Jahresbericht 2024 – Die schönste anstrengendste Zeit meines Lebens

Der Alltag durchgetaktet von 8 Uhr morgens bis Mitternacht. Kinder fertig machen, in die Kita bringen, arbeiten gehen, Einkaufen, Haushalt erledigen, Abendprogramm, die Kinder ins Bett bringen, aufräumen. Drei To-dos abarbeiten, vier neue auf die To-do-Liste setzen. Im Terminkalender: Kita-Treffen, Elternabende, Familienausflüge.

Ich glaube, so ein vollgepacktes und anstrengendes Jahr wie 2024 habe ich noch nie erlebt. Mal Skaten gehen oder ein Abend mit Freunden? Ein seltener Luxus. Der Jahresbericht? Ein mehrmonatiges Mammutprojekt. 😀

Es ist verrückt, denn gleichzeitig weiß ich: Eines Tages werde ich mich an diese Zeit als eine der schönsten meines Lebens zurückerinnern. Als unsere Töchter ganz klein waren. Ihre ersten kleinen Sätze sagten, mit uns kuschelten. Begeistert Papi! Papi! riefen, wenn ich von der Arbeit nach Hause kam. Uns stolz ihre selbst gemalten Bilder zeigten.

Das war 2024 bei uns los

  • Im Juni feiern Joana und ich unsere Hochzeit. Innerhalb von nur vier Monaten müssen wir alles organisieren – das nimmt uns in der ersten Jahreshälfte stark in Anspruch.
  • Unsere Kleine kommt im Januar 2024 mit anderthalb Jahren in die Kinderkrippe. Die Krippe ist ebenfalls eine Elterninitiative – genau wie die Kita der Großen. Joana übernimmt dort das Hausmeisteramt, ich bin weiterhin Finanzvorstand in der Kita.
  • Unsere Große wird 5 und startet ihr letztes Kindergartenjahr. Einmal die Woche geht Joana mit ihr zum Kinderchor.
  • Im April kehrt Joana nach fast zwei Jahren Elternzeit wieder zurück in ihren Angestelltenjob mit 12 Stunden pro Woche. Im November kündigt sie ihren Job wieder und arbeitet von nun an selbstständig.
  • Ich arbeite das ganze Jahr über in meinem Job als Software-Entwickler mit 24 Stunden pro Woche. Mittlerweile bin ich schon sechs Jahre in der gleichen Firma.
  • In den Sommerferien unternehmen wir wieder eine Abenteuer-Reise im improvisierten Camper.
  • Wir kaufen (mal wieder) ein neues Auto.

Meine Einnahmen und Ausgaben 2024

Wie üblich zeige ich hier im Blog immer nur meine persönlichen Einnahmen und Ausgaben sowie meinen Anteil der gemeinsamen Familienausgaben.
Bei geteilten Ausgaben wie Miete, Auto oder den Kindern trägt Joana die andere Hälfte.

Hier erstmal die wichtigsten Kennzahlen im Überblick.

Jahr 2024 Ø im Monat
Einnahmen (Netto) 24.863 € (+39 %) 2.072 €
Ausgaben: 16.297 € (+11,9 %) 1.358 €
Gespart: 8.566 € 714 €
Sparquote 34,4 %
Ø Wochenarbeitszeit  21,8 Stunden
Altes Vermögen (1. Januar 2024): 204.933 €
Neues Vermögen (31. Dezember 2024): 234.054(+14,2 %)

Nach unserer gemeinsamen Elternzeit 2022/23 ging es mit meinen Einnahmen und meiner Sparquote nun wieder klar bergauf – natürlich aber auch mit der Arbeitszeit. 😉

Auch meine Ausgaben sind im Vergleich zu 2023 leicht gestiegen. Dafür verantwortlich waren vor allem unsere Hochzeit, die Krippengebühren und das neue Auto. Andererseits waren wir ohne die Elternzeit auch weniger unterwegs und haben weniger Geld für Reisen und Urlaube ausgegeben.

Unsere gesamten Ausgaben als Familie betrugen im vergangenen Jahr 2.933 € pro Monat.

Meine Einnahmen

Einnahmequelle Jahr 2024 Ø im Monat
Gehalt netto (24 h/Woche) 28.936 € 2.411 €
Einnahmen-Anteil Joana -9.392 € -783 €
Selbständigkeit 1.481 € 124 €
Kindergeld 3.000 € 250 €
Payback, Geldgeschenke, Sonstiges 838 € 70 €
Einnahmen gesamt 24.863 € 2.072 €

Auch 2024 haben Joana und ich unsere Einnahmen 50:50 untereinander aufgeteilt. Die Differenz zu ihrem Einnahmenanteil hat Joana entsprechend von mir ausbezahlt bekommen.

Mein Angestelltenjob war dabei klar die Haupteinnahmequelle für unsere Familie.
In meiner Selbstständigkeit war ich – wie schon 2023 – kaum noch aktiv. Insgesamt 33 Stunden habe ich im ganzen Jahr selbstständig gearbeitet: ein Programmierauftrag für meinen derzeit einzigen Kunden und ein Frugalismus-Vortrag bei den Wirtschaftsjunioren Hannover.

Joana kündigt ihren Job

Deutlich mehr berufliche Veränderung gab es im letzen Jahr bei Joana.

Bisher hatte sie 12 Stunden in der Woche als angestellte Grafikdesignerin gearbeitet. Durch ihren Job war sie krankenversichert und steuerte auch einen kleinen Teil zum Familieneinkommen bei. Um sich beruflich weiterzuentwickeln, reichte ihre geringe Wochenarbeitszeit aber nicht wirklich aus.

Mit unserer Hochzeit stellten wir ihren Job einmal auf den Prüfstand:

  • Durch das Ehegattensplitting war es steuerlich nun egal, wer von uns welchen Teil zum Familieneinkommen beisteuerte. In meinem Job verdiente ich brutto pro Stunde fast das Doppelte wie Joana.
  • Unsere Familie war auf Joanas Einkommen nicht zwingend angewiesen – mein Gehalt und das Kindergeld deckten bereits unsere Ausgaben.
  • Für die Krankenversicherung wäre (dank Familienversicherung) selbst dann gesorgt, wenn Joana einmal kein oder wenig Einkommen hätte.

Gleichzeitig waren die fixen Arbeitsstunden eine zusätzliche Belastung für unsere Familie – besonders, wenn mal jemand von uns krank oder die Kita geschlossen war. Und das für ein paar Hundert Euro mehr im Monat auf dem Konto. Lohnte sich das?

Lange Rede, kurzer Sinn: Joana hängte ihren Job an den Nagel. Stattdessen hat sie nun ihre Nebentätigkeit als selbstständige Fotografin zu ihrem Hauptberuf gemacht.
Damit ist sie jetzt nicht nur zeitlich flexibler, sondern hat auch mehr Freude bei ihrer Arbeit und einen höheren Stundenlohn.
Hat sie viele Aufträge, können wir mehr sparen. Ist mal weniger los, bleibt mehr Zeit für Familie und Care-Arbeit und unser Alltag ist etwas entspannter.

Am liebsten fotografiert sie übrigens Familien und Kinder draußen in der Natur. Schaut gerne mal auf ihrer Website und ihrem Instagram-Profil vorbei! 🙂

Meine Ausgaben

Kategorie Jahr 2024 Ø im Monat
Warmmiete (inkl. Strom, Gas, Internet & Rundfunk) 5.175 € 431 €
Kinder-Ausgaben & Kita-Gebühren 2.936 € 245 €
Lebensmittel-Einkäufe 2.755 € 229 €
Außer Haus essen 262 € 22 €
Haftpflicht- und Unfallversicherung 237 € 20 €
Vereinsbeitrag Skatehalle
180 € 15 €
Spotify Family 60 € 5 €
Hochzeit (abzgl. Geldgeschenke)1 738 € 62 €
Neues Auto 700 € 58 €
Auto: Fixkosten & Wartung 284 € 24 €
Sprit & Zugtickets (ohne Urlaubsreisen) 341 € 28 €
Urlaub: Reisekosten & Unterkunft 933 € 78 €
Möbel, Einrichtung, Technik 444 € 37 €
Geschenke 367 € 30 €
Ausgehen, Events & Eintrittsgelder 254 € 21 €
Kleidung 140 € 12 €
Haushaltswaren, Putzmittel, Kosmetika 107 € 9 €
Sonstiges 384 € 32 €
Ausgaben gesamt 16.297 € 1.358 €

Unsere Hochzeit

Nach 13 Jahren als Paar beschlossen Joana und ich Anfang 2024, dass es nun doch mal an der Zeit war zu heiraten. 🙂 Nur vier Monate später fand dann auch schon unsere Hochzeit statt.

Nach der offiziellen Trauung im Standesamt feierten wir einen Nachmittag lang im Stadtpark von Hannover mit rund 50 Gästen.
Dort konnten wir für eine kleine Gebühr (50 €) eine öffentliche Wiese direkt am Rosengarten nutzen. Dazu hatten wir ein Dutzend Picknickdecken, eine Seifenblasenmaschine, eine schöne Vintage-Gartenbank und jede Menge Deko gekauft. Zwei Pavillons, einige Tische und Stühle konnten wir von Freunden und Verwandten leihen.

Unsere Gäste hatten wir gebeten, anstatt eines Geschenks eine Kleinigkeit fürs Buffet mitzubringen. Dazu haben wir Kaffee, Limo und Sekt besorgt und eine Bekannte für den Sektempfang eingestellt. Von unseren Eltern bekamen wir als Geschenk eine große Hochzeitstorte und das Mietgeschirr für die Party.

Auch mit dem Wetter hatten wir Glück und so wurde es ein wunderbares sommerliches Fest vor toller Kulisse.

Brautkleid, Ringe & Fotograf

Was ich bei der Hochzeitsplanung lernen durfte: Brautkleider können es finanziell durchaus mit einem Kleinwagen aufnehmen. 😀

Joana hatte sich darum erst nach einem gebrauchten Brautkleid umgesehen, fand dann aber bei einem Brautmodeshop in der Gegend ein neues Exemplar für 750 € – günstiger als so manches gebrauchte. Das Kleid musste dann noch angepasst werden (155 €), passende Schuhe ergatterte Joana für 9 € bei Vinted.
Nach der Hochzeit ließ Joana das Kleid reinigen (40 €) und verkaufte es bei Kleinanzeigen für 250 €.

Ich hatte auf den Standard-Anzug-Look irgendwie keine Lust und stellte mir online ein fresheres Outfit zusammen. Praktischerweise erwischte ich einige Sonderangebote und konnte mich für nur 204 € einkleiden – mit neuer Hose, Hemd, Schuhen, Hosenträger und Fliege.

Für die Trauringe sind wir erstmal ganz unbedarft in ein Juweliergeschäft gegangen. Dort wäre ich fast vom Stuhl gefallen, als uns die Verkäuferin für ein Paar einfache Goldringe einen vierstelligen Preis nannte. Schnell raus und erstmal ein bisschen recherchieren! 😀

Am Ende kauften wir unsere Ringe aus 585er Gold online bei Trauringshop24 für 677 €. Das war deutlich günstiger und auch entspannter. Wir bekamen erstmal eine Box mit Musterringen geschickt, die wir in Ruhe einige Tage anprobieren konnten. Unsere Wunschringe konnten wir dann transparent im Onlineshop konfigurieren und bestellen.

Trauringe von Oliver und Joana

Unseren Fotografen hatten wir bei den hochzeitshelden gebucht. Er fotografierte unsere Hochzeitsporträts (u.a. auch das heutige Titelbild), die Trauung im Standesamt und unsere Feier im Park.

Hier nochmal alle Hochzeitsausgaben im Überblick:

Kategorie Ausgaben
Fotograf 800 €
Brautkleid (inkl. Reinigung und Verkauf) 703 €
Make-up-Set Joana 269 €
Trauringe 677 €
Picknickdecken, Deko, Getränke, Service 666 €
Kleidung Oliver 204 €
Gebühren, Standesamt 103 €
Einladungskarten (Material & Porto) 106 €
Miete Stadtpark 50 €
Sonstiges 203 €
Gesamt 3781 €

Eigentlich hatten wir ja nur um einen Buffet-Beitrag als Geschenk gebeten. Trotzdem bekamen wir auch noch viele großzügige Geldgeschenke von unseren Familien und Freunden 🙂 – insgesamt 2.305 €1.

Ein fast genauso großes „Geldgeschenk“ gab es übrigens nochmal vom Finanzamt. Joana und ich hatten 2024 sehr unterschiedlich viel verdient und so betrug unsere Steuerersparnis durch das Ehegattensplitting in diesem Jahr rund 2.018 €.

Camper-Tour Nr. 2

Erinnert ihr euch noch, wie wir 2023 im improvisierten Camper-Van durch Frankreich gefahren sind?
Eigentlich war die Tour nur als Anreise zum eigentlichen Campingplatz am Atlantik gedacht, entpuppte sich dann aber als beste Urlaubsreise aller Zeiten.
Das wollten wir 2024 wiederholen – den Teil mit dem Campingplatz dieses Mal aber einfach weglassen.

Also liehen wir uns wieder den alten Sprinter, Kühlbox und Gaskocher von Joanas Papa. Ich baute einige Abende lang das Bettgestell ein und Joana nähte Vorhänge für die Fenster. Unser Plan: Drei Wochen um die Ostsee – über Dänemark, Schweden und durchs Baltikum und Polen zurück.

Ohne zu wissen, wo wir am Abend ankommen würden, bummelten wir los. Am zweiten Tag erreichten wir Fehmarn und trafen dort spontan alte Freunde von mir.
Als die Wettervorhersage Regen über Dänemark zeigte, beschlossen wir unsere Tour umzudrehen und fuhren in Richtung Polen weiter.

Nach zwei weiteren Stops in Rostock und auf Usedom hatten wir gerade die polnische Grenze überquert, als am Sprinter eine Dieselleitung riss. Wir mussten (mal wieder) den Abschlepper rufen – und saßen erstmal in Swinemünde fest.
Der nette Chef der Abschleppfirma war unsere Rettung: Er sprach gut Deutsch und hatte eine kleine Ferienwohnung, in der wir übernachten konnten. Am nächsten Tag halfen sein Kollege und er uns mit der Reparatur.

Dann ging es weiter Richtung Osten. In Danzig fanden wir das heute verfallene Haus (1. Bild), in dem meine Oma als Kind gelebt hatte – bis zu ihrer Flucht 1945. In den Masuren campten wir an Badeseen, machten Lagerfeuer und besichtigten das ehemalige Führerhauptquartier Wolfsschanze (3. Bild), wo sich 1944 das berühmte Stauffenberg-Attentat ereignet hatte.

Dann fuhren wir weiter durch Litauen und Lettland, erkundeten die Stadt Kaunas und den berühmten Berg der Kreuze bei Šiauliai. In Riga besuchte ich das lettische Okkupationsmuseum.

Nach ein paar Tagen erreichten wir schließlich Estland. Hier campten wir im Kiefernwald direkt am Ostseestrand und grillten abends Marshmallows überm Lagerfeuer. Eine Nacht verbrachten wir am imposanten Jägala-Wasserfall. Dann besichtigten wir noch die mittelalterlichte Altstadt von Tallinn, bevor wir mit der Fähre über Nacht nach Stockholm übersetzten.

Camper vor der Alexander-Newski-Kathedrale Tallinn

Auf dem Rückweg tingelten wir bei herrlichem Sommerwetter von See zu See durch die schwedischen Wälder. Auch Elche bekamen wir zu Gesicht – allerdings nur beim Besuch im Elchpark.  😉

Die gesamte Reise übernachteten wir jede Nacht an einem anderen Ort. Alle Plätze fanden wir (wie im Jahr zuvor) über die App park4night.
Meistens standen wir an wunderschönen Orten im Wald, an Seen oder auf ruhigen Parkplätzen. In der Regel war das Übernachten erlaubt oder zumindest geduldet, wenn man sich unauffällig verhielt und den Ort sauber hinterließ. Oft trafen wir auch andere Camper, die auf ähnliche Weise unterwegs waren.
In Estland nutzten wir zweimal einen kostenlosen Campingplatz des staatlichen Forstamts RMK mit sauberem Plumpsklo, Feuerstelle und teils sogar kostenlosem Feuerholz.
Für die Übernachtung bezahlt haben wir – die Fähre ausgenommen – nur ein einziges Mal (20 €), als wir in Dänemark an einem Yachthafen standen.

Reise um die Ostsee

Auch dieses Mal hatte unser spontanes Drauflosreisen – ohne Buchen oder Reiseführer – für eine Überraschung gesorgt. Eigentlich wollten wir vor allem in Schweden Urlaub machen, am Ende begeisterte uns aber vor allem die Reise durch Polen und die baltischen Länder.

Gekostet hat uns der dreiwöchige Urlaub insgesamt rund 2.200 €:

  • Diesel: 655 €
  • Fährtickets und Brückenmaut: 483 €
  • Supermarkteinkäufe: 580 € (zu Hause hätten wir in der selben Zeit rund 400 € ausgegeben)
  • Essen gehen: 187 €
  • Ausflüge und Eintrittsgelder: 166 €
  • Sonstiges: 129 € (Waschsalon, Feuerlöscher, Trinkgeld Werkstatt, etc.

Männerurlaub und Camping-Wochenenden

Unsere Ostsee-Reise war aber nicht unser einziger Urlaub im letzten Jahr.
Im Februar fuhr ich wieder mit meinen Jungs eine Woche in den traditionellen Männerurlaub nach Dänemark. Mit Joanas Familie ging es für ein paar Tage in den Center Parc Bispinger Heide.
Und im Sommer rüstete ich endlich mal wieder unser Mini-Wohnmobil aus – für zwei Camping-Wochenenden mit Freunden im Harz und am Steinhuder Meer.

Campingwochenede im Micro-Camper

Ein neues Auto

Apropos Mini-Wohmobil: Unseren kleinen roten Daihatsu hatten wir erst zwei Jahre zuvor mit neuem TÜV gekauft. 2024 mussten wir uns leider schon wieder von ihm verabschieden. Wie schon bei seinem Vorgänger war die Karosserie von innen durchgerostet. Für eine neue Plakette wären teure Schweißarbeiten nötig gewesen – da war ein Neukauf für uns günstiger.

Dass das Auto möglicherweise nur zwei Jahre hält, hatten wir beim Kauf schon mit einkalkuliert. 1.200 € hatten wir für das Auto bezahlt und sind damit 12.000 Kilometer gefahren – bis auf einen neuen Auspuff ohne größere Reparaturen. Am Ende haben wir es noch für 240 € bei Kleinanzeigen verkauft.
Unterm Strich ergibt das einen „Wertverlust“ von rund 500 € im Jahr – oder 8 Cent pro Kilometer. Für ein Auto gar nicht schlecht.

Nun haben wir für 1.400 € unseren dritten Daihatsu Move mit frischem TÜV angeschafft. Mit 151.000 km ist der etwas weniger gelaufen als sein Vorgänger und auch rostmäßig sieht er ein gutes  Stück besser aus. Damit das auch so bleibt, habe ich dieses Mal vorgesorgt und ein paar Dosen FluidFilm-Rostschutz in die Karosserie gesprüht.
Und auch meine (sehr rudimentären) Autoschrauber-Skills habe ich ausgebaut und zum ersten Mal einen Ölwechsel komplett selbst gemacht. Drückt dem Kleinen die Daumen. 😉

Neues Auto Daihatsu Move

Kinder-Ausgaben

Unsere direkten Ausgaben für die Kinder betrugen 2024 im Schnitt 489 € pro Monat. Lebensmittel und Essen machten dabei mit 187 € den größten Teil aus.
Mit dem Krippenstart unserer Kleinen mussten wir 2024 auch wieder Kita-Beiträge zahlen, im Schnitt 139 € pro Monat.
61 € kamen monatlich für Freizeitunternehmungen zusammen, darunter die Familien-Jahreskarte für den Zoo für einmalig 223 €.
Der Rest verteilt sich auf Spielzeug & Zubehör (24 €), Windeln (22 €), Kinderkleidung (39 €) und Sonstiges (17 €).

Technik und Haushaltsgeräte

Auch in dieser Kategorie gab es im letzten Jahr ein paar Neuanschaffungen.
Nach einem Google-Update konnte ich mit meinem 7 Jahre alten Sony-Smartphone nicht mehr kontaktlos bezahlen (ein waschechtes First World Problem 😀 ). Google setzt dafür jetzt Android 9 voraus, auf meinem Sony lief nur Version 8. Darum ersteigerte ich mir auf eBay ein „nur“ 6 Jahre altes Google Pixel 2 mit Android 11 für 40 €.

Außerdem kauften wir uns einen neuen, gebrauchten Staubsauger (50 €, Kleinanzeigen) und eine neue Küchenmaschine von Bosch (273 €) – ein lang gehegter Wunsch von Joana.

Spenden

Die Einnahmen des Frugalisten-Blogs (bestehend aus VG Wort-Tantiemen) betrugen im vergangenen Jahr 1.470 €. Hiervon gingen

Depot und Vermögen

Auch 2024 ist mein Vermögen durch die Renditen meiner ETFs wieder stärker gewachsen als durch meine Sparrate. Am Jahresende stand mein Depot bei einer (zeitgewichteten) Rendite von 14,68 %.

ETF Weltportfolio von Oliver Wertentwicklung 2025

Einige von euch hatten sich nach meinem letzten Jahresbericht einen detaillierteren Einblick in mein ETF-Depot gewünscht. So sah mein Depot am Jahresende 2024 aus:

ETF Stück Wert
(Kaufwert)
Rendite2 2024
Amundi MSCI All Country World
LYX00C / Aktien, thesaurierend
131 64.011 €
(31.498 €)
25,19 %
IShares MSCI Emerging Markets IMI
A111X9 / Aktien, thesaurierend
785 25.693 €
(20.962 €)
14,04 %
IShares MSCI EMU
A0YEDX / Aktien, thesaurierend
112 19.633 €
(10.984 €)
9,96 %
Amundi Euro Gov. Bonds 7-10Y
LYX041 / Staatsanleihen, ausschüttend
158 24.407 €
(26.776 €)
1,53 %
UBS CMCI Composite SF
A1C79N / Rohstoff-Futures, thesaurierend
229 22.961 €
(12.202 €)
12,13 %
SPDR Dow Jones Global Real Estate
A1J3PB / REITs, ausschüttend
771 24.209 €
(21.689 €)
7,28 %

Im November hatte ich einmal für rund 11.500 € ETFs nachgekauft, um mein Portfolio wieder auf die Soll-Allokation (80 % ETFs, 20 % Tages-/Festgeld) zu rebalancen.
Dabei sollte natürlich auch das ursprüngliche Verhältnis der ETFs untereinander in etwa wiederhergestellt werden – deshalb ist das Geld in den REIT- und den Anleihen-ETF geflossen.

Vermögensaufteilung

So ist mein Vermögen Ende 2024 aufgeteilt:

RK 2 Summe Anteil am Gesamtvermögen
ETF-Portfolio 180.906 € 77,3 %
BAV England (100 % Aktien)
(kann erst mit 55 ausgezahlt werden)
15.333 € 6,5 %
RK 1 Summe Anteil am Gesamtvermögen
Tagesgeld 12.815 € 5,5 %
Festgeld 25.000 € 10,7 %
Gesamt 234.054 € 100 %

Das Ende von OnVista und Depotübertrag

Rund 10 Jahre lang – seit ich in ETFs investiere – hatte ich mein Depot bei der OnVista-Bank. Dank des Freebuy-Modells konnte ich hier immer zu niedrigen Gebühren ETFs kaufen.

Ende 2024 stellte OnVista nun leider den Geschäftsbetrieb ein und ich musste meine ETFs zu einem neuen Broker umziehen.

Bei der Recherche merkte ich, dass man sich dabei aktuell für eine Seite entscheiden muss.
Entweder man geht zu den hippen Neobrokern (Scalable, Trade Republic, Traders Place, etc.) mit sehr günstigen oder sogar kostenlosen Trades. Oft sind die Anbieter aber erst ein paar Jahre auf dem Markt und es ist unklar, wer sich langfristig mit welchem Geschäfts- und Preismodell etabliert.
Alternativ wählt man eine der alteingesessenen Direktbanken (consors, DKB, ING, comdirect), die im Regelfall aber höhere Ordergebühren verlangen.

Ich bin nun erstmal den Weg des geringsten Widerstandes gegangen und mit meinen ETFs zur comdirect umgezogen.
OnVista war schon länger eine Tochter der comdirect – außerdem führe ich dort schon seit vielen Jahren mein Girokonto.

Zum Zeitpunkt des Umzugs gab es gerade eine Aktion, dank der ich nun drei Jahre lang ETFs für pauschal 3,90 € pro Order kaufen kann. Das ist für mich günstig genug, so dass ich erstmal diese drei Jahre bei der comdirect bleibe. 2027 schaue ich mich dann nochmal auf dem Markt um und entscheide neu.

Festgeldleiter

Fast mein gesamtes Investorenleben lang lagen die Zinsen für Tages- und Festgeld bei 0 bis 1 %. Erst mit der Zinswende 2022 hatte sich das schlagartig geändert. Ende 2024 boten viele Banken für Tages- und Festgeld (AAA) noch weit über 3 % – die ein oder andere Zinssenkungen hatte es aber schon gegeben.

Das nahm ich zum Anlass, zum ersten Mal einen Teil meines risikoarmen (RK1-) Vermögens in Festgeld statt in Tagesgeld anzulegen. Dafür richtete ich im Oktober 2024 eine Festgeldleiter bei der holländischen Ayvensbank ein3. Jeweils 5.000 € gingen in fünf Festgeld-Anlagen mit Laufzeiten von 1 bis 5 Jahren.

Festgeldleiter 5.000 € bei der Ayvensbank

So läuft nun jedes Jahr ein Festgeld aus, mit dem ich mein ETF-Depot rebalancen kann, oder das ich alternativ wieder in ein neues 5-jähriges Festgeld investiere3. Gleichzeitig profitiere ich von den höheren Zinsen im Vergleich zum Tagesgeld .

Ausblick 2025

Bei einem so ereignisreichen Jahr wie 2024 passiert es schnell, dass etwas auf der Strecke bleibt. So bin ich 2024 etwa kaum zum Skaten gekommen. Im Winter 2023/24 war ich häufiger krank und hatte es anschließend nicht mehr geschafft, den Sport in meinen durchgetakteten Alltag zu integrieren. Für 2025 hatte ich mir fest vorgenommen, das zu ändern.

Außerdem gab es 2025 einige Veränderungen hier bei uns im Haus. Wir haben die Einschulung unserer Großen gefeiert. Und ich war unglaubliche drei Mal im Urlaub in Dänemark. 😀

Damit ihr nicht bis zum nächsten Jahresbericht auf ein Lebenszeichen von mir warten müsst, habe ich noch etwas für euch: Seit einer Weile poste ich ab und an Neuigkeiten auch auf Instagram. Es wäre mir eine Ehre, euch dort als Follower begrüßen zu können. 🙂

Lasst es euch gutgehen und eine tolle Adventszeit!

1 Bei der Übersicht meiner Einnahmen und Ausgaben habe ich unsere Hochzeits-Ausgaben mit den Geldgeschenken zur Hochzeit verrechnet. So werden meine Zahlen nicht unnötig durch die Hochzeits-Ausgaben und -Geschenke verzerrt.

2 Rendite inkl. Ausschüttungen (Total Return)

3 Das erste Festgeld ist mittlerweile ausgelaufen. Da die Ayvensbank aktuell nicht die besten Zinsen am Markt bietet, habe ich das neue Festgeld bei der schwedischen HoistSpar via Raisin investiert.

56 Gedanken zu „Jahresbericht 2024 – Die schönste anstrengendste Zeit meines Lebens“

  1. Absoluter Knaller, vielen lieben Dank für diese Zusammenfassung. Da ich ähnlich denke und euch 100-prozentig verstehe. Tut es gut, dass es noch andere Menschen die sparsam leben wollen und können. Ich wünsche euch alles erdenklich Gute. Jetzt muss man ja schon sagen für 2026 und warte begeistert auf die nächsten Jahresbericht. Eine einzige Frage habe ich nur wie kommt man auf 431 € Warmmiete? Also zu zweit unter 800 ist hier in Rheinhessen eigentlich nichts zu bekommen, wenn man nicht in der letzten abgebrannten Bude hausen will. Danke und grüsse sven

    Antworten
  2. Ich find’s einfach mega, wie du dein Minimalistisch, Frugalistisches Leben so offen mit uns teilst. Diese Einblicke von dir sind unglaublich inspirierend – ich feier das total! Dein Blog, deine Artikel und auch deine YouTube-Videos motivieren mich jedes Mal aufs Neue. Danke für deine starke Arbeit und dafür, dass du all das so großzügig mit uns teilst.

    Liebe Grüße aus Osnabrück!

    Antworten
  3. Hi Oliver,

    Danke für den Guten Beitrag – wie immer sehr interessant. Du trägst seit Jahren einen großen Teil zu meiner Finanziellen Bildung bei und es wirkt auch so, als hättest du nicht nur das „finanzielle Herz“ am rechten Fleck, das zeigen auch deine großzügigen Spenden – sehr cool, wirklich!

    Was mich da etwas verwundert hat war, dass ihr eine Dauerkarte im Zoo habt.. Das würde ich noch einmal überdenken.. hier gibt es extrem gute Videos von Robert Marc Lehmann zu dem Thema, er erklärt dort wieso man Zoos lieber im allgemeinen nicht unterstützen sollte. Das Geld würde ich dann lieber in den Nächsten Urlaub stecken oder mit den Kids komplett kostenlos in den Wald gehen und ihnen dort Zeigen, wie Tiere in freier Wildbahn leben..oder eben in den Elchpark 😉 Ich möchte hier gar nicht mit dem erhobenen Finger auf dich zeigen, nur für den Fall, dass dir eventuell nicht bewusst ist, wie schlimm Zoos und das Konzept von diesen ist, möchte ich diesen konstruktiven Hinweis hinterlassen.

    Antworten
  4. Hallo Oliver! Erst einmal vielen Dank für diesen spannenden Einblick. Das muss ja ein tolles Jahr für euch gewesen sein.
    Mich würde mal interessieren, ob ihr euch für einen Ehevertrag entschieden habt? Vermutlich eine Frage, die ihr euch vor der Ehe gestellt habt, falls die Vermögen in der Partnerschaft eher ungleich verteilt sind?

    Antworten
    • Hallo Tore,

      vielen Dank und sehr gute Frage!

      Wir haben (bisher) keinen Ehevertrag gemacht, weil wir das Thema erstmal als nicht so wichtig angesehen haben. Ohne Ehevertrag gilt die gesetzliche Zugewinngemeinschaft. Das heißt, während der Ehe bleiben die Vermögen getrennt, erst im Fall einer Scheidung würden die während der Ehe erfolgten Zugewinne aufgeteilt werden. Das Vermögen zum Zeitpunkt der Eheschließung (bei mir ca. 220k €) ist dabei komplett außen vor (für diesen Fall haben wir übrigens auch die Kontoauszüge vom Hochzeitsmonat herausgesucht und gesondert in einem Ordner abgelegt).

      In den nächsten Jahren wird mein Vermögen wahrscheinlich erstmal weiter größer bleiben und auch schneller wachsen als Joanas. Damit würde diese Zugewinngemeinschaft für mich mit der Zeit zunehmend nachteilig werden (in dem Sinne, dass Joana im Falle einer Scheidung an den Zuwächsen meines in die Ehe eingebrachten Depots beteiligt würde). Damit kann ich aber leben bzw. dieses Risiko gehe ich erstmal ein.

      Falls uns die gesetzliche Regelung irgendwann nicht mehr passen sollte, kann man einen Ehevertrag auch noch jederzeit während der Ehe schließen.

      Ein Ehevertrag wäre für uns (oder besser: für mich) auch nicht ganz billig gewesen. Die Notarkosten richten sich nach dem Vermögen der Ehepartner und hätten in unserem Fall wohl etwa 1.500 € betragen.

      Antworten
  5. Hi Oliver,

    mannometer, da mussten wir aber wirklich lange warten. Aber was lange währt, wird dann endlich aber auch so richtig gut: 10000 Dank für den gewohnt superausführlichen Bericht. Schön, dass es Euch so gut geht. Ich wünsche so sehr für Euch, dass es so weitergeht (und bin sehr gespannt!). Möge sich Dein Frugalisten Way-of-Life viel mehr weiterverbreiten, das wäre so positiv für so viele Menschen!

    Alles Gute!
    Florian

    Antworten
  6. Hallo Oliver, du hast eine Einstellung entwickelt, du hast dir eine Struktur verpasst und ziehst das jetzt konsequent entlang deiner Prämissen durch.
    Sehr erfolgsversprechend aus meiner Sicht!
    Weiterhin alles Gute!

    Antworten
  7. Moin Oliver,

    schön, dass du noch ab und zu Zeit fürs Schreiben findest und (verspätet) Glückwunsch zur Hochzeit!

    Als inzwischen erfahrener Selbstschrauber und Auto-Totfahrer finde ich 8Ct/km Wertverlust viel – mein erstes Auto hat 2300€ auf 110000km verloren (3400€ Kaufpreis, 1000€ Verkauf mit Motorschaden). Beim aktuellen (zweiten) Auto dürfte von den 4200€ Kaufpreis auch nicht mehr viel übrig sein, aber die verteilen sich auch auf (bisher) 165000km.

    Das auch als Angebot: Ich wohne gute 2h von dir entfernt, falls du mehr selbst schrauben üben willst, gib gern (per Mail) Bescheid. Oder nee, da warst du über Joanas Eltern eh versorgt?

    Alles Gute weiterhin,
    Arno

    Antworten
    • Hallo Arno,

      für einen fairen Vergleich müsstest du noch alle Ausgaben für den Werterhalt deiner Autos mit einrechnen – also vor allem die Aufwendungen, um die Fahrzeuge alle zwei Jahre durch den TÜV zu bringen.
      Diese sind in meinem angegebenen „Werverlust“ ja auch mit enthalten, da wir immer ein Auto mit abelaufenem TÜV gegen eines mit frischem TÜV ersetzt haben (man könnte also auch sagen: Der Kaufpreis war der Preis für die Erneuerung der Plakette, nur halt an einem anderen Auto 😉 ).
      Vielleicht hast du da ja noch Aufzeichnungen dazu? Als Selbstschrauber werden diese Ausgaben aber auch überschaubar sein, vermute ich mal.

      Danke dir auch fürs Angebot – richtig, Joanas Papa hat eine kleine Werkstatt hinterm Haus, Kleinigkeiten haben er oder wir dort auch schon mal gemacht. Mehr Zeit zum Schrauben werde ich in den nächsten Jahren aber wohl auch nicht investieren können. Ich bin froh wenn das Auto fährt, ohne viel Arbeit reinstecken zu müssen. 🙂

      Antworten
      • Moin Oliver,

        Ich kann für das zweite Auto – mit wenig Aufwand – das auswerten, was ich unter „Repair & Maintenance“ einordne, und auch nicht seit Autokauf. Das war nicht nur das, was nötig war, um das Auto durch den TÜV zu bringen, sondern auch normale Wartungs- und Verschleißsachen (Ölwechsel, Zündkerzen, Filter, Reifen, Leuchtmittel…) und auch Kram wie Autowäsche, Scheibenfrostschutz, Eiskratzer, Verbandskasten. Und „Unfall-Reparaturen“ wie drei Außenspiegel (2x abgetreten, Täter nicht ermittelt, 1x ein Kajak vom Dach fallen lassen…) und zwei Frontscheiben wegen Steinschlag mit Riss (keine Kasko, das Geld spar ich mir).

        Damit komme ich auf 6.724€ für 123.000km, also knapp 5,5Ct/km. Etwas negativ gerechnet, denn ich hab darin sowohl den 2013er als auch den 2025er Zahnriemenwechsel und sowohl die 2015er als auch die 2025er Reifen – mit beidem dürfte ich jetzt bis ~2037 und die nächsten 70.000km ausgesorgt haben, wenn ich das Auto denn so lange behalte – aber das dürfte weniger als 10% Fehler reinbringen 🙂

        Viele Grüße,
        Arno

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        • Hi Arno,

          danke für die Ergänzung, sehr cool dass du die Ausgaben noch so genau nachvollziehen kannst! 🙂
          Und wie ich es mir dachte bist du als Selbstschrauber wirklich günstig unterwegs – 5,5 Ct/km sind wahrscheinlich nur schwer (und mit Glück, d.h. keine größeren Reparaturen/Schäden) zu unterbieten.

          Antworten
          • Haushaltsbuch on steroids 😉

            Nachdem es mich genervt hat, Kontoauszüge in irgendeinem Excel-Format herunterzuladen und in mein Haushaltsbuch zu integrieren, habe ich ca. 2013 Onlinebanking mit HBCI/FinTS und gnucash als Software begonnen und damit eher eine Finanzbuchhaltung als ein Haushaltsbuch meiner privaten Finanzen…

            Zeit zum Schrauben ist ein Thema, ebenso wie aktuelle Gebrauchtwagenpreise. Wenn der Wagen verreckt, wird es daher Carsharing werden: Kostet mich für meine 6000km ein-zweihundert Euro mehr im Jahr im Vergleich zu meinem Auto. Da darf ein neuer Gebrauchter also quasi keinen Wertverlust haben, und die gesparte Zeit kann ich auch sinnvoll nutzen 🙂

            Arno

            Antworten
            • Ähm, was ist HBCI/FinTS und gnucash? Mich nervt es nämlich auch ziemlich, von sämtlichen Banken und Kreditkarten und Depots und dem Handyhaushaltsbuch für Barausgaben alles in die eine große Exceltapete (jetzt leider nur noch ods, macht noch weniger Spaß) einzupflegen, zumal ich ein totaler Depp bin, wenn es um Excel /ods geht. Könnte die von Dir genannten Tool auch meine Finanzbuchhaltung vereinfachen? Dank und Gruß von der Coco.

              Antworten
              • Kurzfassung: HBCI/FinTS ist eine Reihe von Standards, mit denen die meisten größeren deutschen Banken seit etwa 30 Jahren Homebanking (Umsatzabfrage, Saldoabfrage, Überweisungen) per Bankingsoftware (z.B. StarMoney) möglich machen. Von Depots weiß ich nicht, inwiefern die möglicherweise auch im Standard enthalten sind – meine bisherigen Depots haben bzw. hatten keine entsprechenden Schnittstellen.

                gnucash https://gnucash.org/index.phtml?lang=de_DE ist eine freie und quelloffene Finanzverwaltung, die mit einem Stück Zusatzsoftware namens aqbanking über HBCI/FinTS oder auch über andere Standards Buchungen abrufen kann, auch z.B. wohl von Paypal, was ich persönlich noch nie probiert habe. Es ist allerdings eine Buchhaltungssoftware, d.h. mit doppelter Buchführung und allem daran hängenden Einarbeitungsaufwand.

                Viel Erfolg,
                Arno

                Antworten
  8. Ich hatte eigentlich gar keine Zeit gerade, bin aber voll kleben geblieben und habe jedes Wort und jede Zahl und jedes Bild von Anfang bis Ende verschlungen und mich unheimlich über Deine Transparenz und Offenheit gefreut. Was für ein Geschenk, dass Du das teilst, danke Dir und von Herzen alles Gute für Euch 4 wünscht unbekannter Weise die Coco aus derzeit Guatemala!

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  9. Super Beitrag wie immer und scheint soweit alles gut zu laufen bei euch!

    Hattest du schon mal daran gedacht, dass ETF Portfolio (Kommer V1.0) eventuell zu vereinfachen? Z. B
    nur noch einen Welt-Aktien-ETF (MSCI ACWI/FTSE All-World) und einen für Staatsanleihen?

    Antworten
    • Hallo Theo und vielen Dank!

      Ja, ein kleines bisschen vielleicht schon. 😉 Mein Portfolio mit sechs ETFs ist schon recht komplex und ich würde das auch niemandem empfehlen, der das nicht einfach aus Spaß und Interesse an der Sache so macht.
      Auch Joana und die Kinder haben nur jeweils einen einzelnen Vanguard All-World-ETF im Depot.

      Ich habe mich vor 10 Jahren für dieses Portfolio entschieden und finde es wichtig, dass man seine einmal gewählte Strategie so durchzieht, wenn nicht trifftige Gründe dagegen sprechen, sich z.B. die Grundannahmen geändert oder als falsch herausgestellt haben. Das haben sie nicht und ich bin auch immer noch glücklich mit dem zusätzlichen Plus an Diversifikation. Darum bleibe ich weiter bei meinen sechs ETFs – so viel mehr Arbeit machen sie am Ende des Tages ja auch nicht. 🙂

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  10. Dieser Blog hat mich auf meiner eigenen Finanzreise begleitet, tolle Inspiration geboten und ich habe mich riesig über den neuen Beitrag gefreut.

    Bei einem Punkt gehen dieses Mal aber Alarmglocken an: Die Argumentation dafür, dass sich Joanas Angestellten-Job nicht lohnt. Ich finde es super, seinen Träumen zu folgen und etwas zu tun, das einen erfüllt. Wenn die Selbstständigkeit das bietet, bin ich absolut dafür – solange man sie sich leisten kann, ohne in Abhängigkeit zu geraten. Vielleicht ist es bei euch auch gar nicht so – es sieht auf den ersten Blick aber nach der typischen Argumentation aus, die Frauen in die Altersarmut führt, wenn der Partner irgendwann nicht mehr als Hauptverdiener „zur Verfügung steht“ (sei es durch Trennung, Erwerbsunfähigkeit oder Tod).

    Habt ihr neben dem Netto-Einkommen auch die verloren gehenden gesetzlichen Rentenansprüche und die Ansprüche an Kranken- und Arbeitslosengeld berücksichtigt? 12 Wochenstunden im Angestelltenjob bedeuten natürlich auch keine Unabhängigkeit, aber immerhin einen Fuß in der Tür und vllt ja auch die Option, irgendwann Stunden aufstocken zu können (?).

    Du hattest Joanas Verdienstausfall in der Elternzeit ausgeglichen. Soll es auch einen Ausgleich für die Care-Arbeit geben, die sie nun aufgrund ihrer zeitlichen Flexibilität ohne Angestelltenjob mehr leistet? Wie ist sie abgesichert, falls dir etwas zustößt oder falls ihr euch trennt?

    Ihr seid natürlich niemandem Rechenschaft schuldig und wahrscheinlich habt ihr euch all die Gedanken auch gemacht und sie nur nicht im Blogbeitrag ausformuliert. Ich möchte nur meine „Warnung“ ins Internet tröten, dass Frauen sich solche Entscheidungen sehr gut überlegen und dabei nicht nur die Netto-Differenz in der aktuellen Situation bedenken sollten, sondern auch die möglichen langfristigen Konsequenzen.

    Und somit wünsche ich viel Erfolg für die Selbstständigkeit, danke dir für den neuen Beitrag und dafür, dass du uns an deiner Finanzreise weiterhin teilhaben lässt, und freue mich auf weitere Artikel in Zukunft 🙂

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    • Ja, das ging mir als Frau übrigens ganz genauso beim Lesen, ich vermute aber, dass die beiden intern ausgleichen und Joana selber auch ETFs hat, aber ja, würde mich auch interessieren, weil es sonst so dieses klassische 50er Jahre Versorgerehe-Modell wäre, das Frauen abhängig macht und irgendwann u.U. arm.

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      • was fragt oder „vermutet“ ihr denn groß über Ausgleich, wenn da klar steht, dass beide Einnahmen zusammen gerechnet und durch zwei geteilt werden???

        Antworten
        • Wie geschrieben: Es geht nicht nur um die aktuelle Netto-Situation, in der beide durch das Zusammenschmeißen der Einnahmen gleich viel Geld zur Verfügung haben, sondern auch um die Ansprüche, die man durch eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung erwirbt, und die Berufserfahrung, die einem im weiteren Berufsleben zugute kommt.

          Wenn die Selbstständigkeit gut läuft, dann ist der zweite Punkt wohl vernachlässigbar. Aber ich stelle mir aus meiner naiven Angestellten-Perspektive vor, dass fürs „gut laufen“ viel Zeit in die Selbstständigkeit fließen muss, was wiederum nicht mit der Idee vereinbar wäre, dass die Selbstständigkeit die Kinderbetreuung erleichtert.

          Oliver ist weiterhin sozialversicherungspflichtig beschäftigt, sammelt Rentenpunkte, erhält Krankengeld, wenn er längerfristig gesundheitlich ausfällt, behält das gesamte Absicherungsnetz. Für Joana gilt das nicht mehr. Auch die 12 Wochenstunden im Angestelltenjob klingen schon nach Abhängigkeit, aber die Selbstständigkeit, in der sie nun praktischerweise mehr Care-Arbeit übernehmen kann, wenn weniger los ist, klingt nochmal gefährlicher.

          Antworten
          • FinPan, du führst interessante und wichtige Punkte an. Es gäbe zwar eine private Krankengeld Zusatzversicherung, aber für den seltenen Fall wo man mal Krankengeld braucht, würde Oliver sie wohl auffangen, da sie als Familie jetzt schon nicht auf ihr Einkommen angewiesen sind.
            Sie muss nur aufpassen gewisse Einkommensgrenzen nicht zu überschreiten, sonst darf sie sich nicht mehr mit familienversichern (aktuell max. 485€/Monat).
            Zum Thema Alterssicherung: Der Plan ist ja sowieso Frührente und Leben vom Kapital, daher dürften etwaige Rentenansprüche in den Hintergrund rücken. Es ist eben die aktuelle Lebensrealität, wird sich bestimmt nochmal ändern. Ich kenne auch einige Mütter mit kleinen Kindern, die gar nicht arbeiten (außer unbezahlte Care-Arbeit natürlich).

            Antworten
            • „Der Plan ist ja sowieso Frührente und Leben vom Kapital“

              Ich würde behaupten das WAR mal der Plan, aber Oliver hat das in den letzten Beiträgen verdeutlicht, dass es nun eher um die Freiheit im JETZT geht seine Arbeitsstunden einzuteilen (seitdem werden ja auch die Wochenarbeiten angegeben).

              Wenn die Kinder aus’m Haus sind oder sich der Lebensstandard Richtung goldene Wasserhähne ändert werden die Stunden erhöht.

              Antworten
              • Ich verstehe, dass Vorsorge für Frauen wichtig ist. In diesem Fall verstehe ich die ganze Aufregung allerdings nicht:

                Alle erworbenen (Mütter-)Rentenpunkte werden Dank Heirat geteilt, im unwahrscheinlichen Fall der Trennung wird der (vermutlich erhebliche) Zugewinn ebenso geteilt. Selbst im schlimmsten Fall (Todesfall) ist die Familie durch das bereits vorhandene Vermögen verhältnismäßig gut abgesichert – besser zumindest als nahezu alle Familien die ich kenne.

                Und bei dem jetzigen Vermögen und der Sparrate ist Oliver spätestens in 10 Jahren mit Mitte/Ende 40 finanziell frei. Trotz 60%-Teilzeit und zwei Kindern (bei Annahme von 4 % inflationsbereinigter Rendite). Über das Vermögen von Joana wissen wir nichts. Da könnte man natürlich viel spekulieren. Aber bei dem Ehemann wird da bestimmt auch der eine oder andere Gedanke an die Altersvorsorge der Ehefrau nicht zu kurz gekommen sein.

                Auch von mir nochmal: Vielen Dank für deine ausführlichen Berichte Oliver 🙂 Jedes Mal wieder spannend

                Antworten
                • Ich unterstelle Joana gar nicht, dass sie abhängig ist, und hab oben ja auch schon geschrieben:

                  „[…] wahrscheinlich habt ihr euch all die Gedanken auch gemacht und sie nur nicht im Blogbeitrag ausformuliert.“

                  Mir ist es nur sehr wichtig, im Allgemeinen darauf aufmerksam zu machen, dass ein Mann keine Altersvorsorge / Absicherung ist und dass Frauen sich nicht abhängig machen sollten.

                  Joana mag durch eigene Vorsorge völlig unabhängig sein – das kann ich mir sehr gut vorstellen. Aber es ist halt nichts dazu beschrieben und genau deshalb finde ich es wichtig, auf die Gefahren der Abhängigkeit und Versorgerehe hinzuweisen: Damit andere, die vielleicht nicht die gleichen Voraussetzungen mitbringen (z. B. kein eigenes, gut gefüttertes Depot), sich nicht unreflektiert ein Beispiel daran nehmen und auf diese Weise unbedarft in Abhängigkeit geraten.

                  Antworten
                • Hallo Tim und vielen Dank! 🙂

                  Kleine Korrektur/Ergänzung: Die Mütter-Rentenpunkte werden nicht geteilt, die erhält standardmäßig immer vollständig die Mutter. Eine Aufteilung müssten man bei der DRV extra beantragen.

                  Antworten
            • Hallo Christian,

              Sie muss nur aufpassen gewisse Einkommensgrenzen nicht zu überschreiten, sonst darf sie sich nicht mehr mit familienversichern (aktuell max. 485€/Monat).

              Joana ist derzeit selbst krankenversichert, da ihr Einkommen über dieser Grenze liegt (u.a. auch weil sie einen Gründerzuschuss erhält, aber auch so). Allerdings bewusst ohne Krankengeldversicherung, da wir diese ja nicht zur Existenzsicherung benötigen.

              Zum Thema Alterssicherung: Der Plan ist ja sowieso Frührente und Leben vom Kapital, daher dürften etwaige Rentenansprüche in den Hintergrund rücken.

              Das war und ist schon immer nur mein persönliches Ziel, nicht Joanas. Darum wird die gesetzliche Rente für sie wahrscheinlich schon ein nicht ganz unerheblicher Baustein bei der Altersvorsorge sein.

              Antworten
          • Oliver ist weiterhin sozialversicherungspflichtig beschäftigt, sammelt Rentenpunkte, erhält Krankengeld, wenn er längerfristig gesundheitlich ausfällt, behält das gesamte Absicherungsnetz. Für Joana gilt das nicht mehr.

            Wie schon weiter oben geschriebe: Joana ist ja Teil meines Absicherungsnetzes (zumindest für kurzfristige Ansprüche wie Krankengeld oder ALG). Sollte sie krank werden, bekommt sie weiterhin die Hälfte meines Einkommens. Sollte ich krank oder arbeitslos werden, bekommt sie auch die Hälfte meines Krankengeldes bzw. ALG.

            Antworten
    • Hallo FinPan,

      Habt ihr neben dem Netto-Einkommen auch die verloren gehenden gesetzlichen Rentenansprüche und die Ansprüche an Kranken- und Arbeitslosengeld berücksichtigt?

      Joana hat für die Kindererziehungszeit die gesetzlichen 3 Rentenpunkte pro Kind bekommen – also insgesamt 6 Rentenpunkte seit April 2019. Das sind mehr pro Jahr als sie oder ich bisher in irgendeinem Job erhalten haben. Ich kriege durch meinen Job aktuell rund 0,85 Rentenpunkte im Jahr. Während unseres gemeinsamen Elternzeitjahres habe ich sogar überhaupt keine Rentenanssprüche erworben.
      Joana hat also seit der Familiengründung mehr Rentenpunkte bekommen als ich, so dass es in dieser Richtung bisher nichts auszugleichen gab.

      Das ändert sich jetzt ab 2025/26 natürlich, da Joana keine weiteren Rentenpunkte für die Kindererziehung mehr bekommt, ich durch meinen Angestelltenjob aber schon. Das werden wir künftig auch irgendwie finanziell ausgleichen, mit welchem Betrag genau müssen wir noch festlegen/besprechen.

      Ansprüche an Kranken- oder Arbeitslosengeld gleichen wir nicht aus, das sehe ich aber auch nicht als notwendig an, da Joana ja aktuell quasi über mich „mitversichert“ ist. Da wir momentan alle Einnahmen 50:50 teilen, würde sie die Hälfte meines Kranken- oder Arbeitslosengeldes bekommen, wenn ich krank oder arbeitslose werden.

      12 Wochenstunden im Angestelltenjob bedeuten natürlich auch keine Unabhängigkeit, aber immerhin einen Fuß in der Tür und vllt ja auch die Option, irgendwann Stunden aufstocken zu können (?).

      Das mag z.B. für einen Konzernjob sicher richtig sein. Joana hat in einem kleinen 3-Personen-Betrieb gearbeitet, ist dort zunächst mit 8 Wochenstunden eingestiegen und hat später auf 12 Stunden aufgestockt. Aufstiegsmöglichkeiten hätte es bei so einem kleinen Betrieb wohl eher nicht gegeben und vermutlich auch keine Möglichkeit, auf deutlich mehr Stunden (geschweige denn Vollzeit) zu erhöhen.

      Antworten
    • Du hattest Joanas Verdienstausfall in der Elternzeit ausgeglichen. Soll es auch einen Ausgleich für die Care-Arbeit geben, die sie nun aufgrund ihrer zeitlichen Flexibilität ohne Angestelltenjob mehr leistet?

      Wir teilen derzeit alle unsere Einnahmen 50:50, das ist wohl der gerechteste Ausgleich für Care-Arbeit, der möglich ist. 🙂
      Gleichzeitig schafft diese Aufteilung für uns beide den Anreiz, zu einem möglichst hohen Stundenlohn zu arbeiten. Da wir durch das geteilte Einkommen beide davon profitieren, lohnt es sich eher, den jeweils anderen für einen höheren Stundenlohn „arbeiten zu schicken“ und in dieser Zeit Care-Arbeit zu machen, als selbst in einem niedriger bezahlten Job arbeiten zu gehen. Das ist jetzt mit Joanas Selbstständigkeit deutlich ausgeglichener, da sie darin pro Stunde ähnlich viel verdient wie ich in meinem Angestelltenjob.

      Wie ist sie abgesichert, falls dir etwas zustößt oder falls ihr euch trennt?

      Im Falle einer Trennung oder wenn ich z.B. arbeitsunfähig werde, müsste Joana natürlich wieder mehr arbeiten bzw. eigenes Geld verdienen, das ist logisch. Im Trennungsfall ohne Wechselmodell würde sie zusätzlich noch Kindesunterhalt von mir bekommen. Eine Kompensation für sowas wie „Verpasste Karriere“ haben wir nicht vorgesehen. Im Falle meines Todes würde Joana den Großteil meines Vermögens erben.

      Antworten
  11. Hallo Oliver, auch von mir wieder meinen allerhöchsten Respekt für diese so toll beschriebenen Details, Entscheidungsgründe und gute und weniger gute Sachen. Habt weiter ein solch bewusst gute gestaltetes Leben. Viel Gesundheit, Glück und immer fördernde Zweisamkeit! Mathias

    Antworten
  12. Klingt nach einem tollen Jahr 2024 für euch!
    Danke, dass du die Hintergründe und die Zahlen dazu mit uns teilst, immer sehr sehr schön strukturiert und formuliert. 🙂

    Antworten
  13. Mit Fluidfilm + Permafilm für den Unterboden habe ich ebenfalls gute Erfahrungen.

    Von dem vielen Autowechseln halte ich wenig, für 1400€ könnte man in einer freien Werkstatt viele Schweißarbeiten erledigen lassen. Und hätte zusätzlich keinen Stress/Kosten fürs Abmelden/Anmelden, Versicherung. Steuern etc. aber da bist du mit dem Fluidfilm ja jetzt auf dem richtigen Weg.

    Antworten
  14. Hallo Oliver,

    vielen Dank für deinen umfassenden Jahresbericht 2024 und die persönlichen Einblicke.
    Es war wie immer sehr unterhaltsam den Jahresbericht zu lesen, auch wenn uns die „äußerst wichtigen und richtigen kritischen Anmerkungen in den Kommentaren“ Ende 2025 natürlich nicht vorenthalten bleiben werden.

    Besonders der Einblick in deine Finanzen ist für mich das Beste am Jahresrückblick.
    Du beweist eindrucksvoll, dass abseits des Schema F (arbeiten und konsumieren) eine selbstbestimmte Wahl für ein gutes und entspanntes Leben, finanziell betrachtet, absolut möglich ist. Ich freue mich zudem, dass das Problem mit deiner Hand offenbar der Vergangenheit angehört, da du nichts mehr darüber geschrieben hast.

    Frage zu neuen Artikeln: Hast du für 2026, neben dem Jahresrückblick 2025, neue Blogeinträge geplant?
    Ich möchte nachfragen, da es möglicherweise neue und interessante Erkenntnisse zum Thema Kindererziehung,
    Familie etc. im Bezug zum Frugalismus geben könnte?

    Ich wünsche dir und deiner Familie weiterhin alles Gute
    und freue mich schon jetzt auf den Jahresrückblick 2026.

    Viele Grüße

    MarcMitC

    Antworten
    • Hallo Marc,
      vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar! 🙂
      Das Problem mit meiner Hand ist tatsächlich zumindest soweit besser geworden, dass es mich im Alltag nicht mehr wirklich stört oder einschränkt.

      In meinem Jahresbericht 2022 hatte ich damals angekündigt, dass außer den Jahresberichten erstmal keine weiteren Artikel mehr auf dem Blog erscheinen werden. Darum werde ich auch 2026 weiterhin nur einen Jahresbericht schreiben – selbst das ist in meiner gegenwärtigen Lebenssituation schon ein ganz schöner Kraftakt. 🙂

      Antworten
  15. Danke für deinen offenen Bericht, der aufzeigt, wie man schon in jungen Jahren ein reicheres Leben umsetzen und trotzdem für die Zukunft vorsorgen kann. Mit geschickter Planung passen eine Hochzeit und mehrere Urlaube ins Jahresbudget.
    Von mir auch für dich und deine Familie alles Gute und vielen Dank das du hier eine Plattform zum Austausch bietest.

    Antworten
  16. Danke für den offenen Bericht!

    Betreffs Miete und angesammeltes Kapital hätte ich vllt einen Tipp für Dich: Eigentumswohnung…
    Wohneigentum gewinnt im allgemeinen nach Inflationsrate an Wert. Betriebskosten die der Vermieter zu tragen hat betragen etwa 1,70 €/qm + Verwaltergebühren (pauschal 20-35 €) pro Monat.
    Der Vermieter rechnet im allgemeinen mit 2,5-4,0 % Zinsen p.a. auf den Immobilienwert, die die Wohnung zu erbringen hat.
    Folglich kommt man bei 2,0 % Inflationsrate bei Immobilien auf 2,0 % + 2,5-4,0% Zinsen – grob gerechnet gesamt 4,5-6,0 % auf Immobilie.
    … ist gegenüber zu erzielenden Gewinnen aus ETF nicht der Hammer, aber gegenüber Tagesgeld/Festgeld schon.
    Die Immobilienpreise sind zumindest in meiner Region (Dresden-Neustadt) die letzten 14 Jahre sehr stark gestiegen.
    Bsp.: Meine kleine 24,36 qm Eigentumswohnung hat 2011 24.000 € gekostet, mit Makler etc. Erwerbskosten 27.500 €… 2022 Grundsteuerbescheid wurde sie auf 57.100 € taxiert… Würde ich 2026 verkaufen würde ich 63-65.000 € ansetzen.
    Meine Kosten als Vermieter (also quasi Mietkosten) betragen 66,40 € im Monat zuzüglich allgemeine Nebenkosten (die der Mieter zu zahlen hat).
    Folglich ausgehend von Kaufpreis 27.500 € zu möglichem Verkaufspreis 63.000 € = 129 % Gewinn oder 5,35% p.a. Zinsen zuzüglich Mietersparnis.

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    • Da Oliver seine finanzielle Strategie stark an Kommer ausrichtet, wird das das Letzte sein was er tun wird. Warum?
      Immobilien sind die letzten 15 Jahre einfach extrem überproportional im Preis gestiegen. Und das hatte auch gute Gründe: Gute Wirtschaftslage in Deutschland, damit auch eher hohe Geburtenraten und gute Lohnsteigerungen, hohe Zuwanderung, demografisch bedingt hohe Nachfrage (Kinder der Boomer) und extrem niedrige Zinsen durch Globalisierung.
      Was haben wir inzwischen: Deutlich höhere Zinsen, Deglobalisierung, niedrige Geburtenrate und Gebutenzahlen, viel weniger Zuwanderung, Nullwachstum in Deutschland und überproportional hohe Immobilienpreise.
      Warum sollte man also darauf spekulieren, dass deutsche Wohnimmobilien gerade jetzt noch weiterhin ein besseres Investment als weitweit streuende Aktienportfolios seien?
      Wenn Oliver sein Vermögen in einen Immobilie anlegt, spart er sich zwar die Miete, erzielt aber auch keine Rendite mehr mit seinem angelegten Kapital.

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  17. Als Frugalist täte ich Wohnraum für 1. Person bei 25-27 qm ansetzen, mit 2. Person bei 40-44 qm und jeder weiteren Person (Kind) bei weiteren 12-14 qm.

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  18. Finde die Ausgaben für Lebensmittel und vor allem für außer Haus Essen gehen immer spannend. Hab grad mal bei mir nachgeschaut (3 köpfige Familie)

    Lebensmittel 3600,-
    Restaurants 1100,-

    (bin kein Frugalist)

    Antworten
  19. Danke für den Bericht und die Transparenz!

    Bin immer wieder fasziniert, wie tief eure Kosten doch sind. Wir sind eigentlich auch recht sparsam unterwegs, aber im Vergleich zu euch sieht das nach Luxusleben aus:
    – 4x soviel für Gastronomie (essen im Urlaub viel außer Haus)
    – 75% mehr Fixkosten (Miete etc)
    – 4x soviel für Kleidung
    – 30% mehr für Lebensmittel (liegt vermutlich am Bioladen gleich nebenan, an Lebensmitteln sparen wir gar nicht)
    – 40% mehr insgesamt.

    Aber: Wir haben kein eigenes Auto und das Kind war 2024 noch nicht in der Krippe, deshalb schlagen wir euch immerhin in den Kategorien Transport und Kind 😀

    Antworten
  20. Hi Oliver, ich fand deinen Bericht auch sehr schön und informativ, und wünsche euch alles Gute für
    die Umsetzung eurer weiteren Lebensplanung! Im Bericht klang auch durch, dass es euch jetzt gut
    geht: ihr macht quasi eine Momentaufnahme all dessen, was bei euch geschehen ist.
    Steht ihr noch zu eurer Langfristplanung, also dem Ziel, mit 40 Jahren „in Rente“ zu gehen?
    Wie wollt ihr dieses Ziel erreichen? Ihr seid ja jetzt eine Familie und die Investitionen im
    Zusammenhang mit den Kindern werden euch über viele Jahre und Jahrzehnte erhalten bleiben.
    Kinder kosten einfach immer mehr Geld, je älter sie werden.
    Die persönliche Situation im Alter wird auch immer schwieriger, da die eigenen Rentenbezüge immer
    mehr in Frage stehen. Kürzungen in irgendeiner Weise werden wohl zukünftig unausweichlich sein.
    Trotz allem finde ich eurer Modell mutig, ehrlich und für euch sicherlich sehr authentisch.
    In diesem Sinne viele Grüße von Frank Neumann

    Antworten
    • Hallo Frank,
      vielen Dank für dein Lob und deine Wünsche!

      Da du von uns im Plural schreibst, erstmal kurze Klarstellung: Die „Rente mit 40“ oder generell die finanzielle Unabhängigkeit war und ist schon immer nur mein persönliches Ziel und nicht das von Joana oder unserer Familie als ganzes.

      Von dem ganz konkreten Ziel, mit 40 Jahren finanziell unabhängig zu sein, habe ich mich schon vor rund fünf Jahren verabschiedet. Hierfür hätte ich während der letzten Jahre deutlich mehr arbeiten müssen (z.B. Vollzeit statt Teilzeit, keine Elternzeit), ich möchte aber lieber im Hier und Jetzt mehr Zeit für Familie und Hobbys haben.

      Dazu habe ich 2020 und 2022 auch diese beiden Artikel hier geschrieben:

      https://frugalisten.de/rente-mit-40-tot/
      https://frugalisten.de/rente-mit-40-halbzeit-gescheitert/

      Antworten
  21. toller bericht, tolle seite, tolle idee. ich arbeite seit 2012, führe seit 2013 haushaltsbuch und war damals unwissentlich frugalist. habe dann deine seite von anfang an mit verfolgt. wenn ich 12/13j zurück denke, die zeit ist so schnell vergangen. habe seit 2013 bis ende 2025 (also jetzt) eine durchschnittliche sparquote von ca. 72% pro jahr. das geld habe ich in zwei vermieteten immobilien, festgeld und einen etf investiert. deine HP hat mich immer wieder inspiriert dabei zu bleiben bzw. noch mehr zu investieren, hatte daher auch so noch einen nebenjob einige zeit lang. wenn in 5 jahren die eine wohnung abbezahlt ist (die eine ist es schon) habe ich keinen cent schulden mehr. von 2013 bis heute konnte ich meine komplette altersvorsorge abschließen (mit 32j). jetzt profitiere ich von den zinseszinsen und den mieteinnahmen. ich habe auch glück, dass ich mietfrei in einer der ETW meiner Eltern wohnen darf. viele freunde haben vor 4-5j häuser gekauft und diese auf 30j teilweise sogar 40j finanziert, d.h. bis zur rente. wie man sich in so einen zwang auferlegen kann, über fast das gesamte erwerbsleben, ist mir nicht ergründlich. über einen halbjahresbericht im juli bzw. sommer würde ich mich wieder freuen.

    Antworten
    • Das mit der langen Kreditlaufzeit war vielleicht gar nicht so dumm, weil es vor fünf Jahren noch sehr niedrige Zinsen gab, oft unter 1%. Wenn du dir das Zinsniveau lange sicherst, hast du eine niedrige Rate und kannst viel mehr am Aktienmarkt investieren. Du nutzt deine eigene Immobilie also als Hebel und dürftest nach 30 Jahren besser da stehen als diejenigen die sich die niedrigen Zinsen nur kurz gesichert haben.
      Ich habe diese Gelegenheit leider auch nicht erkannt und war immer der Auffassung, man müsse so schnell wie möglich tilgen, um schuldenfrei zu sein. Psychologisch ist das auch gut so, aber mathematisch nicht immer. 30 Jahre wollte ich aber trotzdem nicht abbezahlen, man fühlt sich eingeengt.

      Herzlichen Glückwünsch zu deiner Sparquote, ist echt stark!

      Antworten
      • hi christian,

        ja, dass stimmt, dass man sich einen niedrigen Zinssatz sehr lange sichert, das ist nicht dumm. Trotzdem wenn man 1,8% für 40 Jahre für 450.000€ an Zinsen zahlt, sind das auf die ganze Zeit mehrere hunderttausend € Zinsen, und nach 40 Jahren hat man ein Renovierungsbedürftiges Haus da stehen, da für Renovierung kein Geld da war, da die Finanzierung auf Naht gerechnet war. Einer ist das Haus schon los, er hat damit gerechnet dass das Gehalt steigt. 2020 hatte er 1.000€ übrig im Monat nach allen Ausgaben, nach der hohen Inflation bei und nach Corona sind aus den 1.000€ nur noch die Hälfte geworden bei gleichem Lohn, in 5 Jahren!!! Wenn man jetzt bedenkt, dass nun noch 35j offen sind und nach einem achtel der Zeit nur noch die Hälfte des Geldes was übrig ist am Monatsende als am Anfang in 2020, da kann man sich jetzt schon denken bzw. sicher sein, dass das nicht 35 Jahre noch gut geht. Nun hat er gesagt, dass er keine Lust hat noch 35j abzuzahlen und das Haus gut verkauft. Für mich sind 40 Jahre unüberschaubar. Wer hätte in den 80er Jahren gedacht, dass jeder in 40j Internet, PC und Smartphone hat? Wer weiß was in den nächsten 20, 30 ,35 Jahren passiert. Da habe ich mir lieber für 10 Jahre 0,69% Zinsen gesichert und die Wohnung ist in 5 Jahren abbezahlt.
        Was du schreibst: „Man fühlt sich eingeengt“, das will ich damit sagen, für 40j an die Bank gebunden, diese freut sich sehr.
        Danke, seit ich alleine wohne, ist die Sparquote von ca. 72% auf ca. 33% gefallen, aber ein Drittel vom Nettolohn als Sparquote ist glaube ich noch immer okay.

        Antworten
  22. Coole Tour mit dem Camper. Wir planen diesen Sommer auch Estland, aber ohne Fähre. Also Polen – Litauen – Lettland – Estland hin und zurück. Je Küsten- und Landesinneren orientiert.
    Waren 3 Wochen kein heißer Ritt? Wir planen 4 und finden das eher knapp?

    Antworten
    • Hi Muslime_Frugi,

      es war eigentlich ziemlich entspannt und wir haben uns beim Fahren auch nicht gestresst.
      Wir sind in der Regel jeden Tag zwei Etappen gefahren: ca. 1 Stunde um die Mittagszeit (die Kleine hat dann während der Fahrt Mittagsschlaf gemacht) und abends nochmal 1-2 Stunden (dann ist die Kleine auch oft schon im Kindersitz eingeschlafen). So hatten wir immer einen „Tagesplatz“, wo wir den Nachmittag verbracht, Mittag gekocht, gebadet oder uns etwas angesehen haben und einen „Schlafplatz“, an dem wir übernachtet und gefrühstückt haben.
      Also rund 200 km pro Tag, so kamen nach 3 Wochen auch 4.500 km zusammen.

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  23. Vielen Dank für den tollen Bericht! Anbei noch meine Einschätzung zum PKW Kauf. Ich glaube ganz ehrlich, dass man mit einem 3-5 Jahre alten Auto bei den Gesamtkosten noch besser liegt, als wenn man alle 2 Jahre eine alte Rostlaube kauft, vom ganzen Aufwand des Neukaufens und der Angst mal liegenzubleiben abgesehen.
    Meinen Kleinwagen habe ich 2010 zum Preis von 11.500€ neu gekauft. Ich fahre ihn heute noch! Und daran erkennt man vielleicht, dass die Anschaffungskosten auch bei kaum 600-700€ p.a. lagen. Bei einem jungen Gebrauchten wäre das wohl noch günstiger ausgefallen.
    Klar, dashöhere eingesetzte Kapital kann keine Rendite erwirtschaften. Aber dann arbeite ich lieber mehr in den Stunden, die ich alle 2 Jahre ein neues Auto suchen und damit öfters in die WErkstatt fahren muss. Da gehen bestimmt auch einige Stunden drauf.

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    • Hallo APeters,

      für einen ganz fairen Vergleich müsstest du (wie bei Arno weiter oben) auch noch die Instandhaltungskosten mit einbeziehen, um das Auto alle zwei Jahre durch den TÜV zu bringen. Ich habe ja alle zwei Jahre ein Auto mit neuer HU/AU gekauft. 🙂

      Aber klar: Ein günstiger Neuwagen oder junger Gebrauchter, viele Jahre gefahren, ist unterm Strich auch frugal – sofern man Glück hat und in dieser Zeit keine größeren Schäden oder Reparaturkosten anfallen.

      Das ist für mich auch der wesentliche Grund dafür, lieber ein altes billiges Auto zu kaufen und ggf. nach ein paar Jahren wieder zu ersetzen: Selbst bei einem größeren Schaden (z.B. Unfall mit Tototalschaden oder Motorschaden) wäre der finanzielle Schaden immer auf den Kaufpreis bzw. die Wiederanschaffungskosten begrenzt. So kann ich auch gut auf eine Voll- oder Teilkaskoversicherung verzichten.

      Wenn ich für 10.000 € einen Neuwagen oder jungen Gebrauchten kaufe und habe nach einem Jahr einen Unfall- oder Motorschaden mit Reparaturkosten von 4.000 €, dann wäre die Repatatur wirtschaftlich und es wäre zumindest rational, diese Kosten zu tragen. Wenn mir das bei einem 1.000 €-Auto passiert, wird er eben verschrottet und der Schaden beträgt „nur“ 1.000 € (bzw. den Kaufpreis für einen gleichwertigen Ersatz).

      Dazu passt diese Artikel gut, den ich vor vielen Jahren mal geschrieben habe:
      https://frugalisten.de/waschmaschine-autowerkstatt-stromnachzahlung-unvorhergesehene-kosten-und-wie-du-sie-vermeidest/

      Dazu kommt dann natürlich noch die „entgangene Rendite“, die du ja bereits angesprochen hast. 10.000 € im Auto gebundenes Kapital entsprächen bei 5 % Rendite schon 500 € Opportunitätskosten im Jahr. Allein dafür kann ich mir schon alle paar Jahre ein neues Alt-Auto kaufen oder entsprechende Reparaturen finanzieren. 🙂

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