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Neid?

Hallo liebe Mitmenschen,

ich habe ein etwas doofes Thema - zumindest für mich, weil ich irgendwie sehr emotional bin und mir auch Dinge zu Herzen nehme. Ich habe mein finanzielles Polster inzwischen so gut gefüllt, dass ich meinen Job gekündigt habe. Aufgrund der Kündigungsfrist arbeite ich aber noch in dem Unternehmen. Leider ist es so, dass meine Kolleg*innen fast ausnahmslos nun schlecht auf mich zu sprechen sind. Klar haben alle gefragt, wo ich denn dann bald arbeiten werde und ich habe geantwortet, dass ich erstmal keine Arbeit annehme und mich mehr meinen Interessen widmen und Verwandte besuchen werde. Vielleicht war das nicht die beste Taktik. Jedenfalls muss ich mir nun den ganzen Tag spitze Kommentare anhören, so dass ich echt froh bin, wenn die Zeit bald rum ist.

Geht es da nur mir so? Ist das der normale Abgang aus einem Unternehmen (bisher habe ich das so nicht erlebt...) oder spricht da einfach der Neid der anderen? Sorry, aber es ist gerade echt zermürbend.

Liebe Grüße
Tantchen

Neid ist eine andere Form von Anerkennung 😀

Ich würde mir so ein Gelabber von anderen nicht zu Herzen nehmen. Du hast denke ich mal nichts falsch gemacht, wenn du nicht gerade damit geprahlt hast oder so. Du wurdest ja gefragt, und hast geantwortet. Wenn man jemand anderen etwas fragt, muss man auch mit den Antworten klar kommen 😀

Und Glückwunsch zur finanziellen Freiheit

Hallo @tantchen, ich würde mir das absolut ignorieren - solche Kommentare können Dir doch am A.... vorbei gehen.

Das ist einfach der Frust der Verbliebenen, welche Dir das "Sabattical" einfach neiden. Wie oft hat man schon gehört "was DU hast" oder sonstige Kommentare - allerdings wissen diejenigen überhaupt nicht, was dahinter steckt. Die wollen einfach in ihrem Trott weitermachen und alle Möglichkeiten auf einem Silbertablett erhalten.

Und wenn Du deine Arbeit weiterhin nach besten Möglichkeiten erledigst - dann ist es wirklich der Neid. Ich schließe mich PanameraFlow an und Beglückwünsche Dich ebenfalls zur finanziellen Freiheit.

Kann mich nur den anderen anschließen. Neid ist auch ein Stück Bewunderung und viele denken sich bestimmt, sie würden das auch gerne so machen können wie du!

Neid ist eine sehr unangenehme Eigenschaft. Im Alter von ca. 30-40 Jahren sollte man seiner eigenen Talente bewusst geworden sein und diese ideal einsetzen können um sich sein Leben so aufbauen zu können wie es einem gefällt. Wenn sich dann jeder seinen Lebenstraum erarbeitet hat gibt es eigentlich keinen Grund mehr den Traum des anderen zu Neiden da man sich ja seinen eigenen aufgebaut hat.
Ein sinnvolle Reaktion deiner Kollegen wäre demnach Anerkennung bespickt mit dem Hinweis: Für mich wäre das zwar nichts aber ich freue mich für dich.
Die von dir beschriebenen Reaktionen sind mehr sehr fremd ich würde da direkt nachhacken was dahinter steckt und wie ich den Leuten helfen könnte das es ihnen auch besser geht. Frag sie doch mal nach ihren Träumen und Wünschen würde mich sehr interessieren.

Ich kenne so ein Verhalte auch. So was kann echt nerven, vor allem, wenn die Kommentare aus der eigenen Verwandtschaft kommen. Im Gegensatz zu Kollegen, weiß die Verwandtschaft, dass wir "anders" leben - so wie sie nie bereit wären zu leben, neiden dann aber die Freiheiten, die wir uns so geschaffen haben.

Die beste Reaktion darauf? Lächeln.

 

"Du musst bereit sein die Dinge zu tun, die andere niemals tun werden, um die Dinge zu haben, die andere niemals haben werden."
-unbekannt-

 

 

Liebe Grüße, Flitzekittel --------------------------------------------- NEU: www.miteigenenhaenden.de - Minimalismus, Selbstversorgung, Konsumreduzierung, Suffizienz, DIY -

Ganz lieben Dank für Eure Antworten und Glückwünsche!!!

Die letzten Tage werde ich jetzt einfach noch durchziehen. Natürlich in bewährter Qualität - da kann ich dann auch nicht aus meiner Haut. Und ja, möglicherweise muss ich es einfach als Kompliment sehen. Interessant ist, dass besonders eine Kollegin mit meinem vorzeitigen Ruhestand zu kämpfen hat, mit der ich neulich noch über Ihre Wünsche für Ihr Leben gesprochen habe und dann nach langem Überlegen ein: "Mein Leben ist perfekt. Ich habe gar keine Wünsche." zurückkam.

Sehr gefreut hat habe ich mich dafür über einen Kollegen, der mir dann gestern Abend noch Sprachnachrichten hinterlassen hat in denen er darum bat, sich mit mir mal in Ruhe zusammen zu setzen, um von meinem Wissen in puncto ETFs zu erfahren. Das war wirklich sehr nett! 🙂

@flitzekittel: Meiner Verwandtschaft (abgesehen von meinen Kindern) habe ich es noch gar nicht gesagt. Da aktuell alle weiter weg wohnen fällt das nicht so auf, wenn ich bald mehr Freizeit habe. Wobei mir auch gerade einfällt, dass ich vor ungefähr zwei Jahren mal meinem Bruder erzählt habe, dass ich bei Betrag X in den Ruhestand gehe. Und ja, auch da war der Kommentar dann eher negativ.

Ich wünsche Euch ein ganz tolles Pfingstwochenende!

Liebe Grüße
Tantchen

 

Zitat von Tantchen am 4. Juni 2022, 13:09 Uhr

Wobei mir auch gerade einfällt, dass ich vor ungefähr zwei Jahren mal meinem Bruder erzählt habe, dass ich bei Betrag X in den Ruhestand gehe. Und ja, auch da war der Kommentar dann eher negativ.

 

Klar, wer will schon nen Faulpelz in der Familie haben. 😉😁

Liebe Grüße, Flitzekittel --------------------------------------------- NEU: www.miteigenenhaenden.de - Minimalismus, Selbstversorgung, Konsumreduzierung, Suffizienz, DIY -

Kommt sicher auf die Leute an und WIE Du es erzählt hast.

Hast Du erzählt, dass Du ein großes Aktiendepot mit Betrag X hast (wie bei Deinem Bruder) und deshalb niemals mehr arbeiten musst oder hast du erzählst dass Du erstmal eine Weile nichts arbeiten willst und vom Ersparten leben wirst?

Ich selbst wäre Dir das schon auch neidisch, aber nicht auf eine bösartige Art.

MfG

Zitat von Tantchen am 3. Juni 2022, 18:18 Uhr

geht es da nur mir so? Ist das der normale Abgang aus einem Unternehmen (bisher habe ich das so nicht erlebt...) oder spricht da einfach der Neid der anderen? Sorry, aber es ist gerade echt zermürbend.

Hat wahrscheinlich nichts mit Neid zu tun, sondern eher damit, dass Du von der Norm abweichst mit Deinem frühzeitigen Ausstieg. Meine Schwester erhielt ein ähnlich negatives Feedback, obwohl sie zuhause einen schwerkranken Mann pflegte und dies immer noch tut. Das war ja auch ihr Hauptgrund.

Liebe Grüße, Laura Maelle

Ich umgehe das indem ich sage: Wir mache jetzt erst einmal ein Jahr lang nichts (reisen durch die Gegend) und dann sehe wir mal. (Das meine ich auch so, was weiß ich wozu ich in einem Jahr Lust habe)

Die Reaktionen sind aber durchweg positiv.

@womofahrer sehe ich auch so. Wichtig ist doch sich frei zu fühlen egal ob man gerade einer Arbeit nachgeht oder nicht. Sich auf Jahre festzulegen nimmt einen ja genau die Freiheit die man eigentlich anstrebt. Wenn es einen Job gibt indem man sich frei fühlt why not?

Die Leute sind neidisch.

Wenn ich irgendwo erzähle, dass ich in Altersteilzeit gehen will - ich stosse überall auf Neid. Die Leute meinen dann immer, ich wollte nicht mehr arbeiten. 🙂 Ich habe schon vor, dann noch zu arbeiten, aber halt was anderes und eben frei zu leben.

Dein finanzielles Polster hast Du ja sicher durch Fleiss, Geschick und vielleicht auch Verzicht auf unnötigen Konsum aufbauen können. Das sehen die Leute oft nicht, die ihr Geld immer fröhlich ausgegeben haben.

Ich wünsche Dir, dass Du die Zeit in der Firma noch gut rumbekommst.

kann susi s. nur vollinhaltlich zustimmen. (sie scheint sehr bodenständig, nicht miesel-süchtig und vor allem glücklich zu sein. meint der vaillant. clever ist sie auch. siehe weiland.)

mich belustigen und erfreuen sämtliche neidattacken dieser neidgenossen. sie tun einfach nur gut. versuch es auch so zu sehen, und du wirst damit bestens fahren, tantchen.

 

Die meisten Kolleg*innen sind nicht nicht deine Freunde, sondern ihr verbringt Zeit miteinander, weil alle dafür bezahlt werden. Du hast zwar nicht genau beschrieben, was eure gemeinsame Tätigkeit ist, dennoch hilft es bei jeder negativen Reaktion sich zu fragen, "warum" reagiert mein Gegenüber so. Vieleicht gehen die Gedanken in die Richtung: "wenn meine Kolleg*in geht, dann mus ich mehr Arbeit machen", "ich mag meine Tätigkeit auch nicht besonders, wieso kann ich nicht gehen?", "ich stelle hier einen Unterschied fest, bei dem ich selbst schlechter abschneide, (finanzielle Sicherheit) und damit ich fühle mich nicht gut"

Woher kommt ein herabsetzenden Spruch? Er lindert meist die eigene Unzufriedenheit - sozusagen als Übersprungshandlung - wenn man sich selbst sonst etwas unangenehmes eingestehen muss.

Ich möchte mit meiner Antwort ein solches Verhalten nicht in Schutz nehmen. Mir persönlich hilft es aber, wenn ich mir kurz zum "Warum" Gedanken mache...ob das ein nachvollziehbarer Grund ist mit dem ich mitfühlen kann, oder (und diese Fälle gibt es natürlich auch) ob mein Gegenüber einfach ein A* ist. Das klang bei deiner Frage aber nicht so.