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Wie den Absprung schaffen?

Hallo alle miteinander

Mein Name ist Kai, ich komme vom Niederrhein und habe mich erst vor einigen Tagen erstmals mit dem Begriff Frugalismus auseinander gesetzt. Ich habe das Thema sehr neugierig verfolgt und fühle mich als ein Light Frugalist, da mein Lebensstandard eher hoch ist, aber die Sparqoute auch, also ich sozusagen dennoch sparsam bin.

Ich werde in ca. 2 Wochen 38 Jahre alt, war aber schon immer insofern sparsam, dass ich weniger ausgebe als ich einnehme. Ich bin selbständig mit einer GmbH, habe ein Netto-Gehalt in Höhe von 3900 €, keine Ausgaben für PKW, Handy und Internet.

Ich bin nicht rentenversicherungspflichtig, habe lediglich eine kleine Lebensversicherung als betriebliche Alterversorgung abgeschlossen (100,- €/Monat) und investiere mein Geld ausschließlich in Immobilien und einen kleinen Teil in Edelmetalle. Aktuell vermiete ich 18 Wohneinheiten. Dadurch habe ich Kaltmieteinnahmen in Höhe von über 7000€ im Monat. Zudem überweist mir meine Lebensgefährtin monatlich 400 € für die Unkosten des selbst bewohnten Einfamilienhauses.

Mein ursprünglicher Plan war es, mit Anfang 50 finanziell unabhängig zu sein. Mit finanziell unabhängig meine ich, dass die Immobilien spätestens dann abbezahlt sein sollten. Aktuell stellt es sich so dar, dass mein selbstbewohntes Haus in 2 Jahren abbezahlt ist, dass erste MFH in weniger als 9 Jahren, und die anderen beiden MFHer in 14 Jahren. Dafür leiste ich entsprechend hohe jährliche Sondertilgungen in Höhe von 34500 € und habe eine Gesamttilgung von über 60000 € im Jahr. Die hohen Tilgungen kann ich mir leisten, weil ich die Immobilien selbst verwalte und einen Großteil der Reparaturen selbst erledige.

Ich hatte mir eigentlich als Ziel gesetzt noch 2-3 Immobilien zu erwerben und so 30 Wohneinheiten zu vermieten, aber irgendwie komme ich immer mehr ins Grübeln, ob ich das wirklich will und wieviel man an Geld wirklich braucht. Ich hoffe hier eventuell Leute zu finden, die ähnliche Voraussetzungen haben und mir Tipps geben können oder mich auch eventuell motivieren, um den Ausstieg auch eher zu realisieren.

Ich spiele schon seit langer Zeit mit dem Gedanken, einen Großteil meiner Zeit im Ausland zu verbringen, in Ländern, die ich mir leisten kann. Eine angepasste, dem Land entsprechende Lebensweise und ein damit verbundener gewisser Minimalismus würde ich begrüßen und es wäre für mich keine Einschränkung in dem Sinne....

Kroatien, Türkei, Portugal, Südamerika, Asien....alles Länder/Kontinente die mich reizen, die ich kenne und wo ich gerne einige Monate im Jahr sein würde. Eigentum möchte ich ungerne erwerben im Ausland. Lediglich in Portugal überlege ich ein nettes Selbstversorger Grundstück zu erwerben.

Sicherlich möchte jeder von uns eine finanzielle Sicherheit haben und ich ziehe den Hut vor denen, die sich einfach so von ihrem Job verabschiedet haben, ohne zu wissen was in Zukunft kommt.

Nur wie schafft man den Absprung? Wann hat man genug Geld zum leben? Ich habe von Jahr zu Jahr, gar von Monat zu Monat immer mehr das Gefühl Lebenszeit und vor allem Flexibilität zu verschenken. Leider kann ich aufgrund meiner Selbständigkeit maximal 2-3 Wochen am Stück Urlaub machen und das auch nur 1 Mal im Jahr. Gibt es Leute hier im Forum, die eventuell im Ausland leben und mir Auskünfte zu ihren Ausgaben geben können? Gibt es hier Leute die von Mieteinnahmen leben, unter ähnlicher Konstellation, wie bei mir?

Das war es nun erstmal von mir. Freue mich über Tipps und Anregungen.