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Noch im Hamsterrad 😉

Hallo die Runde,

nette Idee, hier ein Forum ins Leben zu rufen um über diverse Ideen, Gedanken usw. vieler ähnlich Denkender neue Inputs zu bekommen.

Zu mir, ich werde in 4 Monaten 52, verheiratet und einen Sohn. Ich bin im Verkauf im Großhandel tätig und mir macht arbeiten an sich Spaß. Allerdings immer weniger im starren Angestelltenverhältnis. So versuche ich über verschiedene Wege, meinem Ziel, mit 60 das Dienstverhältnis zu beenden, näher zu kommen.

Da ich früher sehr viele Hobbys hatte, mich für Dinge sehr schnell begeistern konnte, habe ich in den letzten 30 Jahren viel Geld dafür ausgegeben. Erst das Buch "Rich Dad, poor Dad" von Robert Kiyosaki und weitere Literatur oder auch diese Seite haben mir die Augen geöffnet, dass ich sehr viele Verbindlichkeiten hatte und ein Hobby mehr Geld als das andere gekostet hat und nur kurze Befriedigung bedeutet. Es war dann echt schon ein richtiger Freizeitstress, viele Dinge in viel zu wenig Zeit machen zu wollen.

Für dieses geänderte Mindset bietet das Internet heute durch unzählige Blogs und Seiten so immens viele Infos, dass mein Hauptproblem nach wie vor ein Zeitproblem ist da mein Interesse in den verschiedensten Finanzgebieten sehr groß ist.

So, genug geschrieben, ich freue mich auf einen regen Austausch zu verschiedenen Themengebieten hier im neuen Forum.

 

Liebe Grüße,

Andreas

Hallo Andreas,

Hast du durch das Buch schon Dinge verändert? Planst du deinen Ruhestand ab 60 zum Teil von Kapitalerträgen zu bestreiten?

 

Viele Grüße aus dem Hamsterrad

Schwaberle

Hallo Schwaberle,

wie schon geschrieben hat das Buch viel bei mir und mit mir verändert. Mir ist zum ersten Mal bewusst geworden, dass die meisten meiner Hobbys nur Kosten und Verbindlichkeiten darstellen. So hat z.Bsp. ein Oldtimer beim Verkauf im ersten Augenblick nach einem Geschäft ausgesehen aber ehrlich betrachtet, hat er deutlich mehr Kosten verursacht als der Verkauf Gewinn gebracht hat. War aber auch leider kein 911er Porsche, wo es etwas anderst ausgesehen hätte.

Das Buch hat mich jedenfalls vor dem kurz bevorstehenden Sportwagenkauf bewahrt. Ein paar Tage im Jahr Spaß für viel Geld (=Verbindlichkeiten).

Die beschriebene Vorgehensweise betreffend Immos ist in Österreich aus steuerlichen Gründen leider nicht umsetzbar. Der Markt in guten Nachfragegegenden ist seit ein paar Jahren massiv überzogen, wenn nicht schon am Höhepunkt. Ein großteils fremdfinanzierter Kauf würde mir keinen ruhigen Schlaf bringen. Habe hiezu Thomas Knedels Immobuch und Alex Fischers Blogs und ebenfalls sein Buch gelesen (ist zu 2 Drittel aber ein Mindset Buch).

Kiyosakys Buch ließ mich allerdings aufwachen, mich aktiv um die Finanzen zu kümmern. In meinem bisherigen Arbeitsleben bekam man noch das Sicherheitsgefühl der sicheren Rente vermittelt - der Staat lässt dich schon nicht im Stich.

Davon bin ich mittlerweile gar nicht mehr überzeugt. Rente ja, deren Höhe allerdings sehr unsicher und rein rechnerisch kanns nur noch bergab gehen. Das Buch war der Startschuß, loszulegen und so habe ich mich intensivst in folgenden Themen eingelesen und dann bis auf FBA und Immokäufe losgelegt. Diese sind unter anderem  p2p Kredite, Kryptowährungen, Forex Handel, Wechsel von aktiven Fonds zu ETF Sparplänen, FBA (Fullfillment by Amazon), physische Rohstoffe und derzeit der Aufbau eines Aktiendepots mit Dividendenzahlern (auch wenn Dividendenwerte von unserem Oberfrugalisten Oliver kritisch bzw. negativ gesehen werden).

Um deine 2 Frage zu beantworten, mein Plan sieht so aus, den Großteil des Bedarfs nach Ende des Angestelltenverhältnisses selbst zu generieren.

Als Ruhestand würde ich es aber nicht bezeichnen, sondern eher als neue Selbständigkeit. Sprich mit meiner gewonnen Zeit neue Einkommensströme genieren, welche bei freier Zeiteinteilung ohne Druck und Verpfichtungen gegenüber einem Chef umgesetzt werden. Das macht mir nämlich echt Spaß und schmeckt so überhaupt nicht nach Arbeit.

Durch diese Seite habe ich auch einen neuen Minimalismus entdeckt was eine derzeitige Sparrate von 70% und laufende Verkäufe nicht mehr genutzer Dinge zur Folge hat. Kann ganz schön befreiend sein, wenn der ganze Kram langsam weniger wird. Hier zeigt sich auch, dass schnell etwas gekauft ist und nur mühsam wieder verkauft werden kann. Nicht umsonst wird hier in diversen Beiträgen darauf hingewiesen, vor dem Kauf zumindest ein paar Tage darüber nachzudenken statt Impulskäufe zu tätigen.

Liebe Grüße,

Andreas