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Dividenden-Strategie oder doch nur ETFs?

Aktuell bin ich am überlegen ob ich neben meine ETFs noch ein paar Dividendenstarke Aktien dazupacke um so je nachdem alle 2 Monate eine Ausschüttung zu erhalten. Ich finde die ETFs absolut klasse, aber wenn man regelmäßig (Ziel wären dann alle 1-2 Monate eine Ausschüttung) eine Dividende erhält motiviert dies noch stärker mehr zu sparen.

Desweiteren muss man bei einer Dividenden-Aktie bzw. einem Dividenden-Depot ja eigentlich keine Entnahmeplanung machen sondern kann situationsbedingt entscheiden ob das Geld wiederangelegt wird oder ob man es für was anderes ausgibt; der Grundstock bleibt ja weiterhin unangetastet und das Geld fließt weiter.

Wie seht Ihr das Ganze? Hat jemand schon ähnliche Gedanken gehabt oder hat sogar sein Depot in diese Richtung aufgestellt?

Der einzige Knackpunkt den ich für mich ausgemachth habe ist, dass es für Aktien keine Sparpläne gibt und so eigentlich m.M.n. immer mindestens 1500 - 2000 € auf einen Schlag investiert werden sollten.

Hallo Barmer, ich habe für meine Altersvorsorge ein separates Depot wo mittels Sparplan in ausschüttende ETFs investiert wird. Dieses Grundinvest soll möglichst unverändert weiterlaufen und die Anteile strickt gehalten werden. Ein Umschichten würde mich nur verunsichern.

Die Dividenden sehe ich als "Geschenk" welche ich dann auch in einzelne Aktien an denen ich gerne beteiligt sein möchte investiere. Hierzu sammel ich die Zahlungen bis zu einem gewissen Betrag erst einmal an und erstelle mir eine Liste mit Aktien wo ich mich dann entscheiden muss. Diese sollte ebenfalls ausschütten sein, damit ich von den Dividenden wieder neue Anteile an anderen Firmen erwerben kann.

Das Ganze ist natürlich mein Plan für die nächsten Jahre. Mein 2. Depot in dem ich "spekuliere" läuft im Grunde nicht besser als mein "Rentendepot". Gewinne zu früh mitgenommen, ins fallende Messer gegriffen usw haben meine tollen Gewinne aus anderen Verkäufen wieder ausgeglichen. Daher führe ich mein "Rentendepot" konservativ. Setze auf ausschüttende ETFs und wenige Einzelaktien und Versuche nicht den passenden Einstiegszeitpunkt oder die neue Apfel-Aktie zu finden. Auch soll der Grundstock unberührt bleiben und als "meine Investmentfirma" regelmäßig Kapitaleinkünfte generieren.

Einen Vorteil von Dividenden_ETFs sehe ich z.b. bei dem S&P 500 wo der ETF die 100 stärksten Dividendenzahler beinhaltet, dass Firmen mit Problemen mit der Zeit automatisch ausgetauscht werden, wenn sie die Zahlung einstellen müssen.

Wenn es darum geht monatlich Zahlungseingänge zu erhalten, könnte man auch schauen ob unterschiedliche ETF Anbieter zu unterschiedlichen Zeitpunkten ausschütten.

 

Die Grundsubstanz ändert sich zu thesaurierenden ETFs in soweit, dass der Kurs des ETFs um den Wert der Auszahlung nicht gestiegen ist. Bzw. die Firmen exDividende erst einmal mitAbschlag gehandelt werden.

 

Hallo Michael32,

deinen Ansatz finde ich auch interessant und so ähnlich habe ich es für mich auch in Erwägung gezogen. Die bisherigen ETFs werden auf jedenfall gehalten und nicht angegrabbelt oder umgeschichtet.

Wollte eher als Zusatz dann noch einige dividendenstarke Aktien kaufen und diese dann auch halten; traden ist nichts für mich da ich mit Sicherheit mehr danebenliegen würde.

Dass ich auf die Idee das ganze mit mehreren ausschüttenden ETFs zu machen noch nicht gekommen bin frage ich mich gerade selbst und das obwohl ich ja schon einen Ausschüttenden ETF im Depot habe.

Gibts irgendwo eine Übersicht wann welche ETF ausschütten ?

Bei Finanzen.Net findest du z.B. unter dem Punkt Stammdaten den Unterpunkt Ausschüttungen. Dort sind die letzten Ausschüttungsmonate des jeweiligen aufgerufenen ETF, Aktie ect. verzeichnet.

Eine generelle Übersicht ist mir leider nicht bekannt.

Hi,

schau dir doch einfach einen ETF an, der ausschüttend ist und die Dividendenstrategie beinhaltet. Findest du leicht über justetf.com.

Zum Beispiel den breit aufgestellten

Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield UCITS ETF, WKN A1T8FV

Du könntest natürlich einige Gebühren im Laufe der Zeit sparen, wenn du dein Portfolio selbst ausbaust. Hast aber vermutlich auch viel Zeit investiert, um die richtigen Div-Aktien zu picken ... (buy&hold&check)

So besten Dank schonmal für den ganzen Input.

Dadurch, dass ich mir die Dividenden ETFs mal genauer angeschaut habe ist mir aufgefallen, dass selbige auch zu unterschiedlichen Terminen mehrmals im Jahr ausschütten (von 2* pro Jahr bis Quartalsweiße ist alles drin).

Somit ist mein Vorhaben monatlich eine Gewisse Ausschüttung zu erhalten auch mit ETFs machbar.

@badner

Sie sind in jedem Fall aug dem richitgen Weg. Ob Sie einen ausschüttenden ETF wählen und die Ausschüttung selbst anlegen oder der ETF das eledigt für Sie ist letzlich egal. Erst wenn Sie ggf. die Ausschüttung für die Lebenhaltung brauchen ist ein ausschüttender ETF oder eine Einzelaktie "psychisch" etwas entspannender, da man nicht aktiv seinen Kapitalstock reduzieren muss.

Und zur Motivierung ein Rechenbeispiel: Bei einer durchschnittlichen Rendite von vier Prozent nach Kosten (und das ist für Aktien eine ziemlich vorsichtige Prognose) wachsen 100.000 Euro in 30 Jahren dank des Zinseszins-Effekts auf gut 320.000 Euro. Tatsächlich konnten Anleger mit einem breit gestreuten Aktiendepot in den vergangenen 30 Jahren Jahresrenditen von durchschnittlich etwa acht Prozent erzielen. Diese Renditen werden einerseits durch Kursgewinne erzeilt, andererseits durch Dividenden. Bei regelmäßiger Wiederanlage der Erträge hätten Sie ihr Startkapital sogar von 100.000 Euro auf eine Million Euro verzehnfacht; also bei nur 4% Rendite.