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ETF Anlage für Anfänger 180 k

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Hallo,

ich bin 62 Jahre alt und gehe mit 66,2 in Rente. ich bekomme 2 Lebensversicherungen im Frühjahr ausbezahlt. Nun meine Frage.

Wie könnte ich sinnvoll in ETF anlegen?

  • es ist eine Eigentumswohnung vorhanden
  • Rente wird ca. 850 € sein
  • 10000 € Festgeld vorhanden
  • 180000 € zum anlegen
  • keine Schulden vorhanden

Ich denke mal es kommt auf deine Ziele an. Willst du nochmal Vermögen aufbauen oder deine Rente aufstocken?

Hallo Mumel,

herzlich willkommen, bei 850 Euro Rente kannst Du Dich über eine abbezahlte Eigentumswohnung freuen 🙂

Für Tipps zu Deiner Frage lasse ich den Experten den Vortritt.

Hallo @mumel ,

ETFs auf Aktienindizes sind nur für einen längeren Anlagehorizont (ab ca. 15 Jahren) zu empfehlen und auch für eine längere Haltedauer sind ETFs keine sichere Bank. Dementsprechend sind solche ETFs für dein Anlagehorizont nur mit starken Einschränkungen geeignet. Jemanden so kurz vor der Rente einen Rat diesbezüglich zu geben, fällt mir schwer, da die Investition mit Risiken behaftet ist. Was ich dir aber  uneingeschränkt raten kann:
Beschäftige dich intensiver mit dem Thema, sodass du das Risiko abschätzen kannst. Eine direkte Literaturempfehlung kann ich nicht geben, aber ich habe viel vom Dr. Kommer gelesen und er hat auch ein Buch zu ETFs und Ruhestand geschrieben, welches für dich geeignet sein könnte („Souverän investieren vor und im Ruhestand: Mit ETFs Ihren Lebensstandard und Ihre Vermögensziele sichern“, ISBN-13: ‎ 978-3593512457). Vielleicht ist das Buch ja was für dich.

Mich würde aber der Hintergrund deines Vorhaben interessieren. Wofür möchtest du das Geld investieren? Brauchst du im Alltag mehr als deine Rente? Oder was ist der Verwendungszweck?

In einer ähnlichen Situation würde ich für mich wahrscheinlich überschlagen wie viel ich von dem vorhandenen Geld in den nächsten ca. 10 bis 15 Jahre definitiv nicht benötige und nur dieses Geld investieren. Dieses Geld würde ich dann in einen Ausschütter stecken und mich an den Ausschüttungen als Zusatzgeld erfreuen und wenn die Kurse zwischendurch ok sind, könnte ich zusätzlich Geld entnehmen (je nach Verwendungszeck).

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung.

Moin,

So kurz vor der Rente würde ich wohl auch keine großen Experimente mehr wagen.

Mir erscheint da eine Anlage in einen bunten Strauß an Dividendenaristokraten sinnvoll, also Aktien von Firmen die min. 25 Jahre in Folge die Dividende stetig gesteigert haben.

z.b. die Bank of Nova Scotia - total langweilige Aktie eigentlich. Mit knapp 4% Dividendenrendite aber gar nicht schlecht und man muss sich nicht um Kurse kümmern und bangen. Einmal kaufen und fertig - wären in diesem Beispiel und mit deinen Zahlen also knapp 600€ monatlich.

vg

 

 

 

Natürlich kann auch im Alter Geld in ETF anlegen, vieles was Planer schreibt, ist grundlegend falsch:

Zitat von Planer am 7. Februar 2022, 20:02 Uhr

Hallo @mumel ,

ETFs auf Aktienindizes sind nur für einen längeren Anlagehorizont (ab ca. 15 Jahren) zu empfehlen und auch für eine längere Haltedauer sind ETFs keine sichere Bank. Dementsprechend sind solche ETFs für dein Anlagehorizont nur mit starken Einschränkungen geeignet. Jemanden so kurz vor der Rente einen Rat diesbezüglich zu geben, fällt mir schwer, da die Investition mit Risiken behaftet ist. Was ich dir aber  uneingeschränkt raten kann:
Beschäftige dich intensiver mit dem Thema, sodass du das Risiko abschätzen kannst. Eine direkte Literaturempfehlung kann ich nicht geben, aber ich habe viel vom Dr. Kommer gelesen und er hat auch ein Buch zu ETFs und Ruhestand geschrieben, welches für dich geeignet sein könnte („Souverän investieren vor und im Ruhestand: Mit ETFs Ihren Lebensstandard und Ihre Vermögensziele sichern“, ISBN-13: ‎ 978-3593512457). Vielleicht ist das Buch ja was für dich.

Mich würde aber der Hintergrund deines Vorhaben interessieren. Wofür möchtest du das Geld investieren? Brauchst du im Alltag mehr als deine Rente? Oder was ist der Verwendungszweck?

In einer ähnlichen Situation würde ich für mich wahrscheinlich überschlagen wie viel ich von dem vorhandenen Geld in den nächsten ca. 10 bis 15 Jahre definitiv nicht benötige und nur dieses Geld investieren. Dieses Geld würde ich dann in einen Ausschütter stecken und mich an den Ausschüttungen als Zusatzgeld erfreuen und wenn die Kurse zwischendurch ok sind, könnte ich zusätzlich Geld entnehmen (je nach Verwendungszeck).

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung.

Ich würde mir an deiner Stelle mal grundlegend Gedanken machen, wie viel Geld du pro Monat brauchst, wenn du in Rente bist. Die 850 werden ja wahrscheinlich auch mit abgezahlter Immobilie nicht reichen. So kannst du ganz grob (!) ermitteln, wie lange dein Erspartes reicht, wenn du es einfach auf dem Konto liegen lässt.

Komplett fiktives Beispiel: Du willst 1500 pro Monat zur Verfügung haben, also brauchst 750 pro Monat zusätzlich neben der Rente. Dann reicht dein Geld (190.000) für rund 20 Jahre. Bei Rentenbeginn mit 66 also bis zum Alter von 88, wenn du nichts vererben willst und das Kapital komplett aufbrauchst.

Jetzt könntest du darüber nachdenken, einen Teil des Geldes anzulegen, vielleicht, weil du vorsichtig agierst und schon älter bist, nur 60.000. Die 120.000 würden dann immer noch für mehr als zehn Jahre reichen. Nehmen wir einfach mal 12 an. Bei einer konservativ gerechneten Rendite von 4% auf einen Welt ETF würden aus den 60.000 dann 94.000. (Disclaimer: Der Einfachheit mal alles ohne Steuern und Inflation gerechnet.)

Was ich sagen will: Auch im Alter lohnt sich eine Anlage in einem breit gestreuten Welt-ETF, nur sollte die Aktienquote vielleicht deutlich geringer sein, als bei einem jungen Menschen. Der Anlagehorizont ist auch in deinem Fall lang genug. Wie hoch du deine Aktienquote wählst, hängt von deiner Lust auf Risiko ab.

Aber am wichtigsten: Höre nicht auf das, was dir unbekannte Menschen in einem Online-Forum schreiben. Geh mal zu einer Finanzberatung beispielsweise bei einer Verbraucherzentrale. (Und bitte nicht zu deiner Hausbank, zumindest nicht als allererstes.)

Zitat von Frugi85 am 7. Februar 2022, 20:38 Uhr

Moin,

So kurz vor der Rente würde ich wohl auch keine großen Experimente mehr wagen.

Mir erscheint da eine Anlage in einen bunten Strauß an Dividendenaristokraten sinnvoll, also Aktien von Firmen die min. 25 Jahre in Folge die Dividende stetig gesteigert haben.

z.b. die Bank of Nova Scotia - total langweilige Aktie eigentlich. Mit knapp 4% Dividendenrendite aber gar nicht schlecht und man muss sich nicht um Kurse kümmern und bangen. Einmal kaufen und fertig - wären in diesem Beispiel und mit deinen Zahlen also knapp 600€ monatlich.

vg

 

 

 

Komplett falsch ist dein Vorschlag sicher nicht, aber das wirklich ein guter Tipp für jemanden der sich - so scheint es zumindest - noch nie wirklich mit dem Aktienmarkt beschäftigt hat?

Da die Rente nicht so hoch ist, würde ich einen relativ hohen cashanteil halten, vielleicht 1/3 (wenn die Zinsen steigen, (und das werden sie) auch in Staatsanleihen oder Tagesgeld), den Rest grösstenteils in ausschüttende dividendenetfs, (freibeitrag und niedrige steuerquote, abgeltungssteuer durch die steuererklärung zurückholen) und breite weltetfs, dazu noch 20% gold/silber, man weiss ja nie.

vielleicht jain, Drengist

Mit der Materie beschäftigen muss man sich schon ein wenig, es geht ja auch um viel Geld. Hier kann man mit verschiedenen Meinungen und Ansätzen aber ggf. schonmal etwas Licht in die Dunkelheit bringen so,dass man sich mit den diversen vorgeschlagenen Ansätzen auseinandersetzen kann. Einen Großteil des Geldes aber einfach auf dem Girokonto durch Inflation zusammenschrumpfen lassen finde ich nun aber auch eine ganz doofe Idee, da ist der Wertverlust sicher. ICH (!) würde schon den Großteil anlegen, zumindest inflationsgeschützt. Deine Recnung geht also nicht auf wenn du die Inflation nicht vernachlässigst...

Hallo @drengist
Zitat von Drengist am 7. Februar 2022, 20:55 Uhr

Natürlich kann auch im Alter Geld in ETF anlegen, vieles was Planer schreibt, ist grundlegend falsch:

sicher, dass du meinen Beitrag gelesen und verstanden hast? Ich habe nicht geschrieben, dass man im Alter nicht in ETFs investieren soll. Mit starken Einschränkungen kann man das und das habe ich aus meiner persönlichen Perspektive auch geschildert:

In einer ähnlichen Situation würde ich für mich wahrscheinlich überschlagen wie viel ich von dem vorhandenen Geld in den nächsten ca. 10 bis 15 Jahre definitiv nicht benötige und nur dieses Geld investieren.

Was ist denn aus meinem Beitrag falsch?

Ich finde das sehr falsch:

ETFs auf Aktienindizes sind nur für einen längeren Anlagehorizont (ab ca. 15 Jahren) zu empfehlen und auch für eine längere Haltedauer sind ETFs keine sichere Bank. Dementsprechend sind solche ETFs für dein Anlagehorizont nur mit starken Einschränkungen geeignet.

Warum sind ETFs nur ab 15 Jahren zu empfehlen? Warum nicht bei schon bei zehn Jahren? Warum sind sie keine sichere Bank, bzw. was ist eine sichere Bank? Tagesgeldkonto ohne Zins, aber dafür mit Inflation? Ich finde solche Pauschalisierungen sind ein Grund, warum in Deutschland immer noch so wenig Menschen Geld in Aktien investieren. (No offence)

Alle historischen Daten sagen: Wer nicht zumindest einen Teil seines Geldes in Aktien investiert, ist selber schuld, wenn die Inflation sein Geld frisst. Egal ob 5, 10 oder 15. Es darf halt nur nicht gleich das komplette Vermögen sein.

Tja, schwierig 62 J. ist echt spät.

Beim Investieren muss man halt schon reinballern, entweder ein Haus mit 300k Kredit, entweder 100% Aktien oder ein eigenes Unternehmen.

Ich würde vorschlagen 60k Tagesgeld und Rest in 3-4 ETFs.

Zitat von Drengist am 7. Februar 2022, 21:39 Uhr

Ich finde das sehr falsch:

ETFs auf Aktienindizes sind nur für einen längeren Anlagehorizont (ab ca. 15 Jahren) zu empfehlen und auch für eine längere Haltedauer sind ETFs keine sichere Bank. Dementsprechend sind solche ETFs für dein Anlagehorizont nur mit starken Einschränkungen geeignet.

Warum sind ETFs nur ab 15 Jahren zu empfehlen? Warum nicht bei schon bei zehn Jahren? Warum sind sie keine sichere Bank, bzw. was ist eine sichere Bank? Tagesgeldkonto ohne Zins, aber dafür mit Inflation? Ich finde solche Pauschalisierungen sind ein Grund, warum in Deutschland immer noch so wenig Menschen Geld in Aktien investieren. (No offence)

Ich habe nicht geschrieben, dass es "nur" ab 15 Jahren zu empfehlen ist. 15 Jahre ist ein Anlagehorizont, der zu empfehlen ist und 10 Jahre ist sicherlich aus meiner Sicht auch kein zu hohes Risiko (siehe "wie viel ich von dem vorhandenen Geld in den nächsten ca. 10 bis 15 Jahre definitiv nicht benötige").

Mit "keine sichere Bank" meinte ich, dass es nicht so ist, dass man in z.B. 5 Jahren sein Geld mit 5% Rendite einfach abheben kann. Es kann ja auch sein, dass temporär weniger als das investierte Geld abrufbar wäre. Umso mehr Zeit man hat, umso sicherer wird die Anlage, aber das muss man verstehen. Ich hatte extra auf ein Buch von Kommer verwiesen, da ich nicht weiss, ob bzw. wie intensiv sich der Beitragsersteller schon mit dem Thema ETF beschäftigt hat. Ich hatte nicht vom Aktienmarkt abgeraten und mir persönlich fehlen auch noch ein paar Hintergrundinfos vom Beitragsersteller.

Alle historischen Daten sagen: Wer nicht zumindest einen Teil seines Geldes in Aktien investiert, ist selber schuld, wenn die Inflation sein Geld frisst. Egal ob 5, 10 oder 15. Es darf hat nicht gleich das komplette Vermögen sein.

Also jemanden zu raten sein Geld in den Aktienmarkt für 5 Jahre zu investieren, wäre unseriös und das zeigen die historischen Daten auch sehr deutlich, aber ich glaube, dass du das so auch nicht meinst. Wichtig ist, ob und ggf. wann man auf das investierte Geld angewiesen ist.

Die Deutschen investieren wahrscheinlich aus diversen Gründen nicht in Aktien. Die als "sicher" geltende Rente, nicht vorhandene finanzielle Bildung und die Telekom sind sicher einge Gründe. Mein Beitrag sollte keine abschreckende Wirkung haben, sondern zum sich informieren anregen (inkl. Verweis auf ein Buch).

Aber am wichtigsten: Höre nicht auf das, was dir unbekannte Menschen in einem Online-Forum schreiben.

Bei dem Punkt hast du vollkommen recht. Anregungen kann man sich aber in so einem Forum gut holen.

Hallo @mumel, auch wenn du danach nicht gefragt hast: Wäre es eine Option, die Wohnung zu beleihen mit einem Kredit ohne Tilgung oder mit sehr geringer Tilgung? Dann könntest du den Teil des Gelds, den du zu Lebzeiten sicher nicht mehr für die Kreditrate brauchst, ebenfalls nach und nach aufbrauchen. Wäre vor allem dann eine Überlegung, falls du keine Erben hast oder nichts vererben möchtest.

Hast Du Dir schon mal ausrechnen lassen, um wieviel Du Deine Rente erhöhen könntest wenn Du jetzt freiwillig in die Rentenversicherung einzahlst? Vielleicht lohnt sich das ja für Dich.

Kann man drüber nachdenken, kann denke ich eine gute Option sein.

Bei 180K würde das meiner Grobrecherche nach so um die 900€ inflationsangepasstes (Brutto?) bringen. Das kann ein einfacher Welt ETF aber auch und da kann ich "notfalls" auch mal was "größeres" entnehmen. Geht die Kohle in Rentenpunkte, dann ist sie eben einfach für immer und unwiederbringbar weg. Ist halt die Frage ob man mit insgesamt 1800€ Rente dauerhaft klar kommt. Wenn ohnehin nichtsbvererbt werden muss könnte man auch darüber nachdenken die Wohnung zu verkaufen (und ggf. weiterhin zu mieten). Da wär man dann mit Rente wenn ich das System richtig verstanden habe nochmal gute 1000€ drüber, dafür dann aber ohne Bindungen und absolut risikolos, allerdings auch ohne Rücklagenkapital - oder eine Mischung aus beidem. Man muss eben wissen wie groß der Bedarf ist und ob man mit der quasi risikolosen Variante durch Rentenpunkte dann happy ist. Wenn ja - alles super. Wenn nicht, dann braucht man ein klein wenig mehr Risikobereutschaft und kriegt sdhr hoch warscheinlich auch mehr raus.

Das bedeutet jetzt etwas Recherche und ein wenig Rechnerei 😉

das ist jetzt eine rege Diskussion geworden ohne das sich Mumel geäußert hatte, vielleicht sollte man das erstmal abwarten um zu wissen was konkret ihre Ziele sind ...

Vielen Dank an alle für die Infos. Mir schwirrt etwas der Kopf. Von Aktien hab ich keine wirkliche Ahnung.

Wie kann ich denn einen ETF mit wenig Aktienanteil finden?
Die Anleihen sind ja momentan sehr schlecht bewertet. Bekommt man da überhaupt was raus?
Da ich wenig Geld verbrauche, würde ich mit 1100 € monatlich auskommen.
Interessant finde ich auch den Hinweis einen Kredit auf die Wohnung aufzunehmen. Dann hätte ich wieder mehr Geld zur Verfügung. Dies würde ich erst in ca. 10 - 15 Jahren ins Auge fassen, wenn die ETFs nicht viel einbringe sollten.

Würdet ihr jetzt in ETFs investieren, wo der Markt doch so instabiel ist?
Das ganze Geld auf einmal? Oder in monatlichen hohen Raten?

 

Zitat von Mumel am 11. Februar 2022, 11:46 Uhr

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Wie kann ich denn einen ETF mit wenig Aktienanteil finden?
...

Interessant finde ich auch den Hinweis einen Kredit auf die Wohnung aufzunehmen. Dann hätte ich wieder mehr Geld zur Verfügung. Dies würde ich erst in ca. 10 - 15 Jahren ins Auge fassen, wenn die ETFs nicht viel einbringe sollten.

Würdet ihr jetzt in ETFs investieren, wo der Markt doch so instabiel ist?
Das ganze Geld auf einmal? Oder in monatlichen hohen Raten?

Hallo Mumel, erstmal ein herzliches Willkommen am Forum.

Es kommt darauf an, welchen ETF Du auswählst. Es gibt ETF bspw. auf festverzinsliche Wertpapiere - da hast Du keine Aktien.

In Deinem Alter wirst du vermutlich Schwierigkeiten haben, einen Kredit zu bekommen. In dem Fall würde ich mir eher Gedanken zu einem "Wohnungsverkauf auf Leibrente" mal machen. Du verkaufst die Wohnung, hast aber ein Recht auf Wohnen bis zum Tode oder Auszug. Somit könntest Du die Rente auch etwas aufstocken.

Rente bekommst Du 850 € und hast Ausgaben 1.100 €. Mit Deinem Festgeld könntest Du also dzt. gute 3 Jahre mal den Verbrauch abdecken. Du könntest bspw. nochmal 10.000 € auf das Festgeld parken - dann könntest Du "sicher"fast 7 Jahre den Bedarf decken. Aber Du gehst ja eh erst in 4 Jahren in Rente - also wäre das ein Zeithorizont von 11 Jahren, wo Du über die Runden kommst.

Zu den Fragen wegen ETF und Höhe... Du solltest dir erst einmal Gedanken machen, was Du wirklich möchtest und welche Affinitäten Du bspw. besitzt. Meine Mutter bspw. will sich mit dem Thema gar nicht auseinander setzten (ist schon einige Jahre in Rente). Sie hat ihr Girokonto und ein Sparbuch - mehr will sie nicht. Ich sagte ihr neulich, dass sie eigentlich das "überschüssige" Geld auf dem Girokonto gar nicht aufs Sparbuch zahlen braucht - denn bei beiden bekommt sie nichts. Auf dem Girokonto hat sie zudem den Vorteil, dass sie alles auf einmal abheben kann - wohingegen beim Sparbuch die Gebührenfreie Abhebung begrenzt ist.

Es wurde oben ja schon geschrieben - wenn Du weisst, was Du möchtest - dann kannst Du beide Varianten wählen. Investiere alles auf einmal - dann könntest Du dich ggf. ärgern, dass Du "zu teuer" eingekauft hast. Oder Du legst es in zu verschiedenen Zeitpunkten an - da kannst Du dich ggf. auch ärgern, weil die Preise nach oben gehen.

Mach Dir daher einmal Gedanken, in welche Produkte (ETF) Du investieren möchtest. Hier kannst Du auch eine gewisse Streuung vornehmen (1/3 verzinsliche Wertpapiere; 2/3 in Aktien... oder oder oder). Und dann überlege Dir, welchen Betrag Du dafür verwenden möchtest. Dann den Anlagehorizont und dann entscheide einfach, wieviel Du auf einmal investieren möchtest - oder ob du lieber in 2 oder 3 oder 4 Käufen den Betrag aufbringst.

Sicherlich schwirrt Dir der Kopf jetzt noch mehr - tut mir leid.

@mumel

 

Schau doch mal auf finanzen-erklaert.de vorbei. Dort geht es viel um Vermögensplanung und Entnahmestrategien im Alter.

Grob kannst du annehmen, auf lange Sicht (>30 Jahre) 3,5%-4% pro Jahr aus deinem Aktienvermögen entnehmen zu können.

Die sichere Entnahmerate stabilisiert sich mit den Jahren immer mehr, d.h. besonders am Anfang ist es kritisch, weswegen man einen Cash Puffer ("Cashzelt") haben sollte, aus dem man zur Not entnehmen kann.

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