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Wie hoch ist eure Aktienquote?

Aktuell sieht mein Depot so aus:

3% Liquide (Giro/Tagesgeld)

7% Anleihen

5% offene Immofonds

10% Gold und Silber

64% Aktien ETFs

8% Einzelaktien

3% P2P

Ja ich gebe zu es ist sehr kompliziert, insbesondere wenn man bedenkt, dass die Einzelpositionen wie zb die Aktien nochmal 12 Unterpositionen haben 😎

Zur Threadfrage: 72% ist meine Aktienquote.

Plan ist mittelfristig den Immofonds und einige Anleihen aufzulösen und das Geld in P2P und Gold/Silber umzuschichten.

Bespart wird aktuell nichts. Ich möchte den liquiden Anteil mittelfristig auf ca 8% erhöhen.

Langfristig könnte ich mir vorstellen im Hinblick auf eine Entnahmephase den Aktienanteil mehr auf Dividendentitel auszurichten.

Andreas, ist Dein Risikokonzept tatsächlich 92 zu 8? (Für mich sind Gold und Silber keine risikoarme Anlage, aber das kann man natürlich anders sehen)

Und: Was machst Du, wenn Nachkaufgelegenheit kommt?

https://frugalisten.de/forum/topic/wie-geht-ihr-mit-einem-moeglichen-kommenden-crash-um/?part=2#postid-5734

Ich persönlich würde mich nicht wohl fühlen, wenn ich einen Rückgang an der Börse nicht "mildern" könnte durch (in der Ansparphase) Nachkauf aus den liquiden Mitteln bzw. (in der Entnahmephase) durch Leben von den Cashreserven. Klar, Du hast momentan noch Dein Einkommen, aber ich habe den Eindruck, Du investierst sehr aus dem Bauch heraus, statt rational zu investieren. Ich empfehle Dir Herrn Kommers Blog, dort kann man sehr viel darüber lernen, wie man intuitive Investitionsfehler vermeiden kann.

Zitat von Christine am 24. September 2019, 10:27 Uhr

Andreas, ist Dein Risikokonzept tatsächlich 92 zu 8? (Für mich sind Gold und Silber keine risikoarme Anlage, aber das kann man natürlich anders sehen)

Und: Was machst Du, wenn Nachkaufgelegenheit kommt?

https://frugalisten.de/forum/topic/wie-geht-ihr-mit-einem-moeglichen-kommenden-crash-um/?part=2#postid-5734

Ich persönlich würde mich nicht wohl fühlen, wenn ich einen Rückgang an der Börse nicht "mildern" könnte durch (in der Ansparphase) Nachkauf aus den liquiden Mitteln bzw. (in der Entnahmephase) durch Leben von den Cashreserven. Klar, Du hast momentan noch Dein Einkommen, aber ich habe den Eindruck, Du investierst sehr aus dem Bauch heraus, statt rational zu investieren. Ich empfehle Dir Herrn Kommers Blog, dort kann man sehr viel darüber lernen, wie man intuitive Investitionsfehler vermeiden kann.

92 zu 8? Nein, noch extremer, da ich nicht nur AAA Anleihen sondern auch Junkbonds halte 😉

Du empfiehlst mir Kommer und sagst im gleichen Atemzug, dass du Cashreserven hälst und bei Rückgängen an der Börse nachzukaufen. Ohne es böse zu meinen, erlaube mir die Frage: Wer von uns beiden handelt aus dem Bauch raus? Kommer sagt: Investiere, entweder alles direkt oder als monatliche Sparrate, aber time nicht den Markt. Machst du nicht genau das, wenn du auf Kursrückgänge wartest? 🙂

Das Depot ist so angelegt, dass ich NIE etwas entnehmen möchte. Insofern wäre sogar eine Aktienquote von 100% denkbar (wenn man damit schlafen kann). Ich kann nur meine Denkweise schildern: Ich bin nervös wenn ich nicht stark im Markt investiert bin. Ich habe Sorge davor, dass mir Rendite entgeht. Verluste kann und muss ich aussitzen. Hätte ich zb 1/3 Cash, würde ich jeden Tag schauen, ob ich nicht doch irgendwo investieren kann.

Cash 48,4 % (wobei das für meine Laufenden Arbitragegeschäfte täglich verwendet wird)

Aktien (ETF+Discountzertifikate) 51,6 %

Aktienquote im Detail davon 62 % ETFs 38 % Discountzertifikate (davon 78 % auf Indizies und 22 % auf Einzelwerte)

Bei den Discountzertifikaten auf Indizies (sind alle mindestens 8 % vom Cap entfernt) die auf Einzelwerte mindestens 35 % vom Cap.

Bei Fälligkeit werden die Zertifikate verlängert.

Vorangehensweise. Ich überleg mir wo ich gerne beim Dax (z.b) einsteigen würde, dann sag ich bei 11500 würde ich gern rein, dafür erhalte ich eine Seitwärtsrendite von ca 4,0 %, klar will ich bei 11000 einsteigen eben nur 3 %. Ab da ist mir das so ziemlich egal. Steigen wir weiter gehen meine ETFs nach oben und ich hab 4,0 jahresrendite kassiert, bleiben wir gleich hab ich auch wenigstens 4,0 % auf die Zrtifikate verdient. Fallen wir unter die 11500 auch kein Problem, ich wollte ja eh bei 11500 einsteigen, dann wird bei Fälligkeit das Zertifikat in einen ETF auf den selben Index umgetauscht. Wenn der ETF dann wieder das Level erreicht hat wie das zertifikat kann ich je nachdem wieder zurück in Discountzertifikat oder im ETF bleiben. Ich sehe die Discountzertifikate so als zwitter...als Anleihenersatz

https://www.onvista.de/derivate/Discount-Zertifikate-auf-DAX?searchFields%5Bsort%5D=DISCOUNT_PCT_DESC&namedFields%5BDISCOUNT_ASK%5D%5Bmin%5D=&namedFields%5BDISCOUNT_ASK%5D%5Bmax%5D=&namedFields%5BDISCOUNT_ASK_PCT%5D%5Bmin%5D=&namedFields%5BDISCOUNT_ASK_PCT%5D%5Bmax%5D=&namedFields%5BCAP_ABS%5D%5Bmin%5D=&namedFields%5BCAP_ABS%5D%5Bmax%5D=&namedFields%5BDIFFERENCE_CAP_PCT%5D%5Bmin%5D=&namedFields%5BDIFFERENCE_CAP_PCT%5D%5Bmax%5D=&namedFields%5BSIDEWAYS_YIELD_PER_ANNUM_ASK_PCT%5D%5Bmin%5D=4&namedFields%5BSIDEWAYS_YIELD_PER_ANNUM_ASK_PCT%5D%5Bmax%5D=5&DATETIME_MATURITY_datepicker-min=23.12.2019&DATETIME_MATURITY_quick-min=23.12.2019&DATETIME_MATURITY_datepicker-max=30.4.2020&DATETIME_MATURITY_quick-max=30.4.2020&namedFields%5BDATETIME_MATURITY%5D%5Bmin%5D=23.12.2019&namedFields%5BDATETIME_MATURITY%5D%5Bmax%5D=30.4.2020&namedFields%5BDATETIME_FIRST_TRADING_DAY%5D=

 

das Problem bei diesen Hamsterstrategien, man nimmt starke Bewegungen positiv nicht mit, ist aber bei stark fallenden Kursen dabei, natürlich kann man das aussitzen es fehlt aber die performance nach oben während es lange dauern kann bis man Verluste wieder reingeholt hat

früher waren mal Rollingdiscountzertifikate sehr beliebt, d.h. die rollen jeden monat weiter mit unterschiedlicher auslegung zum cap, sie haben aber auf lange Sicht nicht überzeugen können

trotz alledem investiere ich aber auch öfter mal in discounter, momentan bin ich da bei thyssenkrupp mit dabei laufzeit 2 Monate, da die vola recht hoch ist und vermutlich das Aufzugsgeschäft für bis zu 20 mrd verkauft werden kann, im Zweifel, falls es nicht aufgeht, lasse ich mir die Aktien einbuchen

richtig die Vola spielt für einen bei discountzertifikaten, im Frühjahr hab ich zweimal wirecard discounter gekauft. Aktie bei 100, discountzertifikat nach zwei tagen mit 20 % verlust  basis 60 war bei knapp unter 50  €....lol selbst wenn wir weiter gefallen wären nur mit einer kleiner Vola.

Ich würde das nicht als Hamstertaktik sehen, hängt aber auch wieder von der Vola ab. Wenn wir fallen haben wir oft eine deutlich höhere Vola, was aber dazu führt das ich ein vielfaches an Arbitragegeschäften machen kann wie in Märkten mit geringer Vola. Auf der der anderen seite Verkrafte ich Korrekturen 10-15 relativ gut ohne das der Schmerz steigt. Nur was machen ? Meine Monatliche sparfähigkeit die stark schwankt liegt so bei 30.000 €. Auf dem derzeitigen Level bin ich aber nicht bereit direkt zu investieren, alternativen sehe ich keine so hab ich 660 K in den Discountzertifikaten geparkt.

Discountzertifikate sind ja nix anderes nur für den Leihen einfach gemacht wie die Aktie haben und dann eine Kaufoption daran zu verkaufen, bei hoher vola krieg ich viel. Ja die Rolling discounter sind mir noch ein Begriff. Jedoch denke ich das ein Problem das sie nicht die vola spielchen machen. es gibt leute die haben ihren Sparbrief immer um ein jahr verlängert egal ob hoch oder niedrig so agiert der rolling discounter.......und es gab leute die haben bei niedrigen Zinsen kurz angelegt und bei hohen Zinsen dann für mehrere Jahre angelegt. Ähnlich handhabe ich es auch bei niedrger Vola oft nur laufzeiten 3 Monate mit 9 % Puffer bei hoher Vola 9-12 Monate mit 10-12 % puffer.....wobei man nicht vergessen darf die hohe vola haben wir in der Regel nach starken Kursrückgängen....also nach 10 % Korrektur.

https://www.derivateverband.de/DE/MediaLibrary/Document/Studies/Discount_Zertifikate-Studie_2018_final.pdf

 

Zitat von Andreas900 am 24. September 2019, 14:15 Uhr

Du empfiehlst mir Kommer und sagst im gleichen Atemzug, dass du Cashreserven hälst und bei Rückgängen an der Börse nachzukaufen. Ohne es böse zu meinen, erlaube mir die Frage: Wer von uns beiden handelt aus dem Bauch raus? Kommer sagt: Investiere, entweder alles direkt oder als monatliche Sparrate, aber time nicht den Markt. Machst du nicht genau das, wenn du auf Kursrückgänge wartest? 🙂

Nein, ich time damit nicht den Markt, sondern genau im Gegenteil: Ich mache Rebalancing einmal im Jahr, fest nach vorgegebener Quote. Absolut objektiv, nicht subjektiv.

Das stand eigentlich in dem Kommentar, den ich verlinkt hatte ...

Zitat von Christine am 24. September 2019, 20:21 Uhr
Zitat von Andreas900 am 24. September 2019, 14:15 Uhr

Du empfiehlst mir Kommer und sagst im gleichen Atemzug, dass du Cashreserven hälst und bei Rückgängen an der Börse nachzukaufen. Ohne es böse zu meinen, erlaube mir die Frage: Wer von uns beiden handelt aus dem Bauch raus? Kommer sagt: Investiere, entweder alles direkt oder als monatliche Sparrate, aber time nicht den Markt. Machst du nicht genau das, wenn du auf Kursrückgänge wartest? 🙂

Nein, ich time damit nicht den Markt, sondern genau im Gegenteil: Ich mache Rebalancing einmal im Jahr, fest nach vorgegebener Quote. Absolut objektiv, nicht subjektiv.

Das stand eigentlich in dem Kommentar, den ich verlinkt hatte ...

Ok dann verstehe ich was du meinst.

Ich rebalance nicht so konsequent. Ich schaue regelmäßig ins Depot. Wenn eine Assetklasse sehr deutlich (mindestens 5%) unter der Sollgewichtung ist, dann rebalance ich. Das kann 2 mal im Jahr oder 1 mal in 3 Jahren sein. Meistens tue ich das mit "frischem" Geld, welches ich durch mein Arbeitseinkommen und Dividenden ansammle.

Natürlich gebe ich dir Recht, dass ein Rebalancing mehr Spiel lässt wenn deine Aktienquote geringer ist. Du kannst schwache Marktphasen besser ausnutzen wenn du nicht zu sehr investiert bist. Wobei es glaube ich Warren Buffet war, der empfohlen hat "alles in deinen MSCI World zu packen und dann eine Schlaftablette zu nehmen" um 20 Jahre später reich aufzuwachen ^^

Zitat von Andreas900 am 24. September 2019, 20:46 Uhr

Wobei es glaube ich Warren Buffet war, der empfohlen hat "alles in deinen MSCI World zu packen und dann eine Schlaftablette zu nehmen" um 20 Jahre später reich aufzuwachen ^^

Ja, wer damit leben kann, der kann auch 0/100 machen. Kann bloß keiner, den ich kenne 🙂

Ist übrigens ein Hauptgrund, warum fondsgebundene Lebensversicherungen funktionieren: Sie werden weiter bespart, auch wenn die Börsen einbrechen. Im Gegensatz zu "freien" Anlagedepots.