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Kostenlos Handyakku laden

Was haltet ihr von dem Gedanken, sein Handy ausschließlich über eine Solarpowerbank zu laden? Der Anschaffungspreis müsste sich ja ca nach einem Jahr amortisiert haben. Das gilt besonders dann, wenn man den Netzstecker permanent hängen lässt. Hat da jemand Erfahrung? Was sind die Vor- und Nachteile?

Die Powerbank würde ich immer am Fenster lagern. Müsste funktionieren oder?

Ja, dürfte funktionieren.

Wieviel kostet die Solar Powerbank? (24€ sagt Amazon zu mir)

Wie lange hält diese? (Hitze auf der Fensterbank und Akku gehen bei mir im Kopf nur schlecht zusammen)

 

Die Ersparnis vom Ladegerät Standby dürfte bei 1 € pro Jahr liegen. (https://www.techbook.de/mobile/smartphones/darum-sollten-sie-das-ladegeraet-immer-aus-der-steckdose-ziehen)

Bei 10 W und 4 h Laden pro Tag kommen 14,6 kWh zusammen, das sind etwa 7€. Also etwa 3 Jahre ROI. Wäre mir zu unsicher.

Wenn man regelmäßig mit dem Zug fährt könnte man auch dort sein Handy/Powerbank laden.

Ich bezweifele sogar sehr, dass eine Solarpowerbank ausreicht um das Handy geladen zu halten.

Nehmen wir mal den Tag der Tag/Nachtgleiche am 22. September (Herbstanfang). Im Sommer gibt es mehr Sonne (aber auch einen steileren Winkel, daher weniger nutzbar hinter dem Fenster) im Winter viel weniger.
An dem Tag liegt die durchschnittliche Sonneneinstrahlung in Frankfurt bei 0,51 kw pro Quadratmeter zur Mittagszeit.

- Eine Polykristaline Solarzelle hat etwa 15% Wirkungsgrad
- Eine doppelverglaste Fensterscheibe hat einen Lichttransmissionsgrad von max. 80%
- Ich rechne mal mit 4 Stunden direkte Lichteinstrahlung am Tag, was fuer eine Fensterbank schon recht viel waere bei nur 9 Stunden nennenswerten Tageslicht (> 0,1 kw)
- So eine Solarpowerbank hat eine Solarzelle von etwa 100 x 50 mm, also 1/200 Quadratmeter

Bei perfekten Konditionen erreichen die Powerbank an so einem Tag 2,04 Watt Lichtenergie und 8,16 Wh in dem 4 Stunden Zeitfenster. Daraus werden dann 1,22 Wh Strom. Zur Referenz entspricht das im Jahr (*365) dann 446 Wattstunden. Bei einem Strompreis von 30 Cent ist das Strom im Wert von 13,4 Cent im Jahr.

Ein normales Smartphone hat einen Akku von etwa 10 Wh (iphone X z.B. 10,25 Wh). Wenn man den 50% laden muss jeden Tag, dann braucht man leider schon fast viermal so viel Energie (ohne Verluste) wie die Powerbank an einem durchschnittlichen Tag im Idealfall auf der Fensterbank erzeugen kann. Aber auch diese 5 Wh am Tag sind nur 1,9 kWh im Jahr. Centbetraege. Rechnen wir >50% Verluste (dann muesste ein Schnellladegeraet wirklich heiss werden), dann sind das 4 kWh im Jahr. oder knapp 1,20 Euro Strom zum Laden des Smartphone.

Verbrauch des Ladegeraets im Standby:
Kann man einfach ueberpruefen. Wenn das Ladegeraet ohne Nutzung nicht warm wird, dann braucht es auch nicht nennenswert Energie. 1 Watt Verbrauch wuerde ein Handladegeraet schon merkbar warm werden lassen.

Seit dem Jahr 2014 sollten Ladegeräte und andere Netzteile eine EU-Verordnung einhalten. Die schreibt vor, dass Netzteile mit bis zu 51 Watt im Leerlauf nur 0,3 Watt verbrauchen. Ein solches Ladegerät kommt pro Jahr auf 2,4 Kilowattstunden und Kosten von 0,69 Euro (bei 22 Stunden Leerlauf pro Tag).

@tim

Eindeutig die bessere Abschätzung! Habe tatsächlich nicht bedacht wieviel Leistung die Solarzellen bringen.

 

Die Kapazität Deines handyakkus kannst Du idR aus dem datenblatt ablesen, also z.B. 3000mAh.

davon sind nach einer Weilel vielleicht  90% nutzbar, also 2700mAh.

Die Ladespannung beträgt via USB ca. 5V, vereinfacht rechne ich den Verbrauch an Netzteil also mit 5V * 2,7Ah = 13,5Wh

Das netzteil selbst hat vielleicht 10% Verlust, also ab Steckdoese i Beispiel 15Wh.

Angenommen Du lädts Dein Handy 200x im Jahr von 0% auf 100% auf, dann sind das 200x 15Wh = 300Wh oder 0,3kWh

1kWh kostet 30ct, 0,3kWh kosten also 9ct.

Das sind in diesem Beispiel Deine jährlichen Stromkosten fürs Aufladen das Mobiltelefons.

Solares Lades eines Smartphones rechnet sich NIEMALS, egal welches Smartphone egal welches Ladesystem, sofern man auch aus dem Netz laden kann.

Tatsächlich besteht vielmehr die Gefahr, dass das Smartphone dabei (versehentlich) auch eine Weile in der Sonn liegt. dadurch kann sich die Lebensdauer des eingebauten Akkus deutlich verringern.

Beim Stromsparen geht es darum, die großen und miesen Verbraucher zu identifizieren.

Mein dämlicher WLAN Router benötigt ca. 10W. Läuft der 8760h im Jahr durch sind das 87,6kWh und bei 30ct/kWh immerhin 26 Euro pro Jahr. In 10 Jahren kostet der Stromverbrauch des WLAN Routers weitaus mehr als das Gerät selbst.

MfG

 

 

Zitat von Cepha am 23. August 2020, 2:19 Uhr

Mein dämlicher WLAN Router benötigt ca. 10W. Läuft der 8760h im Jahr durch sind das 87,6kWh und bei 30ct/kWh immerhin 26 Euro pro Jahr. In 10 Jahren kostet der Stromverbrauch des WLAN Routers weitaus mehr als das Gerät selbst.

MfG

Man könnte den Router per Zeitschaltuhr begrenzen. Ich persönlich bräuchte ihn wochentags i.d.R. maximal zwischen 16-23h. Aber auch solche Aktionen haben ihren Grenznutzen, man sollte für jeden Aufwand eine Bezahlung für sich selbst einrechnen.

200x15Wh=3000Wh=3kWh

Spannend wie jeder aus ähnlichen Richtungen an das Thema herran geht. Und alle zum Ergebnis kommen das es sich nicht lohnt.

 

90% Wirkungsgrad halte ich für zu hoch.

Wikipedia spuckt das aus:

Wirkungsgrad

Der Wirkungsgrad ist abhängig von der Ausgangsleistung mit einer Formel vorgegeben. In der EU müssen beispielsweise ein Smartphonenetzteil mit 5 V und 1 A mindestens 68 Prozent und Geräte ab 50 Watt mindestens 87 Prozent Wirkungsgrad erreichen; in den USA gelten analog Werte von 74 Prozent und 88 Prozent. Die Netzteile müssen den jeweiligen Wirkungsgrad bei einer Last von 25 %, 50 %, 75 % und 100 % im Mittel einhalten.

Wenn das die gesetzliche Forderung ist würde ich den Wirkungsgrad schon eher bei 80% sehen.

Vielen Dank für die Rechenbeispiele und die nötige Erklärung dazu. Jetzt wurde ich eines Besseren belehrt. Eigetlich schade, habe gedacht durch die ganze Solartechnik lässt sich ein effektiver Nutzen ableiten der sich auch in den Alltag übertragen lässt.

Man kann die Solartechnik schon für sich nutzen @prestige92 . Ein gutes Beispiel finde ich sogenannte "Balkonkraftwerke" oder Mini-Photovoltaikanlagen, die ein monokristallines Solarmodul und einen Wechselrichter mit Verkabelung besitzen. Bei Interesse einfach mal auf YouTube schauen. Diese kleinen Module kann man zur eigenen Stromerzeugung und Einspeisung ins Netz zur Stromkostenreduzierung nutzen. Bei ca. 300 € Anschaffungskosten amortisieren sich die ca. 300WP Anlagen bereits nach 2-4 Jahren, wenn man große Verbraucher mittags bei hoher Sonneneinstrahlung nutzt, wahrscheinlich sogar noch schneller. Eine ordentliche Ausrichtung und Lage vorausgesetzt. Hätte ich mehr Platz auf dem Balkon, würde ich mir so eine Anlage an den Balkon hängen 😉

 

Schaut euch gerne meine neue Website an: https://frugalisten-spartipps.de/

Meinen Handyakku habe ich tatsächlich über ein USB-Solarpanel den Sommer über geladen. Das Panel ist etwa halb so groß wie eine DinA4-Seite und produziert bei optimaler Einstrahlung sogar mehr als ein Smartphone an einem Tag verbraucht. Diese Art von Panels wie ich sie benutze sind eigentlich für unterwegs gedacht (zB für Wanderungen, hinten auf den Rucksack schnallen). Da mein Badezimmerfenster in der Dachschräge ist und nach Süden ausgerichtet, habe ich es mit Gewebeband angeklebt. Ich lade entweder direkt oder mit Ladeverlusten über eine angeschlossene Powerbank.

Das ganze ist jedoch nicht viel mehr als ein netter Spaß. Umgerechnet spare ich im Jahr maximal zwei (!) € habe ich mir einmal ausgerechnet, bei Anschaffungskosten fürs Panel von 15 € und nochmals 15 € für die Powerbank. Zudem löst sich bei 30°C gerne das Gewebeband vom Fenster. Außerdem lässt sich die Powerbank (die meisten Modelle) nicht gleichzeitig laden und entladen. Ansonsten hätte ich auch gerne einen amazon echo dot damit betrieben...

Zitat von Cepha am 23. August 2020

Mein dämlicher WLAN Router benötigt ca. 10W. Läuft der 8760h im Jahr durch sind das 87,6kWh und bei 30ct/kWh immerhin 26 Euro pro Jahr. In 10 Jahren kostet der Stromverbrauch des WLAN Routers weitaus mehr als das Gerät selbst.

MfG

 

 

Ich schalte meinen WLAN Router regelmäßig aus, vor allem nachts oder wenn ich länger (Stunden) aus der Wohnung bin.

Dem Router scheint es nach ca 5 Jahren nicht zu schaden. Meiner Stromrechnung hilft es hoffentlich, und so spooky Themen wie Hackerangriff und Elektrosmog sind auch abgedeckt 😉

Ich bin da immer eher zurückhaltend. Etwas kaufen, um was zu sparen - das muss man dann genau durchrechnen. Eine Solaranlage für den Privatmann ist mit allem Drum und Dran (Installation, Unterhaltung usw.) meist teurer, als das was mal rausholt. Da schaue ich lieber, dass sich wirklich was einspare.

WLAN Router ausschalten gefällt mir!

Wir schalten die Kühlschrank aus, wenn er zu leer ist. (Wir lagern prinzipiell wenig im Kühlschrank. Ist eher Bequemlichkeit, dass der läuft.)
Handy und Powerbank lade ich nach Möglichkeit im Zug oder im Auto.
Laptop lade ich ebenfalls möglichst im Zug.

Liebe Grüße, Flitzekittel --------------------------------------------- NEU: www.miteigenenhaenden.de - Minimalismus, Selbstversorgung, Konsumreduzierung, Suffizienz, DIY -

ich hab mir erst kürzlich "solarzellen" zum handyladen gekauft (ein günstiges Chinateil für 20 Euro, Gewicht gut 200 g), es hat mein 3000mA Akku in einer Stunde um 10% geladen ca., im Sommer rechne ich da mit ca. der 4fachen Geschwindigkeit

der Hintergrund ist,  dass ich gerne Mehrtages Trekkingtouren machen möchte, inkl. Übernachtungen im Freien, wo ich auch vom Strom unabhängig unterwegs sein möchte....

Dann hat das Ding ja auch einen bestimmten Zweck und ist nicht nur zum "Sparen" gekauft.

Liebe Grüße, Flitzekittel --------------------------------------------- NEU: www.miteigenenhaenden.de - Minimalismus, Selbstversorgung, Konsumreduzierung, Suffizienz, DIY -

ja das stimmt, zum Sparen ist das nicht geeignet, wenn man Strom/Energie sparen möchte sollte man z.b. eher auf den Wäschetrockner verzichten oder kalt duschen :mrgreen: