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Jens Rabe Video

https://www.youtube.com/watch?v=CNz0ETlFQqQ

 

was sagt ihr dazu?

Hab das video nicht geschaut, da gerad unterwegs, aber ich habe keine gute Meinung über ihn, er ist vor allem Verkäufer und er sagt vermutlich, man soll seine teuren Seminare buchen wenn man wirklich Erfolg haben möchte, viele ehemaligen Teilnehmer sind auf jeden Fall nicht gut auf ihn zu sprechen, weil seine Strategien offensichtlich nicht nachhaltig funktionieren, siehe managed account bei captrader

Ich habe das Video gerade angeschaut. Er äußert sich zum Frugalismus ähnlich wie es Waermflasche zum ungesehenen Video tut.

Herr Rabe hat sich offensichtlich wenig mit dem Frugalismus beschäftigt. Er singt das Lied der Konsumgesellschaft aus Unternehmersicht.

Ich respektiere seine Meinung zum Frugalismus. Meine Meinung weicht stark davon ab.

Er zählt nur extreme frugale Beispiele auf, z.B. die Bestellung von kostenlosem Leitungswasser in gehobener Gesellschaft in einem Restaurant.

30 Quadratmeter Wohnung, Dosenessen usw.

Dann behauptet er, dass Frugalismus Reichtum verhindert. Nur wenn man viel ausgibt, kommt auch viel rein. Gesteuert durch das Universum.

Meine Meinung: Frugalisten sind natürlich sehr reich durch die ersparte Freizeit und Freiheit. Das Geld ist nur Mittel zum Zweck.

Er sieht das Thema schwarz weiß und macht damit ein paar youtube Einnahmen und verkauft Trading Kurse. Ich gönne ihm das. Werde ihn nicht abonieren.

"Weniger ist mehr."

Hat mitunter schon auch recht - das Hier und Jetzt ist auch wichtig, das sollte man dem Traum einer besseren aber fernen Zukunft nicht ganz unterordnen. Aber so richtig verstanden hat er nicht, wie das beim ein oder anderen läuft. Es geht ja nicht bei jedem darum, wirklich geizig zu sich selbst zu sein, sondern eher, zu schauen, was man braucht, und was nicht, und sich gewisse generell als normal empfundene Sachen nicht vorschreiben zu lassen. Wenn ich z.B. keine große Lust auf eine Pauschalreise habe - warum sollte ich dafür viel Geld ausgeben? Wenn man mich fragt, ob mir ein BMW für 60.000€ besser gefällt, oder ein Kleinwagen für 10.000 - würde ich nicht sagen, der Kleinwagen ist besser. Aber er erfüllt seinen Zweck genauso. Die paar Stunden im Monat, die ich im Auto verbringe, müssen nicht die allerkomfortabelsten sein, und ich will auch kein Rennen fahren. Warum pro Auto vermeidbar ein, zwei Jahre extra arbeiten? Klar impliziert das mit dem Traum nach frühem Ruhestand schon, dass man lieber nicht arbeitet. Aber wer liebt seine Arbeit wirklich so, v.a. mehr, als machen zu können, was man will? Künstler vielleicht, aber die wenigsten können davon leben. Vielleicht Forscher - aber da würde wohl auch nicht jeder sagen: Ohne den ganzen Verwaltungsscheiß wäre mein Leben ärmer. Ja, natürlich, workaholics, die brauchen das. Und selbsternannte Gurus fühlen sich wohl weniger als Gurus, wenn sie keine Seminare o.ä. halten...

Na ja, gibt ja auf jeder Seite der Medaille Ausreißer. Der genannte Leitungswasser Trinker im Luxusrestaurant ist denke ich nicht der gängige Frugalist, der Protzer und Poser mit dicker Karre und Rollex am Handgelenk in der Szenebar auch nicht wirklich der gängige erfolgreiche Investor. Auf jeden Fall ist der Weg des frugalen Lebens mit einer hohen Sparrate und Spaß an der Sache anders wie beschrieben auch ohne allzuoften Verzicht möglich. Und den Konsum einzuschränken hat ja nicht immer was mit Verzicht zu tun, wenn z.b. noch 5 gute Hemden im Schrank hängen, oder das Auto etwas länger gefahren wird. Aber wie einige schon richtig erkannt haben: dem sparsamen verkauft man halt keine unsinnigen Seminare.

Jens hat viel verallgemeinert, wie Frugalen Leben, obwohl ich manche seine Wörte liebe, wie gut uns in Deutschland geht. Ich bitte allen auch hier einmal Gedanken zu machen übers gute Leben in Deutschland, unsere soziales System das einfach fantastisch ist. Aber alles in allem war nicht ganz richtig !