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Monatliche Ausschütter

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Von deutschen und allgemeiner mitteleuropäischen Aktien ist man ja gewohnt: einmal im Jahr ist HV (sehr häufig April/Mai), da wird u.a. die Dividende beschlossen und in den nächsten paar Börsentagen auch überwiesen. "Geburtstag" ist eben einmal im Jahr.

Bei US- und GB-Aktien ist das oft quartalsweise, seltener halbjährlich. Passt ja auch zu Quartalsberichten.

Und schließlich gibt es noch einige "Extremisten", die monatlich ausschütten. Hat auch seine Logik: Mieten werden monatlich gezahlt, Einkommen/Renten auch. Rechnerisch ist natürlich 1/12*12 = 1, ausser.. wenn Währungskurse schwanken. Bei z.B. US-Papieren bekommt man das zum tagesaktuellen EUR/USD Kurs umgerechnet. Ob das was wert ist, bleibt abzuwarten, es ist aber eine mildere Form von "cost averaging" wie etwa bei monatlichen Sparplänen. Und man bekommt in Monatsfrist mit, ob die ausschüttende Firma etwa Probleme hat und die Dividende darum kürzt/aussetzt...

Ich finde das Konzept vorläufig sehr sympathisch. Und habe darum aktuell 4 Aktien (US-REITs) und 2 ETFs (heute neu gekauft: A0NECU EM Bonds USD)  im Depot, die monatlich ausschütten. "Kleinvieh macht auch Mist" 🙂 Und jeder "Wertpapierertrag" in der Postbox gibt einem Anfänger ja ein kleines Erfolgserlebnis...

Warnung: der Onlinebroker sollte allerdings keine Gebühren auf Dividenden erheben (onvista-bank macht das nicht, aber bei anderen glaube ich das gesehen zu haben). Sonst ist die monatliche Handvoll Dollars/Euros schnell entwertet, denn Quellensteuer/KESt usw. fallen ja auch noch an...

Heute habe ich entdeckt, dass die A0X8Y3 Main Street Capital sogar 14x im Jahr ausschüttet - ausser den monatlichen Dividenden gibt es in Juni bzw. Juli und Dezember noch je eine Sonderausschüttung (um 2 Wochen versetzt), die rund 45% höher ist als die reguläre Dividende. Erinnert mich stark an Urlaubs- bzw. Weihnachtsgeld oder das österreichische Pensionssystem (zahlen auch 14x/Jahr). Charmante Idee 🙂

Auf https://ir.mainstcapital.com/dividends ist dokumentiert, dass die das seit 2013 so machen.

In Zahlen 2018: reguläre Dividende $0.19, Sonderdividende $0.275. Meine 32 Stk. hatte ich bei 30.71€ gekauft. Knifflig zu rechnen, aber 2017 haben sie gesamt $2.785 pro Stk. ausgezahlt, bei EUR/USD 1.18 wären das 2.36€, macht eine Div.rendite von 7.7%.

Noch ein "14-Ender": A0KES9 Gladstone Investment "GAIN" (da sind die Urlaubs- und Weihnachtsdividenden aber etwas geringer als die normalen monatlichen - centgenau dokumentiert auf https://www.nasdaq.com/de/symbol/gain/dividend-history ). Die Div.rendite ist ganz ordentlich mit 6.76% - aber 797937 Gladstone Capital "GLAD" aus gleichem Hause bringt 9.17%, wenn auch "nur" 12x jährlich.

Ein Zusatznutzen von Monatsausschüttern ist mir heute eingefallen: der Zinseszinseffekt ist stärker bei kürzeren Zinsintervallen. Sagen wir, ein mitteleuropäisches Aktienpäckchen A zahlt 1x jährlich 120€ Dividende (typisch im April oder Mai), ein Monatszahler B 12x jährlich je 10€. Rechnerisch vergleichbar, aber bei B hat man die anteilige Knete bis zu 11 Monate früher und kann sie reinvestieren.

Bei 10€ ist das natürlich Wahnsinn, von den Gebühren her, aber sagen wir: netto 6% Div.rendite (also 0.5%/mo) auf ein 100k-Päckchen (Paket, eher) B, wirft monatlich 500€ ab. Wenn man damit bei gleichgebliebenem Kurs B nachkauft, hat man 100.5k, im nächsten Monat gibt es 502.50€ Nettodividende, und so weiter.

Disclaimer: ich habe natürlich kein 100k-Paket von irgendeiner Aktie, mein größter Posten sind 10k 10j.Bundesanleihen zu 0.5% Kupon. Aber ich arbeite daran... freie Liqui geht derzeit bevorzugt in GLAD, derzeit 4.4k. Andererseits, "Eier.. Korb..": beim nächstenmal vielleicht besser wieder A1JVSL Select Income REIT "SIR" - aktuell 9.08%, zahlt aber nur quartalsweise.

Ich versteh deinen Ansatz nicht. Warum sollte man sich irgendwelche ETF oder Einzelaktien zusammensuchen, die jeden Monat ausschütten? Ob ich jetzt Aktienanteile verkaufe oder eine Dividende erhalte, die den Wert der Aktie reduziert, ist doch völlig egal.

Nur um ein gutes Gefühl zu haben, weil jeden Monat Kleinstbeträge auf meinem Konto eingehen halte ich für nicht rational und falsch.

Das hört sich für mich alles nach einer nicht ausgereiften Asset Allocation an.

Das ist auch keine ausgereifte Asset Allocation (habe ich auch nicht behauptet). Mit Börsenerfahrung seit Februar lerne und experimentiere ich noch sehr viel. Nachdem jetzt 3/4 meiner Altersersparnisse investiert sind, bleibt der Rest erstmal auf Tagesgeld - frisches Geld für neue Invests kommt nur noch aus meiner Sparrate und eben den Ausschüttungen.

Als bisher überzeugter "buy-and-holder" verkaufe ich Wertpapiere eher ungern (habe ich aber auch schon, mit Gewinn, um einen unerwünschten spin-off abzuwehren - und 1 Woche später zu altem Kurs dreifach nachgekauft). Mein "ideales Wertpapier" würde über viele Jahre regelmäßig Dividende (mit der Inflationsrate steigend) zahlen, während der Kurs im Mittel gleich bleibt, bei gewisser Volatilität, damit man in Tiefpunkten nachkaufen kann. Habe ich aber noch nicht gefunden...

Die meisten meiner Aktien und ETFs schütten auch alle 3 oder 6 Monate aus, die 8 Monatszahler machen nicht mal 10% aus.

Du hast in der jetzigen Phase 3/4 deiner Altersersparnisse investiert? Du hast doch noch gar keine Erfahrung an der Börse, wo liegt da der Sinn? Warte bis die Krise kommt. In der aktuellen Marktphase große Beträge zu setzen ist nicht gerade clever.

In einer Krise kann ein Index schon mal ca. 50% einbrechen. Da können einige Einzelaktien auch mal locker 50% bis 90% verlieren und manche erholen sich auch nicht mehr davon. Und so tolle Aktien die hohe Dividenden zahlten, zahlen plötzlich keine Dividenden mehr und schreiben Verluste...

Dass ein Crash kommen kann, war mir schon vor dem Börseneinstieg klar. Durch breite Diversifikation (aktuell 71 Aktien (viele REITs, Postaktien, Versorger), 14 ETFs, etliche Staatsanleihen usw.) versuche ich, einzelne Ausfallrisiken abzufedern. Erfahrungen sammle ich gerade intensiv.

Wegen Buy-and-hold-Strategie kann ich Kurseinbrüche hoffentlich gelassen aussitzen. Zur psychologischen Abhärtung habe ich mir gleich am Anfang 40 Stk. Steinhoff gekauft (Kurs 0.456, also 18.24€), die jetzt um -80% notieren... 🙂

Von dem investierten Geld habe ich mich emotional verabschiedet, es zu einem "Sondervermögen" deklariert, das ich nach Kräften mehren will, langfristig aber nicht brauche. Aber mit einem regelmäßigen Strom von Dividenden (auch wenn der im Crash verzögert ebenso zurückgehen wird) kann ich alle 1..2 Monate nachjustieren. "Wenn das Blut in den Straßen fließt"...

Ich bin gespannt, wie das alles wird.

Ich haben ein Posten Prospect Capital (WKN: A0B746 ) im Depot, die zahlen monatlich Dividenden (und das in einer Höhe, die zu schön klingt, um wahr zu sein). Die Ausschüttungen werden dann monatlich zusammen mit frischem Kapital im Sparplan reinvestiert (in ETFs). Ich erwarte keine Wunder, was den Aktienkurs angeht, aber als Beimischung im Depot macht der Posten bislang Spass.

Allerdings zeigt https://seekingalpha.com/symbol/PSEC/dividends/history , dass die Dividende seit 2015 schon 2x gesenkt wurde, von $0.11 auf $0.07... Die andere Richtung wäre mir lieber 🙂

Das Investieren in amerikanischen REITs oder BDCs von einem deutschen Depot ist nach meiner Erfahrung etwas unschön. Es kommt hier mit schöner Regelmäßigkeit zu zahlreichen Korrekturbuchungen aus steuerlichen Gründen, teilweise im Centbereich und Monate später, was nur sehr mühsam in der eigenen Dokumentation nachzuziehen ist. Weiterhin sind aufgrund der geringen Handelsmengen die Spreads an deutschen Handelsplätzen extrem groß und damit die Kaufkurse oft überteuert. Alternativ kann man, je nach Broker, auch direkt in den USA handeln, wobei die Gebühren da meist nicht sehr attraktiv sind.

Nach einigen Jahren bin ich dazu übergegangen, derartige Titel direkt in den USA zu handeln, d.h. mit dortigem Depot. Inzwischen aber vorzugsweise als ETF (z.B. iShares REM) oder teilweise auch als ETN. Bitte auch bedenken, dass insbesondere REITs (z.B. AGNC, NLY, GLAD, usw.) auch sehr stark an der amerikanischen Politik und Zinsentwicklung hängen.

Gruß Conway

Bei der onvista-bank habe ich noch keine Probleme mit US-Aktien erlebt. Den REM habe ich auch in der Sammlung. Direkt bei der Nasdaq gekauft habe ich nur 1 Papier: Select Income REIT ($SIR). 12.50€ Spesen statt 6.50€ im Inland, sonst ok.

Hin- und Her-buchungen von 1 Cent gab es gelegentlich bei Sparplänen, wo es selbst bei 1/10000-Stückelung wohl Rundungsprobleme gab, dass statt 200€ 200.01 abgerechnet wurde, aber am Tag drauf war es wieder glattgezogen.

Ein Steuerproblem gab es einmal bei einer luxemburgischen Dividende (Aroundtown), die nach inländischen Regeln besteuert wurde. Ein paar Tage drauf kam eine Korrekturbuchung, rein dt. Steuern zurück, dann Abzug von LU-Quellensteuer von 15%, KESt+Soli auf 10%... am Ende war es 0.31€ günstiger als die Inlandsabhandlung... 🙂

 

http://www.intelligent-investieren.net

Schaut euch mal sein Dividenden-Depot an, da findet ihr einige eurer Aktien wieder.

Ich hatte mir auch einige Monats- und Quartalszahler ins Depot und in die Depots der Kinder gelegt, die Zahlungseingänge gefallen mir einfach.  Zuletzt hatte ich mir VGR gegönnt, mir gefällt die Vorstellung mit amerikanischen Supermarktziggaretten Geld zu verdienen.

Gefallen tut mir auch RZ8G, so fliesst mal wieder ein bisschen Geld von Rumänien zurück nach Deutschland.  Und Gas wird immer gebraucht.

Im Depot verbleiben dauerhaft nur noch Dividendenzahler, der Rest fliegt nach und nach raus.  Solange die Dividende nicht gekürzt wird, ist mir dann auch ein Crash egal. Habe jetzt schon zwei erlebt, nicht wirklich schön.

Bin jetzt bei 5300€ Dividenden im Jahr, Ziel langfristig ist 30000€ jährlich. Hoffe dies in den nächsten 15 Jahren erreichen zu können. Vielleicht habe ich auch Glück und meine verbliebenden Zockerpapiere (Technologie, Abfindunsspekulation, etc.) entwickeln sich doch noch so gut,  dass es deutlich schneller geht.

 

@Paul74, 9.12.2018

Ich möchte Ihrer Sichtweise an dieser Stelle einen zentralen Punkt einer erfolgreichen Dividendenstrategie hinzufügen. Dieser Punkt betrifft ihre Aussage "...solange die Dividende nicht gekürzt wird ist mir ein crash egal". Warum sich mit so wenig zufrieden geben? Warum  nicht: Egal ob die Börse gut oder schlecht läuft, Hauptsache ich bekomme jedes Jahr mehr Dividende? Hinzu kommt bei Dividendensteigerungstiteln meist ein relativ konstant steigender Aktienkurs.

Wir haben es mit grundsätzlich vier verschiedenen Aktienkategorien zu tun:

1.) Companies die im Aufbau begriffen sind. Haben oft hohe Vorschusslorbeeren, sind seit wenigen Jahren an der Börse, verdienen kaum Geld, haben aber angeblich eine große Zukunft: Totalverlust nicht ausgeschlossen. 9 von 10 dieser Titel sind langfristig Schrott, einige jedoch die Überflieger! Schön, wenn Sie einen der Überflieger ganz früh gekauft haben... dann haben Sie heute ausgesorgt: Amazon, Google, usw. Hingegen blöd wenn Sie wahrscheinlich auf die falschen Pferde gesetz haben damals; MP3.com, Baan, Affymetrix, usw. denn leider waren die gegenüber Titeln wie Amazon deutlich in der Überzahl.

2.) Wachsende Marktführer mit stabiler Gewinnentwicklung und nachhaltiger Dividendenzahlung; z.B. Medtronic, Walgreens, Reckitt,...

3.) Zykliker mit halbwegs konstanten (oft hohen) Dividenden, gleichwohl unregelmäßigen Gewinne; Daimler, VW, Dt. Telekom, Telefonica .... und weitere oft als gute Dividenenzahler bekannte Aktien.

4.) Hoffnungswerte und Turn Around Kandidaten , die oft von selbsternannten Börsenprofis als heiße Tipps gehandelt werden. Commerzbank, Barrick Gold....

Während Kategorien 1, 3 und 4 Glücksspiel sind oder und somit für mein sauer verdientes Geld nicht in Frage kommen empfehle ich einen genaueren Blick auf Kategorie 2:

Hier würde ich eine weitere Unterteilung machen in A und B

A: Konstante, weitgehend stabile Werte und auch Firmen, die versuchen über ständige hohe Ausschüttungen bzw. Ausschüttungsquoten Ihre Aktionäre bei Laune zu halten, gleichwohl das organische Wachstum ggf. nicht mehr so toll ist. Beispiele wären "alte Pharmawerte" wie Novartis, Pfizer, oder derzeit Ölwerte oder langsam wachsende Spezialindustrie wie AirLiquide, BASF,. Die sind nicht schlecht, da habe ich auch Einiges im eigenen Depot. Oft eine Kursabsicherung nach unten. Die schütten oft deutlich mehr als 50 % Ihres Gewinnes als Dividende aus.

B: Konstant wachsende Werte, die (meist) nur bis zu 50 % Ihres Gewinnes als Dividende ausschütten, Ihr Geld ins eigene Wachstum investieren und viel Forschung machen oder Firmen zukaufen. Dabei zeigen sie dauerhaft ein hohes Maß an Dividenden- und Kursdynamik. Und auch (hoffentlich) zukünftig zeigen werden. Die schaffen das seit vielen Jahren, oft Jahrzehnten. (--> Würde ich jetzt einen Aktienbrief vertreiben würde ich die Namen nur gegen eine Mitgliedschaft oder Abo rausrücken :-).) Diese Wachtsumsperlen (auch wenn sie mal 1 oder 2 schwache Jahre haben)  sind zu identifizieren und als Langfristanlage ins Depot zu legen. Lanfrist heißt: > 20 Jahre. Monatlich schütten die übrigens nicht aus.... ist auch emotionaler Nonsens hier Wert drauf zu legen. Die Titel hatte ich bereits an anderer Stelle genannt, zur Vollständigkeit halber: Stryker, Medtronic, Fresenius, ITW, Danaher, Mcdonalds, Intel.....und noch ca. 20-30 weitere mit ähnlicher Qualität. Ich möchte jedem ans Herz legen sich nicht von den oft hohen Kursen irritieren zu lassen.  Derlei Titel stehen meist sehr hoch und haben nur eine geringe (aktuelle) Dividendenrendite. Wenn ich jedoch rel. sicher sein kann, dass die jedes Jahr steigt...lohnt der Einstieg immer. Meine Top Performer in dieser Kategorie bezahlen mir mittlerweile (nach 10-15 Jahren Haltezeit!!) eine Dividende von 10-20 %/a bezogen auf mein damals eingesetztes Kapital. Gleichwohl auf Basis aktuellem Kurs nur 1-2 %! Ich wäre bescheuert, die jetzt zu verkaufen ,weil die Telekom doch derzeit schon stets 4 % ausschüttet! Die Kursentwicklung gekoppelt an die Dividenenentwicklung (bzw. andersrum!) sowie ein Blick auf die sogenannte "payout ratio" (also wie viel % des Gewinns werden als Dividende ausgeschüttet) ist der zentrale Betrachtungswinkel!!Übrigens: Auch diese Perlen sind nicht immer rund: Fresenius ist gerade abgestürzt. Ein Kauf! Die Firma macht Gewinn, dauerhaft, nur eben statt vorher 10-15 %/a Wachstum "NUR" noch 5-10%. Eine klare Übertreibung nach unten!

Viel Erfolg wünsche ich und Nerven behalten auch in stürmsichen Phasen!

@Absprung_2020

superschöner Beitrag von Dir, solche Beiträge würde ich mir vermehrt hier wünschen.

Alles Gute

Nachtrag: ein Hauptvorteil von Monatszahlern liegt in der Verstetigung des Ertragsflusses. Mitteleuropäische Aktien zahlen ja meist 1x/Jahr, andere (z.B. GB) 2x/Jahr, US meist 4x/Jahr.

Einige Monate vor der Rente habe ich die Daueraufträge aufs Depotkonto erstmal eingestellt, die ETF-Sparpläne (500€/m0) laufen aber weiter. Und da liefern Monatszahler halt gute "Grundlast", und meine nächsten Nachkäufe sind auch für Monatszahler geplant (ETFs in EM-Staatsanleihen: A0NECU iShares JPM EM Bonds, 5.489% Nettoerträge, A1W95H Pimco EM Local Bonds, 6.242% Nettoerträge). Gefallen mir...

@suchenwi  Meine gesamte Rentenstrategie ist auf Dividendenaktien aufgebaut.  Das Depot wächst, die Dividenden wachsen, alles wächst am Ende. Es gibt keine "Entsparphase", warum sollte ich sowas tun ? Ds wäre ja Kapitalvernichtung, ich weiß ja gar nicht ob ich 80, 90 oder 100 werde.

@freiermensch : eine Entsparphase habe ich nur für den Fall eingeplant, dass ich stationär pflegebedürftig werde - das wird dann verdammt teuer... andernfalls wird zu gegebener Zeit an meine Erbinnen entspart 🙂

Meine "Rentenstrategie" setzt ansonsten vor allem auf die gesetzliche Rente, die ich mit freiwilligen Beiträgen (steuerlich großteils absetzbar)  weiter erhöhe. Was ich sonst "vom Munde abspare", geht auch ins Depot, das sich bis Herbst aber allein von seinen Erträgen weiter ernähren (Sparpläne füttern) soll. Und da tragen die Monatszahler halt zum stetigen Ertragsfluss bei. Ansonsten schaue ich, Aktien, Anleihen, und ETFs auf beide wohl diversifiziert zu halten bzw.  nachzukaufen.

Ein guter Aspekt, das Leben ist nicht endlich. Ich denke junge Sparer habe das noch nicht so im Blick und wollen Wachstumsaktien mit 1000% erwischen. Das ist ihr gutes Recht, sie haben ja noch viel mehr Zeit als ich. Wenn man sonst monatlich Gehalt oder sonstiges Einkommen erhält, dann sind Monatszahler oder vesetzte Quartalszahler eben auch ganz nett, weil die Ausgaben fürs Leben ja auch stetig jeden Monat anfallen.

Ich habe einen  Sparplan doppelt. Die Hälte des Betrages geht zum 1. die andere Hälfte zum 15. in einen ausschüttenden ETF. Irgendwann wird sich auch dieser Sparplan von selbst nähren und ich brauche nichts mehr aus anderen Quellen zugeben.  Bringt immer mehr, wird immer mehr, ohne Stress.

@suchenwi : Ich hatte mir als Beimischung mal ein paar "Main Street Capital" (A0X8Y3) ins Depot gelegt. Ich freue mich jeden Monat über die Ausschüttung und auch sonst ist der Posten mit über 10% gut im Plus. Vielen Dank für den Tipp !

 

@gordon : gern geschehen! Bei mir hat $MAIN seit Kauf um 14.49% zugelegt, was mein Interesse an Nachkauf erstmal bremst...

Schlimmer war es bei Realty Income ($O) und Stag Industrial: da hatte ich wie üblich für knapp 1k (STAG 2k) ein Probepäckchen gekauft und erstmal anderes auf dem Markt angeschaut. Beim nächsten Blick auf deren Kursentwicklung waren sie über 30% gestiegen!

Monatliche Nettodividenden waren aber nur 3.55€ bzw. 7.70€, so kleine Zahlen, dass sie mir schon peinlich waren. Also abgeschätzt, wie viele Jahre Dividenden ein Verkauf zu aktuellen Kursen bringen würde (um die 5), also: verkauft.

Aktuell sind meine besten Monatszahler Oxford Lane Capital ($OXLC), Gladstone Capital ($GLAD), Gladstone Investment ($GAIN), Gladstone Commercial ($GOOD). Eagle Point Capital ($ECC) sollte zu ultimo auch in diese Liga aufschließen... ;^)

Um aber nicht zuviel Übergewicht auf US-BDCs zu legen, stocke ich öfters den A1W95H Pimco EM Local Bonds ETF auf - zahlt auch monatlich, und ist mit Schwellenländer-Staatsanleihen in Landeswährung angenehm divers. Brutto-Ertragsrendite 5.55%.

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