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Als Börsenanfänger habe ich mir die Dividendenrenditen von DAX-Werten angeschaut und u.a. Daimler gekauft.
Dividende zahlen sie auch wie angekündigt, aber die Kursentwicklung ist arg negativ.
„Aus Trotz“ (und als Gegenversuch) habe ich dann 1k BMW Vz gekauft. Deren Kursentwicklung läuft gerade prächtig, und Dividende zahlen sie ähnlich viel wie Daimler. Also habe ich bei kurzem Kursrückgang nochmal 1k BMW nachgekauft. Doppelte Dividende, doppelter Buchgewinn, seitdem sie wieder aufwärts geht…

Eine „Durchschnittsrendite“ wie z.B. vom DAX bekommt man leicht, wenn man einen DAX-ETF kauft. (Habe ich auch). Da wird dann z.B. die Kursentwicklung von Daimler und BMW gemittelt. Wenn ich BMW höher gewichten will, kaufe ich sie halt direkt.

Ford ist bei mir auch im Rennen, aber im Moment unter "Ferner liefen..." BYD (chin. Elektroautos) ist vom Konzept her hochinteressant, aber aktuell schwach in Dividenden, also warte ich ab.

Machst du dir deine ganze Performance nicht kaputt wenn du in so kleinen Tranchen kaufst? Schau bitte mal ganz genau auf deine Trading Kosten

 

Trading-Kosten sind bei onvista-Bank pauschal 6.50€ (ausserbörslich.. an "echten" Börsen kommen noch ein paar € dazu). Die Kaufabrechnungen schaue ich jedesmal genau an (und habe dabei gelernt, dass Italien 0.1% Finanztransaktionssteuer erhebt).

Für Aktienkäufe wird lt. Internet ein Mindestvolumen von 1..2k empfohlen. Ich nehme meist knapp 1k beim ersten Kauf (also int(1000/$kurs), um auf ganze Stückzahlen zu kommen). Macht Transaktionskosten etwas über 0.65%. Finde ich erträglich. (Wenn der Kurs etwa bei 251 ist, nehme ich auch 4 Stk. :))

Die Performance berechne ich jetzt brutto, d.h. "Gesamtvermögen"(Kurswertsumme+Verrechnungskonto) / Einzahlungen = 0.49% aktuell. Finde ich ok nach knapp 3 Monaten an den Börsen. Wobei die meisten Dividenden im Mai eintrudeln dürften... 🙂

 

Die Performance berechne ich jetzt brutto, d.h. "Gesamtvermögen"(Kurswertsumme+Verrechnungskonto) / Einzahlungen = 0.49% aktuell. Finde ich ok nach knapp 3 Monaten an den Börsen. Wobei die meisten Dividenden im Mai eintrudeln dürften... 🙂

Vergiss nicht, dass Renditezahlen über so kurze Zeiträume quasi überhaupt gar keine Aussagekraft haben.

Je kürzer der betrachtete Zeitraum, desto mehr gleicht die Rendite einem Münzwurf, hängt also mehr vom Zufall ab als von der Auswahl der Assets.

Dazu kann ich auch diesen sehr guten Artikel vom Finanzwesir als Lektüre empfehlen:

https://www.finanzwesir.com/blog/msci-world-verlust

Ist mir schon klar... vor dem Entschluss, mit 61 noch an den Börsen einzusteigen, habe ich viel (auch Warnendes) darüber gelesen. Ich habe halt erst mal nur diesen kurzen Erfahrungszeitraum.

Als warnendes Beispiel habe ich 18€ in 40 Stk. Steinhoff "investiert", da grinst mir in der Gesamtperformance immer die rote -67% entgegen 🙂

Ansonsten sammle ich eben Erfahrungen. Durch breite Streuung hoffe ich, Klumpenrisiken zu vermeiden. Am besten performen augenblicklich GB-Aktien und Postaktien, aber das können natürlich temporäre Artefakte sein. In 10 Jahren habe ich dann 10 Jahre Erfahrungen.

Mein Ziel ist eigentlich nur: mehr Performance als das Tagesgeldkonto mit 0.00%, vor allem durch Ausschüttungen...

Danke noch für den Link zum Finanzwesir, habe ich jetzt samt allen Kommentaren gelesen. Dauert eben...

Als zugegeben blutiger Anfänger scheint mir das auf die Frage hinauszulaufen: Wie geht man mit Volatilität um? Konkreter: wie hedgt man sein Depot so, dass es (als "Tanker") möglichst wenig von den Wellen geschaukelt wird? Zwischenergebnisse (ich bin ja dauernd noch am Lernen):

- buy&hold vermeidet 50% der Fehler, die Aktionäre machen können (kaufen bzw. verkaufen, zum jeweils nicht optimalen Zeitpunkt) - und der aktuelle Kurs ist dann von sekundärem Interesse

- ausschüttungsstarke Papiere liefern schnelle Gewinnmitnahme (gerne auch monatlich 🙂 ), die in die aktuell attraktivsten Papiere reinvestiert werden kann

- Anleihen (Staaten, Firmen) können stabilisieren. Natürlich mit kleinem Kupon, oder größerem Risiko

- ETF-Sparpläne diversifizieren über die Zeit - bei fester Sparrate ist ein Kurseinbruch sogar günstig, weil mehr Stücke gekauft werden

- emotionale Abkopplung vom Depot beruhigt: ich sehe es als "Sondervermögen", in das ich einzahle, aber nichts entnehme. Einzige Verwendung ist Erbmasse für meine Töchter. Ich verwalte es nur, bemühe mich aber um bestmögliche Performance, ob über 3 Monate oder 20 Jahre...

An suchenwi: Vergiss die „mangelnden Erfahrungen“. Es gibt so gut wie niemanden, der durch eigene Erfahrungen reich geworden ist. Gleizeitig gibt es aber sehr viele, die mit „Erfahrungen“ viel Geld verloren haben. Fremde Erfahrungen nutzbar zu machen, heisst, vorhandene seriöse Forschungsergebnisse zum Thema zu identifizieren und für sich selbst nutzbar zu machen. Gute Dinge zu Lesen scheint mir  besser und billiger zu sein, als herum-zu-dilettieren und auf spätere „Erfahrungen“ zu hoffen.

So scheint mir das auch bei Dir zu sein: 0,65% Transaktionskosten sind z.B. NICHT erträglich, wenn man sie durch ein doppeltes Ordervolumen ein paar Tage (oder Monate) später halbieren kann.

Bitte, glaub mir, und tu es einfach: liess den Kommer!

"Der Kommer" wird ja oft erwähnt, war mir daher namentlich schon ein fester Begriff. Gelesen hatte ich noch nichts von ihm (Bildungslücke), also habe ich das jetzt auf dem Blog seiner Invest-GmbH nachgeholt, zuletzt https://www.gerd-kommer-invest.de/warren-buffetts-hedge-fonds-wette/

Macht schon Spaß. Werde ich öfters tun.

Aber zum Thema Transaktionskosten: diese beziehe ich in meine Performance-Rechnung natürlich ein (vorab: ich strebe keine maximale Performance an, sondern will vor allem das Finanzmarktgeschäft erst mal praktisch erlernen. Mein Benchmark ist zunächst 0.00% auf demTagesgeldkonto - mehr sollte es schon sein. Inflationsausgleich auch gerne, und mehr wenn möglich.) Aber zunächst ist es einfach ein Hobby. Oder: ich (61) bin da Lehrling.

Natürlich kann ich Sparpläne auf 70% MSCI World und 30% MSCI EM einrichten (habe ich auch), und einmal im Jahr "rebalancen", wie so oft empfohlen wird. Aber ich bin lernbegierig und habe viel Zeit, also schaue ich börsentagsüber weniger als alle 30min. den aktuellen Börsenstand an (weil sonst die onvista-bank mich ausloggt). Oliver schreibt zu Recht, dass kurzfristige Ergebnisse nicht viel besagen, aber in meinen bisher 3 Monaten habe ich halt nur die. Interessant (und oft ergiebig) waren WP wie Poste Italiane, wo ich Mifid II-Warnungen erhielt 🙂

Quartalsabschluss 2-4.2018

1. Einzahlungen: 122400 € (120k von Tagesgeld, 600 €/mo)
2. Summe Netto-Kaufpreise: 121265.75 €
3. Buchwert zu Börsenschluss: 122984.87 €
4. Buchgewinn (3./2.): 1.417 %
5. Verrechnungskonto: 728.56 €
6. Vermögenssumme (3.+5.): 123715.21 €
7. Bruttorendite abzgl. Spesen (6./1.): 1.075 %

Ab jetzt muss das Depot von Ausschüttungen leben (ausser den Sparplänen) - mit Datum April waren es 397.64€ (also knapp der halbe Sparerfreibetrag). Die werden reinvestiert, sobald wieder 1k beisammen ist. Da April/Mai die europäische Hauptdividendensaison sind, werde ich Ende Mai wohl KESt-pflichtig. (Bin schon gespannt auf die Verrechnung mit anrechenbaren Quellensteuern...)

Obwohl: wenn es weiter gut läuft, stecke ich dem Depot auch gerne vom Munde abgesparte Tausender zu - und selbst wenn alle Kurse stürzen, ist 0.5% Kupon auf 10j.Bund immer noch besser als 0.00% Benchmark. An riskanteren Staatsanleihen habe ich noch Portugal und Griechenland im Rennen... 🙂