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Wirschaftslage

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Hallo allerseits,

komm grad zurück vom Urlaub, habe gehofft, dass sich nach der Urlaubszeit die Neuaufträge wieder normalisieren, statt dessen sind die noch schlimmer als im Juli und August, zumindest in unserer Branche (Halbleiter)

Berichte von VW und anderen Automobilisten sind grausam, div. Entlassungswellen angekündigt.

Intel geht’s auch schlecht,

Was meint Ihr, ist das was größeres?  Die Aktien sind weiterhin Nähe ATH, passt m.E. nicht zusammen.

Was macht ihr, außer Autoaktien aus dem Depot zu schmeißen?

 

Gerade bei Halbleiter gibt es doch immer schon sehr starke Schwankungen. Infineon war im Jahr 2000 auch mal so ein Riese der ziemlich gebeutelt wurde. Irgendwie berappeln die Firmen sich immer wieder oder es entstehen neue die dann groß werden. Manchmal braucht die Wirtschaft auch mal ne Verschnaufpause das tut allen auch ganz gut damit es nicht heiß läuft. Insgesamt haben wir aber noch sehr viel Entwicklung vor uns mit der Energiewende und gescheiter Mobilität da ist die nächsten 100 Jahre noch genug zu tun auf dieser Erde.
Was Aktien angeht folgen die Kurse keiner mir bekannten Logik um Erfolg zu haben müsste ich immer genau anders handeln als ich denke. Das widerstrebt mir darum halte ich die Füße still und überlasse das den Profis wie @privatier

Zitat von TakeTwo am 12. September 2024, 20:07 Uhr

Berichte von VW und anderen Automobilisten sind grausam, div. Entlassungswellen angekündigt.

 

Was Autos angeht bin ich als Verbraucher auch ziemlich verunsichert. Ich wüsste echt nicht was ich kaufen sollte. Ein gebrauchtes oder neues, Benzin, Gas oder Elektro. Mein Auto ist gerade in der Werkstatt und ich versuche es noch retten zu lassen damit es so lange wie möglich durchhält.

gar nichts mache ich, wie der Kollege schon geschrieben hatte. Deutsche Autoaktien habe ich schon seit 20 Jahre nicht mehr und Intel sind hausgemachte Probleme...

was Autos angeht bin ich als Verbraucher auch ziemlich verunsichert. Ich wüsste echt nicht was ich kaufen sollte. Ein gebrauchtes oder neues, Benzin, Gas oder Elektro. Mein Auto ist gerade in der Werkstatt und ich versuche es noch retten zu lassen damit es so lange wie möglich durchhält.

Prinzpiell würde ich immer auf Jahres- oder Vorführwagen gehen, da der Wertverlust in den ersten Jahren zu hoch ist. Und Gas würde ich nicht mehr kaufen.

Hab den Zweitwagen der Frau (Polo Diesel Bj 2017) jetzt verkauft und einen günstigen elektrischen (9 Monate alt, 5000 km) zum halben Neupreis gekauft. Ist für jemanden mit Solar auf dem Dach sicher eine tolle und super günstige Sache. Nur ohne ist das eine Odyssee bzgl Preisen an der Ladesäule.

Fazit nach 3 Wochen Recherche: bei IKEA kostet Laden (tatsächlich) nix, bei Aldi ohne Ladekarte, also ec oder Kreditkarte ist's derzeit am günstigsten (29ct pro Kwh bei normaler und 39ct bei sehr guter, heißt schneller Ladeleistung) bei allen anderen Ladesäulen immer nur mit der Karte des Betreibers, sonst kanns schnell teuer werden (Preise von 49 bis 79ct pro Kwh).... spricht für den Discounter, auch wenn ich dort normaler nicht einkaufe.

Mal eine Reportage zur Jobsuche:

https://archive.ph/hlJdz

Das war tatsächlich auch schon meine Morgenlektüre.

Da sind eben auch hohe Ansprüche da… die man in den letzten Jahren zwar haben konnte als Absolvent, aber die Zeiten ändern sich ja immer mal wieder.

Und mit „mal klein anfangen“ hatte der Herr es auf seiner Suche bisher ja eher nicht. Und dass man sich Berufserfahrung mit einem kleineren Gehalt erstmal anarbeiten muss kenne ich schon aus meiner Anfangszeit so, und finde das auch nicht schädlich.

So bedenklich die Gesamtlage in Deutschland ist, hat es sicher auch seine positiven Seiten.
Demut, Dankbarkeit könnten eine neue Leistungslust erzeugen.
Das ist selbstwirksam und schafft Zufriedenheit.
FIRE wird in der Lage auch nicht mehr oberste Priorität. Auch nicht schlimm, da nice to have.

Der Arbeitsmarkt hat sich gedreht und das ziemlich schnell. Mittlerweile können viele Dinge für die Rookies eingesetzt worden sind auch durch die KI erledigt werden.

Und die Anspruchshaltung, dass man mit einem Masterabschluss ein gutes Gehalt erwarten kann ist zu überdenken, denn man kann erst mal nichts bzw. wenig und muss sich zunächst einarbeiten und einen Mehrwert erzeugen, das vergessen viele. Stelle ich oft bei meinen Studenten fest, selbstständiges Denken ist nicht immer gegeben, wenn ich mal für einfache Sachverhalte keine Formel oder Musterlösung vorgebe wird es für einige schon schwierig. Ist letztlich aber auch ein Ergebnis des verschulten Bachelorstudiums. Diese guten Noten werden auch ziemlich inflationär vergeben, das hat nicht viel zu bedeuten.

Ich habe z.B. nachdem ich nach Studienabschluss von meiner Weltreise zurückgekehrt bin, sofort über Zeitarbeit angefangen zu arbeiten, da ich nicht zu Hause auf den Rücklauf der Bewerbungen warten wollte und ganz schnöde Geld brauchte. Auf sowas wie Grundsicherung beantragen wäre ich nicht gekommen, Vollkaskomentalität. Er hat doch auch Eltern? Wohnt in der Einliegerwohnung der Eltern und das Jobcenter bezahlt, irgendwie auch schräg.

Mein erster Einsatz bei der Zeitarbeit war bei Harry Brot am Fließband und der zweite in einer Bank dem Personalchef zuarbeiten. Nach 2 Wochen haben sie mich gefragt, ob ich dort anfangen möchte, hatte sogar zwei Stellen zur Auswahl. Ich wäre sonst nie in einem - damals noch sehr begehrten - Bankjob untergekommen, hatte weder eine Banklehre noch einen finanzwirtschaftlichen Studienhintergrund, hatte Controlling als Schwerpunkt, das reichte dann. Also  man sollte schon etwas flexibel sein und nicht ewig auf einen vermeintlichen Traumjob warten, erstmal loslegen, dass man den Fuß in der Tür hat und dann geht es weiter.

FIRE dürfte für die meisten aber in weite Ferne gerückt sein, die Vorzeichen zeigen alle in die falsche Richtung.

Ich bin mir mittlerweile sicher, dass da auch am Arbeitsmarkt vorbei ausgebildet wird und/oder auch falsche Erwartungshaltungen im Studium geweckt werden.

Wir haben seit einem Jahr eine Stellenanzeige für Techniker/Ing. draußen, aber nicht eine Bewerbung erhalten, die man ernst nehmen kann. 55T€ brutto wie vom Protagonisten Ma gewünscht? Ganz ehrlich  - den stelle ich für 55T€ brutto sofort ein, wenn er bereit ist, sich auf was anderes einzustellen. Ich kann als K(M)U natürlich nicht die ganzen gimmicks und Aufstiegschancen eines üblichen Mittelständlers oder global players bieten ... aber die gewünschten 55T€ brutto liegen 10-20T€ unter dem, was ich einem einschlägig qualifizierten Ing. zahlen müsste/würde. Und die Differenz würde locker ausreichen, um das Ausbildungsdefizit auszugleichen.

Zitat von MFZ73 U3/5 => 6 am 12. Mai 2026, 22:38 Uhr

Ich bin mir mittlerweile sicher, dass da auch am Arbeitsmarkt vorbei ausgebildet wird und/oder auch falsche Erwartungshaltungen im Studium geweckt werden.

Das sehe ich genauso, hier mal ein Artikel wie es in den Geisteswissenschaften laufen kann.

https://archive.ph/rwATt

Ich wechsele jetzt auch noch mal den Job, wo ich bin sind zwar die Kollegen nett und die Rahmenbedingungen gut, aber die Arbeit ist scheiße, macht null Spaß und ist eigentlich auch nicht das wofür ich eingestellt wurde, wobei das jetzt der langen Wartezeit von einem Jahr geschuldet ist, da ist viel passiert. Habe innerhalb von 2 Wochen was gutes neues gefunden und das mit 59, mit der richtigen Ausbildung und adäquatem Jobprofil geht immer was. Nun ist der Vorteil für mich als Controller, das ich auf keine Branche festgelegt bin.

Läuft...

BMW baut 8000 Jobs ab - WELT

Wahrscheinlich wieder einige zusätzliche German FIRE Kandidaten....

Viel schlimmer sind die tausende in den kleinen Betrieben. Über die saturierten BMWler müssen wir uns keine Sorgen machen

Das stimmt allerdings. Und es setzt dann die Spirale in Gang, fehlende Einkommen bedeuten weniger Kaufkraft in Bezug auf Einzelhandel, Freizeitaktivitäten, Betreuungsangebote, etc.

Malt mal nicht alles schlechter als es ist...
Meinereiner profitiert z.B. derzeit von der Unsicherheit als kleiner Kiosk-Spätshop-Betreiber... bevor man teuer Bierchen in Gastro geniest wird vorher eher Spätshop anvisiert - braucht man erstes Bier nicht teuer bezahlen...
Zwischzeitlich konnte ich Teilzeit-Kraft zusätzlich einstellen, weil wieder finanzierbar und rentabel...
Die Wirtschaft muss sich einfach neu justieren - und dann geht es weiter.

Angestammte Automobilzulieferer richten sich nun z.B. auch mehr der Rüstungsindustrie zu... Die Arbeit und Kaufkraft geht dabei nicht gänzlich verrloren.

Wer Nachrichten geschaut hat hätte nur einen Teil von VW-Aktien in Rheinmetall-Aktien umschichten sollen, dat hätte Verluste mehr als wett gemacht...

Zitat von JTSchiebel am 6. August 2026, 2:49 Uhr

Angestammte Automobilzulieferer richten sich nun z.B. auch mehr der Rüstungsindustrie zu...

Gut für Strohfeuervalue in den einzelnen Unternehmen - der Umsatz wird aber in der Regel zu 100% aus staatlichen Mitteln finanziert OHNE dass irgendwas von (bleibendem) Wert geschaffen wird!

Wird sich in gesamtwirtschaftlicher Betrachtung also eher negativ auswirken:

-->  höhere Staatsquote ohne dass Infrastruktur oder sonst etwas von allgemeinem  Nutzen (wie Bildung) geschaffen wird!

Reisen bildet gewöhnlich.
Letztes Jahr in der Schweiz. Das merkt man wie schwach der € ist. Das gleiche in Polen. Das letzte Mal war ich 2022 da. Der Zloty wertet auf. Man spürt an jeder Ecke wie das Land prosperiert.
vor 3 Wochen eine Woche in der Normandie. Frankreich 60% Staatsqoute= Zerfall spürbar.
Same Shithole Germany.
Und die Politiker haben nicht die Eier wie Milei. Reformunfähig. Rente für besonders langjährig Versicherte wackelt. Fußfesseln für Steuersünder.

Zitat von Muslime_Frugi am 6. August 2026, 11:21 Uhr

Und die Politiker haben nicht die Eier wie Milei. Reformunfähig. Rente für besonders langjährig Versicherte wackelt. Fußfesseln für Steuersünder.

Was soll man aus dem Kauderwelsch denn herauslesen, frugi? Merz einfach mal 'ne Kettensäge in die Hand drücken und dann läufts? Wohl kaum.

Milei ist nur der nächste, der Argentinien vor die Wand fährt. Staatsausgaben kürzen lässt sofort die Mittelschicht wegbrechen und das passiert dort gerade. Rohstoffe auszubeuten hilft nur wenigen aber ganz besonders der Oberschicht, reicht aber nicht, um darauf allein einen dauerhaften Wirtschaftsaufschwung aufzubauen, denn dazu braucht man die Mittelschicht.

Die Auswirkungen dieser Politik auf die Mittelschicht und vor allem Rentner kannst Du Dir bei Gelegenheit mal anlesen, das ist nicht gut, was in Argentinien gerade passiert.

Also was konkret möchtest Du von dem Szenario in D zur Anwendung bringen und erhoffst Dir davon welchen Effekt?

Wenn man "etwas Milei" in unsere Politik einfließen lassen würde, wäre nach Kürzung der Staatsausgaben die Rente für besonders langjährig Versicherte sicher ganz schnell weg. WillstDu das !?

Keine Ahnung, wie man diesen Kettensägen-Clown ernst nehmen kann, aber die Ideen haben hier im Forum ja mehrere Fans ...

Unser Problem scheint, guten Ideen keinen Raum zu geben weil man finalemente keine Risiken mehr bereit ist auszuhalten. Sowohl als Politik als auch als Konzern oder Mitarbeiter.

Ein gesamtgesellschaftliches Syndrom. Wer es dann tut und erfolgreich ist, dem geht es dann angeblich zu gut. Derjenige der scheitert wollte wohl zu hoch hinaus.

Soweit die übergeordnete Sichtweise.

Im Detail kann das in beliebigen Kleinsteinheiten weiterbeobachtet werden. Und der Staat hechelt mit Detailbetrachtungen und Kleingedanken jedem Thema hinterher um es jedem irgendwie recht zu machen. Überbürokratisierung und ein übergenau denkender Bürger, was denn der Staat wo gibt oder will, rundet den Schlamassel ab.

Bei uns gerade wieder im Bekanntenkreis zwei Fälle:

Mutter mit zwei Kindern, verheiratet, Tagesmutter plus Oma.... geht jetzt erst mal drei Wochen auf Mutter Kind Kur. "Steht mir zu, diese Zeit kann mir keiner mehr nehmen".

Selbstständiger Greelancer, davor sngestellt, der 4 Jahre seinem Anspruch auf ALG einfordert, dergestalt: Arbeitet 8 mon als freelancer. Dann 4 Monate irgendwo auf der Welt überwintern. Deal mit Agentur für Arbeit. "Für die nur 4 Monate im Jahr nimmt dich eh keiner. Is okay, wir überweisen."

Letztlich eine Mitnahmementalität im gutmeindenden Sozialstaat mit dem Resultat: Der der das so nicht tut ist schlechter gestellt! Und das ist ein Problem.

Ob das Synonym dafür jetzt Milei heißt ist mir recht egal und daher rege ich mich auch null auf. Grundsatzprobleme will keiner angehen sondern weiter aufdröseln. Lösungen ider Ansätze für mehr Kreativität, Risikobereitschaft und wirtschaftlichen Erfolg sind jedenfalls so nicht zu erreichen. Das Land lullt sich einfach selbst ein. "Sie führen keine Firma sondern eine Partei" für mich der Dummsatz des Jahres bei der CDU. Was heißt das erst für ein ganzes Land? Jeder darf mitquaken, entschieden wird nie.

 

Zitat von MFZ73 U3/5 => 6 am 6. August 2026, 12:27 Uhr
WillstDu das !?

Ja

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