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Habt ihr im Corona Crash den Zeitpunkt genutzt und fleißig nachgekauft?
Verschlafen, ich bräuchte eine Erinnerung
Perfekt nachgekauft, ich bin immer Uptodate

Hallo Zusammen,

ich investiere bereits seit 3 Jahren in ETFs, ganz klassisch 70/30.

Eine Kurze allgemeine Frage an die Community:

der Neue Markt ist damals um 97% gefallen und hat sich bis heute nicht davon erholt (nach >20 Jahren noch -60 % im Tecdax (neuer Name, da alter verbrannt), möchtest du eine app programmieren, die nach 10-20% Korrektur zuverlässig zum Einstieg bläst? Der Eurostoxx ist nach 20 Jahren auch noch 20% im Minus, Nikkei nach 30 Jahren noch 30% (für alle die meinen meinen Aktien steigen nachhaltig immer...)

Manchmal bekomme ich den perfekten Einstiegspunkt hin. Manchmal weniger. Manchmal gar nicht.

Am Ende interessiert mich das weniger:

  • Zu den Zeiten, da ich noch in Fonds mein damaliges Pendant zu ETF's schwerpunktmäßig gekauft habe, habe ich regelmäßig gekauft (ratenweise) und verstärkt gekauft, wenn die Märkte niedrig waren.
  • Heute bin ich vor allen Dingen in Einzelwerten engagiert:
    • Auch jetzt kaufe ich regelmäßig nach und investiere dort, wo aus meiner Sicht Einzelaktien niedrig bewertet sind.
    • In Crash-Zeiten auch von Einzelaktien kaufe ich verstärkt Aktien auch auf Kredit. Sind gewisse Zielkurse erreicht, so verkaufe ich auch Werte, um Kredite wieder zurückzuführen, bin aber immer zu mehr als 100 % investiert, weil ich nach wie vor einen gewissen Leverage habe.
  • So sieht mein "Markettiming" aus.

Das ist so lustig wie alle danach sagen dass es ein guter Einstiegszeitpunkt war

Fakt ist dass man nicht wissen konnte ob es nach den -40% nicht nochmal -40, 50 oder mehr Prozent runter geht. Will mir nicht ausmalen was los gewesen wäre wenn wir eben NICHT so schnelle einen Impfstoff gefunden hätten.

Zitat von Andre am 26. August 2021, 18:30 Uhr
    • In Crash-Zeiten auch von Einzelaktien kaufe ich verstärkt Aktien auch auf Kredit.

Äusserst mutig

Zitat von PanameraFlow am 30. August 2021, 8:51 Uhr

Das ist so lustig wie alle danach sagen dass es ein guter Einstiegszeitpunkt war

Fakt ist dass man nicht wissen konnte ob es nach den -40% nicht nochmal -40, 50 oder mehr Prozent runter geht. Will mir nicht ausmalen was los gewesen wäre wenn wir eben NICHT so schnelle einen Impfstoff gefunden hätten.

Das ist in der Tat so. Man wusste nicht, wie sich der Impfstoff entwickelt, wie sich das Virus entwickelt und dass die Notenbanken so schnell eingreifen.

Ich habe schon überlegt, was ich tue. Einige Aktien habe ich verkauft und mit dem Erlös und dem Restgeld habe ich nachgekauft. Meinen hohen Cash Puffer habe ich nicht angetastet. Auf Kredit kaufe ich sowieso nicht. Klar, hinterher ist es gut gelaufen. Das hätte aber auch gut in die Hose gehen können.

Zitat von PanameraFlow am 30. August 2021, 8:52 Uhr
Zitat von Andre am 26. August 2021, 18:30 Uhr
    • In Crash-Zeiten auch von Einzelaktien kaufe ich verstärkt Aktien auch auf Kredit.

Äusserst mutig

Kommt auf die Betrachtungsweise an:

  • wichtig ist für mich, dass die Kredite so strukturiert sind, dass die kreditgebenden Banken still halten (auch bei starken Marktkorrekturen).
  • Die Kredite müssen darüber hinaus locker aus dem laufenden Einkommen bedient werden können (laufendes Einkommen ist für mich Einkommen aus der beruflichen Tätigkeit.
  • Und ja, ich bin wohl überdurchschnittlich risikofreudig.
  • Die Vorteile meiner Methode sind für mich:
    • ich bin immer zu mindestens 100 % investiert.
    • ich habe das Gefühl, den Markt etwas zu timen, da ich in Zeiten von niedrigen Kursen, die Kreditlinien ausbaue/ausnutze und in Zeiten hoher Kurse verkaufe, um die Kredite zurückzuführen.
    • Das Gefühl des Markettimings wird noch verstärkt, dass ich meine Sparquote aus laufenden Einkommen je nach Kursniveaus entweder zur Kredittilgung oder weiteren Investments oder einer Mischung aus beidem nutze.
Zitat von PanameraFlow am 30. August 2021, 8:51 Uhr

Das ist so lustig wie alle danach sagen dass es ein guter Einstiegszeitpunkt war

Fakt ist dass man nicht wissen konnte ob es nach den -40% nicht nochmal -40, 50 oder mehr Prozent runter geht. Will mir nicht ausmalen was los gewesen wäre wenn wir eben NICHT so schnelle einen Impfstoff gefunden hätten.

Ich habe auf dieses Thema richtiger Einstiegszeitpunkt eine andere Perspektive:

  • Den richtigen Einstiegszeitpunkt bestimme ich wie folgt:
    • normale Sparraten = Kurse zu fairen Bewertungen nach konservativen Maßstäben bei Unternehmen mit sehr guten Geschäftsmodellen und Management = Kauf von diesen Aktien.
    • Käufe auf Kredit = Kursen zu fairer Bewertung (siehe oben) abzüglich Sicherheitsmarge = Kauf von Aktien auf Kredit.
  • Liegen alle Kurse von Aktien, die mich interessieren über den fairen Bewertungen, dann werden die normalen Sparraten für die Kredittilgungen eingesetzt.
  • Liegen Kurse von Aktien deutlich über den fairen Bewertungen, dann (Teil-)Verkäufe dieser Aktien und (teilweise) Verwendung der Erlöse zu Kredittilgungen oder Aktienkäufen von unterbewerteten Aktien.

Ergebnis ist, dass ich langfristig betrachtet, wenn ich die richtigen Berechnungen angestellt habe, (sehr) erfolgreich war.

Kurzfristig betrachtet, habe ich oft "zu schnell" und/oder "zu viel" gekauft, da die Kurse später noch tiefer gesunken sind. Dies gilt auf für meine Verkäufe (bloß mit umgekehrten Vorzeichen). Hier tröste ich mich dann mit folgendem Gedanken: Wenn ich eine Immobilie, die einen (Ertrags-)Wert von 4 Millionen hat, für 2 Millionen kaufen kann, ist dies ein Schnäppchen. Wenn dann kurze Zeit darauf vergleichbare Immobilien zu einem Wert von 1 Million auf den Markt kommen, die aber 4 Millionen wert sind, ist dies ein noch größeres Schnäppchen. Wichtig ist nur, dass ich richtig eingekauft habe, auch wenn ich es hätte billiger bekommen können.