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Auf dem Weg

Hallo zusammen,

ich bin in der Mitte meiner 40er angekommen. Seit ich 35 bin verfolge ich bewusst eine Exitstrategie 🙂 Welche ich über Excel verfolge.  Seit einem Jahr habe ich meine Arbeitszeit in der "abhängigen" Beschäftigung reduziert.  Zum Vermögensaufbau habe ich mich für Immobilen entschieden. Ich habe Wohnungen, welche Dank entsprechender Sondertilgung  schon ein positiven Cashflow von ein paar hundert Euro im Monat aufweisen, in 5 Jahren sind die Kredite fast vollständig abgezahlt was ca. 2500 Euro Kaltmiete im Monat ergibt.

Mein Aktiendepot habe ich 2018 wieder aktiviert. Eigentlich wollte ich das nach meinen früheren Erfahrungen nie wieder tun. 🙂 Ich bin jetzt hauptsächlich in Hochdividenaktien investiert und erstaunlicherweise läuft es ganz gut. Das Aktiendepot ist im + (wobei es mir im Schwerpunkt auf die Dividende ankommt) Derzeit sind es auf den Monat umgerechnet etwa 250 Euro Dividende. Ich werde mein Depot weiter in Einzelaktien aufbauen und habe Freunde und Interesse daran.

Zudem halte ich ein ausreichende Barreserve als Absicherung in physischem Gold, auch wenn das keine kontinuierlichen Erträge gibt. Ich halte immer mindestes 1kg in Gold als Absicherung.

Ich selbst wohne in meiner eigenen 1,5 Zimmerwohnung und lebe im bescheidenen Luxus - täglichen Latte Macchiato, wöchentlich essen gehe, Netflix und 2 mal im Jahr in Urlaub - muss sein. Ich habe dennoch eine Sparquote von > 60%. Ich schaff das weil ich die Fixkosten soweit reduziere wie möglich und auch beim bescheidenen Luxus schau das es passt (z.B niemals teure Pauschalurlaube)

Was bedeutetet den Exit?

Mit 35 dachte ich es bedeutet mit der Arbeit im angestellten Verhältnis aufzuhören.  Nach heutigem Stand könnte ich das wohl auch schon recht bald, da sich durch ein Nebengewerbe auch noch ein passables Zusatzeinkommen ergab, was gar nicht so geplant war.  Heute kann ich mich gar nicht mehr festlegen wie lange ich in welcher Tätigkeit arbeite. Es gibt keine fixe Ziellinie mehr. Es bedeutet mehr Freiheit, welche auch jetzt schon spürbar ist auch wenn die finanzielle Freiheit noch nicht vollständig da ist. Finanzielle Freiheit durch passives Einkommen um frei zu entscheiden was ich arbeiten möchte. Es kann sogar sein, das ich mich entscheide länger in meinem Beruf zu arbeiten....

Lex

 

Ich habe mir viele Jahre überlegt ob ich mich selbstständig mache. Bin aber froh das ich es nicht gemacht habe. Die Rente - wenn auch klein vom Staat aber zB gross vom Arbeitgeber ist in meiner Rechnung eine . Und feste konstante. Wenn ich x rentner pro Monat bezahlen denke ich dass auch y Rentner mich bezahlen können .

Selbstständig wäre ich nicht freier als heute. Nur die Sorte Druck die man hat ändert sich...

Immobilien stimme ich dir zu. Aber ob man davon leben kann ? Ich bräuchte 14 solcher Immobilien um auf mein netto Gehalt zu kommen. Das ist natürlich utopisch. Ich rede von Netto Miete. Denn brutto greift der Staat viel ab

Sofern man nicht smart ist zB bei getrenntem Eigentum mit Ehepartner ein gegenseitiges einsetzen als Verwalter usw. Smarte Tricks anwendet.

Interesant für mich ist die Entkopplung von Arbeitzeit und Einkommen. Ich arbeite gerne nur werde ich selbst bestimmen in welcher Form.  Mieteinnahmen und Dividenden geben ein Grundgerüst welches mir finanzielle Sicherheit vermittelt um in meiner Arbeitswahl frei zu sein.  In wenigen Jahren sind dann alle meine Fixkosten von passiven Einkommen abgedeckt.  Ich bin dann druckfrei 🙂 was die bezahlte Arbeit betrifft. Ob festangestellte Arbeit oder selbständige oder mal eine längere Auszeit (durch die Barrücklagen abgedeckt).... Ich kann das ohne finanziellen Druck entscheiden.

Hi Lex!

Ich habe in mehreren Beiträgen gelesen, dass du dich mit Immobilien bereits über einen längeren Zeitraum intensiv beschäftigt hast. Ich würde mein Geld auch gerne mit Immobilien machen, habe auch schon einige Objekte gekauft und daher würde mich folgendes interessieren:

  • Welche Lage wählst du? (A, B, C oder noch "schlechter")
  • Wie findest du deine Objekte?
  • Vergleichst du nur die Preise auf Vermittlungsplattformen oder beziehst du auch andere Faktoren ein? Wenn ja welche?
  • Wie finanzierst du? 80%, 100%, 110%?
  • Suchst du deine Finanzierungen selber oder nutzt du Vermittler? Wo hast du bessere Ergebnisse erzielt?
  • Hast du alle Finanzierungen bei einer Bank oder hast du verschiedene?
  • Wie sicherst du dich ab gegen Wertverfall und Mietausfall?
  • Wie siehst du das Zinsänderungsriskio?
  • Wo hattest du Chancen und Herausforderungen bei deinen bisherigen Investments? Wie haben sich diese konkret dargestellt?
  • Wie haben sich deine einzelnen Objekte über die Jahre entwickelt? Wertsteigerung, Eigenkapitalrendite?
  • Was würdest du fortgeschrittenen Anfängern empfehlen, wie würdest du vorgehen?
  • Hast du die klassischen Horrorgeschichten bereits selbst erlebt? Stichwort Mietnomaden
  • Musstest du schon oft sanieren oder renovieren? In welchem Bereich haben sich die Kosten hier bewegt?
  • Würdest du wieder die Immobilie mit Schwergewicht wählen?

Das sind jetzt ein Haufen Fragen quer durch den Gemüsegarten, die mir jetzt auf die Schnelle eingefallen sind. Würde mich wirklich freuen ,wenn du die Zeit und die Lust hast, diese zu beantworten!

Beste Grüße,

Nyxpriest

Hi Nyxpriest,

ich weiss nicht ob lange zutrifft. Vor 9 Jahren habe ich die ersten 2 Wohungen erworben. Momentan habe ich 9 Wohneinheiten wobei ich 4 davon im letzten Jahr gekauft habe. Ich komme mir auch wie ein fortgeschrittener Anfänger vor. Anbei die Antworten wie ich es gerade sehe:

  • Welche Lage wählst du? (A, B, C oder noch "schlechter")

Ich habe keine Einteilung nach Lagen. Ich kaufe das was sich rechnet. Anfänglich kaufte ich nur Wohnungen in denen ich auch selbst einziehen würde. Im letzten Jahr kaufte ich jedoch auch 2 Einheiten welche an das Amt vermietet sind, in denen würde ich wohl nicht leben. Die Wohnung muss in ihrer Lage günstig sein.

  • Wie findest du deine Objekte?

Immobilenplattformen mit den normalen Suchfilter (20km um meinen Wohnort) Kontakte zu den Makler meines Vertrauens und derzeit bahnt sich vllt noch etwas an über den persönlichen Kontakt zu Besitzern in einem Objekt wo ich bereits investiert bin.

  • Vergleichst du nur die Preise auf Vermittlungsplattformen oder beziehst du auch andere Faktoren ein? Wenn ja welche?

Schwer zu sagen. Nach dem ich die letzten 10 Jahren die Preise in dieser Region ständig beobachte stellt sich irgendwann daraus ein inneres Gefühl zum richtigen Preis für mich ein. Ich würde niemals zu den aktuellen Neubaupreisen kaufen. Jedes Objekt muss sich für sich selbst sofort rechnen. Faktoren welche ich in meiner Exceliste betrachte sind zudem: 5% Bruttorendite zum Kaufpreis + Sanierungskosten, < 20-max 24 fache des Kaufpreises, Objektzustand also Sanierungsbedarf, sofortiger positiver Cashflow Ja/Nein, Kostenprognose und Entwicklung im Finanzierungszeitraum 10 Jahre. Im Kern bleibt es aber eine innere Entscheidung. Ja oder Nein weiss ich bereits nach der ersten Besichtigung.

 

  • Wie finanzierst du? 80%, 100%, 110%?

Ich finanziere so, dass die Gesamtkreditrate meines Immobilienportfolios < 60% zum aktuellen Verkehrswert ist. Bisher habe ich nie eine Grundschuld auf ein anderes Objekt zur Finanzierung aufgenommen. Meist sind es zwischen 90-100% des Kaufpreises welche ich wie gesagt auf das gleiche Objekt per Grundschuld absichere. Um das zu erreichen habe ich in den ersten Jahren regelmäßig Sondertilgungen geleistet zudem half mir hier natürlich die Wertsteigerung.

  • Suchst du deine Finanzierungen selber oder nutzt du Vermittler? Wo hast du bessere Ergebnisse erzielt?

Vermittler hatte ich getestet. Sie haben einen Vorteil von etwa 0,02-0,05% zu meiner Hausbank. Ich nutze diese jedoch nicht weil sie haben für mich einen entscheidenden Nachteil. Finanzvermittler sind langsam. Ich brauche die schriftliche Bestätigung der Finanzierung für den Kauf innerhalb von 24h sonst sind die günstigen Angebote meist schon vergeben.

  • Hast du alle Finanzierungen bei einer Bank oder hast du verschiedene?

Alles bei einer Hausbank.

  • Wie sicherst du dich ab gegen Wertverfall und Mietausfall?

Meine Miete ist immer fair, was sich durch den günstigen Einkaufspreis dennoch rechnet. Ich bin freundlich. Bisher hatte ich noch nicht eine Miettrate nicht bekommen. Wertverfall? Naja, wenn etwas zu Sanieren ist mach ich das gleich richtig. Ansonsten ist starker Wertverfall derzeit hier wohl nur die Korrektur eines zu teueren Einkaufspreise. Daher ist die Sicherheit auf keinen Fall teuer einzukaufen.

  • Wie siehst du das Zinsänderungsriskio?

Sehr gering. Bei meiner aktuellen Kreditquote wären auch 3% Zinsen tragbar.

  • Wo hattest du Chancen und Herausforderungen bei deinen bisherigen Investments? Wie haben sich diese konkret dargestellt?

Wasserschäden,  Themen mit anderen Eigentümer im gleichen Objekt, Sanierung ist immer spannend und hat jedes Mal Überraschungen.  Klar ist, der geringere Preis zum Umfeld bekommt man nicht umsonst. Selten liegen die Verkäufer so danneben.  Es hat also meist einen Haken den man gut lösen muss, der den Preisabschlag rechtfertigt. Manchmal sind es aber auch Lufthaken, also die Haken welche andere sehen für mich jedoch keine sind (Warum -20% bei ruhiger Innenstadtlage und gutem Objektzustand nur weil es an eine alleinstehende Frau über das Amt vermietet ist)

  • Wie haben sich deine einzelnen Objekte über die Jahre entwickelt? Wertsteigerung, Eigenkapitalrendite?

Vor 9 Jahren hatte ich etwa das 2-3fache meiner jährlichen Lebenshaltungskosten  als gesamtes Vermögen und jetzt ist es über das 20fache im Immobilenbereich.

  • Was würdest du fortgeschrittenen Anfängern empfehlen, wie würdest du vorgehen?

Suche dir eine gute Hausbank, welche schnell reagiert und dir zeitnah Kredite zu fairen Konditionen gibt.

Halte Kontakt zu Maklern und anderen Immobilieninteressierten in deiner Region.

Niemals jemand übervorteilen. Falls du selbst übervorteilt wurdes (z.B erhöhte Handwerkerrechung oder änhliches) arbeite nie wieder mit diesem Kontakt zusammen.

  • Hast du die klassischen Horrorgeschichten bereits selbst erlebt? Stichwort Mietnomaden

Hatte noch nie eine Horrorgeschichte.  Hab jedoch eine gute Stresstoleranz was Projekte betriffte. Also Wasserschäden, Versicherungsschäden beim Renovieren gelten bei mir nicht als Horror sondern als normaler Teil des Investierens.

  • Musstest du schon oft sanieren oder renovieren? In welchem Bereich haben sich die Kosten hier bewegt?

3 von 9 Projekten habe ich grundlegend saniert. Die Kosten sind immer höher als ich erst berechnet habe, da immer was dazu kommt. Der  Kaufpreis muss also extrem tief sein. Wenn du ein Sanierungsobjekt zu teuer kaufst bist du erledigt.

Mein aktuelles Beispiel:

3 Zimmer 70qm3 Kaufpreis 130.000 Euro

Sanierungskosten: 65.000 Euro

Gesamtkosten 208.000 Euro für dann 73qm3 inklusive Kaufnebenkosten.

Neubau in deutlich schlechterer Ortslage liegt derzeit bei 345.000 Euro Verkaufspreis bei gleicher Größe. (Wer das kauft verliert meiner Meinung nach Geld)

Realitische Preise der Bestandsimmobilien im Vergleich liegen so bei 250.000-280.000 Euro. Klar gibt es in unserer Region auf Preise bis zu 10.000 Euro auf den qm3 für A-Lagen und bis zu 6.000 Euro für B-Lagen doch sowas darf nicht der Maßstab sein.

Ich gehe davon aus das die Bank das Objekt mit ca 220.000-250.000 Euro bewertet (Termin steht noch aus). . Finanziert habe ich 145.000 Euro.

Gerechnet habe ich anfänglich mit 40.000 Euro Kosten für den Umbau.

  • Würdest du wieder die Immobilie mit Schwergewicht wählen?

Schwer zu sagen. In den letzten 10 Jahren liefs gut. Insbesonders der Hebel hinsichtlich der Fremdfinanzierung hat mir den Zuwachs gebracht. Geplant hatte ich das so nicht. Ich bin in die Sache hineingewachsen. Ich möchte das Schwergewicht ausgleichen in dem ich meine Aktienquote erhöhe. Vorteil sehe ich für mich das ich aus eigenen Wohnungen von 32-120m3 in der Region wählen kann um selbst darin zu leben. Ich fühle mich dadurch freier.

 

Hi @lex

Erstmal danke, dass du dir die Zeit genommen hast, so eine ausführliche Antwort zu schreiben!

Ich kann auch mit meiner bescheidenen Erfahrung bestätigen, dass Neubaupreise immer zu hoch sind. Liegt wahrscheinlich auch meistens daran, dass die Verkäufer meist große Bauträger sind, die sich mit ihrem Geschäft auskennen. Vor Corona konnte man aber in Österreich, aber vor allem in Wien, einen Trend zu kleinen Wohnungen erkennen 30-35m², die offensichtlich für Anleger bestimmt wären, da sie sich ab dem ersten Tag rechnen. Hab mir bisher aber nicht drüber getraut, Misstrauen lässt mich einen Haken vermuten.

Mit ab dem ersten Tag rechnen meinst du ab dem ersten Tag positiven Cashflow (zumindest vor Steuer)?

Du kannst dir 60% Gesamtkreditrate aufs Portfolio schon alleine dadurch leisten, weil deine erste Wohnung schon 9 Jahre im Besitz ist und diese dementsprechend abbezahlt ist (inklusive bereits getätigter Sondertilgung). Ich habe eine wesentlich höhere Gesamtkreditrate (85%), die ich mit Cashreserven (Reserve 1, kürzlich erhöht auf 50% weil Corona, vorher 30%) und meinem ETF-Portfolio (Reserve 2, weiter 50%) absichere. Idee ist natürlich eine höhere Gesamtrendite aufs Portfolio.

Die Vermittlerproblematik kann ich nur bestätigen. Es dauert länger und gem meiner Erfahrung ist es auch teurer. Wie ich schon einmal anderswo geschrieben habe, sehe ich hier mittelfristig das größte Verbesserungspotential bei mir. Das nächste mal werde ich auch direkt bei meiner Bank des Vertrauens anfragen.

Freundlicher Umgang mit Mietern ist sehr wichtig. Ich bin auch absolut zufrieden mit meinen.

Vermietete Wohnungen zu kaufen ist auch in Österreich oft ein gutes Geschäft, weil der komplette Eigennutzer-Anteil als mögliche Käufer wegfällt und dem entsprechend sind die Preise günstiger.

 

Zu den Tipps:

Hausbank werde ich wie gesagt machen.

Makler sind deine Freunde auch wenn sie Geld kosten, sehe ich auch so

Zum jemanden bewusst zu übervorteilen fehlt mir die Erfahrung, aktuell muss ich mich eher damit beschäftigen, dass ich nicht übervorteilt werde. Bisher hatte ich aber noch nicht das Gefühl.

 

Mit Horrorgeschichten meine ich nur die Mietnomaden, oder Mieter, die dir die komplette Wohnung verwüsten. Sanierungen sind natürlich teil des Investments. Eine Kleinere (gesamt 7.000) hatte ich schon hinter mir.

Wie suchst du Handwerker?

Bei deinem aktuellen Beispiel finanzierst du Kaufpreis inklusive Nebenkosten? Die Sanierung zahlst du über Eigenkapital? Wie sieht das in Deutschland steuerlich aus? Wenn du die Wohnung privat hältst heißt das du wirst im darauffolgenden Steuerjahr einiges an Cash zurückbekommen? Vorausgesetzt ein Teil der Kosten ist sofort absetzbar.

Allgemein zur Steuerthematik: Nutzt du irgendwelche wüsten Konstrukte, oder hältst du alles privat?

Viel Erfolg mit deinem aktuellen Projekt und schöne Grüße!

Hi Nyxpriest,

beim aktuellen Beispiel habe ich zuerst 120.000 Euro wie üblich finanziert und dann nochmal 25.000 Euro zur Sanierung nachfinanziert.  Die Sanierung zahle ich meist über das Eigenkapital aber in diesem Fall nahm ich dann einen Teil über den Kredit, was aufgrund der unmittelbaren Wertsteigerung kein Problem ist. Bei den aktuellen Sanierungskosten liege ich wohl drüber und es wird über die Laufzeit abgeschrieben.

Ich nutze keine wilden Konstrukte, also keine Gmbh, da ich mir die Möglichkeit offen halte möchte 1-2 Wohnungen nach 10 Jahren Steuerfrei zu verkaufen.

Ja, positiver Cashflow vor Steuern. Wobei ich nicht alle Kriterien bei allen Projekten erfüllt habe. In einer Wohnung war das Cashflow vor Steuern leicht negativ, der Kaufpreis aber sehr attraktiv. Es sind letztlich für mich Richtwerte zur Bewertung.

Handwerker, Makler, Bank - Letztlich arbeite ich mit denen auch weiter zusammen wo ich gute Erfahrungen gemacht habe. Auch die Mietersuche habe ich jetzt teilweise an einen Makler ausgelagert. Handwerkerrechnung zahle ich umgehend und stresse nicht rum. Läuft mittlerweile reibungslos. Letztlich brauchst du ein Netzwerk in dem du gut unterstützt wirst.

Ich halte natürlich auch eine Barreserve allerdings in Gold. Obwohl anfänglich so nicht gedacht hat die sich die letzten 3 Jahre gut entwickelt. Mittlerweile ist es für mich eine eigene Anlageklasse. Am Anfang wollte ich aus Diversifikationsgründe die Reserve aus dem Euro raus haben.

Jetzt bin zuversichtlicher Anwender des 3-Speichenmodells und kaufe derzeit mit der monatlichen Sparrate Aktien. Sondertilgungen habe ich komplett eingestellt. Wohnungen würde ich gerade nur bei einem Topangebot kaufen.

 

Danke Lex für die Inputs!

Ich habe seit einem Jahr einen Teil des Portfolios in einer GmbH, vor allem um die 10% Umsatzsteuer zu sparen, die in Österreich auf Mietumsätze über 35.000 pro Jahr anfallen.

Steuerfrei verkaufen ist bei mir ja leider nicht...

Hast du einen Steuerberater, oder machst du das alles selber?

Mein Hand- und Banknetzwerk ist noch ausbaufähig, Makler habe ich jetzt mal eine wirklich gute (aus meiner Sicht) an der Hand.

Gold habe ich auch immer wieder gehabt, habs aber eher als Spekulationsasset genutzt und immer verkauft, wenn ich einen gewissen Gewinn erzielt hatte.

Gerne.

Ein Steuerberater muss schon sein.

 

Update 2021

Ich habe nun doch meine angestellte Tätigkeit gekündigt. Im Oktober ist es soweit. Es war keine finanzielle Entscheidung. Ich sah für mich in der Anstellung einfach keinen ausreichenden Sinn mehr. Das Arbeitsklima wurde durch Coronaeffekte und ein sich ankündigenden Strukturwandel in dem Industriezweig dunkler. Der Zweck Geld in einer sicheren Anstellung verdienen zu müssen fiel durch die gute Entwicklung der Sachwerte weg und dadurch entschied ich mich zu kündigen.

Meine monatlichen Fixkosten liegen bei etwa 1700 Euro und werden ab Mitte des nächsten Jahres durch den positiven Cashflow bei der Vermietung gedeckt. Zudem kommen noch 1000-1800 Euro aus meiner Nebentätigkeit hinzu. Ich muss also keine monatliche Entnahme aus meinen Rücklagen einplanen.

Vermögen:

10 Wohnungen mit einem Kreditanteil von ca. 50%

Rücklagen von etwa 300 k in Aktien und Gold

Lebensversicherung (Altbestand) etwa 150 k

43 Rentenpunkte

Ansonsten werde ich wohl auch mit meiner Partnerin in eine meiner größeren Wohnungen umziehen und mich erst mal mehr dem vernachlässigten Sport widmen.

Ich freue mich auf die neuen Möglichkeiten welche sich durch die freie Zeit ergeben.

LG

Lex

 

Glückwunsch Lex, trotz all deiner Assets eine mutige Entscheidung! Wie hat dein Chef reagiert, wusste er von deinen Plänen? Wäre auf einmal mehr Gehalt drin gewesen? 🙂

Hi @lex

Meine herzlichste Gratulation! Einer der ersten, die ich in diesem Forum schon etwas länger verfolge und der jetzt DIE ENTSCHEIDUNG trifft, die die meisten hier gerne treffen würden.

Ich wünsche dir alles Gute und viel Erfolg auf deinem Weg. Halte uns am laufenden.

Grüße, Nyxpriest

Hi Lex

auch von meiner Seite einen herzlichen Glückwunsch. Es ist in jedem Fall eine mutiger Schritt die alten Zöpfe abzuschneiden und den Schritt zu wagen. Ohne die Nebentätigkeit wäre es mir selbst zu dünn, aber mit dieser klingt es recht solide.

Zumal der freie Cashflow stetig steigen wird und du nach und nach aus der 10 Jahresfrist kommst und einzelne Objekte verkaufen kannst.

Schön an deinem Fall finde ich die Success Story es in gerade mal 10 Jahren mit Immobilien geschafft zu haben. Du hattest selbst mal irgendwo geschrieben, dass du dies mit Sparplänen in Aktien nicht geschafft hättest. Davon bin ich fest überzeugt und weiß aus eigener Erfahrung wie stark die Wirkung des Fremdkapitalhebelns ist!

Freu mich weiter von dir zu hören...

Ich gratuliere....die Vision wurde Wirklichkeit!!!

Herzlichen Glückwunsch zur neu gewonnen Freiheit!!!

Hallo zusammen,

vielen Dank für die Glückwünsche und freundliche Rückmeldungen.

@thewanderer

Zu kündigen war eigentlich dann keine große Sache mehr. Ich hatte ja schon vor 2-3 Jahren auf Teilzeit reduziert. Damit war es dann wohl schon vorgezeichnet das es enden würde. Wie schon an anderer Stelle geschrieben mochte ich den Kern meiner angestellten Tätigkeit recht gerne. Doch es wurde dann die letzten Jahre schwieriger. Die Teilzeit kam nicht so gut an. Das Umfeld trübte sich ein und ich beschäftigte mich nach der Arbeit oft genauso lange gedanklich mit der Arbeit wie zuvor. Zudem wurde der Teil meiner Tätigkeit den ich sehr mochte von mir zusehend wegverlagert. Es gab zwar neue Vorschläge für die Zukunft meiner Tätigkeit seitens der Firma, die mir jedoch alle nicht zusagten. Mein Chef reagierte bisher nicht darauf. Die Kündigung habe ich direkt im Personalwesen abgegeben. Groll hab ich keinen. Es war mehr gut als schlecht dort. Es passte einfach nicht mehr so richtig zusammen.

@muslime_frugi

Ja, Anfangs erschien es mir das Monatseinkommen auch etwas knapp, ist es aber dann doch nicht. Wie du schreibst steigen die Mieteinnahmen über die Zeit. Zudem fällt die Unterhaltszahlung von derzeit 600 Euro in ein paar Jahren auch noch weg. Es ist nur die Gewohnheit an das solide Monatseinkommen aus der Industrie.  Ach ja und die Steuer auf Mieten und Nebeneinkünfte sinkt deutlich. Die Statusmerkmale aus der Industrie, also mein Mercedesdienstwagen habe ich gegen einen Skoda und mein Iphone gegen eine Xiaomi-Handy mit 9,99 Euro Flat getauscht.

Der Hebel bei den Immobilien und die Wertsteigerung tun ihr übriges. Auch wenn diese monatlich erst mal nicht zur Verfügung stehen steigen die Werte auf Jahressicht mehr als ich im Jahr in der Industrie verdiene.

@Nyxpriest

freut mich auch von dir zu lesen. Irgendwie sind die Immobilieninvestoren hier ja die Minderheit. Ich halte euch weiter auf dem laufenden.

 

viele Grüße

lex