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Was tut ihr wenn ihr es geschafft habt?

Hallo liebe Frugalisten!

Vielleicht bin ich schon zu lange im Hamsterrad gefangen, aber ich stelle mir ernsthaft die Frage wie mein Tag aussehen würde wenn ich wirklich gar nicht mehr arbeiten müsste/würde.

Ich habe keine Familie, verreise nicht und habe auch sonst keine Hobbies, die mich wochenlang fesseln. Mein Arbeitsalltag sieht so aus: Aufstehen -> Arbeiten -> Fernsehen/Netflix/Games -> Schlafen.

Seit einem Jahr treibe ich meistens vor der Arbeit Sport. Ich würde mir ohne Arbeit mehr Zeit für Sport, selber Kochen und Haus/Garten nehmen, aber das füllt nicht den Tag aus. Solange ich arbeite, wünsche ich mir mehr Freizeit, aber inzwischen bin ich mir unsicher.

Mein Lebensplan sieht vor in 5 bis 10 Jahren vielleicht in Teilzeit zu gehen. Das wäre der vielleicht beste Mittelweg.

Aber wie macht/plant ihr das? Was sind eure Pläne für eure finanzielle Freiheit?

LG

Andreas

Zitat von Andreas900 am 30. September 2019, 14:38 Uhr

Ich habe keine Familie, verreise nicht und habe auch sonst keine Hobbies, die mich wochenlang fesseln. Mein Arbeitsalltag sieht so aus: Aufstehen -> Arbeiten -> Fernsehen/Netflix/Games -> Schlafen

Dazu gibt es ja glaube ich schon einen anderen Thread.

Wenn ich das lese und du meine Meinung wissen möchtest: weiter arbeiten. Wenn sich das bei dir wirklich so darstellt, und es gibt viele bei denen das so ist, wieso willst du dann weniger arbeiten?

Nunja man sucht sich Beschäfftigungen.

Meine finazielle Freiheit habe ich vor ca 10 Jahren erlangt, mit 32 Habe ich aufgehört zu arbeiten seitdem Handle ich nur noch. Was so 3-4 Stunden am tag in anspruch nimmt. Leider wurde ein Jahr später ein Glaukom grüner Star)festegestellt, bei mir eine specielle Art ich bin sehr Lichtempfindlich (also nicht UV) sonderen jegliche Art von Lichtquellen (Lampen, Scheinwerfer....).

Ich denke mittlerweile wäre ich wahrscheinlich berufsunfähig wenn ich dabei geblieben wäre. Das bittere an meiner Situation jetzt wo es Winter wird, ich hab den ganzen tag frei, aber da hat niemand anderes frei. Und wenn die anderen Frei haben kann ich nicht mit weil überall Lichter sind. Verreisen stresst nur, etwa 1 Stunde kann ich im verkehr sein dann machen mich die Amplen und Scheinwerfer der anderen platt.

Wie füllst du den Tag, ich habe mir gewisse Aufgaben für jeden Tag gestellt, da ist zum einen ein Schrittzähler jeden Tag diese 10.000 Schritte. Jeden Tag ein Sportprogramm kombiniert mit Hörbuchern. Jeden Tag absolviere ich ein Taktik und ein Strategie Training im Schach, dazu wenn Zeit ist noch einige Partien. Jeden einkauf mache ich zu Fuss (lauf ich eben dreimal) auser Getränke. Ich sehe es als eine Art Hobby an ich hab ja die Zeit, als am billigsten zu kaufen, sämtliche Depotwechselprämien zu kassieren usw. Mir Gedanken zu machen wie ich die Steuern noch weiter senken bzw vermeiden kann.

Mein Plan war immer schon mit 18 von meinen kapitaleinkünften leben zu können selbst zu bestimmen was ich mache, jetzt kann ich es. Aber ist nicht wie in meiner vorstellung, in meiner vorstellung war es mit einem Lamborgini in der Einfahrt bzw mit dem Laptop immer auf Reisen. Die Umsetzung in der Realität sieht bedingt durch meine Augen anderes aus, ich fahre max 1500 km im Jahr mit dem Auto, und das auch nur mit 60 km/h also zuwas da nen Sportwagen dazu ist die Hauptstrecke Heim-Recyklinghof-Heim. Reisen letzmals vor 9 Jahren, mein Radius ist so 80 km.

Auch wenn das jetzt Gewiss nicht so ist wie es gewünscht war, mein Tag ist jetzt trotzdem besser wie er es zu meiner aktiven Zeit in der Bank war, wo du irgendeinen Dreck verkaufen solltest. Du ein gefangener im Hamsterrad warst. Zu tun was man Lust und Laune hat ohne Druck was will man mehr.

 

Hm, das hört sich schon etwas traurig an, ich kann das in gewisser Weise nachvollziehen, mit Anfang 20 war ich mal fast blind und konnte erst nach Hornhauttransplantationen wieder besser sehen, die zumindest auf einem Auge sehr gut verlaufen ist. Ich hatte aber immer Sorge, dass sich das nochmal verschlechtern könnte und von daher seitdem gewisse Existenzängste, vielleicht auch deshalb die extreme Sparsamkeit.

Gibt es denn keine getönten Brillen, die Du gegen die Lichtempfindlichkeit tragen kannst, oder bringt das nicht viel?

nein ich trage zwar immer dicke Sonnenbrillen und eine Kappe, am Tag ist es so kein Problem da ich weis wo die Sonne ist und ich weis das ich da nicht reinschauen darf.

Aber rein die Sonnenbrille verlängert die Zeit nur minimal, also ich hab für mich festgestellt das ich ca 60 Min den Lichtern von Verkehr und Stadt trotze und mit Sonnenbrille dann vielleicht 10 Min länger.

Ich habe zwar verschiedene Irislinsen, die den effekt dann ausschalten aber die haben dann alle iregendeinen anderen Nachteil vorallem bei Nacht.

  1. zum testen bekam ich billige Irislinsen waren eigentlich die besten "nur schwarz" leider ist das material da nicht so sauerstoff durchlässig und da mein auge ehe angeschlagen ist maximale tragedauer 2 Stunden.....
  2. die zweiten waren dann schon besser ok Braun und bedruckt, guter tragekompfort, sauerstoff ging durch hatten ein 4,5 guckloch, nur bringt mir das nix bei nacht da wird die Pupille ja größer und was hat man wenn mann mit einer 8,5 Pupille durch ein 4,5 mm loch guckt , einen tunnelblick vergleichbar wie wenn mann durch eine Klorolle guckt, auf jedenfall eine verbessserung aber man stolpert so durchs nachtleben sieht recht und links niemand.
  3. die dritten waren dann eine Sepzialanfertigung (gibt nicht viele hersteller) mit extra großem guckloch die es standardmässig garnicht gibt, die wurden handbemalt also drei schichten. Damit kann ich dann Abends richtig gut sehen aber auch hier kommt wieder ein Aber. Ich werde total müde weil sie doch sehr anstrengen weil sie sehr dick sind, und ein zweiter Punkt ist das Sie wenn die luft trocken ist sich zusammen ziehen und sich dann zusammenziehen bzw schrumpfen, dann sieht man mal schnell unscharf und tut auch weg. Ich behelf mich dann mit nachtropfen.....aber das hielft auch nur sehr kurz.

Naja ich muss mich wenn ich dann mal was mache (Abends)zwischen pest und Kollera entscheiden. Bzw wo ich da geringste Übel drin sehe oder halt die geringste einschreckung. Hin und herwechseln mit den Linsen ist nicht, vertrag ich nicht.

Das mit den existenz Ängsten kenn ich, beim grünen Star ist es ja so er ist nicht heilbar man kann ihn nur aufhalten verlangsamen. Ich nehme derzeit Augentropfen gegen den hohen Augendruck, da hab ich immer Angst das sich das Auge irgenwann dagen immunisiert.....

Zitat von Andreas900 am 30. September 2019, 14:38 Uhr

Ich habe keine Familie, verreise nicht und habe auch sonst keine Hobbies, die mich wochenlang fesseln. Mein Arbeitsalltag sieht so aus: Aufstehen -> Arbeiten -> Fernsehen/Netflix/Games -> Schlafen.

Wenn Du keinen Plan hast, was Du mit der freien Zeit anfangen willst und kannst, dann wirst Du verblöden.

Meinen Tag ohne Arbeit rumzukriegen, wäre kein Problem. Ich könnte mich 7 Tage/Woche ab mittags in die Sporthalle stellen und diese um 23 Uhr abschließen und das wäre nur eine Option von mehreren.

Ich würde mich mit Tätigkeiten beschäftigen, die in irgendeiner Art sinnstiftend sind und Werte schaffen (egal ob für mich selbst oder für Andere).

Ehrenämter stehen bei mir also ganz oben auf der Liste: Im Tierheim Gassi-gehen, Nachhilfe für benachteiligte Kinder, Umweltschutz etc. Außerdem ist das Trainieren der geistigen Fitness wichtig, ich könnte mir also vorstellen, eine neue Fremdsprache zu lernen oder Programmieren oder einfach irgendwas Praxisorientiertes mit Youtube tutorials.

Andreas, lebst Du gerne so?

Zitat von Schwaebin am 4. Oktober 2019, 10:47 Uhr

Andreas, lebst Du gerne so?

Manchmal ja, manchmal nein.

Es funktioniert solange ich Ziele im Leben habe. Die finanzielle Unabhängigkeit ist eines davon. Diese ist aber noch in weiter Ferne und ich glaube, es würde mir auch reichen "nur" Teilzeit zu arbeiten. Dann hätte ich viel mehr Zeit. Was ich damit tue? Vermutlich mehr Netflix, Games etc. Festes Ziele ist aber auch Sport. Das klappt ganz gut, heute ist es eben meist nur mal eine Stunde vor der Arbeit, könnte mehr sein.

Ich finde es aber interessant, was andere hier so vorhaben. Es klingt immer so leicht wenn Menschen sagen, dass sie "natürlich immer was zu tun" hätten. Aber abseits von Familie, glaube ich, dass manche Menschen nach ein paar Monaten eine negative Überraschung erleben könnten. Man braucht schon Ziele in der Phase der finanziellen Freiheit. Das können Urlaube, ein Studium einer neuen Sprache, Sport, Familie oder Bildhauerei sein. Ein bisschen befinde ich mich auf diesem Weg der Selbstfindung, was ich tun würde wenn ich wirklich alle Zeit der Welt hätte.....

Zitat von Andreas900 am 10. Oktober 2019, 16:00 Uhr

Ich finde es aber interessant, was andere hier so vorhaben. Es klingt immer so leicht wenn Menschen sagen, dass sie "natürlich immer was zu tun" hätten. Aber abseits von Familie, glaube ich, dass manche Menschen nach ein paar Monaten eine negative Überraschung erleben könnten. Man braucht schon Ziele in der Phase der finanziellen Freiheit. Das können Urlaube, ein Studium einer neuen Sprache, Sport, Familie oder Bildhauerei sein. Ein bisschen befinde ich mich auf diesem Weg der Selbstfindung, was ich tun würde wenn ich wirklich alle Zeit der Welt hätte.....

Ich habe ja das Glück, ein Bummelstudent gewesen zu sein. Von daher kann ich mich noch gut daran erinnern, wie leicht es mir fiel, meine Zeit selbst zu gestalten. Seitdem ich arbeite, versuche ich, das alles nach Feierabend und am Wochenende weiter so zu machen - nur eben auf Sparflamme (vergleichsweise).

Meine Interessen sind vielfältig: Programmieren, Musik Komponieren, kulturelles (Museen, Theater, Konzerte), Lesen (vor allem Philosophie, Psychologie und Naturwissenschaften), Bewegung in der Natur, ...

Dabei muss ich sagen, dass mir das Programmieren in der Freizeit echt schwer fällt, seitdem ich das beruflich mache. Interesse hätte ich vielleicht noch daran, Malen und Dichten zu lernen. Ich glaube aber nicht, dass es wichtig ist, Ziele zu haben. All diese Dinge, die ich jetzt aufgelistet habe, mache ich eigentlich ohne bestimmtes Ziel, sondern einfach nur, weil sie mir Freude bereiten. Und wenn man nach einigen Monaten eine "Überraschung" erlebt, dann liegt das daran, dass man sich selbst und seine Bedürfnisse nicht kennt. Das ist nicht schlimm. Ich glaube, bei vielen ist das spätestens nach ein paar Jahren im Job so. Vielleicht holt man sich dann am besten eine psychologische Beratung.