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Portfolio Bewertung bitte um Schwarminteligenz Hilfe 🙂

Hallo Zusammen,

ich bin nun schon seit ein paar Jahren dabei und eher passiver Mitleser als aktiver Schreiber.

Nun bin ich mir aber immer mehr unsicher ob die Depotzusammenstellung - die meiner Meinung nach eher einem bunten Zoo gleicht noch passt und ob ihr raten würdet gewissen Titel zu veräußern? Bitte schreibt vielleicht in die Kommentare was ihr ubedingt verlkaufen würdet und was ihr über die Sparplanzusammenstellung (Depot 2 ) denkt.

Vielleicht ist noch wichtig zu erwähnen, das ich eher der langfristige Anleger bin - kein Trader der schnelle Rendite sucht!

Depot 1 - Hier sind die Titel die ich durch Einzelkäufe erworben habe drinne: 

Bezeichnung WKN Typ
AXA S.A. INH.     EO 2,29 855705 Aktie
BASF SE NA O.N. BASF11 Aktie
DAIMLER AG NA O.N. 710000 Aktie
DEUTSCHE POST AG NA O.N. 555200 Aktie
DT.TELEKOM AG NA 555750 Aktie
FRESENIUS SE+CO.KGAA O.N. 578560 Aktie
GENL EL. CO.      DL -,06 851144 Aktie
K+S AG NA O.N. KSAG88 Aktie
KRONES AG O.N. 633500 Aktie
TUI AG NA O.N. TUAG00 Aktie
WABTEC CORP.       DL-,01 896022 Aktie
DK DAXPLUS MAX.DIVIDEND ETFL23 ETF
ISHARES DIVDAX UCITS ETF 263527 ETF
ISHSIII-C.EO CORP.B.EODIS A0RGEP ETF
ISHSIII-C.EO CORP.B.EODIS A0RGEP ETF
X(IE)-MSCI WORLD 1C A1XB5U ETF
X(IE)-MSCI WORLD 1C A1XB5U ETF
XTR.EO STOXX QUAL.DIV.1D DBX1D3 ETF
XTR.EO STOXX QUAL.DIV.1D DBX1D3 ETF
XTR.MSCI EUROPE S.CAP 1C DBX1AU ETF
XTR.MSCI WORLD SWAP 1C DBX1MW ETF
XTR.ST.GL.SE.DI.100SW.1D DBX1DG ETF
BNY MGF-BNY M.EURO.BD E.A 348195 Fonds

Depot 2 - monatliche Sparpläne in folgende Papiere:

X(IE)-MSCI WORLD 1D 500,00 EUR
A1XEY2
XTR.MSCI EUROPE S.CAP 1C 200,00 EUR
DBX1AU
X(IE)-MSCI AC WORLD 1C 300,00 EUR
A1W8SB
UNILEVER NAM. EO -,16 100,00 EUR
A0JMQ9
PEPSICO INC. DL-,0166 100,00 EUR
851995
Henkel 100,00 EUR

 

DANKE!

  • Portfoliobewertungen sind ohne eine Gesamtvermögensbetrachtung meiner Ansicht nach sinnlos.
  • Anstatt zu fragen, was wir davon halten, solltest du mal lieber erläutern wie du zu dieser Zusammenstellung gekommen bist und wie du zu den einzelnen Positionen stehst?
  • Warum gibt es so viele ähnliche ETFs?
  • Wie ist die Größe der einzelnen Positionen?
  • Aktien meiner Ansicht nach sehr D-lastig
  • Sparpläne auf Einzelaktien halte ich für quatsch. Wieso genau diese 3 Aktien?

Hallo Privatier,

danke für deine Rückmeldung.

  • Portfoliobewertungen sind ohne eine Gesamtvermögensbetrachtung meiner Ansicht nach sinnlos. --> Da hast du natürlich Recht , ich muss mich korrigieren es ist eine Depotbewertung! Berücksichtigen sollte man auch noch das ich unabhängig vom Depot den gleichen Betrag in physisches EM investiert habe.
  • Anstatt zu fragen, was wir davon halten, solltest du mal lieber erläutern wie du zu dieser Zusammenstellung gekommen bist und wie du zu den einzelnen Positionen stehst? --> Ok anhand der Aktien wie folgt:
  • AXA S.A. INH.     -->war damals günstig / wollte Versicherer ins Depot zur Diversifikation 855705 Aktie
    BASF SE NA O.N.  -->  zur Diversifikation / finde die Unternehmensführung gut
    BASF11 Aktie
    DAIMLER AG NA O.N. -->  bin am überlegen das raus zuwerfen 710000 Aktie
    DEUTSCHE POST AG NA O.N.  --> Post geht immer / damals günstig --> Dividende 555200 Aktie
    DT.TELEKOM AG NA --> Telekom geht immer / damals günstig --> Dividende 555750 Aktie
    FRESENIUS SE+CO.KGAA O.N. --> relativ neu  und gut gekauft , Krankheit wird es immer geben 578560 Aktie
    GENL EL. CO.      DL -,06 -->  bin am überlegen das raus zuwerfen 851144 Aktie
    K+S AG NA O.N. -->  bin am überlegen das raus zuwerfen KSAG88 Aktie
    KRONES AG O.N. --> relativ neu  und gut gekauft , AbfüllAnlagenbauer
    633500 Aktie
    TUI AG NA O.N. --> Dachte das wird in Zukunft mehr gehen, da die Menschen älter werden und mehr reisen TUAG00 Aktie
    WABTEC CORP.       DL-,01  --> Durch Aktienspilt GE erhalten
  • Wie man unschwer erkennen kann liegt mein Fokus hier auf jährlicher Auszahlung (Dividende)
  • Warum gibt es so viele ähnliche ETFs?  --> Dies ist dadurch entstanden, das ich frühere ETF Sparpläne auf ein neues Depot übertragen habe, da ich die Bank gewechselt hatte. Leider konnte die neue Bank diese unterschiedlichen Positionen nicht immer zusammenfassen. Auch spielt eine Rolle, das ETF mit den Jahren immer güsntiger wurden und eine neue "Klasse" auf den Markt kam, die das gleiche beinhaltet aber günstiger war, Wechsel von SWAP ETF auf physi. replizierende, wobei ich dann die SWAPS nichts verkauft habe. 
  • Wie ist die Größe der einzelnen Positionen? --> Unterschiedliche Größen pro Position so  3k - 12 k , ich glaube das du dich gut auskennst, vielleicht kann man sich mal telefonisch austauschen?
  • Aktien meiner Ansicht nach sehr D-lastig --> ja genau, wenn man mit Aktien anfängt ist es oft im Heimatland was man kennt.
  • Sparpläne auf Einzelaktien halte ich für quatsch. Wieso genau diese 3 Aktien? --> Der Sparplan auf diese 3 Einzelaktien deshalb weil diese Aktien gerade hoch im Kurs stehen, falls Rücksetzer nach unten ergeben nehme ich diese mit dem Sparplan mit. An dem Betrag bin ich mir noch unsicher , habe darüber nachgedacht diesen auf 250€ zu ändern monatlich und mal 3 Jahre lang zu besparen. Ich will jetzt nicht einen hohen Betrag auf diese Aktien setzten und nächstes Jahr gibt es die Rezession :/ Grund für diese drei Aktien: Krisensicherer da Verbrauchsgüter / Konsum

Hallo,

danke für dein Vertrauen. Aber telefonischen Austausch mache ich leider nicht. Direkte Empfehlungen gebe ich eigentlich niemand, den ich nicht sehr, sehr gut kenne.

Mit EM meinst du wahrscheinlich Edelmetalle. Finde ich von der Position viel zu groß.

Anzahl der ETFs finde ich zu viel. Da verliert man die Übersicht. 4-6 müssen reichen.

Die Argumentation deiner Aktien ist ziemlich schwach. Beispiel TUI: das würde  ja dann auch für Thomas Cook gelten, die sind aber gerade pleite gegangen. Wenn du dich damit nicht wirklich beschäftigst, würde ich Einzelaktien auf Dauer sein lassen.

Zu den Aktiensparplänen: wenn du meinst, dass die hoch stehen, würde ich die überhaupt nicht kaufen. Wenn du die kaufen willst und davon überzeugt bist, kannst du auch eine ordentliche Position kaufen. Ich glaube aber, du kannst es nicht einschätzen...und das ist der Grund für die Sparpläne.

Auch Verbrauchsgüter / Konsum sind nicht krisensicher. Sieh dir mal Kraft Food an. Da kannst du sehen, wie krisensicher die sind. Wie für alle Aktien gilt auch hier: du musst das Unternehmen verstehen und dann entscheiden, ob du investieren willst.

ok mit der Antwort kann ich allerdings jetzt nur bedingt was anfangen, ja ich sehe das Argument ein mit den drei Aktien im Sparplan, habe diese wieder rausgenommen und dafür den MSCI World weiter aufgestockt.

Mein eigendliches Problem ist eher ich weiss aktuell keine gute Investitionsmöglichkeit , deshlab viel in das EM und die Sparpläne.

Immobilen habe wir gerade eine geschenkt bekommen mit 3 ME, die sind wir am renovieren, aber eigendlcih halte ich von immos nicht viel zu viel gebundenes Kapital und zu wenige Rendite.

BG,

Zitat von SX15bereitsvergeben-Frechheit am 10. Dezember 2019, 21:21 Uhr

Immobilen habe wir gerade eine geschenkt bekommen mit 3 ME, die sind wir am renovieren, aber eigendlcih halte ich von immos nicht viel zu viel gebundenes Kapital und zu wenige Rendite.

BG,

Welches Kapital ist "gebunden", wenn Du die Immo geschenkt bekommst? Doch nur das geschenkte. Gut - wenn die Renovierungskosten den Wert der Immo übersteigen, sollte man mal einen Taschenrechner bemühen, aber wenn ihr eh gerade in der Renovierung steckt, ist die Entscheidung ja schon gefallen. Wenn die nicht grundsätzlich verkehrt war, ist die Rendite von Anfang an ok, weil Du (bis auf Renovierung) keinen "eigenen" Kapitaleinsatz hast.

Ja - Opportunitätskosten in Form von Aktienpaket kann/muss man dagegen rechnen. Ob das aber noch einen praktischen aktuellen Nutzen hat, hängt davon ab, ob Du aus dem Invest überhaupt noch kurzfristig aussteigen könntest.

Alternativ kannst Du genauso gut Dein EK jährlich um 10% des Immowerts gedanklich linear steigern, Dir die reale EK-Rendite (dann incl. Renovierungskosten) ausrechnen und ... nach 10 Jahren ... entscheiden, ob die Rendite immer noch ok ist oder ob man dann etwaig steuerfrei veräußert.

 

Zitat von SX15bereitsvergeben-Frechheit am 10. Dezember 2019, 21:21 Uhr

Mein eigendliches Problem ist eher ich weiss aktuell keine gute Investitionsmöglichkeit , deshlab viel in das EM und die Sparpläne.

 

Da bist du nicht der einzige:

  • Anleihen kannst du zur Zeit vergessen
  • Immobilien sind schon sehr hoch bewertet
  • Aktienmarkt läuft schon seit Jahren gut

Besondere Tipps gibt es da keine mehr. ETF Sparpläne laufen lassen und ein bisschen Cash anhäufen kann auch nicht schaden.

Und wie gesagt, Einzelasset oder Depotbetrachtung alleine bringt nichts. Man muß immer die Gesamtsituation einschätzen (geschenkte Immobile etc.)

Lieber SX15bereitsvergeben Frechheit,

eine Bewertung vorzunehmen ist schwierig, da ich Deinen Hintergrund in Bezug auf die Analyse von Aktien nicht kenne.

Die grundsätzliche Entscheidung, statt einer Einzeltitelauswahl (wenn man zu wenig Wissen für eine qualifizierte Einzeltitelauswahl hat) Indexpapiere, die durch reale Aktien gedeckt sein sollten und nicht virtuell konstruiert sein sollten, vorzuziehen, ist richtig. Auf welche Indizes dabei gesetzt wird, ist wiederum Geschmacksfrage, wenn die Grundgesamtheit des Index breit genug ist. Also Weltindex paßt, US-Index paßt, Europa-Index geht, Emerging-Market-Index geht. Grundsätzlich laufen Medium/Small-Cap Unternehmen besser als Large Cap Unternehmen.

Traut man sich zu, Einzeltitel auszuwählen, so kann man sich auch auf wenige Titel beschränken, wenn man in der Lage ist, diese qualifiziert zu beurteilen. Nach Warren Buffet ist dies sogar unabdingbar um überdurchschnittliche Renditen zu erzielen unter folgenden Voraussetzungen:

  • Versteht man das Geschäftsmodell (befindet man sich im Circle of competence)?
  • Ist man in der Lage Unternehmensbewertungen vorzunehmen, die den intrinsischen Wert etwa treffen und kauft die Aktien mit einem ausreichenden Sicherheitsabschlag ein?
  • Ist die Aktie und das dahinter stehende Unternehmen mit folgenden Eigenschaften gesegnet:
    • Das Management und die Ankerinvestoren denken langfristig
    • Das Management ist integer
    • Das Management versucht mit allen Stakeholdern vernünftig umzugehen und
    • Das Management versteht zwar Geld zu verdienen, ist liebt aber das, wofür das Unternehmen steht. Das Geld verdienen ist nur nachgelagert.
  • Ist das Unternehmen mit einem Wettbewerbsvorteil ausgestattet, der stetig ausgebaut wird?
  • Hat das Unternehmen ein großartiges Geschäftsmodell?
  • Würde man das Unternehmen und damit die Aktien auch kaufen, wenn die Börse sagen wir mal für 10 oder 30 Jahre ausgesetzt wird und ein Verkauf der Aktien nicht möglich ist?

Unternehmen, die dies alles erfüllen gibt es nur wenige. Deshalb macht es Sinn, sich auf die überzeugenden Ideen zu konzentrieren und deshalb auch nur wenige Aktien.

Die Titel, die Du gekauft hast, fallen alle nicht in meinen Circel of competence. Ich traue mir einfach nicht zu, die Geschäftsmodelle vernünftig zu bewerten. Die einzige Ausnahme ist für mich Daimler. (Ich hatte selbst lange BMW in meinem Depot.)

Ich habe BMW Daimler vorgezogen, da ich die Integrität von den Ankerinvestoren von BMW (die Familie Quandt/Klatten) meinte gut beurteilen zu können. Vor diesem Hintergrund habe ich BMW Daimler vorgezogen. Als ich hörte, dass in Bezug auf autonomes Fahren und Mobilitätsdienste Daimler und BMW zusammen gehen, habe ich BMW verkauft. Ich fürchte, dass die beiden gemeinsam (ein Konzern allein ist schon langsam, die Kooperation von 2 Konzernen ist meist ein Alptraum), gegen die Agilität von Waymo, der Tochtergesellschaft von Alphabet, beim autonomen Fahren schlechte Chancen haben:

Das Risiko, das BMW oder Daimler seine jetzige starke Stellung im Markt verliert, war mir zu hoch. (Das Kriterium, würde ich BMW behalten, wenn ich es 30 Jahre nicht verkaufen könnte, war nicht mehr erfüllt.)

Ich hoffe, das hat etwas geholfen.

Liebe Grüße

André

 

 

 

Hallo SX15bereitsvergeben-Frechheit,

ich bin seit 2013 aktiv an den Märkten tätig und bau derzeit auch ein Depot mit einzelnen Titels auf. Daher erlaube mir meine Gedankengänge dazu.

Falls es dir bei Aktien um Stockpicking geht und du damit überzeugst bist aller Warren Buffet den Markt zu schlagen, kannst du zB nach einem Value Ansatz dir 2,3,4 oder auch 11 Titel rauspicken. Nach deinen Begründungen schlussfolgere ich aber, dass du nicht mit viel Wissen sondern eher oberflächlich an Aktien herangehst ("krankheiten gibt es immer", "Menschen reisen bestimmt künftig mehr"). Je weniger du dich mit einzelnen Aktien beschäftigen willst, desto mehr spricht dafür das Depot breiter aufzustellen. Ich würde mehr als 11 Aktien anpeilen oder es sein lassen.

Du sprichst einerseits davon, dass du langfristiger Anleger sein willst. Auf der anderen Seite willst du aber jetzt schon wider Titel rauswerfen. Ich schilder dir meine Erfahrung:

  1. Aktien gekauft, weil sie mir "gefielen". Vor allem aus der Gesundheitsbranche und Unterhaltung.
  2. Nach einem Jahr mit den meisten Titeln im Minus gewesen, keine Lust mehr gehabt, verkauft

Du kaufst den halben DAX, bereits dich also auf genau sowas vor, dass ALLE deine Aktien mal 1-2 Jahre GLEICHZEITIG richtig mies performen können. Das ist eine hohe Volatilität ohne dass sie dir mehr Rendite einbringt.

Gleichwohl Vorsicht bei einigen ausländischen Aktien. AXA ist ein französisches Unternehmen. Meines Wissens musst du die Quellsteuer in Frankreich manuell zurückfordern. Ein Grund für mich manche Länder zu meiden.

Du hast sehr viele ETFs und die Titel darin überschneiden sich vielfach. In einem MSCI World sind teils die gleichen Aktien wie in manchem  Dividenden ETFs. Die einfachste Lösung ist meist ein MSCI World und ein MSCI EM. Wer mehr ETFs will, sollte überlegen ob dies wirklich eine weitere Diversifikation ist. Frontier Markets wäre zb eine weitere.

Du sprichst von 3.000-12.000 € je Position. Ich tippe mal ein Gesamtdepot was dann irgendwo bei 100.000 € liegt. Die genaue Depotsumme musst du natürlich nicht nennen. Eine prozentuale Aufteilung oder eine Zielgewichtung wäre aber sinnvoll. Z.B. 50% in ETFs, 40% in einzelne Aktien und 10% Cash.

Ich stelle auch mal die Frage in den Raum, ob du wirklich 100% Aktienquote willst (die du offenbar zu haben scheinst). Es gibt vermutlich kein denkbares Depot, welches schlimmere Kurseinbrüche verkraften muss als eines mit 100% Aktien und dann auch noch einzelner Aktien, die sich nur auf ein einzelnes Land konzentrieren. Geht der nächste Crash von Deutschland aus, ist vielleicht 80% deines Depots "weg".