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Wann ist man ein Privatier

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Da @Konsument es in einem anderen Faden nochmal beiläufig am Beispiel eines ehemaligen Forenmitglieds anschnitt, gerne mal eine Diskussion wie ihr das definiert und seht:

Wann ust man ein Privatier?

Chat GPT hat folgende Meinung:

Der Begriff „Privatier“ ist in Deutschland kein rechtlich definierter, sondern ein gesellschaftlich-sprachlicher Begriff. Er bezeichnet im Allgemeinen eine Person, die ohne Erwerbstätigkeit von ihrem Vermögen lebt. Das Vermögen kann dabei sehr unterschiedlich sein: Wertpapiere, Immobilien, Unternehmensbeteiligungen, Guthaben usw.

Abgrenzungen:

  • Privatier: lebt von Erträgen aus Kapital oder Vermögen (z. B. Mieten, Zinsen, Dividenden), ohne einer Erwerbsarbeit nachzugehen.
  • Vermieter: ist eine Tätigkeitsbezeichnung – jemand, der Immobilien vermietet. Das kann hauptberuflich, nebenberuflich oder als Privatperson passieren.
  • Kapitalanleger: jemand, der Kapital investiert, um daraus Rendite zu erzielen.

In diesem Fall:

Ein privater Vermieter, der nicht (mehr) arbeitet, sondern ausschließlich von Mieteinnahmen und Kapitalerträgen lebt, würde landläufig durchaus als Privatier bezeichnet.

  • Steuerlich bleibt er natürlich Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung (§ 21 EStG) und Einkünfte aus Kapitalvermögen (§ 20 EStG) schuldig.
  • Gesellschaftlich wird er aber nicht als „Arbeitnehmer“, „Selbständiger“ oder „Rentner“, sondern als „Privatier“ eingeordnet.

👉 Kurz gesagt: Ja, ein privater Vermieter, der ausschließlich von seinen Mieten und Kapitalerträgen lebt und keiner Erwerbstätigkeit nachgeht, gilt per Definition im alltagssprachlichen Sinne als Privatier.

Soll ich dir auch die Abgrenzung zum Begriff „Rentner“ oder „Investor“ genauer aufzeigen?

 

Ein Privatier ist also jemand der kein Gewerbe betreibt, kein Rentner ist, keiner Lohnarbeit nachgeht sondern aus Einnahmen der privaten Vermogensverwaltung (Vermietung, Kapitalerträge) lebt.

Hier wird ja oft die Meinung vertreten dass Leute die von Vermietung leben keine rchten Privatiers seien 🙈🤷🏻‍♂️

Wie seht ihr das?

 

Ist mir zwar ehrlich gesagt egal aber ich würde es irgendwie vom Aufwand und der Freiheit abhängig machen:

Ist es regelmäßige Arbeit, weil ich 50 Wohnungen selber verwalte, dauernd die Mieter nerven, ich selber repariere / saniert oder Wohnungen möbliere ==> kein Privatier

Habe ich 5 Mietwohnungen, alle Jahre mal einen Mirterwechsel und einen Hausmeister der alles regelt ==> Privatier

So in etwa

ChatGpt

3. Umfang & Aufwand – mögliche Faustregeln

 

Es gibt keine harte Grenze, aber man kann die Abgrenzung an drei Faktoren festmachen:

 

Anzahl der Objekte

 

Wenige Wohnungen (1–5): typischerweise klar Privatier.

 

Dutzende Wohnungen oder große Wohnanlagen: noch immer Vermögensverwaltung möglich, aber je nach Organisation wirkt es wie ein Geschäftsbetrieb.

 

 

Arbeitsaufwand

 

Unter ~5–10 Stunden pro Woche → eher Privatier.

 

Wenn es in Richtung Halbtags-/Vollzeittätigkeit geht (Mietersuche, Renovierungen, Handwerkersteuerung, Hausmeister, laufendes Projektgeschäft) → eher kein Privatier, sondern faktisch Unternehmer.

 

 

Art der Tätigkeit

 

Reine Bestandsverwaltung = Privatier.

 

Regelmäßiger Immobilienhandel (Kauf/Verkauf) = gewerblich, also kein Privatier.

Würde ich bei Aktien ähnlich sehen: ich kann das mit 1 Stunde am Tag ( also 5 - 8 in der Woche) gut machen. Unabhängig bin ich auch und kann im Urlaub auch 2 Wochen mich überhaupt nicht darum kümmern ==> Privatier

So in der Größenordnung liege ich mit meinen Wohnungen auch in etwa wobei die Gebäude aber auch neu sind, entsprechend wenig Arbeit anfällt und ich Hausverwaltung und Abrechnungen abgegeben habe. Da hat ein Jan Veermann mit seinen Altbau WG der alles selbst regelt sicher deutlich mehr zu kordinieren.

Mit Aktien und Themen rund um Geldanlage verbringe ich auxh in etwa so viel Zeit wie du, da ist aber auch viel Recherche aus Interesse dabei.

Da im anderen Thema das Beispiel von Max kam: den würde ich auch nicht als Privatier sondern eher als Unternehmer einordnen.

Schmaler Grad 😉

Zitat von Noordlicht am 3. Oktober 2025, 21:22 Uhr

... die Meinung vertreten dass Leute die von Vermietung leben keine rchten Privatiers seien 🙈🤷🏻‍♂️

Wie seht ihr das?

Kommt drauf an:

Wieviel Arbeit die (zu) vermieteten/vermietenden Objekte und die Mieter machen?

Ob/wie angebunden man dadurch ist? --> ist SPONTANES in Urlaub fahren möglich?

 

Mein Bruder lebt ja seit 10 Jahren ausschließlich von seiner Vermietung sowie gelegentlichem Fahrrad und Motorrad Handel.

Ich würde ihn eher als Kapitalist bezeichnen, er lebt davon, dass er Dinge besitzt und kaufen kann, die er für mehr Geld vermieten oder verkaufen kann. Tun muss er schon was, aber eben selbstbestimmt.

Wenn er keine Lust hat macht er nichts. Ich denke, dass ist noch ein Kriterium. Sagen andere mir was ich machen soll oder bin ich das, wichtiger Unterschied.

Letztlich sind es nur Begrifflichkeiten, entscheidend ist das ich mich damit wohl fühle und es zu mir passt. Der eine hat gerne was zum rumpuzzeln und beschäftigen und der andere pflegt den Müßiggang.

Stichwort Lebensqualität, solange ich die erhöhen kann habe ich eine Motivation weiterzuarbeiten.

Für mich ist die Bezeichnung "Privatier" eng verknüpft mit Romanfiguren aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Menschen der Oberschicht, die auch ein typisches  Leben der Oberschicht pflegten. Beispiel Hans Castorp aus dem "Zauberberg", der für schlappe 7 Jahre in einem Sanatorium in der Schweiz (*Davos) verbrachte.

Von daher wäre - für mich - mit der Privatier-Bezeichnung schon auch ein gewisser Lebensstandard und ein dafür notwendiges, ordentliches Vermögen notwendig (5 Mio Minimum!).

* Davos war damals noch nicht ganz so teuer wie heute.

💼 Status- und Vermögensstufen: Privatier, Investor, Unternehmer

 

Kategorie Beschreibung Haupteinkommen aus Typische Zusammensetzung (Aktien/Immobilien) Monatl. Cashflow (nach Kosten/Steuern) Arbeitsaufwand Organisation / Struktur Typische Vermögenshöhe Wahrnehmung / Status

 

1. Vermögensaufbauer Noch im Berufsleben; legt Überschüsse an; lebt von Arbeitseinkommen Arbeit 80–90 % Aktienfonds/ETFs; evtl. 1 Immobilie < 1.000 € 1–3 h/Woche privat 0,1–0,5 Mio € „Ich investiere langfristig.“

2. Vermögensverwalter (passiv) Hat Kapital aufgebaut; lebt teils vom Vermögen, teils vom Beruf Mischung aus Arbeit & Vermögen 50–60 % Aktien, 40–50 % Immobilien 1.000–3.000 € 2–5 h/Woche privat + evtl. Steuerberater 0,5–1,5 Mio € „Ich bin fast finanziell frei.“

3. Semi-Privatier (finanziell unabhängig, aber aktiv) Könnte vom Vermögen leben, bleibt aber aktiv aus Interesse Dividenden, Mieten, evtl. Nebenprojekte 40–60 % Aktien, 40–60 % Immobilien 3.000–6.000 € 3–8 h/Woche privat oder vermögensverwaltende GmbH 1–3 Mio € „Ich arbeite, weil ich will, nicht weil ich muss.“

4. Voll-Privatier (klassisch) Keine Erwerbstätigkeit; lebt vollständig von Kapitalerträgen und Mieten Vermögenserträge meist 50 % Aktien/ETF, 50 % Immobilien 5.000–15.000 € 2–10 h/Woche (Vermögenskontrolle, Verwaltung) privat, mit Berater-Setup 2–5 Mio € „Ich lebe von meinem Vermögen.“

5. Immobilienunternehmer / Family Office Größerer Bestand, teils gewerblich; professionelles Management Mieten, Beteiligungen, Verkäufe 30 % Aktien/Beteiligungen, 70 % Immobilien 10.000–100.000 € 20–60 h/Woche (aktives Management) eigene GmbH / Family Office 5–50 Mio € + „Ich verwalte ein großes Vermögen.“

6. Kapitalbesitzer / Multi-Asset-Investor Sehr großes, diversifiziertes Vermögen; lebt von Renditen; kein operatives Geschäft Dividenden, Zinsen, Private Equity, Immobilien global diversifiziert, evtl. Multi-Manager-Ansatz > 50.000 € 5–20 h/Woche (strategisch) Family Office / Stiftungsstruktur 10–100 Mio € + „Ich bin Vermögensinhaber.“

Das ist doch eine gute Kategorisierung finde ich.

Semi-Privatier, das hört sich ziemlich intellektuell an. Wenn mich demnächst jemand fragt was ich mache werde ich sagen, ich bin Semi-Privatier 😉

@Steffen,  die sind für mich auch der Prototyp eines Privatier.  Die hatten ihr Geld seinerzeit hauptsächlich in festverzinslichen Papieren, die seinerzeit 4 - 5% brachten (Quelle: Piketty, das Kapital im 21. Jahrhundert)

Nur hatten die viele Gesellschaftliche Verpflichtungen, mussten entsprechend gekleidet sein, nicht in der Jeans rumlaufen.  Hab einen Bericht gesehen über Reiche Anfang des 20. JH, wie die gereist sind, die Frauen im Kostüm mit mit Hut, die Männer natürlich in Anzug und Krawatte, egal wie heiß.

Es ist ein ziemlich Neues Ding mit und durch Geld total frei zu sein.  Wahlweise schon ab 1 Mio,  mit entsprechenden Lebensstil.

Also bestimmt letztlich das eigene Mindset ob ich Privatier bin oder nicht?

verbringe ich zu viel Freizeit mit der aktiven Verwaltung und Vermehrung meines Vermögens so dass es ansatzweise Job-ähnlichen Charakter annimmt, dann bin ich Investor, plane ich weitere Projekte und setze sie gar um, dann bin ich Unternehmer.

Der Privatier macht also wenig bis gar nichts für seinen finanziellen Status und meditiert (plakativ) durchs Leben, mit zunehmendem Aktivitäten bekommt man dann ein "Titelupgrade" 💩

Bohemien fänd ich nice, jedoch ohne künstlerische Anwandlung eher kulturelle Aneignung 😉

Zitat von Noordlicht am 4. Oktober 2025, 14:31 Uhr

Also bestimmt letztlich das eigene Mindset ob ich Privatier bin oder nicht?

verbringe ich zu viel Freizeit mit der aktiven Verwaltung und Vermehrung meines Vermögens so dass es ansatzweise Job-ähnlichen Charakter annimmt, dann bin ich Investor, plane ich weitere Projekte und setze sie gar um, dann bin ich Unternehmer.

Der Privatier macht also wenig bis gar nichts für seinen finanziellen Status und meditiert (plakativ) durchs Leben, mit zunehmendem Aktivitäten bekommt man dann ein "Titelupgrade" 💩

Genau...so wie ich die Möven, Krähen auf der Laterne beobachte oder im Whirlpool liege...hektisch rummachen bringt Abwertung!

Eher so Dandy mässig durch das Leben gleiten...

Zitat von konsument am 4. Oktober 2025, 14:20 Uhr

Das ist doch eine gute Kategorisierung finde ich.

Semi-Privatier, das hört sich ziemlich intellektuell an. Wenn mich demnächst jemand fragt was ich mache werde ich sagen, ich bin Semi-Privatier 😉

Eher semi-semi 😎

Zitat von Privatier am 4. Oktober 2025, 14:49 Uhr
Zitat von Noordlicht am 4. Oktober 2025, 14:31 Uhr

Also bestimmt letztlich das eigene Mindset ob ich Privatier bin oder nicht?

verbringe ich zu viel Freizeit mit der aktiven Verwaltung und Vermehrung meines Vermögens so dass es ansatzweise Job-ähnlichen Charakter annimmt, dann bin ich Investor, plane ich weitere Projekte und setze sie gar um, dann bin ich Unternehmer.

Der Privatier macht also wenig bis gar nichts für seinen finanziellen Status und meditiert (plakativ) durchs Leben, mit zunehmendem Aktivitäten bekommt man dann ein "Titelupgrade" 💩

Genau...so wie ich die Möven, Krähen auf der Laterne beobachte oder im Whirlpool liege...hektisch rummachen bringt Abwertung!

Eher so Dandy mässig durch das Leben gleiten...

Also aufpassen dass du nicht zu viel in die Aktien schaust, sonst gibts ein Upgrade zum Investor und zack biste wieder berufstätig und alles war für die Katz 😖🫣

Frührentner hört sich jedenfalls scheiße an, klingt nach Cordhose und Krückstock :mrgreen:

Ohje, der nun wieder neuerliche Faden löst ein Déjà-vu in mir aus. Diese anstrengenden Diskussionen mit Max, in der er allen Ernstes einen in Anspruch genommen Status des Vollprivatier verteidigte 😫

Und nein, es ist keine Frage des Mindset, sondern so wie in der KI Definition beschrieben.
Diese Definition finde ich ziemlich treffend inkl. Zahlen.

Natürlich ist das Endstadium Vollprivatier nicht die Erfüllung aller Träume. Vielmehr ist es die Freiheit und wie man sie dann leben mag eine coole Sache und erstrebenswert. Also ab Semiprivatier.

Ich habe Chat GPT gebeten Bilder von der selben Person eine Frührentner und einen Privatier zu erstellen, so wie es sich diese Leute vorstellt 🙈

jetzt können wir sie ganz klar auseinanderhalten 😀

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