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Welche Partei wählt man als Frugalist?

Der Begriff wurde damals von Kritikern u.a. in der CDU so verwendet. Zumindest war es eine Kriegsbeteiligung mit klar machtpolitischen Interessen (Schwächung einer west-kritischen Staatsführung), wofür ein komplizierter jahrzehntelanger Konflikt auf ein stumpfes Täter-Opfer-Schema reduziert wurde, Ausschwitz-Vergleiche inklusive. Mir ging es aber weniger um historische Präzision und mehr um den Kontrast zwischen Ursprüngen der Grünen (auch in der Friedensbewegung) und ihren Regierungshandlungen.

Wie man den Einsatz 1999 als Angrifskrieg darstellen kann, ist mir ein Rätsel, aber gut, davon gibt es ja genug auf der Erde. Der Genozid war wohl eine Fata-Mogana, Du kannst gern mit britischen und niederländischen UN-Soldaten reden, die vorher dort eingesetzt waren und posttraumatischen Stress entwickelt haben, weil durch die UN-Rules-Of-Engagement sie zu passiven Beobachtern grausamer Szenen gemacht wurden.

Wenn man in einem sicheren Land und in Freiheit lebt, lebt es sich gut "links-pazifistisch" - allerdings ja, ich hätte mir nie träumen lassen, dass die Grünen lernfähig sind und die SPD den komplett anderen Weg geht. Von dem her darf diese Partei auch gern unter 5% rutschen.

Allgemein diese deutsche Trittfahrerei in der Sicherheitspolitik, diese ständige Heuchelei, vor allem der SPD und dass die Mehrheit der Bevölkerung  nach wie vor den Schutz der Nato will , aber nur 1/3 bereit ist selber einem anderen Land im Fall der Fälle zu helfen...da kann man sich nur dafür Fremd-Schämen.

Des "Rätsels" Lösung: Für den NATO-Einsatz im Kosovo-Krieg gab es kein UN-Mandat. Es wurde auch kein NATO-Mitglied angegriffen, so dass der Bündnisfall ausgelöst worden wäre. Er war genauso umstritten wie der Angriff der USA auf den Irak. Man hat behauptet es gehe um humanitäre Hilfe und man würde damit Schlimmeres verhindern. Die zivilen Opfer der NATO-Angriffe wurden hernach in zynischer Weise als "Kollateralschäden" bezeichnet. Das Grundproblem war aber hauptsächlich, dass der Einsatz als alternativlos dargestellt wurde. Der Balkan war schon immer ein Pulverfass. Da hat nicht mal der "Schnauzbärtige" Ruhe rein gebracht. Man löst Probleme nicht, indem man einfach eine Bombe rein wirft. Da gäbe es nämlich noch mehr solcher Konfliktherde auf der Welt wo man dass dann mach müsste. Menschen vor einem Genozid zu schützen und politisch motivierte Kriege zu führen sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Es gehört auch immer eine Vorgeschichte dazu, die allzu oft vergessen wird. Auch die Taliban sind nicht aus dem Nichts gekommen, sondern zuvor durch amerikanische Hilfe stark geworden. Und Pazifismus ist keine Luxus-Haltung, die man sich nur in einem friedlichen und sicheren Land leisten kann. Da gehört immer eine Menge Standhaftigkeit, Verhandlungsgeschick und Kompromissbereitschaft dazu. Was soll überhaupt "links-pazifistisch" sein? Das Gegenteil wäre ja dann "rechts-kriegerisch", und das ist dann besser?? Diese sogenannte "Hilfe" hat in der Vergangenheit immer wieder dazu geführt, dass Kriege eskaliert sind. Genau aus diesem Grund hat man damals den Völkerbund und später die UN gegründet, um das zu verhindern. Kriege müssen durch die Welt-Gemeinschaft verhindert bzw. befriedet werden und nicht durch irgendwelche Koalitionen der "Willigen", noch durch eine selbsternannte Welt-Polizei.

Für Frugalisten wäre nur eine Partei hilfreich, die die Vermögensbildung beim Bürger fördert. Denn das ist die Voraussetzung dafür

  • zunächst sich von Schulden zu befreien und keine Zinsen mehr zahlen zu müssen (inkl. Mietzinsen)
  • ein Vermögen aufzubauen, das Erträge produziert - statt nur als Angestellter dem Unternehmen zu Gewinnen zu verhelfen
  • selbst unternehmerisch aktiv zu werden.

Und hier kommen derzeit nur noch die AfD und die FDP infrage. Die AfD ist ausgegrenzt, sie wird nur in der Opposition bleiben. Wenn man also eine Partei wählen will, die eine Chance hat, an der Regierung mitzuwirken, dann ist es die FDP.

Die CDU hat sich gerade als Anti-Vermieterpartei profiliert durch Umwandlungsverbot und CO2-Steuer soll der Vermieter anteilig bezahlen.

Genau, die Neo-Nazis werden alles richten. Wählt die AfD, damit in Deutschland genauso ein Chaos angerichtet wird, wie in Großbritannien. Der Dexit bringts! Lasst uns die Grenzen dicht machen, damit der freie Waren- und Dienstleistungsverkehr effektiv behindert wird. Lasst uns aus dem EUR austreten und dann zuschauen wie unsere neue "Super DM" gleich mal um die Hälfte abwertet. Lasst uns den Sozialstaat abbauen, damit die Spannungen noch mehr zunehmen und wir wieder zurück in finstere Zeiten gehen. Lasst uns Menschenrechte, wie das Asyslrecht abschaffen. Schickt die Frauen zurück an den Herd. Schickt am besten das ganze verdammte Grundgesetz zum Teufel. Heil Höcke!

Edit Oliver: Unsachliche/Beleidigende Äußerungenen entfernt.

https://www.youtube.com/watch?v=z8sEN9K3LEg

 

Ohne hier jetzt groß mitgelesen zu haben oder auch eine Meinung zur Ausgangsthematik äußern zu wollen: Muss dieser Umgangston sein?

@fritz

Beleidigungen sind hier nicht gestattet. Bitte beachte die Forenregeln, insbesondere Absatz 1 (Diskussionskultur).

Zitat von FredFinanzFuchs am 14. Mai 2021, 11:07 Uhr

CO2-Steuer soll der Vermieter anteilig bezahlen.

Und was genau ist daran schlecht

Zitat von PanameraFlow am 15. Mai 2021, 22:30 Uhr
Zitat von FredFinanzFuchs am 14. Mai 2021, 11:07 Uhr

CO2-Steuer soll der Vermieter anteilig bezahlen.

Und was genau ist daran schlecht

Umgekehrte Frage: Was ist dann am Bestellerprinzip schlecht?

Das wäre ja in etwa so, als wenn ich mir ne veraltete Karre lease mit hohem Benzinverbrauch, weil die Monatsrate viel günstiger war als vom teuren und zeitgemäßen E Auto und es dann für selbverständlich halte, dass der Leasinggeber sich an der CO2 Abgabe beteiligt. Der Leasingnehmer dann noch Unternehmer ist und besser verdient als der Autohändler.

sorry aber in meiner Marktwirtschaftlichen Gedankenwelt komm ich da nicht mit...

So einfach kann man das eigentlich nicht über's Knie brechen. Der Mieter hat keinerlei Einflussmöglichkeiten den Vermieter dazu zu bewegen in neue sparsame und umweltfreundliche Heiztechnik zu investieren, er muss akzeptieren was da ist. Der Vermieter dagegen hat auch keinen Anreiz in neue Heiztechnik zu investieren, da der Mieter ja die Heizkosten zahlen muss. Wirtschaftlich gesehen bringt es also dem Vermieter nichts, da er keinerlei Vorteil, dagegen aber hohe Ausgaben hat. Mal das ganze von dieser Seite durchdenken! Wenn der Vermieter nun plötzlich hohe CO2-Kosten selbst mit tragen muss, hat er auch einen Anreiz in neue Technik zu investieren. Der Markt regelt solche Probleme leider nicht, von daher muss der Staat hier mit Gesetzen eingreifen.

Zitat von Fritz am 16. Mai 2021, 10:49 Uhr

So einfach kann man das eigentlich nicht über's Knie brechen. Der Mieter hat keinerlei Einflussmöglichkeiten den Vermieter dazu zu bewegen in neue sparsame und umweltfreundliche Heiztechnik zu investieren, er muss akzeptieren was da ist. Der Vermieter dagegen hat auch keinen Anreiz in neue Heiztechnik zu investieren, da der Mieter ja die Heizkosten zahlen muss. Wirtschaftlich gesehen bringt es also dem Vermieter nichts, da er keinerlei Vorteil, dagegen aber hohe Ausgaben hat. Mal das ganze von dieser Seite durchdenken! Wenn der Vermieter nun plötzlich hohe CO2-Kosten selbst mit tragen muss, hat er auch einen Anreiz in neue Technik zu investieren. Der Markt regelt solche Probleme leider nicht, von daher muss der Staat hier mit Gesetzen eingreifen.

Genau gegen diese Argumentation wandte ich mich im Eingangspost eines threads zum CO2-Thema.
Das Zentrale in Kürze: Wenn eine Wohnung eine alte Heizung und schlechte Dämmung hat, dann bekommt man für sie weniger Nettomiete am Markt als für eine, bei der der Mieter weniger für Heizung bezahlen muss.
Es sind dann für schlechte Energiewerte Abschläge zu machen von Mietpreisspiegelwerten. Das gilt also auch für Mieterhöhungen im Bestand.
Und durch die CO2-Belastung des Mieters werden diese "Mietverluste" noch höher werden.
Dadurch wird der Vermieter "bestraft" und ist somit motiviert zu modernisieren. Und der Mieter wird begünstigt, kann also die CO2-Umlage zahlen.

Die Argumentation "er ist nicht motiviert" träfe nur zu, wenn es einen Deckel gäbe, der unabhängig von Wert des Energieausweises z. B. 5€ je qm netto vorschreiben würde. Aber ich denke, dass selbst die Verfechter eines Deckels dessen Werte nach dem Energieausweis ausrichten würden. Wenn nicht, dann wäre die "paritätische" Überlastung an den Vermieter sinnvoll.

Zitat von Fritz am 15. Mai 2021, 15:43 Uhr

Genau, die Neo-Nazis werden alles richten. Wählt die AfD, damit in Deutschland genauso ein Chaos angerichtet wird, wie in Großbritannien. Der Dexit bringts! Lasst uns die Grenzen dicht machen, damit der freie Waren- und Dienstleistungsverkehr effektiv behindert wird. Lasst uns aus dem EUR austreten und dann zuschauen wie unsere neue "Super DM" gleich mal um die Hälfte abwertet. Lasst uns den Sozialstaat abbauen, damit die Spannungen noch mehr zunehmen und wir wieder zurück in finstere Zeiten gehen. Lasst uns Menschenrechte, wie das Asyslrecht abschaffen. Schickt die Frauen zurück an den Herd. Schickt am besten das ganze verdammte Grundgesetz zum Teufel. Heil Höcke!

Ein Austritt aus der EU ist möglich, wie GB gerade zeigt. Es kann ein bilaterales Vertragswerk gemacht werden – und ein Land kann dadurch, wenn gewünscht, Souveränität zurückbekommen, muss nicht mehr alle möglichen Gesetze mit der EU abstimmen.

Es gibt mehrere Länder in der EU, die eine eigene Währung haben, das ist also durchaus möglich. Und die Schweiz liegt in Europa und ist kein Mitglied. Eine Mitgliedschaft ist also eine Option, kein Muss.

Woher stammt die Behauptung, die AfD wolle „den Sozialstaat abbauen“? Wo steht im Programm, dass „Menschenrechte“ und „Asylrecht“ „abgeschafft“ werden sollen? Wo steht etwas über die Rolle der Frau am Herd? Wo wird das Grundgesetz infrage gestellt?
Auf diesem Niveau bleiben das nur herabsetzende Behauptungen.