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Habt ihr "eigenartige" Marotten?

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Servus Leute!

Mich würde interessieren ob ihr Eigenheiten habt, die von anderen vielleicht belächelt werden, von denen ihr aber überzeugt seid, dass sie euch helfen ein "besseres", zufriedenes Leben zu leben.

Ein Beispiel:

Aufgrund meines Berufes trage ich in der Arbeit nur Uniform und auch wenn ich privat unterwegs bin trage ich nur schwarzes Gewand, meine "zivile Unifrom".

Das wird teilweise belächelt, aber aus meiner Sicht hat das einige positive Effekte:

1. Es spart Zeit. Sowohl beim Einkaufen, als auch bei der Auswahl der Kleidung in der Früh.

2. Der für mich wesentlichste Grund: Es spart "Entscheidungsfähigkeit". Daran kann man glauben oder auch nicht, aber ich strebe danach Alltagsentscheidungen zu automatisieren, weil ich davon überzeugt bin, dass ich sonst bei wichtigen Entscheidungen "entscheidungsmüde" bin. Ich muss beruflich fast täglich teilweise unangenehme Entscheidungen treffen und auch privat treffe ich, glaube ich, bewusst viele Entscheidungen (oft natürlich mit Finanzen verbunden). Und dafür spare ich.

3. Modisch kann man eigentlich nicht wirklich was falsch machen. Ich werde natürlich keinen Modepreis gewinnen, aber danach strebe ich auch nicht.

Kennt ihr sowas?

Grüße,

Nyxpriest

Ich habe glaube ich einen Ordnungstick. Es muss immer alles sauber sein und jeder Gegenstand muss am richtigen Platz liegen, kein durcheinander.

Wenn ich morgens aufstehe muss das immer zu einer "runden" Zeit sein. Also 7:00, 7:15, 7:30 etc

Wenn ich irgendwo lange Nummern abschreiben muss (z.B. Überweisungen) kontrolliere ich die sehr sehr oft ob es auch passt und habe trotzdem angst einen Fehler gemacht zu haben

Ich habe eine haargenau Übersicht über meine Finanzen und aktualisiere diese alle paar Tage obwohl das sinnlos ist es so oft zu machen und ich mir dessen auch bewusst bin.

Wenn ich längere Zeit frei habe schlafe ich seeeehr lange (so von 0:00 bis 12:00 jeden Tag). Früh aufstehen verabscheue ich mit jeder Faser meines Körpers.

Das sind so die Sachen die mir spontan einfallen 😀

Hi @panameraflow!

Jetzt wo du deine Ticks erwähntest:

Gerade Weckerzeit kenne ich, bei mir muss es aber ein ganzer Zehner sein, also 0530, 0540 usw.

Lange schlafen kenne ich auch, gerne auch bis 1200 oder 1300. Es ist erstaunlich wie kurz ein Tag dann vor allem im Winter ist 😀

Grüße,

Nyxpriest

Zitat von Nyxpriest am 24. Januar 2021, 14:08 Uhr

Lange schlafen kenne ich auch, gerne auch bis 1200 oder 1300. Es ist erstaunlich wie kurz ein Tag dann vor allem im Winter ist 😀

 

Ja das habe ich auch schon oft festgestellt 😀 Aber ich mag das einfach lange zu schlafen und bin auch gerne lange wach, das ist immer so eine entspannte Atmosphäre 😀

Seit ich nicht mehr arbeite, ist irgendwie auch nichts mehr mit lange schlafen. Unter der Woche stehe ich sogar früher auf, als vorher. Bin jetzt auch kein Frühaufsteher, aber am Wochenende bin ich spätestens um 8:00 wach.

Glaub irgendwie früh aufstehen muss angeboren sein, also dass man das gut kann. Ich fühle mich da immer wie ein Zombie.

Zitat von PanameraFlow am 26. Januar 2021, 7:36 Uhr

Glaub irgendwie früh aufstehen muss angeboren sein, also dass man das gut kann. Ich fühle mich da immer wie ein Zombie.

Ein richtiger Frühaufsteher bin ich auch nicht. Ich brauche meine 7 - 8 Stunden Schlaf und wenn der Wecker vor 6:30 klingelt, ist der Tag gelaufen.

Ich habe einen "ist der Herd aus?-Wahn". Abends und wenn ich in den Urlaub fahre, gucke ich als letztes ob der Herd auch aus ist, auch schon mal dreifach. Lange Nummern sehe ich mir auch mehrfach an, dann ist aber auch gut. Wenn ich keine Termine habe, stehe ich gern 8.00 oder 8.30 Uhr auf. Dann einen heißen Tee und ich bin wach. Zu lange schlafen werde ich tranig.

Ich habe doch keine Marotten!!  😆

Liebe Grüße, Flitzekittel --------------------------------------------- NEU: www.miteigenenhaenden.de - Minimalismus, Selbstversorgung, Konsumreduzierung, Suffizienz, DIY -
Zitat von PanameraFlow am 23. Januar 2021, 9:52 Uhr

Ich habe glaube ich einen Ordnungstick. Es muss immer alles sauber sein und jeder Gegenstand muss am richtigen Platz liegen, kein durcheinander.

Wenn ich morgens aufstehe muss das immer zu einer "runden" Zeit sein. Also 7:00, 7:15, 7:30 etc

Wenn ich irgendwo lange Nummern abschreiben muss (z.B. Überweisungen) kontrolliere ich die sehr sehr oft ob es auch passt und habe trotzdem angst einen Fehler gemacht zu haben

Ich habe eine haargenau Übersicht über meine Finanzen und aktualisiere diese alle paar Tage obwohl das sinnlos ist es so oft zu machen und ich mir dessen auch bewusst bin.

Wenn ich längere Zeit frei habe schlafe ich seeeehr lange (so von 0:00 bis 12:00 jeden Tag). Früh aufstehen verabscheue ich mit jeder Faser meines Körpers.

Das sind so die Sachen die mir spontan einfallen 😀

Nicht schlecht, das hätte ich ebenfalls 1:1 so schreiben können. 😉

Darüber hinaus noch eine ganz spezielle Marotte: Wenn ich Wäsche aufhänge verwende ich immer nur Wäscheklammern desselben Typs pro Kleidungsstück. Ansonsten stört mich das vermeintliche "Durcheinander". 😕

Da ich aus familiären Gründen mit der Thematik zu tun habe,

WER von Euch würde sich im Autismus-Spektrum angesiedelt sehen?

Nur so. Das kann aus Talent angesehen werden, es ist eher eine Feststellung wie "blaue Augen" oder "braune Augen".
Nicht alle aus dem Spektrum meiden Menschen oder Berührungen. Aber viele haben eine Ordnungsliebe, Perfektionismus, Hang zu Zahlen, mögen vielleicht auch kein vermischtes Essen (Gemüsepfanne, Gulasch, Eintopf), mögen keine braunen Flecken auf der Banane oder kleine Schrumpel auf der Paprika, halten nichts von Smalltalk, nehmen bei Spaziergängen den optimalen Weg (Wechsel der Straßenseiten, etc. - ähnlich wie die perfekte Linie beim GoKart), bei Fahrradtouren geben Sie Gas wenn sie eine Ampel sehen, denn die könnte rot werden, stehen dann aber auf der gegenüberliegenden Seite wartend auf die Familie, die wie immer nicht hinterherkam,  stören sich am Surren einer Festplatte, drücken Aufzugknöpfe mit Taschentuch, streichen die Wohnung selber weil es der Handwerker nicht akkurat genau macht (nicht wegen des Geldes) und sie haben fast immer ein Hobby was sie sehr bindet  und sind dabei sehr fokussiert. Sie mögen keine Unterbrechungen und machen lieber etwas fertig als das gute Wetter zu nutzen.

Und noch eine Frage - wer kaut nicht an den Nägeln?

Die zweite Frage von mir - mir ist aufgefallen, dass unheimlich viele Männer und Frauen aus der Technikbranche an den Nägeln kauen (oder reißen). Warum?... keine Ahnung... Ich bin auch betroffen... ist mir aber echt egal... andere rauchen, das ist ungesünder... ich bin dennoch pupsgesund trotz der vielen Bakterien und Viren auf Oberflächen.

Ich habe Beispiele aus meiner Familie und Freundeskreis von mehreren Personen genommen. Keine Person deckt alles ab... darum Spektrum...

Meine Macken:

Ich tanke immer nette Zahlen bei den Euros bei meinem Auto, z.B. 45,54€ oder 45,45€. -> so kann ich die Tankzettel der beiden Autos unterscheiden
Ich liebe Excel und Zahlen und jogge immer mit Laufuhr obwohl es fast immer dieselben Strecken sind... aber ich will wissen ob ich heute schneller oder langsamer war.. nur so um es zu wissen....ich habe gar keinen Trainingsplan.
Ich hasse unnötige Pünktlichkeit. Wer meint ich soll aus Prinzip pünktlich sein, obwohl derjenige gemütlich zu Hause auf mich wartet (z.B. weil ich zum Spieleabend vorbeikomme), dann nervt es mich, wenn ich pünktlich sein muss. Ich möchte auch 15 Minuten später kommen dürfen. ich treffe meist jemanden auf dem Weg und quatsche mit dem oder verschätze mich mal wieder. Anders wenn jemand an der S-Bahn Station wartet. Das ist Pünktlichkeit mit Sinn.

Grüße

Garub

Zitat von Garub am 17. Februar 2021, 17:10 Uhr

WER von Euch würde sich im Autismus-Spektrum angesiedelt sehen?

schwer zu sagen:

dazu müsste ich mich erst mal mit der (klinischen?) Definition von Autismus befassen ...

ich bin zumindest definitiv kein "Herdentier"

mein Motte ist eher "Nur tote Fische treiben mit dem Mainstream"  😉

 

"Autistismus-Spektrum" höre ich zum ersten Mal... zu einem gewissen Grad finden sich wohl viele in der Beschreibung wieder, ich wahrscheinlich etwas mehr, als der Durchschnitt der Bevölkerung. Bin da schon gelegentlich sehr in Details - und schon auch perfektionistisch. Es kommt schon auch vor, dass ich nach optimalen oder besseren Lösungen suche - obwohl ein Problem erstens klein und zweitens im Grunde schon gut gelöst ist. Es ist aber nicht so, dass ich da gar nicht "rauskönnte", also ich kenne mich, und sehe schon zu, den Blick auf's Große nicht zu verlieren, der Perfektionismus kann auch darauf gelenkt werden, nach möglichst pragmatischen Lösung zu suchen.

Ich kaue nicht an den Nägeln - wenn, würde ich zusehen, es mir abzugewöhnen. Würde ich beim Rauchen wohl auch.

Ich hab auch mal unter Perfektionismus "gelitten". Habe ich mir aber großteils abgewöhnt. Ich sehe dafür heute ständig, wie sich andere damit belasten und z.B. unnötig Zeit vergeuden. Ganz weg ist es bei mir aber noch nicht und ich habe immernoch das sehr große Problem, wenn ich Zuhause an etwas arbeite, komme ich davon nicht mehr los, bis es erledigt ist. Selbst wenn der Magen knurrt (typischer Fall: es ist 16 Uhr und noch kein Mittag gehabt) oder die Blase drückt. Pausen machen (zumindest privat) muss ich noch lernen. Wenn ich aber eine nervige Tätigkeit auf der Arbeit ausübe sieht das widerum ganz anders aus, die arbeite ich ganz normal ab und ärgere mich, dass Kollegen die gemeinsame Pause verschleppen, obwohl man immer gemeinsam Pause macht, obwohl sie wissen das andere warten und ihre Arbeit jederzeit unterbrechen könnten (bzw. sowieso müssen). Da wundere ich mich dann widerum. Ich selbst würde andere nie unnötig warten lassen. Ganz komisch das alles... 😀

Servus Leute!

Heute wieder mal was zum Thena "eigenartige Angewohnheiten":

Mir wird doch tatsächlich vorgeworfen, dass ich zu rational denke und handle. Ich kann mir sogar vorstellen, dass ich im Vergleich zum den meisten anderen Menschen wirklich sehr rational bin, aber kann man überhaupt zu rational sein?

Und bevor die Frage kommt: Soziale Intelligenz ist insoweit vorhanden, dass ich niemandem sage, dessen Hund gerade verstorben ist: "Weinen lässten den Hund auch nicht wieder auferstehen."

Grüße,

Nyxpriest

Ich glaube ich bin ähnlich rational ( was hier im Forum auch schon so einigen nicht gefallen hat 😉 )

Ich mache wahrscheinlich bei allem was ich tue irgendwo im Gehirn erst mal eine kleine Kosten-Nutzen Analyse , und alle Einnahmen und Ausgaben kommen auch im Kopf auf das grosse P&L Sheet.

Solch eine rationale Einstellung birgt natürlich zwangsläufig ein gewisses Konfliktpotential. Ich hatte letzten eine interessante Diskussion darüber, ab welchem Alter z.b. gewisse medizinische Behandlungen ( und die damit verbundenen Investitionen)  noch notwendig  sind und somit von der Krankenkasse bezahlt werden sollten.

 

Hi @achim_global!

In vielen Fällen würde ich das beschriebene Konfliktpotential als gut bezeichnen. Bei einer Diskussion sind unterschiedliche Arten an ein Problem heranzugehen ja durchaus förderlich.

Problematisch wird es dann, wenn man einer anderen Person ehrlich helfen möchte, diese sich aber oft einfach nur angegriffen fühlt, wenn man sie (sehr, sehr vorsichtig) auf unlogische Handlungen oder Gedankengänge hinweist. Das ist dann oft frustrierend für beide Seiten.

Dennoch bin ich davon überzeugt, dass rationales Vorgehen sich immer lohnt. Wenn man glücklicher Weise auch noch mit etwas sozialer und emotionaler Intelligenz gesegnet ist, lässt sich das ausgezeichnet kombinieren.

Grüße
Nyxpriest

Ich bin Angehörige eines Asperger-Autisten. Da kommen schon noch andere Eigenschaften dazu, wie Gesichts- und Mimikblindheit usw. Also ich persönlich erkenne zumindest Männer mit autistischen Zügen sehr schnell. Bei Frauen ist es schwieriger. Was hier beschrieben wird, geht eher in Richtung zwanghaft akzentuierte Persönlichkeitsstruktur, das passt auch zum Sparen, das ist DIE Sparpersönlichkeit schlechthin. 10% der Bevölkerung ist so strukturiert, vor allem Männer, wie bei allen Persönlichkeitsprofilen als Spektrum von normal (gewissenhaft, planend, sachlich) bis pathologisch (Zwänge, rigides Verhalten, Prokrastination aufgrund von Übergenaugigkeit). Ich neige auch ziemlich in diese Richtung, wie meine Mutter, habe aber viel dazu gelesen und bin nun lockerer drauf. Es hat auch einige Vorteile. Typische Berufe: Archivar, Bibliothekar, Jurist, Wissenschaftler u. ä.

Liebe Grüße, Laura Maelle

Habe als jugendlicher mal ziemlich zwanghaft gespart. Nur für mein Hobby die Hühner habe ich viel Geld ausgegeben. Wenn ich aber im Urlaub war wollte ich mit 5€ möglichst 2 Wochen verreisen. Ging dann weil ich nur Wasser getrunken habe, per Anhalter gefahren bin und ab und zu was zu Essen geschenkt bekommen habe. Auch habe ich damals sehr gerne auf sehr kleiner Fläche gelebt (z.B. in einem Flur im DG ohne Türen auf 2qm für 100€ Warmmiete). Das habe ich aber alles mittlerweile überwunden.

Als ich Wohnungen gekauft habe wollt ich immer das diese in einer Straße die mit S anfängt liegen (S100, S33, S129, S52, S58). Bin nur einmal von der Regel abgewichen (G24). Bei Häusern war es mir dann egal.

Ich "sammle" gerne Mieter aus unterschiedlichen Nationen mein Ziel ist es aus jedem Land der Welt mal einen Mieter oder Mieterin gehabt zu haben.

Ich liebe Zahlen aber das tun wir wohl alle hier 🙂

 

Hey, kann ich verstehen, dass Dir das S gefällt! Ich zog früher in meiner Kindheit öfter S-Kurven beim Schlittschuh- und Rollschuhfahren, ebenso  8-Kurven, der liegenden Unendlichkeit, aber mir gefiel schon damals das offene und freiheitliche S besser. Aus ähnlichen  Gründen mag ich die zackige 7. Eine meiner Lagerboxen hat die Nummer 77. Mir fällt die 7 öfter auf, auch wenn ich gerade nach der Uhrzeit schaue. 🙂

Liebe Grüße, Laura Maelle
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