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Versicherungen aufschatzen lassen

Hey all,

kurz zu mir, ich bin nun 28 und hab mich bisher noch nie für Finanzen, Versicherungen etc. interessiert. Allerdings das änderte sich, letztes Jahr habe ich mir

"Grund"versicherung aufschwatzen lassen, darunter eine "Riester-Rente" und "Lebensversicherung".

Riester-Rente: 35,00 € monatlich -> Vertragswert: 108,10€

Lebensversicherung: 54,13 € monatlich -> Vertragswert: 448,80 €

Da ich mich jetzt allerdings immer mehr informiert habe, möchte ich diese beiden nicht mehr und eher das Geld nehmen und in "Mittelfristige" Pläne stecken, also wie dann bei Renteneintritt. Lohnt es sich hier diese Verträge zu kündigen oder diese ggf. stillzulegen / freizustellen? Wie finde ich das am besten heraus bzw. mache ich weiter?

VG
mhaendler

Also in die Riester-Rente hast Du ja in dem Jahr bei nur 35,00 € monatlich noch nicht wirklich viel einbezahlt, da sehe ich bei einem Ausstieg keine Risiken - außer dass Du wohl das einbezahlte nur noch zu einem Bruchteil wieder erhalten wirst, oder bei der geringen Summe sogar garnix --- aber dann besser heute als z.B.: in 5 Jahren.

 

Bei der Lebensversicherung kommt es meiner Meinung nach wirklich auf deine "Umstände" drauf an. Denn die meisten Lebensversicherungen werden "unnütz" abgeschlossen - diese Versicherungen sollen deine Hinterbliebenen absichern; wo sind diese aber wenn Du nicht verheiratet bist und keine Kinder hast?

Solltest Du allerdings Frau und Kinder haben, dann würde ich selbige bestehen lassen.

Hi,

die Riesterrente ist in meinen Augen vor allem sinnvoll, wenn die Kinderzulage einfließt UND man den richtigen Vertrag hat. Dann sollte man allerdings Beträge leisten, die die maximale Fördersumme sicherstellen.

Bei der Lebensversicherung gilt das von Badner Gesagte. Hinzuzufügen möchte ich, dass in diesem Fall nur die Risikolebensversicherung sinnvoll ist. Die Kapitallebensversicherung ist tot, töter, am tötesten und gehört in jedem Fall stillgelegt.

Und bei Versicherungen allgemein gilt: Versichere nur existenzielle Risiken. Also alles, was dich finanziell an den Abgrund bringen könnte. Eine Privthaftpflichtversicherung ist unverzichtbar, Handy- oder Glasbruchversicherungen sind meist überflüssig. Je mehr Vermögen vorhanden ist, desto weniger Versicherungen benötigt man, einfach weil man den Schaden im Zweifelsfall selbst zahlen kann. Und weil Versicherungen keine gemeinnützigen Vereine sind, sondern profitorientierte Unternehmen.

 

Gruß, Tino

Beim Thema Lebensversicherung stimme ich zu, dass als Single sie wenig Sinn macht. Doch ab dem Zeitpunkt wo eine Lebenspartnerin oder Lebenspartner ins Leben tritt, hat dieser Absicherung ihre Daseinsberechtigung. Man muss halt nur selbst entscheiden, ob es sich um eine Kapitallebensversicherung oder Risikolebensversicherung handelt.

@maddin44

Kapitallebensversicherung ist der größte staatlich legitimierte Beschiss 'wo gibt'. Das lernt ein Frugalist mit als erstes. Die geringe Verzinsung wird alleine schon durch die Inflation aufgefressen und die staatliche Förderung (z.B. Steuerermäßigung) kannst du vergessen, die kompensiert das nicht. Außerdem kommst du an das Geld nicht so leicht ran. Eine vorzeitige Auflösung ist immer mit Verlusten verbunden. Also lieber eine ETF-Sparplan anlegen, da hast du mehr davon.
Risikolebensversicherung ist nur sinnvoll, solange du nichts auf der Kante hast. Als Frugalist hast du aber früher oder später ein fettes Vermögen, dass deine Familie und dich ernährt. Wenn du dann unerwartet dein 'Besteck' abgibst, erbt das Vermögen deine Familie und ist somit auch abgesichert.

Ich lese so oft eine private Haftpflicht ist unverzichtbar. Aber stimmt das denn?

Ich lebe auf dem Land und dann noch recht außerhalb eines kleinen Ortes, mein tag läuft ungefähr so ab:

aufstehen, Morgenroutine usw. - hier kann ich noch niemand schädigen, weil keiner da

ich fahre in meinem pkw-haftpflichtversicherten Auto zur Arbeit, wenn ich hier jmd. schädige, zahlt die pkw-haftpflicht.

auf Arbeit haftet mein Arbeitgeber für mich

dann wieder Pkw - zurück aufs Grundstück - keiner mehr da zum schädigen 🙂

Vielleicht beim Lebensmittel einkaufen, 1x / Woche - einzige Chance

 

 

 

Das Risiko in der Freizeit einen Menschen schwer zu verletzen und das eigene Vermögen zu verlieren, ist im Verhältnis zum jährlichen Versicherungsbeitrag viel zu hoch.

Die Privathaftpflicht ist "Pflicht".

Ich wünsche keinem einen Skiunfall mit schwerer Invaliditätsfolge für den angefahrenen Fremden oder Bekannten oder für sich selbst. Für solche Fälle ist die Privathaftpflicht und die Berufunfähigkeitsversicherung mit geringer Prozeßquote sehr zu empfehlen.

Diese Risiken nicht zu versichern gefährdet die finanzielle Freiheit. Berufsunfähige wissen worüber ich rede.

Spartipp Gebäudeversicherung:

Häuslebesitzer können Beiträge bei der Gebäudeversicherung sparen. Einfach die Selbstbeteiligung auf eine sinnvolle Höhe setzen. Hohe Selbstbeteiligung = geringerer Jahresbeitrag. Kleine Schäden mit den Rücklagen bezahlen.

Und den gesparten Beitrag auf jeden Fall in die Privathaftpflicht und die Berufsunfähigkeitsversicherung mit geringer Prozeßquote investieren.

 

 

"Weniger ist mehr."