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Welche Partei wählt man als Frugalist?

Zitat von Privatier am 16. Mai 2021, 16:30 Uhr
Zitat von Absprung_2020 am 16. Mai 2021, 16:15 Uhr

teils rechtslastigen an der Grenze zu rechtsradikalem Sprech unterwegs

 

Ob AfD hin oder her ist mir persönlich eigentlich egal.

Die Grenze wurde hier aber meiner Meinung nach bereits deutlich überschritten. Teile der Beiträge nicht mehr verfügbar.

R.I.P. Frugalisten Forum

Ich finde es gut und richtig, wenn solche Beitragsteile gelöscht werden, bei denen die zu tolerierenden Grenzen überschritten wurden. Und wenn die Formulierungen "an der Grenze" sind, solllte man sie konkret benennen und kritisieren. Ich selbst habe einmal ein Wort verwendet, dessen historischen Hintergrund ich nicht kannte und nachdem man mir es sagte aus eigenem Interesse mitgeteilt, dass ich es nicht mehr verwenden werde. Außerdem wurde ich einmal kritisiert, dass ich das Wort "Hass" bezogen auf Vermieter verwendet habe. Ich hatte das dann aber begründet. Denn Menschen als (Miet-)Haie, als gefährliche Raubtiere zu bezeichnen, spricht für starke ablehnenden Emotionen, die man durchaus Hass nennen darf.
Auf der anderen Seite sollte hier auch keine "Sprachpolizei" unterwegs sein. Möglichst viele Teilnehmer sollten den Mut haben, sich zu äußern und nicht befürchten müssen, dass in solch einem Forum jedes Wort auf die Waagschale gelegt wird.

Okay, mir wird schlecht.

Sammlung von AFD Zitaten:

Quelle

Sich hier als Verteidiger der guten Sitten hinstellen ist echt dreist.

 

"Es gibt drei Dinge, die sich nicht vereinen lassen: Intelligenz, Anständigkeit und Nationalsozialismus. Man kann intelligent und Nazi sein. Dann ist man nicht anständig. Man kann anständig und Nazi sein. Dann ist man nicht intelligent. Und man kann anständig und intelligent sein. Dann ist man kein Nazi."

Die AFD ist eine Sammlung von Nazis, Mitläufern und Geschichtsvergessenen. Man kann noch soviel bürgerlichen Lack auf Exkremente schmieren: Braun bleibt braun.

Zitat von FredFinanzFuchs am 17. Mai 2021, 7:27 Uhr

Ich selbst habe einmal ein Wort verwendet, dessen historischen Hintergrund ich nicht kannte

Die Botschaft hör´ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube

 

Zitat von FredFinanzFuchs am 17. Mai 2021, 7:27 Uhr

Auf der anderen Seite sollte hier auch keine "Sprachpolizei" unterwegs sein.

Hatespeech – Hass im Netz - Hatespeech: Hasserfüllte Kommentare im Internet (lmz-bw.de)

 

@cricetus: Es lohnt sich, die verlinkte Quelle zu lesen. Bei mehreren Äußerungen steht: "Richtig, wenn auch nicht sinnentstellend abgeändert". Zu der Art der Änderungen kann sich jeder ein eigenes Bild machen.
Bei anderen Aussagen wird in den verlinkten Quellen dargestellt, wie intensiv die Zitierten gegen die Veröffentlichung der Zitate vorgegangen sind. Sie sind tlw. unter Alias z. B. bei Facebook gemacht worden. Auf einzelne Äußerungen hier einzugehen, würde den Rahmen sprengen. In unserem Land ist das Recht auf freie Meinungsäußerung sehr ausgeprägt, wie die Böhmermann-Affäre oder die Prozesse von Renate Künast zeigen.

Ich halte es für überzogen und ungerecht, unter Berufung auf diese Quellen alle sonstigen Mitglieder einer Partei zu verurteilen. Sie haben diese Äußerungen nicht gemacht und sind damit für sie nicht verantwortlich. Bei 32.000 Mitgliedern wird es viele geben, die in bestimmten Situationen oder wie oben dargestellt unter Pseudonym Unmögliches gesagt haben. Dafür sind jedoch nur die Betreffenden verantwortlich.

Eine Partei hat die Möglichkeit, Mitglieder auszuschließen, besonders bei vorsätzlicher Rufschädigung der Partei. Wie schwierig das mit solchen Ausschlussverfahren ist, das zeigt das Beispiel von Sarrazin. Auch die Grünen werden es bei Palmer nicht leicht haben. Das Parteiengesetz ist hier sehr eng. Denn Parteien sind eine der wenigen Möglichkeiten für den Bürger, sich über das Ankreuzen bei Wahlen hinaus politisch einzubringen.

Auch dieser Hinweis (Parteiengesetz) ist ein wichtiges Argument dafür, dass man nicht Mitglieder einer Partei wegen der Äußerungen anderer Mitglieder haftbar machen sollte oder sie verurteilen kann. Es gibt nur wenige Parteien und eine neue zu gründen, ist sehr aufwändig. Deshalb müssen Mitglieder es aushalten, wenn andere sich politisch extrem äußern. Sie würden sich sonst um ihre Mitwirkungsmöglichkeit bringen.

Wichtig ist hier: Kein einziges Zitat stammt aus dem Parteiprogramm der AfD. Bisher wurde kein einziger Programmpunkt zitiert, der es rechtfertigen würde, AfD- Mitglieder als Nazis zu diffamieren.

Und selbst für einzelne Programmpunkte ist nicht jedes Mitglied verantwortlich zu machen. Bestimmte Programmpunkte sind nur mit einer knappen Mehrheit ins Programm gekommen. Einzelne Mitglieder können also auch nicht für bestimmte Programmpositionen mitverantwortlich gemacht wenden. Mitglieder sind auch nicht verpflichtet, die Partei zu wählen, in der sie Mitglied sind. Sie können z B. aus taktischen Gründen durchaus andere Partei wählen.

Ich habe mich bisher immer politisch in Parteien engagiert, weil ich dort oft aus erster Quelle von den Abgeordneten informiert wurde und weil ich an der Programmgestaltung mitarbeiten konnte. Und ich war schon in vielen Parteien Mitglied, z. B. FDP, CDU, Statt-Partei, Die Linke.

 

Zitat von Privatier am 17. Mai 2021, 8:54 Uhr
Zitat von FredFinanzFuchs am 17. Mai 2021, 7:27 Uhr

Ich selbst habe einmal ein Wort verwendet, dessen historischen Hintergrund ich nicht kannte

Die Botschaft hör´ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube

Damit behauptest Du, ich würde lügen. Das ist respektlos. Ich hatte seinerzeit angeboten, eine Versicherung an Eides statt abzugeben, dass es so wahr ist. Aber auch die wird bei Dir wohl nichts bewirken.

Zitat von FredFinanzFuchs am 17. Mai 2021, 9:20 Uhr

....

Ich halte es für überzogen und ungerecht, unter Berufung auf diese Quellen alle sonstigen Mitglieder einer Partei zu verurteilen. Sie haben diese Äußerungen nicht gemacht und sind damit für sie nicht verantwortlich. Bei 32.000 Mitgliedern wird es viele geben, die in bestimmten Situationen oder wie oben dargestellt unter Pseudonym Unmögliches gesagt haben. Dafür sind jedoch nur die Betreffenden verantwortlich....

Der Verfassungsschutz sieht bundesweit die AfD als Prüffall und, laut Gutachten, auch als Verdachtsfall.

Bereits im Januar 2019 wurde die Gesamtpartei vom Bundesamt für Verfassungsschutz als Prüffall bezeichnet und die Junge Alternative (JA) – die Jugendorganisation der AfD – als Verdachtsfall eingestuft. Beim völkisch-nationalistischen „Flügel“ der AfD sah der Verfassungsschutz die Anhaltspunkte für die Verfassungsfeindlichkeit soweit bestätigt, dass der „Flügel“ bis zu seiner taktischen Selbstauflösung zum Beobachtungsfall hochgestuft wurde. Damit stand der „Flügel“ auf einer Stufe mit anderen rechtsextremen Parteien und Organisationen.

Auch wenn sich der als rechtsextremistisch eingestufte „Flügel" anschließend selbst aufgelöst hat, besteht laut Verfassungsschutz zwischen den völkisch-nationalistischen Kräften dieser Partei weiterhin ein starker Zusammenhalt, die zunehmend an Einfluss gewinnen und die AfD weiter radikalisieren. (kurze Zusammenfassung des Bundesvorstandes GdP, das Gutachten des Verfassungsschutzes ist im Netz veröffentlicht,  da wurden die Punkte für eine allgemeine Radikalisierung und Verfassungsfeindlichkeit zusammengefasst, ist  natürlich umfangreich als Gutachten).

Sich Mitgliedschaft, ein Unterstützen des Systems, nicht zurechnen zu lassen, wird schwierig und ich finde es unlauter. Wer die Partei unterstützt, für sie wirbt, wirbt auch für die Extremisten die das Ruder, laut Verfassungsschutz, zunehmend übernahmen. Es geht nicht um Einzelfälle, es geht um die Richtung in die die AfD ging und die Mittel hierfür.

 

 

Wenn Du alles machen kannst was Du willst solltest Du etwas wollen.

Genau deswegen habe ich die Quelle mit angegeben: Jeder soll sich ein Bild machen. Bitte jeder lesen.

Wir reden hier nicht über eine Person. Nicht über ein paar, es ist systematisch. Die AFD akzeptiert Nazis in ihren Reihen. Und sie sammelt Stimmen damit.

Wer die AFD wählt, wählt Nazis.
Wer in der AFD Mitglied ist, macht sich mit Nazis gemein.

Kann man machen. Man darf nur danach nicht behaupten man hätte davon nichts gewusst.

Zitat von alija am 17. Mai 2021, 10:07 Uhr

Sich Mitgliedschaft, ein Unterstützen des Systems, nicht zurechnen zu lassen, wird schwierig und ich finde es unlauter.

Zitat von Cricetus am 17. Mai 2021, 10:25 Uhr

Wer die AFD wählt, wählt Nazis.
Wer in der AFD Mitglied ist, macht sich mit Nazis gemein.

Kann man machen. Man darf nur danach nicht behaupten man hätte davon nichts gewusst.

Kann man so eng sehen. Ich bin da etwas großzügiger und toleranter.
Ich mache niemanden in einer Partei für die Aussagen anderer Mitglieder mitverantwortlich. Er macht sich meiner Auffassung auch nur "gemein" mit jemand anderem, wenn er die Meinung des andern teilt.
Maßstab für eine Meinungszurechnung ist nur das Programm, und auch das nur bedingt. Denn man kann auch in bestimmten Punkten anderer Meinung sein als die Partei, in der man Mitglied ist. Eine Partei ist keine Glaubensgemeinschaft mit einem gemeinsamen Bekenntnis. Es ist eine der wenigen Möglichkeiten, in unserer repräsentativen Demokratie über Wahlen hinaus aktiv zu werden. Und mitwählen und mitbestimmen in einer Partei kann man nur als Mitglied. Dabei muss man leider ertragen, dass Mitglieder dabei sind, mit denen man nichts gemein hat. Oder man verzichtet eben auf diese Möglichkeit der Mitbestimmung, wie es die absolute Mehrheit der Bevölkerung macht.

Man kann es enger sehen, auch da bin ich tolerant. Wenn man aber die persönliche Sichtweise zur ausschließlich richtigen oder gültigen erhebt, dann endet meine Toleranz.

Zitat von PanameraFlow am 16. Mai 2021, 16:39 Uhr

Wenn man sowas veraltetes anbietet was schädlicher für die Umwelt ist, kann man auch genauso zur Kasse gebeten werden um motiviert zu werden das zu ändern

blöd nur, wenn irgendjemand als Mieter knapp bei Kasse ist und einfach eine Billig(st)bude für 200 Euro kalt im Monat braucht ...

... und diese runtergewohnten unsanierten Altbauten aus dem low budget-Markt heraussaniert werden!

Zitat von FredFinanzFuchs am 17. Mai 2021, 9:20 Uhr

...

Ich halte es für überzogen und ungerecht, unter Berufung auf diese Quellen alle sonstigen Mitglieder einer Partei zu verurteilen. Sie haben diese Äußerungen nicht gemacht und sind damit für sie nicht verantwortlich. Bei 32.000 Mitgliedern wird es viele geben, die in bestimmten Situationen oder wie oben dargestellt unter Pseudonym Unmögliches gesagt haben. Dafür sind jedoch nur die Betreffenden verantwortlich.

Eine Partei hat die Möglichkeit, Mitglieder auszuschließen, besonders bei vorsätzlicher Rufschädigung der Partei. Wie schwierig das mit solchen Ausschlussverfahren ist, das zeigt das Beispiel von Sarrazin. Auch die Grünen werden es bei Palmer nicht leicht haben. Das Parteiengesetz ist hier sehr eng. ...

Das stimmt, wenn in einer Partei EINZELNE "faule Äpfel" rumstänkern.

Im Falle der AfD handelt es sich aber um einen (formal mittlerweile aufgelösten/in der Gesamtpartei "assimilierten") Flügel, also einen wesentlichen Teil der Mitglieder!
(ob "nur" ein Drittel oder die Hälfte kann ich nicht einschätzen/quantifizieren)

In diesem Fall haben die Mitglieder, welche sich hiervon distanzieren wollen, die Möglichkeit, aus der Partei auszutreten!
(wie es z.B. Bernd Lucke 2015 gemacht hat, als er realisiert hat, dass die AfD nicht eine "nationalliberale" Bereicherung des Parteienspektrums wurde - wie es wohl seine Intention war - sondern ihm entglitten und in den rechtsradikalen Nazisumpf abgedriftet war)

Zitat von exit-tbd am 17. Mai 2021, 12:43 Uhr

Das stimmt, wenn in einer Partei EINZELNE "faule Äpfel" rumstänkern.

Im Falle der AfD handelt es sich aber um einen (formal mittlerweile aufgelösten/in der Gesamtpartei "assimilierten") Flügel, also einen wesentlichen Teil der Mitglieder!
(ob "nur" ein Drittel oder die Hälfte kann ich nicht einschätzen/quantifizieren)

In diesem Fall haben die Mitglieder, welche sich hiervon distanzieren wollen, die Möglichkeit, aus der Partei auszutreten!

Können sie, ist aber nicht die einzige Möglichkeit.
Es ist aus meiner Sicht zunächst gar nicht notwendig, sich von einem anderen Mitglied oder deren Aussagen zu distanzieren. Eine Partei ist keine GBR, in der jeder gesamtschuldnerisch haftet. Schon bei der abzulehnenden "Sippenhaft" ist es so, dass es unangemessen ist, "für die Schuld eines oder mehrerer Angehöriger einzustehen, insbesondere dann, wenn der Schuldige nicht zur Verantwortung gezogen werden konnte." (Wikipedia) (Man ihn also nicht rausschmeissen konnte aus der Partei.)
Und nun soll die Mithaftung eines Mitglieds in einer Partei über die Sippenhaft noch hinausgehen? Meines Erachtens völlig übertrieben.

Und Mitglieder, die in einer Partei bleiben, haben die Möglichkeit, Einfluss zu nehmen auf die "faulen Äpfel". Sie können dafür sorgen, dass es ihnen in der Partei ungemütlich wird. Sie können darauf einwirken, dass deren Gedanken nicht ins Programm kommen. Sie können dafür sorgen, dass solche nicht in Ämter gewählt werden oder Ämter verlieren.
Eine Parteimitgliedschaft ist in erster Linie eine ehrenamtliche Tätigkeit. Es sei denn, man wirkt als Lobbyist oder Karrierist. Letzteres ist aber bei den wenigsten der Fall. Respekt, dass hunderttausende in unserem Land in Parteien mitwirken und dazu beitragen, hieraus ein besseres Land zu machen. Und Respekt für die Toleranz, die sie aufbringen müssen (Toleranz als geduldvolles Ertragen des Andersdenkenden und seiner Meinung).

Hallo an alle!

Mal ein ganz "verrückter" Vorschlag. Warum ignoriert ihr diesen Typen nicht einfach? AfD-Sympatisanten und Rechte im Allgemeinen, haben kein Interesse über Themen argumentativ zu diskutieren. Es geht nur darum zu provozieren, Wahrheiten zu verdrehen und Störfeuer zu entfachen. Damit am Ende die Diskussionen nur noch durch ihre Themenschwerpunkte besetzt sind. Lasst es doch einfach. Geht nicht mehr auf dieses sinnfreie, populistische und verdrehte Geschwafel ein. Ihr werdet am Ende nur verrückt gemacht, weil man längst belegte Tatsachen ständig wieder in Frage stellt und versucht, euch in Widersprüche zu verwickeln. Das ist halt deren Methodik oder "Pervertierung der Sprache". Don't feed the Troll! 😉

Zitat von Fritz am 17. Mai 2021, 14:47 Uhr

Hallo an alle!

Mal ein ganz "verrückter" Vorschlag. Warum ignoriert ihr diesen Typen nicht einfach? AfD-Sympatisanten und Rechte im Allgemeinen, haben kein Interesse über Themen argumentativ zu diskutieren. Es geht nur darum zu provozieren, Wahrheiten zu verdrehen und Störfeuer zu entfachen. Damit am Ende die Diskussionen nur noch durch ihre Themenschwerpunkte besetzt sind. Lasst es doch einfach. Geht nicht mehr auf dieses sinnfreie, populistische und verdrehte Geschwafel ein. Ihr werdet am Ende nur verrückt gemacht, weil man längst belegte Tatsachen ständig wieder in Frage stellt und versucht, euch in Widersprüche zu verwickeln. Das ist halt deren Methodik oder "Pervertierung der Sprache". Don't feed the Troll! 😉

Überhaupt nicht verrückt. Wenn die Argumente ausgehen oder es zu anstrengend wird, dann wird das Gesagte des Meinungsgegners pauschal als "Geschwafel" diffamiert und aufgefordert, die Kommunikation mit ihm einzustellen. Auch eine Lösung.
Oder man äußert sich nur zu Ideen und Argumenten bei denjenigen Themen, die einen interessieren und ignoriert die Person dahinter.

@Fritz, guter Vorschlag. Zum Glück besteht ja in Deutschland kein Kommunikationszwang und ich kann reden mit wem ich will. Mit den Zeugen Jehovas, die unweit unserer Wohnung auf der Haupteinkaufsstrasse immer stehen, lasse ich mich ja auch auf keinen Wortwechsel ein (obwohl die es sicher immer gerne tun würden).

Ich habe mich inzwischen auch damit auseinandergesetzt, wie man formal Hassbeiträge meldet und würde davon bei Gelegenheit auch Gebrauch machen.

Zitat von Privatier am 17. Mai 2021, 15:07 Uhr

Ich habe mich inzwischen auch damit auseinandergesetzt, wie man formal Hassbeiträge meldet und würde davon bei Gelegenheit auch Gebrauch machen.

Das finde ich sehr gut. Von Dir verlinkt kommt die Definition von Hassbeiträgen:
"Hasserfüllte Kommentare treffen Menschen wegen ihrer Hautfarbe oder Herkunft, ihrem Geschlecht, ihrer Glaubensrichtung, politischen Einstellung, sexuellen Orientierung, körperlichen Beeinträchtigung oder weil in Diskussionen Partei für Andere ergriffen wird. Die menschenverachtenden Aussagen sollen andere Menschen oder Gruppen abwerten." (Hervorhebung von mir)

Hierbei soll man auch besonders auf nicht ganz offensichtliche Beleidigungen achten wie "Schwuchtel", das ist natürlich einfach. Wichtig ist:
"Neben diesen deutlichen sprachlichen Erscheinungsformen kommt es auch zu Äußerungen, die ohne direkte beleidigende Begriffe auskommen und dennoch eine herabwürdigende Aussage enthalten."

Und dabei nicht auf einem Auge blind sein!
Wie verhält es sich, wenn z. B. ein Teilnehmer schreibt, man soll mit einem anderen nicht mehr reden und dazu: "Don`t feed the troll" - Mit Ironie-Smiley - Ist das noch okay? Da wurde doch der andere "Troll" genannt. Und wie ist es mit "Geht nicht mehr auf dieses sinnfreie, populistische und verdrehte Geschwafel ein." Was wird da über den anderen Herabsetzendes gesagt? Es hätte je gesagt werden können "Geht nicht mehr auf seine Beiträge ein!". Aber ist das nicht vielleicht ein Boykottaufruf und damit eine soziale Ächtung?

Aber blicken wir nach vorn! Die Aufgabe wird nicht leicht sein.

Ich werde einen Ahnungslosen, einen Nazi oder einen Skrupellosen sicher nicht aus der AFD argumentieren können.

Aber ich will jemanden der sich mit moralisch Wiederwärtigen gemein macht nicht den freien Raum lassen. Und noch schlimmer: Die moralische Überlegenheit.

Ich kann sehr gut verstehen wenn einzelne Personen das Forum verlassen wenn hier eben an dem Mythos der AFD als wählbare Partei gearbeitet wird.

Die AFD wählen heißt Nazis wählen. Jeder Deutsche sollte wissen was das bedeutet.

 

Zitat von Cricetus am 17. Mai 2021, 16:30 Uhr

Aber ich will jemanden der sich mit moralisch Wiederwärtigen gemein macht nicht den freien Raum lassen. Und noch schlimmer: Die moralische Überlegenheit.

Ich kann sehr gut verstehen wenn einzelne Personen das Forum verlassen wenn hier eben an dem Mythos der AFD als wählbare Partei gearbeitet wird.

Ein Parteimitglied macht sich nicht mit anderen "gemein", es ist für die Aussagen anderer Parteimitglieder nicht verantwortlich. Hier wird keine moralische Überlegenheit behauptet. Es wird nur begründet die Verantwortung für die Taten anderer Menschen abgelehnt. Und man lässt sie sich auch nicht in die Schuhe schieben. Ich habe oben dazu ausführlich argumentiert, hier noch einmal:

"Es ist aus meiner Sicht zunächst gar nicht notwendig, sich von einem anderen Mitglied oder deren Aussagen zu distanzieren. Eine Partei ist keine GBR, in der jeder gesamtschuldnerisch haftet. Schon bei der abzulehnenden "Sippenhaft" ist es so, dass es unangemessen ist, "für die Schuld eines oder mehrerer Angehöriger einzustehen, insbesondere dann, wenn der Schuldige nicht zur Verantwortung gezogen werden konnte." (Wikipedia) (Man ihn also nicht rausschmeissen konnte aus der Partei.)
Und nun soll die Mithaftung eines Mitglieds in einer Partei über die Sippenhaft noch hinausgehen? Meines Erachtens völlig übertrieben.

Die Wählbarkeit der AfD ist kein "Mythos", sie ist Wirklichkeit, denn die Partei ist nicht verboten. Und manche Menschen ziehen hier bei dieser Frage eben erst da die Grenze wo gesetzliche Verbote greifen.

@cricetus

Ihr Beitrag trifft den Nagel auf den Kopf. Hier ist jemand, der daran arbeitet die AfD als wählbare Alternative aufzubauen. Festgemacht an seriösen, unverfänglichen Themen, mal hier und eine Bemerkung zur Verallgemeinerung oder wahlweise Abwertung einer andern Denke,  bisschen tarnen, täuschen, aber das Ziel ist klar: "AfD, das  ist doch auch die Mitte." Und für ein paar Extremisten kann man nix, im Gegenteil, da muss man doch erst recht Mitglied bleiben um die verirrten, einzelnen Nazi-Schäfchen innerparteilich auszugleichen, denn die Afd-Mehrheit ist ja total gemäßigt.

Ich werde keinesfalls in einem Forum meine Beiträge leisten und das Forum durch meine Beiträge und klicks,  und sei es nur zahlenmäßig (!) aufwerten, solange dieses Forum eine Plattform für offen AfD-freundliche Protagonisten oder inhaltliche Werbeplattform dient/missbraucht wird. In diesem Fall muss man sich ja auch missbrauchen lassen. Für mich ein no-go und schade wie sich das entwickelt hat.

Ich schaue mir das wie zuletzt auch schon weiterhin von der Seitenlinie an und werde ggf. meine Konsequenzen ziehen. Ich wäre längst weg, wenn ich nicht schon so lange hier unterwegs wäre und ein paar interessante Leute gerne weiterhin per Textbeiträgen im Auge behalte. 🙂

Wie immer schreibt @absprung_2020 wie es auch von mir sein könnte. Volle Zustimmung!

Zitat von FredFinanzFuchs am 17. Mai 2021, 15:46 Uhr
Zitat von Privatier am 17. Mai 2021, 15:07 Uhr

Ich habe mich inzwischen auch damit auseinandergesetzt, wie man formal Hassbeiträge meldet und würde davon bei Gelegenheit auch Gebrauch machen.

Das finde ich sehr gut. Von Dir verlinkt kommt die Definition von Hassbeiträgen:
"Hasserfüllte Kommentare treffen Menschen wegen ihrer Hautfarbe oder Herkunft, ihrem Geschlecht, ihrer Glaubensrichtung, politischen Einstellung, sexuellen Orientierung, körperlichen Beeinträchtigung oder weil in Diskussionen Partei für Andere ergriffen wird. Die menschenverachtenden Aussagen sollen andere Menschen oder Gruppen abwerten." (Hervorhebung von mir)

 

Ich bin eher über den folgenden Passus "gestolpert":  " Die No Hatespeech Bewegung nennt in ihrer Definition [4] zusätzlich Beispiele: Sexismus, (antimuslimischer) Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Neonazismus, Klassismus (Diskriminierung der „niedrigeren“ Schichten), Ableismus (Diskriminierung von Menschen mit Behinderung), Homo- und Transphobie."