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Wohin mit dem Geld? Klar: in die eigene Freiheit investieren!

Hallo liebe Frugalisten!

Ich heiße Andreas und habe kürzlich zu euch gefunden.

Meine Geschichte?

Begonnen hat meine finanzielle Geschichte 2013 mit der Luxusfrage "wohin mit dem Geld?".

Was ich sparte, landete sehr konservativ auf meinem Giro-/Geldmarktkonto und schimmelte in 1-2% Anlagen des Sparkassenberaters vor sich hin.

Ich begann mit der hier sicher bekannten Kommer-Bibel "Souverän investieren" und mit der Zeit wuchs das Verständnis aber auch die Fantasie, wie viel Geld ich irgendwann haben könnte, wenn ich sparte und gut anlegte.

Den Weg zum Frugalismus fand ich erst vor rund einem Jahr durch Youtube Beiträge zum Thema. Seit dem lebe ich etwas sparsamer, habe aber auch für mich erkannt, dass Konsumverzicht nicht zuletzt ein Zeitgewinn ist, da man nicht stundenlang überlegt welche neue Uhr und welches neue Auto es denn sein soll.

Ich freue mich hier austauschen zu können und grüße alle ganz herzlich!

Andreas

Und was fängst du mit der Zeit an, die nicht dafür drauf geht, über eine neue Uhr oder Auto nachzudenken? Am Ende muss das einen ja auch glücklich machen ... was bei vielen Menschen nicht der Fall ist.

Zitat von Jupp78 am 18. September 2019, 20:44 Uhr

Und was fängst du mit der Zeit an, die nicht dafür drauf geht, über eine neue Uhr oder Auto nachzudenken? Am Ende muss das einen ja auch glücklich machen ... was bei vielen Menschen nicht der Fall ist.

Na ja, da gibt es ja genug sinnvolle Verwendungen für:

Sport (kommt bei vielen zu kurz, was man dann auch sieht), soziale Kontakte (kommt bei vielen zu kurz, auch dank oder durch die sozialen Medien), Hobbys (kenne viele die gar keins haben, Handwerkern (spart dann auch noch Geld) ..... Da kannst du einen unendlich lange Liste draus machen. Und ich kenne nicht viele Rentner die ihren Lebensabend mit viel Freizeit bereuen (gut soll es auch welche geben). Alles eine Frage der eigenen Einstellung zum Ausstieg aus dem Arbeitsleben.

Es bleibt eindeutig mehr Zeit übrige wenn man dem Konsumwahnsinn die kalte Schulter zeigt, und wir sind sehr froh darüber uns um die ganzen nicht gekauften Dinge dann nicht kümmern zu müssen.

Zitat von Energiefuchs am 19. September 2019, 12:28 Uhr

Na ja, da gibt es ja genug sinnvolle Verwendungen für:

Sport
==> mache ich jetzt 6 x die Woche
soziale Kontakte
==> wird ständig dran gearbeitet
Hobbys
==> Fotografieren, Schach, in Ruhe Musik hören, … (alles 25 Jahre kaum gemacht)
Handwerkern
==> alle Fahrräder ordentlich repariert

Alles gute Beispiele. Mein Tag könnte auch gerne 40 Stunden haben

Wer von "Zeitgewinn" schreibt, der sollte es schon als Wert betrachten, weniger Zeit für die geschilderten Aktivitäten aufzuwenden? 🙂

"Meditieren" könnte jemand auch stattdessen (mit sich selbst innerlich ins Reine kommen).

zum Thema meditieren:

"Vor lauter Spiritualität schon wieder im Ego gefangen"

https://www.youtube.com/watch?v=Ut6uJtR2n58&t=924s

Zitat von Energiefuchs am 19. September 2019, 12:28 Uhr
Zitat von Jupp78 am 18. September 2019, 20:44 Uhr

Und was fängst du mit der Zeit an, die nicht dafür drauf geht, über eine neue Uhr oder Auto nachzudenken? Am Ende muss das einen ja auch glücklich machen ... was bei vielen Menschen nicht der Fall ist.

Na ja, da gibt es ja genug sinnvolle Verwendungen für:

Das ist schon klar, dass es eine Möglichkeiten gibt, man muss sie nur auch wollen.

Ich habe schon so einige Ex-Kollegen, jetzt Rentner gesehen, die das nicht auf die Reihe bekommen haben. Als junger aktiver Mensch ist das einfach was anderes, als für das, wofür der Ruhestand eigentlich gedacht ist. Denn letzterer zielt auf Menschen ab, die einfach langsamer werden, nicht mehr so viel können, etc.. Irgendwann kommt das immer, aber nicht bei jedem, der in Rente "muss". Da gibt es heutzutage oft noch einige Jahre voller Energie.

Tatsächlich habt ihr mit ein paar Antworten schon in die richtige Richtung vermutet.

Ich mache seit einem Jahr bereits fast täglich Sport - was für mich Couchpotato früher undenkbar war. Mit weniger Arbeit hätte ich dafür mehr Zeit. Ich habe einen schönen Garten und auch zuhause was zu tun.

Im ersten Schritt geht es für mich darum, die Voraussetzung dafür zu schaffen, Teilzeit arbeiten zu können. Den kompletten Ausstieg strebe ich gar nicht unbedingt an. Arbeit ist für mich auch sozialer Kontaktpunkt und Anerkennung.

So blöd es klingt: Es fällt mir heute oft schwer von der Arbeit abzuschalten. Mit halber Arbeitszeit sähe das ganz anders aus.

Ich trage mich selbst mit dieser Fragestellung herum.

Ich persönlich habe mir aktuell das persönliche Projekt "Brückenteilzeit" als Pilot verordnet. Also einfach mal ein Jahr auf Probe auf 70% runter, wobei ich nicht jeden Tag weniger machen will, sondern eher ein oder zwei längere Auszeiten damit kreieren will. Aber diese Auszeit mit Leben zu füllen, ist gar nicht mal so einfach, denn als "junger" Mensch hat das gesamte gesellschaftliche Umfeld im ähnlichen Alter einfach keine Zeit dafür.

Und ich mache auch fast immer an meinen freien Tagen Sport, und das ist auch eine nette Geschichte für freie Tage, wo man dann auch gerne noch gammelt, aber nach drei Tagen mag ich das Gammeln dann auch nicht mehr so gern. Da muss neben dem Sport was anderes her ... aktuell kein Thema, dann kommt der Job wieder.