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wie´s der Name schon sagt, älteres Semester und kein Frugalist im eigentlichen Sinn

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Hallo,

ich stelle mich kurz vor. Lebe im Norden Deutschlands. 57 Jahre alt, vh, 1 Kind, welches studiert. Im Forum bin ich mit Sicherheit einer der Ältesten, weiß auch nicht, ob ich hier richtig bin, weil ich über einige Beiträge doch überrascht bin, wie eng das teilweise gesehen wird. Jeder muss doch für sich den richtigen Weg zu seiner Zeit  finden.

War ununterbrochen im kaufmännischen Bereich beschäftigt, seitdem ich 19 war. Relativ ordentlich verdient mit zuletzt durchschnittlich  T€ 3,5 mtl. bei 30-h-Woche zuletzt zzgl. Sonderzahlungen. Ehefrau auch im kfm. Bereich unterwegs mit wenig Stunden. Meine Arbeit habe ich jetzt "geschmissen", um aus dem immer höher und schneller raus zu kommen.

Finanzielle Situation:

Ca. 1,7 Mio Nettovermögen, davon ca. 1,4 Mio. Immos  (eigengen. und V+V) und ca. 200 Cash. Rest in sonstigen Werten.

Mieteinnahmen von ca. T€ 3,0 mtl. vor Steuern auf Hausgeldern, Häuser bezahlt bis auf  1  V+V (bewusst keine Rückzahlung)

Zudem Altersvorsorge mit gesetzlichen Renten und Betriebsrenten vorhanden. Rente beide  mit 63 J. geplant: Geschätzte Renten nach Steuern und Kranken-/Pflegeversicherung: ca. T€ 4-4,5

Urlaube: 3-4 mal im Jahr in der Vergangenheit, aber alles in Maßen. Per Pkw Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Belgien, NL.

Bin kein Optimierer. Stelle mir aber bei jeder Ausgabe die Frage mehr oder weniger wie auch bei anderen Mitgliedern: Muss das jetzt sein?

Kosten-/Haushaltsbuch führe ich nicht, finde ich in jungen Jahren als Bestandsaufnahme wichtig, ist mir aber sonst zu mühsam. Mein Motto ist immer "Leben und Leben lassen".  Ausgaben pro Jahr geschätzt ca. T€ 12-15/Einnahmen in den nächsten Jahren +-T€ 55 netto.

Fragestellungen für mich in den nächsten Jahren:

-Wie lege ich das Geld an (finde Cash auf dem Konto eigentlich ganz in Ordnung, reicht mir, auch wenn ich z.Zt. damit Minus mache, Börse sehe ich z.Zt. wg. Höchststände eher kritisch)? Lösung wäre wahrscheinlich mtl. Ansparplan, um Risiko zu minimieren?

-Krankenversicherung nach ALG  2 Jahre dann  bei der Ehefrau familienversichert?

Danke für Eure Rückmeldungen!

 

Hi Semi Rentner

bin 49 und so ähnlich hatte ich mir das auch mal vorgestellt.

Bin heute dankbar nach einem Jahr Verweildauer hier weiter zu sein. Mittlerweile ist mir "dein Modell" (entschuldige die Ehrlichkeit) zu langweilig.

Mit 57 aufhören, dann Dispojahr, anschließend max. ausnutzen des ALG1 bis 60 und dann nahtlos die ersten Rentenzahlungen? klingt nach einem Plan!

Bist du vielleicht nicht doch ein Optimierer?

Wenn du meine Meinung zur Anlageausrichtung wissen willst: Mach dass womit du dich wohl fühlst und was du gewohnt bist. Die Einnahmen aus dem Kapitalvermögen brauchst du spätestens mit 63 eh höchstens für absoluten Luxus oder eben den Haufen zu mehren.

Wenn du es rückblickend nicht bereust 5 Jahre früher in den Sack gehauen zu haben ist doch alles perfekt.

Hallo Muslime-Frugi,

danke für Deine Antwort! Mit 60,... muss ich noch ein paar Jahre bis 63 überbrücken, aber Du hast schon recht. Deshalb suche ich mir vielleicht noch einen Teilzeitjob, damit man unter die Leute kommt.

Ansonsten stimmt das auch mit den 5 Jahren, aber rückblickend lässt sich das immer leichter sagen, da in den 5 Jahren auch Entwicklungen eingetreten sind, die man nicht immer voraussagen kann (z.B. Immos).

Ein Optimierer wäre ich, wenn ich alles haarklein aufschreiben würde. Das ist mir aber zu anstrengend! Du bist aber ein guter Analyst!

Grüße vom Semi-Rentner

 

Ja, die Immos haben sich schon gut entwickelt. Wenn du nicht verkaufen willst ist die Bewertungshöhe eh nur theoretischer Natur. Der Cashflow dürfte vor 5 Jahren ja auch schon ähnlich gut gewesen sein. Der Free Cashflow hängt halt von der den Verbindlichkeiten ab.

Die Betriebsrenten dürften bei deinem Alter ja schon ab 60 fließen. Ich würde mir da eine Einmalauszahlung oder 10-12 Jahresraten überlegen um bei dem sonstigen gutem Rentenniveau nicht zu große Opportunitätskosten wegen Überdimensionierung des Langlebigkeitsrisiko bei einer Verrentung dieser zu erkaufen.

Was du mit Optimierer meinst ist eher ein Haarspalter. Du bist schon ein (kaufmännischer) Optimierer.

Ist ja aber nicht schlimm. Wir leben ja in einer quasi "Optimierungsgesellschaft". Das steckt halt an. Macht man sich davon frei, kommt eine gewisse Unzufriedenheit aus Angst etwas verpasst zu haben oder irrationale Existenzängste oder ähnliches.

Dies führt uns immer wieder ins Außen, weg von uns selbst. Die Gefahr die dabei besteht ist nicht zu erkennen welche Kompromisse man eingeht und am Ende das Leben nicht richtig gelebt zu haben.

Kein einfaches Übungsfeld. Ich übe mich da auch immer wieder.

Auf einen Teilzeitjob mit 60 hätte ich keine Lust, nur um in Gesellschaft zu sein. Es sei denn es ist die absolute Erfüllung.

Alles Gute dir!

 

Zitat von Semi-Rentner am 22. März 2021, 15:24 Uhr

...

Finanzielle Situation:

Ca. 1,7 Mio Nettovermögen, davon ca. 1,4 Mio. Immos  (eigengen. und V+V) und ca. 200 Cash. Rest in sonstigen Werten.

Mieteinnahmen von ca. T€ 3,0 mtl. vor Steuern ...

... Rente beide  mit 63 J. geplant: Geschätzte Renten nach Steuern und Kranken-/Pflegeversicherung: ca. T€ 4-4,5

...

Fragestellungen für mich in den nächsten Jahren:

-Wie lege ich das Geld an (finde Cash auf dem Konto eigentlich ganz in Ordnung, reicht mir, auch wenn ich z.Zt. damit Minus mache, Börse sehe ich z.Zt. wg. Höchststände eher kritisch)? ...

MOMENTAN tue ich mich auch schwer, an der Börse noch günstig bewertete Aktien zu finden

aber erstmal zum Gesamtbild:

"ca. 1,4 Mio. Immos  (eigengen. und V+V) ... Mieteinnahmen von ca. T€ 3,0 mtl.":

angenommen die eigengenutzte ist (mäßig "frugale") 500 k€ wert: dann sind das 36 k€/900 k€ = 4 % (brutto) Mietrendite
was bleibt da übrig, wenn mal ein Dach neu zu decken oder sonst was zu sanieren ist?

außerdem sind das 80 % des Gesamtvermögens - ist wenig "diversifiziert!

--> wäre evtl. sinnvoller, einen Teil zu den aktuellen Höchstpreisen zu verkaufen ... und den Erlös gestaffelt über 3 bis 4 Jahre (oder ggfs. NACH einem Crash auch mal ne größere Tranche) in Dividendenaktien zu investieren, die auch im Mittel 4 % vor Steuern einbringen sollten ...

PS:
ein Vorteil wäre bei den aktuellen Regelungen auch, dass Dividenden nicht bei der steuerlichen Progression berücksichtigt werden - d.h. Du ab 63 mit Renten und Mieten steuermäßig günstiger wegkommst & von den Dividenden "nur" die 25 % Abgeltungssteuer weggeht

Zitat von Semi-Rentner am 22. März 2021, 15:24 Uhr

-Börse sehe ich z.Zt. wg. Höchststände eher kritisch)? Lösung wäre wahrscheinlich mtl. Ansparplan, um Risiko zu minimieren?

Hallo Semi-Rentner und herzlich Willkommen!

Ständige Höchststände sind an der Börse etwas völlig normales und haben keinerlei Vorhersagekraft für die zukünftige Rendite oder Kursentwicklung, siehe dazu auch:

https://www.gerd-kommer-invest.de/angst-vor-dem-allzeithoch/

(Davon völlig unabhängig kann natürlich ein Sparplan bzw. ein Einstieg in Trnachen psychologisch und zur Risikominimierung trotzdem sinnvoll sein, sofern man grundsätzlich in den Aktienmarkt investieren möchte).

@exit-tbd

Danke für Deine Nachricht. Die Mietrendite ist sogar noch niedriger, wenn man das auf die V+Vs von ca. 1,1 Mio rechnet.

Für Reparaturen ist genug Cash auf den Konten, kommt auch monatlich was dazu. Die Immos sind bewusst mit Baujahren ab 90er, also halten sich die Reparaturen in Grenzen. Rücklagen bei ETWs in den Eigentümergemeinschaften ausreichend.

Verkaufen möchte ich nicht, da Problem der Wiederanlage besteht. Hätte ich das bei den Höchstständen auch in den letzten 5-6 Jahren jeweils gemacht, hätte ich mich geärgert, da zu früh verkauft. So habe ich Sachwerte, und spare mir eventuelle Einstiegskosten bei Alternativanlagen. Klumpenrisiko stört mich weniger, da auf mehrere Immos verteilt in guter Lage in Großstadt.

Das mit den Steuern ist sicher ein Vorteil. Danke für den Hinweis.

Zitat von Oliver am 22. März 2021, 17:47 Uhr

Ständige Höchststände sind an der Börse etwas völlig normales und haben keinerlei Vorhersagekraft für die zukünftige Rendite oder Kursentwicklung, ...

(Davon völlig unabhängig kann natürlich ein Sparplan bzw. ein Einstieg in Trnachen psychologisch und zur Risikominimierung trotzdem sinnvoll sein, ...).

naja ...

schauen wir uns z.B. den MDAX an
https://www.finanzen.net/index/mdax/charttool
--> Zeitraum auf "MAX"

man konnte durchaus immer mal wieder 20+ % unter dem letzten Alltime-High kaufen
(Ende 2011 für 8.000 bis 8.500, Ende 2018/Anfang 2019 um die 22.000, Frühling 2020 sogar noch mal billiger)

wenn also die Kurse gerade oben im "Trendkanal" liegen, kann man durchaus etwas Cash ansammeln, um bei nächster Gelegenheit die Sonderangebote einzusammeln

PS:
hilfreich ist dabei evtl. die Fähigkeit, ENTGEGEN der allgemeinen Stimmung zu handeln ...

@exit-tbd

@Oliver

Ich werde sicher zwischendurch Aktien oder ETFs bei Rücksetzer kaufen, aber nur in Maßen. Hier spielt sicher das Alter eine wesentliche Rolle. Warum soll ich mir den Stress antun, das Geld reicht auch so. Ich muss nicht vermeintlich maximieren.

Interessantes Feld sind vielleicht Rohstoff-ETFs. Die muss ich mir bei Gelegenheit mal ansehen.

Zum Thema Höchststände gab es neulich einen guten Artikel bei Kommer, den @oliver vermutlich auch grad im Hinterkopf hatte: https://www.gerd-kommer-invest.de/angst-vor-dem-allzeithoch/

Zitat von exit-tbd am 22. März 2021, 19:46 Uhr
Zitat von Oliver am 22. März 2021, 17:47 Uhr

Ständige Höchststände sind an der Börse etwas völlig normales und haben keinerlei Vorhersagekraft für die zukünftige Rendite oder Kursentwicklung, ...

(Davon völlig unabhängig kann natürlich ein Sparplan bzw. ein Einstieg in Trnachen psychologisch und zur Risikominimierung trotzdem sinnvoll sein, ...).

naja ...

schauen wir uns z.B. den MDAX an
https://www.finanzen.net/index/mdax/charttool
--> Zeitraum auf "MAX"

man konnte durchaus immer mal wieder 20+ % unter dem letzten Alltime-High kaufen
(Ende 2011 für 8.000 bis 8.500, Ende 2018/Anfang 2019 um die 22.000, Frühling 2020 sogar noch mal billiger)

wenn also die Kurse gerade oben im "Trendkanal" liegen, kann man durchaus etwas Cash ansammeln, um bei nächster Gelegenheit die Sonderangebote einzusammel

Du behauptest hier gerade, man könne den Markt systematisch timen. Willst du das wirklich?
In den Kursen der Vergangenheit tolle Einstiegspunkte finden kann jeder, ist aber Blödsinn.
Ich könnte in dem selben MDAX-Chart genauso viel Zeitpunkte finden, in dem das damalige All-Time-High anschließend nicht mehr unterschritten wurde und du bis heute umsonst auf den günstigeren Einstieg gewartet (und in der Zwischenzeit teils dreistellige Renditen verpasst) hättest: Anfang 2013, Mitte 2014, Anfang 2015...

So, jetzt aber zurück zum Thema, ich wollte hier nicht den Thread des Erstellers kapern. 😉

Zitat von Semi-Rentner am 22. März 2021, 19:37 Uhr

@exit-tbd

Danke für Deine Nachricht. Die Mietrendite ist sogar noch niedriger, wenn man das auf die V+Vs von ca. 1,1 Mio rechnet.

Für Reparaturen ist genug Cash auf den Konten, kommt auch monatlich was dazu. Die Immos sind bewusst mit Baujahren ab 90er, also halten sich die Reparaturen in Grenzen. Rücklagen bei ETWs in den Eigentümergemeinschaften ausreichend.

Hallo Semirentner,

es geht nicht darum, ob "genügend Geld da ist", sondern ob du das vorhandene Kapital optimal angelegt hast.

Wenn du mit Dividendenaktien relativ sicher 4% Rendite einfahren würdest und mit deinen Immobilieninvestments nur 2%, dann sind deine Immobilieninvestments zu hinterfragen.

Verkaufen möchte ich nicht, da Problem der Wiederanlage besteht. Hätte ich das bei den Höchstständen auch in den letzten 5-6 Jahren jeweils gemacht, hätte ich mich geärgert, da zu früh verkauft. So habe ich Sachwerte, und spare mir eventuelle Einstiegskosten bei Alternativanlagen. Klumpenrisiko stört mich weniger, da auf mehrere Immos verteilt in guter Lage in Großstadt.

Aktien/ETFs sind auch Sachwerte.

Du hast also alle Immobilien in der SELBEN Grossstadt? Das ist schon ein Klumpenrisiko.

 

Zitat von Semi-Rentner am 22. März 2021, 20:13 Uhr

@exit-tbd

@Oliver

Ich werde sicher zwischendurch Aktien oder ETFs bei Rücksetzer kaufen, aber nur in Maßen. Hier spielt sicher das Alter eine wesentliche Rolle. Warum soll ich mir den Stress antun, das Geld reicht auch so. Ich muss nicht vermeintlich maximieren.

Ich verstehe nicht wieso du mit Immobilien einen geringeren Stress hast als mit einem Buy and Hold Ansatz in einem Aktiendepot, in das du planst langfristig investiert zu bleiben.

Dass dir in ein Mieter eine Wohnung zerstört, die Miete nicht mehr zahlt, das Dach neu gedeckt werden muss, eine neue Heizung installiert werden muss, nebenan eine Müllverbrennungsanlage gebaut wird usw. würde mich deutlich mehr stressen, als wenn mein Depot mal um 30% einbricht.
Aber das musst du natürlich selber entscheiden.

Interessantes Feld sind vielleicht Rohstoff-ETFs. Die muss ich mir bei Gelegenheit mal ansehen.

Und warum sind die interessant? Auf Grund der unterirdischen Rendite?

Nehmen wir als Beispiel mal WKN: A1C79N 

UBS ETF (IE) CMCI Composite SF UCITS ETF (USD) A-acc

Der UBS Bloomberg CMCI Index bietet Zugang zu 27 Rohstoffen aus den Bereichen Energie, Agrarrohstoffe, Industriemetalle, Edelmetalle und Lebendvieh. Der Index diversifiziert seine Futures über die gesamte Laufzeitkurve und bietet so konstante Fristigkeiten. Damit versucht der Index das Risiko einer negativen Rollrendite zu minimieren.

Stand heute: 20% unter dem Stand von 2011.

Bedenke auch, dass Immobilienpreise in beliebten Lagen in den letzten 10-15 Jahren einen zuvor nie dagewesenen Boom in Deutschland erlebt haben.
Das kann sich, aus meiner Sicht, in den nächsten 10-15 Jahren unmöglich wiederholen, schon alleine weil die Zinsen für Hypotheken nicht noch weiter sinken können.

An deiner Stelle würde ich mindestens die Hälfte meines Immobilienbestandes verkaufen und über 1-2 Jahre in ein Weltportfolio einsparen.

Grüsse vom Sparschwein

Es gibt also doch noch Optimierungsbedarf 😛 .

....ne Spaß beiseite... und @Sparschwein was du schreibst ist sicher richtig, insbesondere dann wenn in den Immobilien viel frei verfügbares EK gebunden ist. Dann sind Immobilien nur noch bedingt ein gutes Investment. Aber mal ehrlich da brennt doch die nächsten 20-40? Jahre Restlebenszeit nix mehr an. Gebraucht werden die Mieten oder Dividenden doch eh kaum. Warum dann nicht das weiter machen mit dem man sich wohl fühlt?

Sortieren kann dann das Kind als Erbe und dann eine Dekade früher in den Sonnenuntergang reiten als der Papa.

Viel interessanter an der "Causa Semi-Rentner" finde ich, dass in Deutschland keiner länger als bis 57 arbeiten muss - behaupte ich mal! Vorausgesetzt ist eine Teilhabe an den sozialen Sicherungssystemen und eine halbwegs lückenlose Erwerbsbiographie. Ein klein bisschen Ausgaben-Disziplin gehört natürlich auch dazu. Aber dann klappt es auch am unteren Ende der Nahrungskette mit 10% Sparquote.

Was meint ihr?

Zitat von Muslime_Frugi am 23. März 2021, 9:04 Uhr

Es gibt also doch noch Optimierungsbedarf 😛 .

....ne Spaß beiseite... und @Sparschwein was du schreibst ist sicher richtig, insbesondere dann wenn in den Immobilien viel frei verfügbares EK gebunden ist. Dann sind Immobilien nur noch bedingt ein gutes Investment. Aber mal ehrlich da brennt doch die nächsten 20-40? Jahre Restlebenszeit nix mehr an. Gebraucht werden die Mieten oder Dividenden doch eh kaum. Warum dann nicht das weiter machen mit dem man sich wohl fühlt?

Sortieren kann dann das Kind als Erbe und dann eine Dekade früher in den Sonnenuntergang reiten als der Papa.

Viel interessanter an der "Causa Semi-Rentner" finde ich, dass in Deutschland keiner länger als bis 57 arbeiten muss - behaupte ich mal! Vorausgesetzt ist eine Teilhabe an den sozialen Sicherungssystemen und eine halbwegs lückenlose Erwerbsbiographie. Ein klein bisschen Ausgaben-Disziplin gehört natürlich auch dazu. Aber dann klappt es auch am unteren Ende der Nahrungskette mit 10% Sparquote.

Was meint ihr?

Hallo Muslime_Frugi,

20-40 Jahre?
Überleg doch mal, wie die Welt vor vierzig Jahren aussah. Da war Deutschland getrennt und keine Änderung in Sicht.

Vor dreissig Jahren wurden von den blühenden Landschaften im Osten geträumt und vor 20 Jahren standen in New York noch die Twintowers.

Das sind Zeiträume in denen Dinge passieren die man sich heute nicht ausmalen  kann, beim besten Willen nicht.
In vierzig Jahren ist ein Urlaubstrip zur Mondbasis für die obersten 1% vielleicht normal, vielleicht ist Indien die Weltmacht Nummer 1, oder Europa (mal wieder) in Schutt und Asche, alles nicht vorhersehbar.

Finde es eher ernüchternd, wenn du sagst "keiner muss länger als bis 57 arbeiten". Mit 57 hat man sowieso schon über 80% seines Erwerbslebens hinter sich, angenommen man fängt mit 20 Jahren an zu arbeiten.
Und wenn ich in meinen Freundes- und Bekanntenkreis schaue ist es nichts ungewöhnliches, dass Leute in ihren 50ern sterben. Die haben dann im Zweifelsfall die letzten 37 Jahre nur gearbeitet.

Dafür dass Deutschland unter den Top 15 beim BIP pro Kopf in der Welt ist, finde ich eher erschreckend, dass Otto Normal auch 2021 noch fast 40 Jahre arbeiten muss, bevor er aufhören kann.

Das hatten sich die Wissenschaftler vor 30-40 Jahren noch ganz anders ausgemalt. So schliesst sich der Kreis.

Grüsse vom Sparschwein

Zitat von Sparschwein am 23. März 2021, 8:22 Uhr

 

es geht nicht darum, ob "genügend Geld da ist", sondern ob du das vorhandene Kapital optimal angelegt hast.

Wenn du mit Dividendenaktien relativ sicher 4% Rendite einfahren würdest und mit deinen Immobilieninvestments nur 2%, dann sind deine Immobilieninvestments zu hinterfragen.

 

Interessantes Feld sind vielleicht Rohstoff-ETFs. Die muss ich mir bei Gelegenheit mal ansehen.

Und warum sind die interessant? Auf Grund der unterirdischen Rendite?

Nehmen wir als Beispiel mal WKN: A1C79N 

UBS ETF (IE) CMCI Composite SF UCITS ETF (USD) A-acc

Der UBS Bloomberg CMCI Index bietet Zugang zu 27 Rohstoffen aus den Bereichen Energie, Agrarrohstoffe, Industriemetalle, Edelmetalle und Lebendvieh. Der Index diversifiziert seine Futures über die gesamte Laufzeitkurve und bietet so konstante Fristigkeiten. Damit versucht der Index das Risiko einer negativen Rollrendite zu minimieren.

Stand heute: 20% unter dem Stand von 2011.

 

Hallo Sparschwein,

danke für deinen Beitrag. Das mit dem Kapital/der Anlage sehe ich aufgrund meines Alters von 57 Jahren grundsätzlich anders.  Ich muss das nicht vermeintlich optimieren.

Die Immobilien sind in 2 Großstädten und einer Kleinstadt, wo Immobilien stark gesucht sind. Die Immobilienrendite ist deswegen so niedrig, weil die Preise sich in etwa verdoppelt haben. Bei Kauf lagen die Renditen bei ca. 5-7%. Teilweise ist die Spekufrist von 10 Jahren auch noch nicht abgelaufen.

Zum Rohstoff ETF. Danke für die Recherche. Genau wegen des schlechten Verlaufs möchte ich einen Kauf für einen Einstieg prüfen. Gegen den Trend kaufen.

 

Zitat von Muslime_Frugi am 23. März 2021, 9:04 Uhr

Es gibt also doch noch Optimierungsbedarf 😛 .

....ne Spaß beiseite... und @Sparschwein was du schreibst ist sicher richtig, insbesondere dann wenn in den Immobilien viel frei verfügbares EK gebunden ist. Dann sind Immobilien nur noch bedingt ein gutes Investment. Aber mal ehrlich da brennt doch die nächsten 20-40? Jahre Restlebenszeit nix mehr an. Gebraucht werden die Mieten oder Dividenden doch eh kaum. Warum dann nicht das weiter machen mit dem man sich wohl fühlt?

Sortieren kann dann das Kind als Erbe und dann eine Dekade früher in den Sonnenuntergang reiten als der Papa.

 

Genau so sehe ich das. Thema für mich ist auch die zukünftige sinnvolle Gestaltung der Vermögensübertragung.

Es darf ruhig etwas "langweilig" sein. Damit kann ich gut leben. Action hatte ich die letzten 25 Jahre genug! Das mit dem Sozialsystem empfinde ich nicht als Kritik von Dir. Für die 2 Jahre oder 1  3/4 Jahre ALG wurde vorher auch ein Vielfaches eingezahlt.

Ich hätte auch eher "in den Sonneruntergang reiten" können, doch Ängste, Sicherheitsbedürfnis und Erziehung spielen bei der Wahl des Zeitpunkts sicher auch eine Rolle.

Der letzte Absatz könnte eine Beschreibung meiner Person sein....ich bin ca eine Dekade jünger und traue mich schlicht aus den Dir geschilderten Gründen den "finalen" Schritt zu gehen....

Zitat von Semi-Rentner am 23. März 2021, 9:47 Uhr

...

Die Immobilien sind in 2 Großstädten und einer Kleinstadt, wo Immobilien stark gesucht sind. Die Immobilienrendite ist deswegen so niedrig, weil die Preise sich in etwa verdoppelt haben. Bei Kauf lagen die Renditen bei ca. 5-7%. Teilweise ist die Spekufrist von 10 Jahren auch noch nicht abgelaufen.

...

ich hoffe in diesen Städten sind "Miethaie"/Wohnungsnot/usw. kein politisches Thema?

wäre ja blöd, wenn "die Politik" zwecks Mieterschutz die Mieten deckelt ... während GLEICHZEITIG als Spätfolge von Quantitative Easing und Corona-motivierten Gelddruckorgien alle Kosten (incl. Deiner Lebenshaltung) ab Mitte der 2020er Jahre um 10 % oder 15 % im Jahr steigen ...

Zitat von GeldanlegER am 23. März 2021, 10:01 Uhr

Der letzte Absatz könnte eine Beschreibung meiner Person sein....ich bin ca eine Dekade jünger und traue mich schlicht aus den Dir geschilderten Gründen den "finalen" Schritt zu gehen....

... nur Mut! Bei mir ist alles noch ganz frisch und ich habe auch noch Schwierigkeiten, runterzufahren. Doch der Leidensdruck wurde bei mir zu hoch!

Zitat von exit-tbd am 23. März 2021, 10:14 Uhr

ich hoffe in diesen Städten sind "Miethaie"/Wohnungsnot/usw. kein politisches Thema?

wäre ja blöd, wenn "die Politik" zwecks Mieterschutz die Mieten deckelt ... während GLEICHZEITIG als Spätfolge von Quantitative Easing und Corona-motivierten Gelddruckorgien alle Kosten (incl. Deiner Lebenshaltung) ab Mitte der 2020er Jahre um 10 % oder 15 % im Jahr steigen ...

Ich habe die Mieten nicht optimimiert. Mir sind zufriedene und pünktlich zahlende Mieter wichtig. Immer fair bleiben!

Zu deinen Preissteigerungsängsten/-befürchtungen: Was wäre denn Deine Handlungsempfehlung? Es sind genug laufende Einnahmen da. Wenn das mal nicht mehr so sein sollte, wird eine Immobilie verkauft. Etwas provokativ, sorry: Zur Zeit wären die Immobiliensehr schnell verkauft. Wenn sich die Lage auf dem Immomarkt mal ändern sollte, dauert es eben etwas länger.

Wie sollen sich diejenigen denn verhalten, die das gleiche Problem hätten, aber nicht das entsprechende Einkommen/Vermögen. Ich gehe da etwas optimistischer dran, denn diese "Untergangsszenarien" helfen mir nicht so richtig  weiter.

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