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Zu spät angefangen, aber langsam läufts - auch wenn kein Frugalist.

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Zitat von Sparschwein am 12. März 2021, 13:06 Uhr

ich denke du hast ein recht eingeschränktes Bild von "Frugalismus". Ich würde sagen es bedeutet allgemein deutlich unter seinen Möglichkeiten zu leben und damit zufrieden zu sein.
Wenn der Threadersteller eine Sparquote von 75% hat, erfüllt er dieses Kriterium in meinen Augen voll und Ganz.

Für mich besteht Frugalismus schon aus zwei Komponenten:

  1. Der Sparquote
  2. Eine absoluten Maximalwert an Ausgaben

In Deinem Fall wäre jemand mit 100 Millionen Euro Einkommen und 25 Millionen Euro Ausgaben pro Jahr auch frugal. Ich würde sagen, das trifft nicht zu.

Frugalismus erkennt man meiner Ansicht nach daran, dass sich die Konsumausgaben der Person deutlich und merkbar von vergleichbaren Personen des sozialen Umfelds abheben. Wenn es im Vergleich zum Umfeld aufgrund eines weit überdurchschnittlichen Einkommens keinen Konsumverzicht braucht, um die hohen Sparquoten zu erreichen ist das für mich auch nicht frugal, sondern jemand mit normalen Ausgaben aber außerordentlich hohem Einkommen.

Jetzt ist meine Definition auch nicht besser als Deine, ich wollte eben nur mitteilen, dass ich das aus den o.g. Gründen so nicht sehe.

Ob wir in diesem Fall hier einen Frugalisten haben kann ich nicht bewerten. Wenn sein soziales Umfeld allesamt Sportwagen sammelt und er fährt Polo , sich alle eine Villa mit Bediensten leisten und er in der 3 Zimmer Wohnung wohnt, dann ja.

Hallo zusammen,

Vielen Dank nochmal für die weiteren Kommentare und Perspektiven.

Mein Ansatz war sehr in der Richtung wie Sparschwein es sagt, also quasi als relativer Frugalist.
Mein Ziel ist es nicht von 2k im Monat zu leben und dem alles andere unterzuordnen. Aber wenn 10k im Monat reinkommen gebe ich auch nicht einfach 8k aus für wertlosen Konsum. Sondern versuche einen gewissen Lebensstandard zu haben und diesen auch nur marginal finanziell anzuheben, so dass alles was mehr reinkommt komplett investiert wird. Ein signifikanter Teil vom Gehalt ist ja auch Bonus und Aktien Optionen, die nur jährliche einmal Zahlung sind und gar nicht pro Monat normal verfügbar.

Und ja, es sind definitiv noch sehr signifikante Steigerungen des Einkommens in den nächsten Jahren drin. Deswegen gebe ich auch weiter Gas. Natürlich auch, weil ich generell viel lerne, es mich fordert und mir Spaß macht. Aber auch weil ich den ROI stetig mach oben entwickeln kann. Aber natürlich werde ich das weiterhin genau beobachten und es kann auch wieder mit gewissen Opfern verbunden sein, z.B. umziehen.

Danke auch TheWanderer und karlmags für die positive Perspektive. Ich trauere vergangenen Entscheidungen auch nicht nach und freue mich, jetzt ein gutes System gebaut zu haben. Dennoch versuche ich daraus zu lernen..aber ja zum Glück habe ich es jetzt,wo es auf größerer Skala mehr zählt, besser im Griff. Obwohl ich auch sagen muss, dass es mit steigendem Gehalt sogar deutlich einfacherer ist auf „sinnlosen“ Konsum zu verzichten..weil ich weiß, dass ich locker könnte und das reicht schon..so dass der „Reiz“ weg ist. Irgendwie auch verrückt.

 

 

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