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Wirtschaftliche Tätigkeit in IT Branche

Hallo,

ich habe Wirtschaft studiert und war bisher in produzierenden Betrieben im Prozess- und Qualitätsmanagement tätig.

Nun möchte ich in die IT-Branche wechseln und dachte, dass hier vielleicht ein paar erfahrende ITler sind, die mir Input geben können, nach welchen konkreten job descriptions ich suchen kann (mit den vorhandenen skills, keine spezifischen IT-skills). Kein Projektmanagement.

Ich dachte z.B. an Releasemanagement

mal abgesehen davon, dass das ein paar Jahre bei mir her ist, ist das so natürlich ein bisschen dünn. Da müsstest du schon mal konkret angeben, was du gemacht hast...

Was versprichst du dir davon, was soll anders sein, als in deinen bisherigen "produzierenden Betrieben"?

IT-Branche ist ein ziemlich breites Feld. Eine Serverfarm ist IT-Branche, eine kleine Softwarebude ist IT-Branche, Apple ist aber auch IT.

Hast du Erfahrung im Programmieren/willst du Programmiererin sein?

Ich kann nicht programmieren und es geht mir auch nicht darum, in Zukunft zu programmieren sondern den Aufbau oder die Weiterentwicklung von Systemen, Standards oder Produkte zu steuern.

Bei den job descriptions, die mir bisher untergekommen sind, wird meistens ein IT-Studium oder IT-Ausbildung vorausgesetzt.

Wenn du nachweisbare IT-Kenntnisse hast, ist nicht unbedingt ein Studium notwendig.

Welche Kenntnisse hast du denn schon konkret?

Zukünftig werden auch immer mehr Leute gebraucht, die sich mit den verschiedensten KI-Tools auskennen.

 

 

 

 

 

Zitat von LisasWelt am 12. November 2024, 21:29 Uhr

Ich kann nicht programmieren und es geht mir auch nicht darum, in Zukunft zu programmieren sondern den Aufbau oder die Weiterentwicklung von Systemen, Standards oder Produkte zu steuern.

Bei den job descriptions, die mir bisher untergekommen sind, wird meistens ein IT-Studium oder IT-Ausbildung vorausgesetzt.

Also hast du keinerlei Ahnung von dem Themenbereich? Und die Frage - warum - du in diese Branche wechseln möchtest hast du auch nicht beantwortet.
Schwierig, was sollen wir dir da raten?

Ich kenne schon Leute, die sich das Programmieren selber beigebracht haben und dann in dem Bereich gearbeitet - gibt es ja auch hier im Forum. Aber wenn das nicht dein Ziel ist, weiss ich nicht wo ich mit Ratschlägen ansetzen soll.

... habe Wirtschaft studiert ... möchte in die IT-Branche wechseln ... Kein Projektmanagement.

was meinst Du mit IT-Branche? Hardware, Software, IT-DL, ... Denn unter den bisher genannten Umständen bleibt eigentlich nur etwas "neben" der IT übrig. Also so etwas wie Kostenkontrolle und -optimierung in Projekten/IT-Strukturen, Nachhaltigkeits- und Energiethemen in der IT. Das hat nicht soviel mit IT zu tun. Und dazu würde ich nicht nach IT-Jobs suchen, sondern wirtschaftbasierten Jobs in IT-Firmen.

Meine IT-Zeit ist auch schon einige Jahre her, und ich stelle mir unter dem/der TE (vielleicht fälschlicherweise) einen Menschen vor, der mit IT bis jetzt beruflich kaum zu tun hatte. Da muss ich sagen, aus der Entwickler:innen-Perspektive ist es in der IT-Branche (vielleicht mehr als in anderen) schon sehr gut, wenn das fachliche Management (Du schreibst ja von Releasemanagement als Beispiel) selbst praktische IT-Erfahrung hat. Weil es in dieser Branche viele Überraschungen geben kann, was Zeitaufwand und Machbarkeit angeht. Kleine Kundenwünsche, die enormen Aufwand verursachen und umgekehrt. Da ist es gut, wenn die Fachvorgesetzten eine Ahnung davon haben und z.B. Kundenbedürfnisse etwas steuern können oder auch verstehen können, warum das neue Release besonders fehleranfällig ist... Auch die Kommunikation zwischen Entwicklung und Management wird enorm erleichtert, wenn Begriffe und Konzepte bekannt sind.

Von daher ist für mich gut nachvollziehbar, dass in Stellenanzeigen für IT-nahe Berufe entsprechende Vorkenntnisse gewünscht werden. Ich würde da etwas weiter weg von der eigentlichen Entwicklung in allgemeineren Bereichen in interessierenden Unternehmen schauen - Finanzabteilung, HR etc.

Zitat von Pulloverhai am 14. November 2024, 9:07 Uhr

Meine IT-Zeit ist auch schon einige Jahre her, und ich stelle mir unter dem/der TE (vielleicht fälschlicherweise) einen Menschen vor, der mit IT bis jetzt beruflich kaum zu tun hatte. Da muss ich sagen, aus der Entwickler:innen-Perspektive ist es in der IT-Branche (vielleicht mehr als in anderen) schon sehr gut, wenn das fachliche Management (Du schreibst ja von Releasemanagement als Beispiel) selbst praktische IT-Erfahrung hat. Weil es in dieser Branche viele Überraschungen geben kann, was Zeitaufwand und Machbarkeit angeht. Kleine Kundenwünsche, die enormen Aufwand verursachen und umgekehrt. Da ist es gut, wenn die Fachvorgesetzten eine Ahnung davon haben und z.B. Kundenbedürfnisse etwas steuern können oder auch verstehen können, warum das neue Release besonders fehleranfällig ist... Auch die Kommunikation zwischen Entwicklung und Management wird enorm erleichtert, wenn Begriffe und Konzepte bekannt sind.

Von daher ist für mich gut nachvollziehbar, dass in Stellenanzeigen für IT-nahe Berufe entsprechende Vorkenntnisse gewünscht werden. Ich würde da etwas weiter weg von der eigentlichen Entwicklung in allgemeineren Bereichen in interessierenden Unternehmen schauen - Finanzabteilung, HR etc.

Danke für die Antwort. Das, was du schreibst, macht durchaus Sinn.

 

 

Zitat von Sparschwein am 13. November 2024, 10:21 Uhr
Zitat von LisasWelt am 12. November 2024, 21:29 Uhr

Ich kann nicht programmieren und es geht mir auch nicht darum, in Zukunft zu programmieren sondern den Aufbau oder die Weiterentwicklung von Systemen, Standards oder Produkte zu steuern.

Bei den job descriptions, die mir bisher untergekommen sind, wird meistens ein IT-Studium oder IT-Ausbildung vorausgesetzt.

Also hast du keinerlei Ahnung von dem Themenbereich? Und die Frage - warum - du in diese Branche wechseln möchtest hast du auch nicht beantwortet.
Schwierig, was sollen wir dir da raten?

Ich kenne schon Leute, die sich das Programmieren selber beigebracht haben und dann in dem Bereich gearbeitet - gibt es ja auch hier im Forum. Aber wenn das nicht dein Ziel ist, weiss ich nicht wo ich mit Ratschlägen ansetzen soll.

Ich verstehe deinen Kommentar nicht ganz. Es gibt auch noch andere Tätigkeiten in einem IT-Unternehmen als Programmieren. Ein Controller muss nicht programmieren können, nur weil er bei Apple oder SAP arbeitet.

Ich bin noch jung und möchte etwas Neues sehen und in eine Wachstumsbranche, wo sich was tut.

Ich bin Wirtschaftsinformatiker und IT-Ausbilder.

ITler mögen BWLer gar nicht! Als BWLer kannst du ohne IT-Kenntnisse praktisch nur die Lohnabrechnung machen.

Für den speziellen Fall, das ein Unternehmen Finanzsoftware herstellt, hättest du eine Chance als Tester/Berater.

 

Meine Sicht aus der Instustrie: Unsere SAP Key user sind BWLer. Die sind die Sparringspartner unserer IT Consultants. Letztere können meist ein wenig bis gut programmieren. Die lernen das bei uns meist von der Pike auf, d.h. nach dem dualen Studium oder Quereinstieg. Dann haben wir noch SAP Entwickler - die übernehmen die Dinge mit Anspruch und große Projekte. Unsere SAP-SD-Koryphäe ist aber selbst Maschinenbauer - nur eben mit Jahrzehnten an Erfahrung. Er hat jetzt auch keinen Schnall von praktischer Informatik o.ä., aber in seinem Metier ist er super (darum geht's ja meist ;)). Viele IT-Projektmanager sind auch keine ITler. Bewirb dich einfach mal - mal schauen, ob die Quereinsteiger zulassen.

Wir haben auch Informatiker bzw. Wirtschaftsinformatiker, die nach dem Studium Consultants werden, weil sie nicht programmieren wollen.

Auch sind unsere Product Owner auf Fachbereichseite alles BWLer.

..

egon: niemand mag BWLer. 😀 aber ich glaube im Kern möchtest du sagen: Informatiker mögen keine Quereinsteiger, die meinen, nach einem Python-Crashkurs Programmierer nennen zu können ;D ist auch problematisch für das Gehaltsniveau. Quereinsteiger akzeptieren niedrigere Gehälter weil sie wissen dass sie's nicht draufhaben & das drückt die Gehälter der erfahrenen Programmierer in gewisser Weise. Allerdings sind die trotzdem eh flächendeckend überbezahlt - von daher.

Wer sparsam ist muss weniger arbeiten.
Zitat von karlmags am 3. November 2025, 18:47 Uhr

egon: niemand mag BWLer. 😀 aber ich glaube im Kern möchtest du sagen: Informatiker mögen keine Quereinsteiger, die meinen, nach einem Python-Crashkurs Programmierer nennen zu können ;D ist auch problematisch für das Gehaltsniveau. Quereinsteiger akzeptieren niedrigere Gehälter weil sie wissen dass sie's nicht draufhaben & das drückt die Gehälter der erfahrenen Programmierer in gewisser Weise. Allerdings sind die trotzdem eh flächendeckend überbezahlt - von daher.

Ähmm, ich bin BWLer und es gibt Menschen die mich mögen :mrgreen:

Das erklärt natürlich einiges 😉