs im Depot angehäuft die schlussendlich den gleichen Index abbilden.

Bei der Recherche bin ich auf den Fonds vom Andreas Beck gestoßen. Er propagiert sein "Weltportfolio". Ziel ist es die Rendite der ca. 8800 börsenbehandelten AGs weltweit abzuschöpfen. Er hat die Freiheit zwischen 80-100% des Anlagebetrags in Aktien zu investieren. Die Investitionsreserve hält er in Anleihen von Ländern mit sehr guter Bonität. Das Vergrößern des Aktienanteils geschied anhand genauer Vorgaben bzgl. der Performance des Aktienmarktes im Dreijahres Vergleich. Erst wird die Hälfte der Reserve investiert, bei weiter stark fallenden Märkten die restlichen 10%. Die genauen Vorgaben beschreibt er in seinem kostenlosen eBook.

Die Verwaltungsgebühr ist 0,77% pro Jahr.

Zu teuer? Besser selber machen? Gute Idee für den Langfristanleger?

A2PT6U

https://globalportfolio-one.com

LG

 

Christian

Welchen Mehrwert erhoffst du dir denn konkret? Wird er mehr Rendite als ein einfacher Vanguard FTSE All-World erwirtschaften? Unwarscheinlich weil Cash Opportunitätskosten hat und Aktienmärkte meistens nach oben gehen. Dafür mehr Gebühren + Negativverzinsung des Cashs in Kauf nehmen?

Ich an deiner Stelle würde die persönliche Risikotragfähigkeit definieren und dementsprechend in einen einfachen Aktien-ETF wie den oben genannten Vanguard investieren.

Servus,

 

Vielen Dank für den Tipp. Kannte den ETF noch gar nicht. Ist mit ca. 4000 Aktien auch breit gestreut. Einziges Manko für mich wäre, dass er ausschüttend ist und nach dem was ich gelesen habe nicht in Small Caps investiert. Allerdings gibt es auch eine thesaurierende Variante:

A2PKXG

 

Ist sicher eine Überlegung wert. Was mir an Becks Idee gefällt ist das Rebalancing, ob er damit allerdings den Verlust der 20% Reserve die dann ja unverzinst rumliegt am Ende ausgleichen oder bestenfalls ins Positive drehen kann ist sicherlich fraglich.

Ich Schlaf Mal drüber

Gruß

Chris

 

PS: Hab sie mal verglichen. Gibt ja beide leider noch nicht so lange. Der TER Unterschied ist allerdings schon beeindruckend.

Fonds Vergleich | Fonds finden & vergleichen | onvista

C

Den Vanguard gibt es in einer ausschüttenden und einer thesaurierenden Anteilsklasse, alles dabei. 😉 Vor allem kann man sich bei Vanguards Genossenschaftsmodell eigentlich jedes Jahr über sinkende TER freuen wenn das Fondsvolumen wächst. Letztes Jahr war der noch bei 0,25%, jetzt bei 0,22%.

Smallcaps sind schon dabei, machen aber je nach Betrachtungsweise nur 2-5% des Portofolios aus: https://www.de.vanguard/professionell/produktart/etf/aktien/9505/ftse-all-world-ucits-etf-usd-distributing#portfoliodaten

Das ist aber auch klar, bei den riesigen Tankern an der Spitze (siehe die Marktkapitalisierung von Apple etc) ist der Anteil an Smallcaps eben verschwindend gering. Wenn man da mehr möchte, dann muss man die fast mit einem eigenen Smallcap-ETF (wie den iShares MSCI World Smallcap) übergewichten - ob es halt etwas bringt ist fraglich, da scheiden sich die Geister.

Soweit ich Beck verstanden habe möchte er ja die 20% bei Bedarf auch einsetzen, z.b. bei kräftigen Marktkorrekturen, bei sehr volatilen Märkten könnte er sich damit auch einen Vorteil verschaffen, langfristig liegt man mit Markttiming aber wohl eher hinten. Ich hatte auch kurz überlegt den ETF (bzw. Fonds) von Beck zu kaufen, hab mich aber auch für den FTSE (thesaurierend) entschieden.

Servus Silberstreif,

Genau. Wie er es im Detail macht erklärt er ganz gut in den eBook.

Ich denke es unterscheidet sich etwas vom market timing, weil er es an strikte Vorgaben knüpft und somit immer den Aktienanteil anhebt wenn die Märkte einen bestimmten Wert unterschreiten und umgekehrt. Ist denke ich eher sowas wie rebalancing. Ähnlich wie es z b auch robo wie quirion oder ähnliche advisor automatisch machen.

Es bleibt aber denke ich gleich. Negativ ist, dass die Reserve (10 oder 20%) unverzinst rumliegt und die Kosten mit 0,77% pro Jahr relativ hoch sind. Zumindest verglichen mit günstigen ETFs. Wenn auch nicht unbedingt verglichen mit robo advisors.

Ich werde einen Teil trotzdem hier investieren, weil ich an das Konzept der Welt AG glaube und dieses rebalancing spannend finde. Laut folgender Berechnung sind in Becks fonds auch die Tech Größen und USA etwas weniger gewichtet. Das halte ich als Laie auch für sinnvoll.

https://knete-rechner.de/geld-wissen/ultrastabiles-portfolio-andreas-beck/

LG

Chris

Hab mir mal grad die Seite Seite von dem Fonds angesehen: https://globalportfolio-one.com/

Immer wenn mir einer erzählt, dass ich jetzt von den angeblich so tollen geheimen/neuen/beschränkten Anlagemöglichkeiten profitieren kann, die bisher nur einem kleinen Personenkreis zugänglich waren, werde ich keinen Cent investieren.

Laut eigener Aussage ist der Typ ein renommierten Portfoliomanager. Er kann aber auf der Seite nichts vorweisen, was erfolgreich war? Und der aktuelle Fonds liegt aktuell leicht hinter dem MSCI World.

Interessant und sinnlos!

Der MSCI-World hat sich seit Auflage dieses Fonds  (Nov. 2019) um 14% besser entwickelt. DAX ist gleich auf. Auf ein Jahr gesehen ist sowohl MSCI, als auch DAX um 19,5% besser. Wozu braucht man so etwas? Rebalancieren kann man auch selbst, das ist keine Hexerei. Da braucht man keinen Knilch, der sich 0,77% p.a. in die Tasche steckt. Ich schätze der einzige, der von diesem Fonds profitiert ist Herr Beck.

Hallo in die Runde!

Bei der Diskussion über das Beck-Konzept sollte mMn sein/das Ziel berücksichtigt werden: mittel-langfristig maximale Sicherheit und eher gleichbleibende Rendite (so habe ich es als interessierter Laie verstanden). Er will die gesamte Weltwirtschaft abbilden und gewichtet seine ETFs nach den aktuellen Gewinnen der Unternehmen, da das langfristig betrachtet besser sei/war und Blasenbildungen (wie z. B. Japan) entgegenwirkt.

Mit der 20% Cash-Reserve will er nicht die Rendite erhöhen, sondern in Krisenzeiten günstig nachkaufen, um die maximale Verlustzeit zu reduzieren.

Für mich persönlich ist das sehr schlüssig und sinnvoll. Welche Gewichtung (Marktkapitalisierung, BIP, Gewinne, etc.) zukünftig besser laufen wird, weiß heute mMn niemand. Ob man eine Cash-Reserve will und wie hoch diese sein soll, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich empfinde es als sehr motivierend, wenn ich mit einer kleinen Reserve im Crash nachkaufen kann.

 

LG RoMario

Zu dem Thema Gewichtung gibt es weitreichende wissenschaftliche Untersuchungen. Die Ergebnisse sind oft recht klar und eindeutig: Keep it simple! Die Einfachste ist auf lange Sicht oft die Effektivste, nämlich die 1/n-Gewichtung, bzw. Gleichverteilung. Alles andere ist (leider) Mumpitz. Man könnte ggf. noch die Portfolio-Selection-Theorie von Nobelpreisträger Markowitz als sehr effektiv ansehen. Doch leider benötigt man hierfür sehr umfangreiche Kenngrößen, die für die meisten nicht verfügbar oder sehr aufwändig zu ermitteln sind.

Und wie bereits gesagt, für eine Cash-Reserve benötigt man keinen Fonds, der diese hält. Die kann man sich auch selbst auf das Tagesgeld-Konto packen.

@Fritz:

mit Gleichverteilung meinst du 50:50? Das dies -oder vielleicht auch 60:40 (Stocks:Cash) die beste Wahl ist, will ich nicht bestreiten. Jedoch ist diese Pauschalaussage so auch nicht richtig. Weiter relevant sind einige Faktoren die allesamt das SoRR mindern und um dieses geht es hier ja 🙂 wie:

  1. Eigene Immobilie
  2. eventuell weiter Mieteinnahmen (stabiler Cashflow)
  3. Dividenden von Aristokraten
  4. Arbeitender Partner*in
  5. kurze Brücke (<10 Jahre) bis zu Rentenzahlungen bei denen dann auf eine SWR um 2,6% heruntergefahren werden kann, danach ist das Cashzelt nicht mehr relevant.

Grundlegend ist das Umverteilungsthema Stocks/Cash eher was für die Entnahmephase oder <5 Jahre davor. Während der Ansparphase halte ich das nicht für sinnvoll. Zwecks günstiger Nachkäufe dank Liquidität wäre es nix anderes als Market Timing.

@muslime_frugi Ich glaube @fritz redet von der Verteilung innerhalb einer Assetklasse, und du von der Aufteilung zwischen den Assetklassen. Da gelten jeweils andere Regeln.

Zitat von Muslime_Frugi am 28. April 2021, 18:49 Uhr

@Fritz:

mit Gleichverteilung meinst du 50:50? Das dies -oder vielleicht auch 60:40 (Stocks:Cash) die beste Wahl ist, will ich nicht bestreiten. Jedoch ist diese Pauschalaussage so auch nicht richtig. Weiter relevant sind einige Faktoren die allesamt das SoRR mindern und um dieses geht es hier ja 🙂 wie:

  1. Eigene Immobilie
  2. eventuell weiter Mieteinnahmen (stabiler Cashflow)
  3. Dividenden von Aristokraten
  4. Arbeitender Partner*in
  5. kurze Brücke (<10 Jahre) bis zu Rentenzahlungen bei denen dann auf eine SWR um 2,6% heruntergefahren werden kann, danach ist das Cashzelt nicht mehr relevant.

Grundlegend ist das Umverteilungsthema Stocks/Cash eher was für die Entnahmephase oder <5 Jahre davor. Während der Ansparphase halte ich das nicht für sinnvoll. Zwecks günstiger Nachkäufe dank Liquidität wäre es nix anderes als Market Timing.

 

TheWanderer hat es schon richtig geschrieben. Gleichverteilung oder 1/n-Gewichtung bezieht sich auf die einzelnen Wertpapiere, z.B. 20 Aktien, die zu je gleichen Anteilen gekauft werden. Ich habe unten mal eine Grafik beigefügt, die das Ganze am DAX aufzeigt. Hier sieht man welchen Vorteil man erzielt hätte, wenn man die Werte gleich verteilt hätte, anstatt der im DAX üblichen Gewichtung. Wie hoch der Cash-Anteil ist, ist dabei ein ganz anderes Thema. Mit dem Cash-Anteil verringert man nur den Hebel und kann das SoRR zu einem gewissen Grad ausgleichen. Die weiteren Punkte, die du aufgezählt hast beziehen sich nicht auf den Fonds, bzw. können mit einem Fonds nicht abgebildet werden. Sicher alles richtig, aber für Mieteinnahmen und den arbeitenden Partner wird Herr Dr. Beck sicher nicht sorgen 😉

 

(Quelle Grafik: Christian W. Röhl - dividendenadel.de)

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