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Schweiz: Dividenden oder Kursgewinne

Ich lebe in der Schweiz und habe inzwischen einen grösseren Betrag auf Girokonten angehäuft.
Eigentlich hatte ich geplant eine Wohnung zu kaufen, aber die hohen Preise, das Klumpenrisiko und die Unsicherheit ob ich wirklich in der Schweiz bleibe haben mich davon abgehalten.

Meine Idee war nun auf eine grosse Diversifikation zu verzichten und nur wenige Aktien zu kaufen, um damit Dividendenstripping zu betreiben.
Alternativ hatte ich überlegt nur in z.B. Berkshire Hathaway zu investieren, da sie keine Dividende ausschütten und viele unterschiedliche Werte halten.
Der Grund dafür ist, dass Kursgewinne in der Schweiz steuerfrei sind, Dividenden aber nicht.
Mein Steuersatz beträgt ca. 20%.
Denkt ihr die Steuerersparnis gleicht die fehlende Diversifikation aus?

@schnuddel Ich glaube Sie vergleichen hier Äpfel mit Birnen. Diversifikation hat nichts mit Steuern zu tun. Die Diversifikation macht man um das Ausfallrisiko zu minimieren. Steueroptimierung ist eine ganz andere Geschichte und muss auch nach anderen Prämissen betrachtet werden. Wenn Sie nur Aktien von Bershire Hathaway kaufen, haben Sie auch nicht wirklich diversifiziert, auch wenn dieses Unternehmen eine Vielzahl von Beteiligungen hat. Ihr Erfolg oder Misserfolg steht und fällt mit diesem einen Unternehmen. Können Sie Ihre Hand ins Feuer legen, dass dieser Warren Buffet nie Fehler macht? Er hat zwar einen gewaltigen Nimbus, ist aber letztendlich auch nur ein Mensch. Ebenfalls können Gesetzte oder wirtschaftliche Risiken in den USA, Ihnen einen Strich durch die Rechnung machen. Das haben Sie nicht in der Hand. Daher würde ich Ihnen unbedingt empfehlen auf viele Aktien und Länder zu streuen. Es gibt genug gute Unternehmen, die keine Dividende zahlen.

20% Steuer auf die Dividende würde ich nicht als ausschlaggebend betrachten. Zu Berkshire H.: in 2018 gab es im Gewinn eine 5 Milliarden Korrektur gegenüber 2017. Dies wird begründet mit "neuen Bilanzregeln". Folglich weist das Unternehmen auch später einen Milliardenverlust p.a. aus? Oder wird später wieder zu den "alten Bilanzregeln" gewechselt? Ich jedenfalls würde kein Unternehmen kaufen, das mir eine Korrektur von 5 Milliarden lapidar mit "neuen Bilanzregeln" erklärt, da ist doch etwas oberfaul.

Siehe oben. Berkshire musste wohl 15 Milliarden Markenwert von Kraft Heinz abschreiben unter anderem.