Du musst dich anmelden um Beiträge und Themen zu erstellen.

Sparen für Frauen: günstige Monatshygiene

Hallo liebe Frauen,

die Natur meint es nur gut mit uns, aber Monatshygiene kostet viel Geld, wenn wir sie auf die gesamte Zeit, in der wir sie brauchen, hochrechnen. Pro Tampon zahlt man je nach Produkt ab 4ct. Das macht auf zwanzig Jahre x 12 Zyklen x 20 Tampons (und das ist noch milde gerechnet, denn allein zwanzig Jahre gehen ja nicht hin) fast 200€. Wahrscheinlicher ist es sogar noch mehr, denn ich habe eher untertrieben. Wer ein Markenprodukt kauft kommt locker auf 600€. Plus womöglich Slipeinlagen zu mindestens 3ct. pro Stück. Das sind im Jahr auch 11€, bei einem Markenprodukt entsprechend mehr. Binden pro No-Name-Stück etwa 16ct, das macht dann in zwanzig Jahren 768€.

Selbstgenäht aus alten Handtüchern ist es viel billiger. Ein schöner Oberstoff aus einem ausgemusterten Shirt ist auch leicht zu finden, wenn ihr auf die Optik Wert legt. So habt ihr das Ganze mehr oder minder kostenlos, denn ihr verwertet bereits vorhandenes Material. Selbst wenn ihr in einem Online-Shop waschbare Binden oder Einlagen kauft, kommt ihr langfristig gesehen billiger weg und schont dabei auch noch die Umwelt.

Nicht jeder kann sich aber mit waschbaren Binden, selbstgenäht oder gekauft, anfreunden. Das ist zwar sehr günstig, aber es schränkt auch ein, wenn man nicht ins Schwimmbad kann oder sich nicht zum Sport traut mit seiner selbstgenähten Binde.

Seit einiger Zeit werden aber auch ganz alte Hygieneartikel wieder modern, die wirklich eine Erleichterung darstellen. Bei normalen Drogeriemärkten oder auch übers Internet könnt ihr Menstruationstassen ab 15€ etwa kaufen. Diese halten deutlich länger als ein Jahr (wie lange tatsächlich kann ich noch nicht aus eigener Erfahrung sagen, bisher zeigt sie aber keinerlei Verschleiß), sind nach anfänglicher Eingewöhnung seitens der Trägerin sehr viel praktischer als Tampons und auch sehr viel angenehmer. Bisher ist auch kein Fall von TSS bekannt, der durch eine Mens-Tasse verursacht wurde.

 

Hallo, Frugi,

wir sind wohl hier eher wenige Frauen. Monatshygiene ist in der Tat so ein wiederkehrender Posten, wo man schon auch über Kostenoptimierung nachdenken sollte.

Da ich schon Ü40 bin, rechnet sich die Menstasse für mich nimmer, ansonsten wäre ich da nicht abgeneigt gewesen. Leider fand ich Binden schon in den Wochen nach meinen beiden Entbindungen immer ganz schrecklich, weshalb ich mir wohl keine Binden selbst basteln werde. Aber klar, früher haben die Damen das auch so gemacht; auch in Entwicklungsländern Gang und Gäbe, da sind die industriell gefertigten Binden viel zu teuer für die arme Bevölkerung.

Ich verwende also nach wie vor Tampons, nehme aber die Überreste von Menstassen-Umsteigerinnen, von denen es in meinem Umfeld viele gab. Das ist ein guter Kompromiss für mich. Ich würde allerdings mit 35-40 Jahren Blutungszeit rechnen.

Mit Gruß, die Schwäbin.

 

Hallo Frugalistinnen,

zu den Kosten der Monatshygiene sind für mich früher (zu Studienzeiten) noch Kosten für Schmerztabletten, aber vor allem geringere Einnahmen durch Arbeitsausfälle entstanden (bis zu 2 Arbeitstage im Monat). Zudem hat die Lebensqualität (und das private Umfeld) erheblich gelitten. Da ich eh keine Kinder will habe ich mich für eine Hormonspirale entschieden: keine Mentruation mehr (ist nicht garantiert), keine Schmerzen, keine Arbeitsausfälle und sehr sichere Verhütung für 5€ im Monat (330€ für 5 Jahre). Für mich ist das kein Thema mehr.

Ich habe auch eine Menstruationstasse ausprobiert, bin aber leider nicht damit zurecht gekommen (obwohl ich es ein paar Mal versucht habe). Tampons fand ich auch schon immer unangenehm. Ich verwende jetzt Menstruationsunterwäsche (https://www.femtis.de) und habe damit super Erfahrungen gemacht. Da diese Unterwäsche wirklich dicht ist (aber trotzdem noch atmungsaktiv), ist das eine sorgenfreie Sache. Zwar musste ich mir erst mal ein Set anschaffen, aber jetzt enstehen für mich keine Kosten mehr.

Ich denke mit Tutorials und Ideen, könnten diese Objekte durchaus modifiziert, effizienter designbar sein, übrigens auch transidente Jungs und Männer (vielleicht auch inter-gender Personen) wären denke ich, von diesem Problem betroffen? Daher von mir vorerst nicht bloss an die femininen Zielgruppen beschrieben, eher neutral an Leute, die hier mitlesen oder auch mit Beiträge kommentieren.

Neben entstehenden Müll bei Tampons und den weiteren Objekten, wäre immerhin die passende Unterwäsche effizient. Tassen und operative Methoden klingen eher aufwändiger als kostenintensiv? Neben der Intensivität der Periode, wären dann optional selbstdesignte Methoden auch individueller statt Massenware. Das Material könnte neben dem Volumen an Feuchtigkeit, vielleicht von ursprünglichen Babywindeln inspiriert worden sein.