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Wann hört ihr wirklich auf?

Wie unterschiedlich das doch sein kann:

Bei mir ist es eher die Familie bzw. meine Eltern die meine Lebensweise nicht nachvollziehen und akzeptieren können. Schwierig ist es vor allem deshalb weil sie nicht aufhören zu sticheln und mit nunmehr 36 immer noch versuchen mir ihre Werte aufzuzwingen. Teilweise ging es zwischenzeitlich sogar so weit, dass sie ihre Freunde in Bezug auf meinen Beruf anlügen und ich mir ein schickes Auto mieten musste wenn ich zu Besuch komme damit keiner mitbekommt, dass ich eigentlich einen 25 Jahre alten ausgeblichenen Polo fahre und stetig werden mir Vorwürfe gemacht wenn ich finanziell nicht mithalten kann (bzw. will) obwohl "ich das ja eigentlich können müsse wenn ich was vernünftiges arbeiten würde" - schließluch hätten sie mir mein Studium ja nicht umsonst finanziert ( ja, ich bekam monatlich mein Kindergeld und 150€ überwiesen). Das ist oft sehr schmerzlich. Sie selbst sind selbstständig, mitte 70 und arbeiten noch immer 6 Tage die Woche bis zu 15 Stunden täglich...Sie werden es nicht mehr begreifen und ich muss lernen mit der Situation und den Denunzierungen klar zu kommen oder den Kontakt zu minimieren oder meiden. Im Grunde sind sie eben auch sehr narzistisch. Im Freundeskreis und auf der Arbeit hingegen habe ich keine Probleme. Andersrum wäre mir lieber.

 

 

Deine Eltern sind echt krass!

Ich frage mich schon lange, wie Menschen sooo lange arbeiten können. Und wollen...

Meine Eltern sind der Meinung, nicht für Konsum arbeiten. Sie hörten unter 60 Jahren auf mit dem Job. Auch aus gesundheitlichen Gründen...

Halte durch! Du arbeitest ja!

Kam ein guten Beitrag dazu in der Zeitschrift "Zeitwissen", Nummer4. Der Beitrag hieß "Die lieben Eltern". Eltern müssen "enttäuscht" werden.....

Es gibt auch eine "Altenkrankheit" da müssen alte Menschen wie wild arbeiten.....überreizt.

Sie haben sich direkt nach der Wende zusammen selbstständig gemacht und haben seitdem ihren eigenen Betrieb ohne Angestellte. Sie lieben was sie tun und wüssten glaube ich ohne ihre Arbeit auch nicht viel mit sich anzufangen. Dass ich da nun ganz anders ticke ist ihnen befremdlich und unverständlich. Da ich afoptiert bin schieben sie es auf die Gene....ja ooookay

Was Ihnen die Arbeit gibt das gibt mir die Freizeit. Dass ich dann noch Haus und Hof mit einer Langzeitarbeitslosen teile setzt dem ganzen natürlich noch die Krone auf.

Ich bin gespannt was sie sagen wenn ich im nächsten Jahr nochmals von 37% auf 25% reduziere...

Ich bin auch adoptiert. Aber jeder Mensch ist anders. Es darauf schieben ist schwach. Klar, sie sind stolz auf ihr Arbeit....

Ist schwierig, die Kinder machen zu lassen. Ist oft so. Du kannst im selben Atemzug deine Errungenschaften aufzählen. Ist schwierig. Kinder wollen auch von den Eltern anerkannt werden. Ist oft nicht möglich. Ich sollte auch einiges anders machen. Anders Urlaub und so Sachen. Haben  sich das aber dann doch etwas abgewöhnt. Sie habe aber ihre Meinung immer behalten, da ändert sich nichts mehr. Das ist so ein Eltern - Kind - Ding.

Jo, oft nervig. Ich habe keine Kinder....ob ich auch so wäre?

...vermutlich nicht da du refektiert bist und keinen eingefahrenen Standpunkt vertrittst.

Ich denke, dass eine führende und leitende Hand wichtig ist, dass man aber auch loslassen können muss und akzeptieren dass jeder seine eigenen Preferenzen hat. Glück und Zufriedenheit kann man eben nicht erzwingen und auch nicht trainieren oder vererben - da muss jeder seinen eigenen Weg gehen. Eltern sollten hier unterstützend wirken. So jedenfalls wurde/werde ich das handhaben.

Hallo!

Ich verfolge das hier und möchte mich nun auch Mal melden. Bis jetzt sind hier glaub nur die Männer am Austausch beteiligt.

Ich bin mit ca. 40 Jahre in Teilzeit gewechselt. Bei einem großen Unternehmen. Mich hat die Arbeit immer mehr genervt und es hat sich auch gesundheitlich negativ ausgewirkt (Schwindel).

Klar muss einem sein: die Karriere kann man abschreiben. Aber das wollte ich sowieso nie machen. Meine offizielle Begründung war, dass ich meine Eltern unterstützen wollte. Aber letztendlich haben alle gewusst, das ich keine Lust mehr hatte. Bei der Arbeit hat man das eigentlich akzeptiert und ich wurde mehr oder weniger beneidet.

Im privaten Umfeld war die Teilzeit auch okay. Ich glaube dass es Frauen da einfacher haben. Meine Mutter hat es nicht verstanden. Sie gehört auch zu den Menschen die andere Menschen nach Status/Position/etc. bewerten.

Seit diesem Jahr bin ich komplett frei bzw. unabhängig. Ich genieße das unglaublich und ich kann es mir nicht vorstellen wieder arbeiten zu gehen. Selbst wenn ich mir den Wecker stelle, weil ich morgens einen Termin habe, geht mir dieser absolut auf die Nerven. Ich hasse es, mich von jemanden (sogar vom Wecker) bevormunden zu lassen. Jahrelang habe ich dies ertragen und nun genieße ich die Freiheit umso mehr.

Ich habe ein kleingewerbe angemeldet und verdiene mir ein paar Euros Taschengeld mit Dingen die mir Spass machen. Z.b Gartenarbeiten, Hunde ausführen, Stall ausmisten.

Und ja, jetzt schauen mich die Leute komisch an wenn ich sage dass ich nicht mehr angestellt bin. Alle denken, dass das nur vorübergehend der Fall ist. Ich lasse sie auch in dem Glauben. Und manchmal sage ich sogar dass ich mich selbständig gemacht habe....was ja eigentlich auch stimmt 🙂

Ich habe keine Lust mich erklären zu müssen.

Manche Leute kennen meinen Plan. Auch meine Mutter. Die hat es mittlerweile akzeptiert bzw. sagt nichts mehr.

Mein Mann ist auch in Teilzeit. Mittlerweile hat das auch jeder akzeptiert aber ich denke für Männer ist der Schritt deutlich schwieriger.

Frisa

Hallo Frisa,

ich bin eine Frau.

Mein Chef sagte nach der Kündigung erst nichts. Ich teilte mit, dass ich ganz aufhöre, da er wissen wollte wo ich jetzt hin will.

Dann nahm er mich zur Seite und teilte mir mit, dass ich jetzt meine Krankenkassenbeiträge ganz alleine zahlen muss und die seien hoch. Ich weiß, antwortete ich. Fand ich süß!

Ich sage allen, ich betreue meine Mutter. Mutter und Arbeit schaffe ich nicht mehr. Ist auch so!

 

Ich kann viele hier im Thread genannten Erfahrungen bestätigen, da ich sie teile. (Motivationsproblem nach längerer Auslandsreise, Probleme rund um Teilzeit ohne grund als eher jüngerer Mann, uralte Rostlauben, nicht mehr arbeiten gehen usw...und kündige mal, um unbefristet auf Reisen zu gehen...)

Es ist kein leichter Weg, Verständnis kann man in der Regel nicht erwarten.

Ich lebe mein Leben mittlerweile völlig ausserhalb der allgemeinen oder durchschnittlichen gesellschaftlichen Norm. Ich schade keinem, fordere von keinem etwas. Ich lebe so, wie ich es für mich für richtig halte. Damit bin ich glücklich und zufrieden. Und das war ich vorher nicht. Natürlich fiel das auch in der Familie nicht jedem gleich leicht, das so zu akzeptieren. Tut es vielleicht immer noch nicht, weiss ich nicht. Allerdings profitieren z.B. die älteren Generationen mittlerweile auch deutlich davon - denn ich helfe gerne und kann mir das zeitlich auch gut einrichten 😉

@frugi85 - das könnte bei dir und dem Alter deiner Eltern ja auch mal sein, ggf. erfolgt dann noch ein Umdenken - irgendwann können sie auch nicht mehr alles und soviel...

Ich hatte aktuell wieder einige Gespräche mit KollegINNEN, die Teilzeit arbeiten. Bei Müttern ist es relativ häufig, dass sie selbst nachdem die Kinder erwachsen sind nicht mehr in Vollzeit zurückkehren. Eine Kollegin hat selbst als Single und ohne Kind ihren Arbeitsvertrag von Anfang an auf 80% laufen lassen.

Ich arbeite derzeit noch Vollzeit und werde meine Arbeitszeitreduzierung davon abhängig machen ob mir meine Arbeit weiterhin gefällt und wie sich mein angelegtes Kapital entwickelt. Abhängig davon möchte ich zwischen meinem 40sten und 45sten Lebensjahr auf 50% Teilzeit reduzieren. Was ich bewusst nicht reinrechne, aber die Situation nochmal begünstigen könnte ist eine mögliche Erbschaft.

Für mich ist in den letzten Jahren bewusst geworden, dass ich arbeiten WILL. Ich will die Anerkennung, den sozialen Kontakt und den festen Tagesablauf. Meinetwegen nur halbe Tage oder nur 2-3 Tage die Woche, aber ganz aufhören kann ich mir absolut nicht vorstellen.

Persönlich fällt es mir auch schwer die FIRE Mentalität nachzuvollziehen. Jahre lang lang und hart in einem Beruf arbeiten, den man dann frühstmöglich beenden will? Dann hat man den falschen Beruf gewählt. Ich möchte nicht nur für Morgen leben.

Persönlich habe ich auch nicht den Wunsch aufzuhören weil es schon ein verdammt geiles Gefühl ist, die Zahlen auf dem Konto weiter steigen zu sehen. Ja ein toter Mann hat nichts mehr von der Million auf dem Konto, aber sei es aufgrund mangelndem Erfolg im Privatleben oder einem zu geringem Ego, ich schlafe einfach verdammt gut damit zu wissen, dass ich relativ viel Geld habe. Ich finde es richtig schön wenn Andere, die ähnlich verdienen wie ich, mir erzählen, dass ein bar bezahlter Neuwagen für sie unerreichbar ist.

Selten werde ich verstanden. Meist höre ich nur, dass man "vom Geld auf dem Konto ja nichts hätte". Mir zaubert es ein Grinsen auf das Gesicht. Ich KÖNNTE mir 10 der Neuwagen kaufen und ich habe finanziell vor nichts Angst.

Also Teilzeit wird es bei mir in absehbarer Zeit geben, Aufhören zu arbeiten werde ich nicht.

Zitat von Andreas900 am 27. Oktober 2021, 15:07 Uhr

Ich hatte aktuell wieder einige Gespräche mit KollegINNEN, die Teilzeit arbeiten. Bei Müttern ist es relativ häufig, dass sie selbst nachdem die Kinder erwachsen sind nicht mehr in Vollzeit zurückkehren. Eine Kollegin hat selbst als Single und ohne Kind ihren Arbeitsvertrag von Anfang an auf 80% laufen lassen.

Learning 1: Vom weiblichen Geschlecht lernen

Zitat von Andreas900 am 27. Oktober 2021, 15:07 Uhr

Ich arbeite derzeit noch Vollzeit und werde meine Arbeitszeitreduzierung davon abhängig machen ob mir meine Arbeit weiterhin gefällt und wie sich mein angelegtes Kapital entwickelt. Abhängig davon möchte ich zwischen meinem 40sten und 45sten Lebensjahr auf 50% Teilzeit reduzieren. Was ich bewusst nicht reinrechne, aber die Situation nochmal begünstigen könnte ist eine mögliche Erbschaft.

Learning 2: Hier schiebst du eine mögliche TZ nach hinten. Die Botschaft dahinter ist psychologischer Natur und könnte verschiedene Ursachen haben wie:

  • Angst vor der freien Zeit
  • Angst vor der ausbleibenden Routine
  • Das gut laufende Spiel der Vermögensmehrung mindern
  • Weil du eigentlich gar nichts so wirklich an deinem Leben ändern möchtest?

Wenn du Ende 30 bist und eine 50% Sparquote hast, hier aber Anschaffungen wie Auto oder Investitionen fürs Haus nicht eingerechnet sind, würde ich persönlich in einem so jungen Alter nicht auf 50% TZ gehen, Das gilt für mich, der auch eher sicherheitsbedürftig ist. Aber wenn du die TZ wirklich als erstrebenswert empfindest und nicht ganz aufhören willst (d.h. vor regulärem Pensionseintritt) spricht doch nix gegen 80% z.B. einer 4 Tagewoche. Kommt die Erbschaft und läuft die Vermögensmehrung so weiter dass du theoretisch FIRE wärst könntest du auf 50% runter und so lange weiterarbeiten wie es Spaß macht.

Aber das oben scheint mir irgendwie ein Hasenfuß...

Zitat von Andreas900 am 27. Oktober 2021, 15:07 Uhr

Für mich ist in den letzten Jahren bewusst geworden, dass ich arbeiten WILL. Ich will die Anerkennung, den sozialen Kontakt und den festen Tagesablauf. Meinetwegen nur halbe Tage oder nur 2-3 Tage die Woche, aber ganz aufhören kann ich mir absolut nicht vorstellen.

Persönlich fällt es mir auch schwer die FIRE Mentalität nachzuvollziehen. Jahre lang lang und hart in einem Beruf arbeiten, den man dann frühstmöglich beenden will? Dann hat man den falschen Beruf gewählt. Ich möchte nicht nur für Morgen leben.

Das ist doch eine gute Erkenntnis. Da bist du einen großen Schritt weiter! Sich im Beruf zu quälen ist sicher sehr ungesund. Es gibt im Berufsleben immer wieder Phasen die geprägt durch Veränderungen und Transformationen schwierig sind. Da halte ich es für wichtig für ein paar Monate durchzuhalten anstatt gleich hinzuschmeißen. Das sollte aber nicht viel länger als ein Jahr sein, sonst stimmt was grundsätzlich nicht.

 

Zitat von Andreas900 am 27. Oktober 2021, 15:07 Uhr

Persönlich habe ich auch nicht den Wunsch aufzuhören weil es schon ein verdammt geiles Gefühl ist, die Zahlen auf dem Konto weiter steigen zu sehen. Ja ein toter Mann hat nichts mehr von der Million auf dem Konto, aber sei es aufgrund mangelndem Erfolg im Privatleben oder einem zu geringem Ego, ich schlafe einfach verdammt gut damit zu wissen, dass ich relativ viel Geld habe. Ich finde es richtig schön wenn Andere, die ähnlich verdienen wie ich, mir erzählen, dass ein bar bezahlter Neuwagen für sie unerreichbar ist.

Selten werde ich verstanden. Meist höre ich nur, dass man "vom Geld auf dem Konto ja nichts hätte". Mir zaubert es ein Grinsen auf das Gesicht. Ich KÖNNTE mir 10 der Neuwagen kaufen und ich habe finanziell vor nichts Angst.

Also Teilzeit wird es bei mir in absehbarer Zeit geben, Aufhören zu arbeiten werde ich nicht.

Ich kann das nachvollziehen! Auch dass die Mehrung Spaß macht sowie das damit entspannte Freiheitsgefühl. Hier musst du dich jedoch prüfen ob die Geldmehrung ein reiner Selbstzweck ist?

Dir alles Gute auf deinem Weg!

Zitat von Andreas900 am 27. Oktober 2021, 15:07 Uhr

... bewusst geworden, dass ich arbeiten WILL. Ich will die Anerkennung, den sozialen Kontakt

ich will vor allem inhaltlich interessante nicht-Routine Aufgaben

diese gehen allerdings seit einer innerbetrieblichen Reorganisation 2018 an mir vorbei ...
(bzw. fallen in einer anderen Abteilung an, wo mir der erste, mittlerweile weggemobbte Chef nicht gefallen hat)

Zitat von Andreas900 am 27. Oktober 2021, 15:07 Uhr

und den festen Tagesablauf. Meinetwegen nur halbe Tage oder nur 2-3 Tage die Woche, aber ganz aufhören kann ich mir absolut nicht vorstellen.

...

Persönlich habe ich auch nicht den Wunsch aufzuhören weil es schon ein verdammt geiles Gefühl ist, die Zahlen auf dem Konto weiter steigen zu sehen.

festen Tagesablauf mag ich generell NICHT

ziehe Abwechslung vor

und ich fand es im August und September (während der beiden Urlaubsfahrten, die ich da hatte) eher ein geiles Gefühl, nach einem ersten Kaffee erst mal einen ausgiebigen Strandspaziergang zu machen ... und nach ein wenig Sightseeing dann in der Nachmittagssonne (und bei mittlerweile gestiegenen Temperaturen) am nächsten Strand schwimmen zu gehen ...

mal zwei Monate Überwinterung in Portugal würden mich auch eher reizen als typisch deutsches nassgraues Vorweihnachtswetter ...

--> bei all dem nervt eine Beschränkung auf 6 Wochen Jahresurlaub   😉

ich könnte mir allenfalls vorstellen, als Freelancer projektbezogen auszuhelfen, wenn gerade einige Wochen/Monate lang etwas mehr anfällt ...

PS:
schön wäre es natürlich auch, wenn ich es - mit freiem Kopf und nicht nach Feierabend ausgelaugt - vielleicht ohne Job schaffe, weniger Chancen zu verpennen?
(warum bin ich 2013 nicht auf die Idee gekommen, Tesla oder BitCoin zu kaufen?
was wären die NÄCHSTEN vergleichbaren Chancen???)

Zitat von Andreas900 am 27. Oktober 2021, 15:07 Uhr

Persönlich fällt es mir auch schwer die FIRE Mentalität nachzuvollziehen. Jahre lang lang und hart in einem Beruf arbeiten, den man dann frühstmöglich beenden will? Dann hat man den falschen Beruf gewählt. Ich möchte nicht nur für Morgen leben.

Ich mach etwas entweder richtig oder gar nicht. In meiner Zeit in der Beratung habe ich mit die interessantesten Bankprojekte in D gemacht. Das war mit 50 Stunden in der Woche nicht möglich. Irgendwie 2-3 Tage in der Woche irgendwo im Büro rumdödeln wäre für mich die Höchststrafe. Die letzten Monate im Büro bin ich meistens so um 9 gekommen und um 1500 gegangen. Hatte noch bisschen zu tun, aber ohne große Herausforderung. Das war für mich wie Folter.

Zitat von Andreas900 am 27. Oktober 2021, 15:07 Uhr

 

Persönlich habe ich auch nicht den Wunsch aufzuhören weil es schon ein verdammt geiles Gefühl ist, die Zahlen auf dem Konto weiter steigen zu sehen.

Tun sie bei mir auch, und wie! Und ich bin davon überzeugt, säße ich jeden Tag im Büro, wäre mein sehr üppiges Gehalt geringer, als die Zuwächse meines Portfolios, die ich durch einen freien und frischen Kopf generieren kann.

Zitat von Andreas900 am 27. Oktober 2021, 15:07 Uhr

Ich will die Anerkennung, den sozialen Kontakt und den festen Tagesablauf.

Kann ich auf alles verzichten. Was interessiert es mich, was mein Chef über ich meint? Ja, es waren auch ein paar nette Kollegen/innen dabei. Aber wenn ich die Wahl habe, stundenlang in irgendwelche Meetings mit schwitzenden Leuten zu sitzen oder im Relaxpool im Fitnessstudio mit...Dann weiss ich, was ich vorziehe

@andreas900

Wenn es nicht schon über 250 Beiträge von Ihnen gäbe, würde ich das für einen Gag halten was Sie schrieben.

Ohne Erstsemsterpsychologie zu mimen, würde ich den Hinweis geben, also als Frage gestellt: Warum ist das alles so wichtig für Sie?: Anerkennung im Job? Ego-Befriedigung? Ruhiger Schlaf bei viel Kohle auf dem Konto? Wenn Kollege kein Geld für Neuwagen hat und der IHnen sozusagen "leid tut, das arme Schwein...." und Sie sich daher diebisch freuen dürfen, sorry, weil er sich kein Neuwagen kaufen kann, aber Sie sich zehn? Gedankenspiel: Wenn Sie irgendwo in den globalen Süden fliegen würden, in ein Armenviertel, da könnten Sie sich mehrhundertfach irgendwas leisten als die Menschen dort. Wäre dass dann noch befriedigender für Ihr Ego? Ich denke nicht, also was soll das dann überhaupt, diese Vergleiche... oder wie fühlen Sie beim Vergleich mit einem saudischen Prinz, der 5 Maibach, 5 Porsche und 3 Lear Jets  hat. Fühlen Sie sich da schlechter?

Vergleiche waren mir immer unwichtig. Anerkennung meist auch; außer von ein paar ganz engen Personen. Soziale KOntakte im Beruf. Nein, unwichtig! Da bleibt (meist) nix, da ist (meist) nix, zumindest nix dauerhaftes. Small talk: Geschenkt! Sie beweisen das ja in Ihren eigenen Formulierungen: Sie brauchen die sozialen Kontakte ja eher um sich über sich selbst zu freuen, bzw. Sie können oder wollen ja viele Themen mit Ihrem Berufsumfeld  gar nicht besprechen (Geld, Aktien, Art der Lebensführung); also letztlich flache Kontakte ohne echte Bedeutung. Job ansich ist aus meiner Sicht auch Blödsinn: Ich brauche doch niemand der mir sagt was ich arbeiten soll oder wann ich was zu erledigen habe. Jeglicher Zwang und Korsett, ein Horror für mich. Ich war deshalb aber wohl auch selbstständig, die "Wünsche" der Kunden waren mehr als genug Einschränkung für mich. Dann aber weitgehend so bezahlt wie ich mir das vorgestellt habe (ich weiß, das ist einfach gesagt, es lief halt gut bei mir und ich weiß schon, dass da auch Glück dabei war). Es war bei mir eher Freude wenn der Kunde oder Mitarbeiter happy waren.... sicher keine Ego-Befriedigung oder Vergleich "was wäre ohne mich hier los".

Tipp zum Schluss: Mal wieder Goodwill Hunting anschauen? Wenn Robin Willimas als Psycholge herzallerliebst EGO - Matt Damon in seinem faktischen All-Wissen die praktischen Lücken eines glücklichen oder besser "geglückten Lebens" beleuchtet; im übertragenen Sinne: Wie schmeckt ein heiß gebrühter Kaffee auf einer frisch gemähten Wiese? Gibts im Büro und bei Kollegen nicht, I know.

Kurzum: Es tun. Nicht es tun können. Das ist der Punkt (das "es" muss natürlich jeder selbst finden, im Büro sicher nicht, soweit meine Erfahrung).

Zitat von Muslime_Frugi am 27. Oktober 2021, 16:03 Uhr
Zitat von Andreas900 am 27. Oktober 2021, 15:07 Uhr

Ich hatte aktuell wieder einige Gespräche mit KollegINNEN, die Teilzeit arbeiten. Bei Müttern ist es relativ häufig, dass sie selbst nachdem die Kinder erwachsen sind nicht mehr in Vollzeit zurückkehren. Eine Kollegin hat selbst als Single und ohne Kind ihren Arbeitsvertrag von Anfang an auf 80% laufen lassen.

Learning 1: Vom weiblichen Geschlecht lernen

Zitat von Andreas900 am 27. Oktober 2021, 15:07 Uhr

Ich arbeite derzeit noch Vollzeit und werde meine Arbeitszeitreduzierung davon abhängig machen ob mir meine Arbeit weiterhin gefällt und wie sich mein angelegtes Kapital entwickelt. Abhängig davon möchte ich zwischen meinem 40sten und 45sten Lebensjahr auf 50% Teilzeit reduzieren. Was ich bewusst nicht reinrechne, aber die Situation nochmal begünstigen könnte ist eine mögliche Erbschaft.

Learning 2: Hier schiebst du eine mögliche TZ nach hinten. Die Botschaft dahinter ist psychologischer Natur und könnte verschiedene Ursachen haben wie:

  • Angst vor der freien Zeit
  • Angst vor der ausbleibenden Routine
  • Das gut laufende Spiel der Vermögensmehrung mindern
  • Weil du eigentlich gar nichts so wirklich an deinem Leben ändern möchtest?

Wenn du Ende 30 bist und eine 50% Sparquote hast, hier aber Anschaffungen wie Auto oder Investitionen fürs Haus nicht eingerechnet sind, würde ich persönlich in einem so jungen Alter nicht auf 50% TZ gehen, Das gilt für mich, der auch eher sicherheitsbedürftig ist. Aber wenn du die TZ wirklich als erstrebenswert empfindest und nicht ganz aufhören willst (d.h. vor regulärem Pensionseintritt) spricht doch nix gegen 80% z.B. einer 4 Tagewoche. Kommt die Erbschaft und läuft die Vermögensmehrung so weiter dass du theoretisch FIRE wärst könntest du auf 50% runter und so lange weiterarbeiten wie es Spaß macht.

Aber das oben scheint mir irgendwie ein Hasenfuß...

Zitat von Andreas900 am 27. Oktober 2021, 15:07 Uhr

Für mich ist in den letzten Jahren bewusst geworden, dass ich arbeiten WILL. Ich will die Anerkennung, den sozialen Kontakt und den festen Tagesablauf. Meinetwegen nur halbe Tage oder nur 2-3 Tage die Woche, aber ganz aufhören kann ich mir absolut nicht vorstellen.

Persönlich fällt es mir auch schwer die FIRE Mentalität nachzuvollziehen. Jahre lang lang und hart in einem Beruf arbeiten, den man dann frühstmöglich beenden will? Dann hat man den falschen Beruf gewählt. Ich möchte nicht nur für Morgen leben.

Das ist doch eine gute Erkenntnis. Da bist du einen großen Schritt weiter! Sich im Beruf zu quälen ist sicher sehr ungesund. Es gibt im Berufsleben immer wieder Phasen die geprägt durch Veränderungen und Transformationen schwierig sind. Da halte ich es für wichtig für ein paar Monate durchzuhalten anstatt gleich hinzuschmeißen. Das sollte aber nicht viel länger als ein Jahr sein, sonst stimmt was grundsätzlich nicht.

 

Zitat von Andreas900 am 27. Oktober 2021, 15:07 Uhr

Persönlich habe ich auch nicht den Wunsch aufzuhören weil es schon ein verdammt geiles Gefühl ist, die Zahlen auf dem Konto weiter steigen zu sehen. Ja ein toter Mann hat nichts mehr von der Million auf dem Konto, aber sei es aufgrund mangelndem Erfolg im Privatleben oder einem zu geringem Ego, ich schlafe einfach verdammt gut damit zu wissen, dass ich relativ viel Geld habe. Ich finde es richtig schön wenn Andere, die ähnlich verdienen wie ich, mir erzählen, dass ein bar bezahlter Neuwagen für sie unerreichbar ist.

Selten werde ich verstanden. Meist höre ich nur, dass man "vom Geld auf dem Konto ja nichts hätte". Mir zaubert es ein Grinsen auf das Gesicht. Ich KÖNNTE mir 10 der Neuwagen kaufen und ich habe finanziell vor nichts Angst.

Also Teilzeit wird es bei mir in absehbarer Zeit geben, Aufhören zu arbeiten werde ich nicht.

Ich kann das nachvollziehen! Auch dass die Mehrung Spaß macht sowie das damit entspannte Freiheitsgefühl. Hier musst du dich jedoch prüfen ob die Geldmehrung ein reiner Selbstzweck ist?

Dir alles Gute auf deinem Weg!

Geldmehrung ist für mich keine reine Vorsorge für eine FIRE Strategie. Geld bedeutet für mich Sicherheit und Freiheit. Ich möchte nicht mit einem Kapitalverzehr rechnen. Der kann eintreten, wenn etwas schief läuft, ist aber nicht geplant.

Zu meiner geplanten Teilzeit: Bewusst sage ich "wenn, dann direkt 50%" und nicht wie du vorschlägst z.B. 80%. Mit 50% Arbeitszeit kannst du dich gezielt auf Halbtagsstelle bewerben, oft sind das auch Stellen in denen man mit einer anderen Halbtagskraft gemeinsam arbeitet.

Es gibt aber kaum Stellen, die z.B. mit 80% ausgewiesen sind. D.h. ich werde eine 100% Stelle haben, aus der dann 20% "herausgepuzzelt" wird oder in der ich trotzdem 100% Arbeit schaffen soll. Fast immer führt das zu Konflikten. Vor allem ist es schwer sich abzugrenzen. Vorgesetzte rufen dich trotz 80% Teilzeit zu jeder Zeit an, teilweise sogar zuhause. Der Gewinn an einer 20% Arbeitszeitreduzierung ist nicht 20% sondern gefühlt deutlich geringer. ich möchte als "echte" Teilzeitkraft wahrgenommen werden und nicht als jemand, der nur ein paar Stunden reduziert hat.

Mir hat, wie du sagst, aber die Diskussion hier sehr geholfen, weil ich festgestellt habe, dass nicht die Arbeit das Problem ist. Ich möchte nicht vor meiner Arbeit flüchten. Ich habe liebe Kollegen und bin oft gerne im Büro. Ganz zu schweigen davon, dass ich (wenn ich das Beamtenverhältnis nicht aufgeben will) garnicht vorzeitig aufhören KANN.

Was mich belastet sind Tage an denen ich 10 Stunden arbeite. 3 stündige Videokonferenzen mit anschließenden dringenden Arbeitsaufträgen die darin resultieren dass ich vergesse zu trinken, mich nicht ausreichend bewege und mich am Abend nur noch auf die Couch haue. Ich möchte meinen Tag so gestalten, dass ich z.B. Morgens Sport mache, dann vielleicht 4-6 Stunden arbeite und anschließend noch Zeit für mich habe um zu kochen oder meiner Freizeit nachzugehen.

Zitat von Absprung_2020 am 27. Oktober 2021, 18:57 Uhr

@andreas900

Wenn es nicht schon über 250 Beiträge von Ihnen gäbe, würde ich das für einen Gag halten was Sie schrieben.

Ohne Erstsemsterpsychologie zu mimen, würde ich den Hinweis geben, also als Frage gestellt: Warum ist das alles so wichtig für Sie?: Anerkennung im Job? Ego-Befriedigung? Ruhiger Schlaf bei viel Kohle auf dem Konto? Wenn Kollege kein Geld für Neuwagen hat und der IHnen sozusagen "leid tut, das arme Schwein...." und Sie sich daher diebisch freuen dürfen, sorry, weil er sich kein Neuwagen kaufen kann, aber Sie sich zehn? Gedankenspiel: Wenn Sie irgendwo in den globalen Süden fliegen würden, in ein Armenviertel, da könnten Sie sich mehrhundertfach irgendwas leisten als die Menschen dort. Wäre dass dann noch befriedigender für Ihr Ego? Ich denke nicht, also was soll das dann überhaupt, diese Vergleiche... oder wie fühlen Sie beim Vergleich mit einem saudischen Prinz, der 5 Maibach, 5 Porsche und 3 Lear Jets  hat. Fühlen Sie sich da schlechter?

Vergleiche waren mir immer unwichtig. Anerkennung meist auch; außer von ein paar ganz engen Personen. Soziale KOntakte im Beruf. Nein, unwichtig! Da bleibt (meist) nix, da ist (meist) nix, zumindest nix dauerhaftes. Small talk: Geschenkt! Sie beweisen das ja in Ihren eigenen Formulierungen: Sie brauchen die sozialen Kontakte ja eher um sich über sich selbst zu freuen, bzw. Sie können oder wollen ja viele Themen mit Ihrem Berufsumfeld  gar nicht besprechen (Geld, Aktien, Art der Lebensführung); also letztlich flache Kontakte ohne echte Bedeutung. Job ansich ist aus meiner Sicht auch Blödsinn: Ich brauche doch niemand der mir sagt was ich arbeiten soll oder wann ich was zu erledigen habe. Jeglicher Zwang und Korsett, ein Horror für mich. Ich war deshalb aber wohl auch selbstständig, die "Wünsche" der Kunden waren mehr als genug Einschränkung für mich. Dann aber weitgehend so bezahlt wie ich mir das vorgestellt habe (ich weiß, das ist einfach gesagt, es lief halt gut bei mir und ich weiß schon, dass da auch Glück dabei war). Es war bei mir eher Freude wenn der Kunde oder Mitarbeiter happy waren.... sicher keine Ego-Befriedigung oder Vergleich "was wäre ohne mich hier los".

Tipp zum Schluss: Mal wieder Goodwill Hunting anschauen? Wenn Robin Willimas als Psycholge herzallerliebst EGO - Matt Damon in seinem faktischen All-Wissen die praktischen Lücken eines glücklichen oder besser "geglückten Lebens" beleuchtet; im übertragenen Sinne: Wie schmeckt ein heiß gebrühter Kaffee auf einer frisch gemähten Wiese? Gibts im Büro und bei Kollegen nicht, I know.

Kurzum: Es tun. Nicht es tun können. Das ist der Punkt (das "es" muss natürlich jeder selbst finden, im Büro sicher nicht, soweit meine Erfahrung).

Jeder Mensch möchte Anerkennung. Sei es durch Freunde, Familie, Kollegen oder sonstwen. Jeder möchte sich definieren und auf etwas stolz sein. Ich bin z.B. stolz auf mein Abitur, mein Studium, meine Arbeit. Ich habe durch Fleiß und Intelligenz etwas geschafft, was nicht jeder geschafft hat.

Und ja, ich bin auch stolz und glücklich darüber Dinge zu haben, die nicht jeder hat. Damit meine ich ausdrücklich nicht den dicken Mercedes, sondern Dinge wie Freizeit, finanzielle Sicherheit und das Gefühl gut schlafen zu können.

Der Vergleich mit Anderen ist stets gefährlich und führt oft ins Unglück, absolut richtig. Aber wir leben in einer Gesellschaft, die sich durch Relation definiert. 1 Mio ist nur deswegen viel wert, weil Andere weniger haben. Hätte jeder 100 Millionen €, wäre die Kaufkraft der eigenen Million geringer.

Ich kann das kleinste Auto auf dem Firmenparkplatz oder im Freundeskreis haben. Das ist ok, wenn mir das als Grundfunktion zur Mobilität reicht. Wenn ich aber z.B. bestimmte Spiele am PC mit Anderen zusammen spielen möchte, brauche ich einen PC mit einer Leistung, mit der das Spiel läuft. Ich habe früher auch nie ein Handy gebraucht und den Smartphone Trend lange verschlafen, aber wenn man mit anderen zusammen etwas tun will, muss man eben manchmal mitlaufen und sich zumindest günstige Varianten von Gütern zulegen.

Niemand ist wirklich frei von Zwängen. Weil wir alle in einer Gemeinschaft leben, spielen wir alle mehr oder weniger mit und passen und gesellschaftlichen Erwartungen an. Der eine mag sich freier in der Selbstständigkeit ohne Chef fühlen muss es dafür aber den Kunden recht machen, der Andere bevorzugt eine angestellte Tätigkeit bei der er um 16 Uhr den Stift fallen lassen kann. Dabei spielen wir alle Rollen, von der Rolle als Freund, Vater, Chef, Angestellter oder sonstwem passen wir unser Verhalten auf die jeweilige Rolle an. "Sich selbst finden" wie du sagst, tut man sich irgendwo zwischen all diesen Rollen. Ja, manchmal auch im Büro. Dort finden sich wortwörtlich viele Paare und auch echte Freundschaften sowie viele Lebenserfahrungen.

 

Es gibt aber kaum Stellen, die z.B. mit 80% ausgewiesen sind. D.h. ich werde eine 100% Stelle haben, aus der dann 20% "herausgepuzzelt" wird oder in der ich trotzdem 100% Arbeit schaffen soll. Fast immer führt das zu Konflikten. Vor allem ist es schwer sich abzugrenzen. Vorgesetzte rufen dich trotz 80% Teilzeit zu jeder Zeit an, teilweise sogar zuhause. Der Gewinn an einer 20% Arbeitszeitreduzierung ist nicht 20% sondern gefühlt deutlich geringer. ich möchte als "echte" Teilzeitkraft wahrgenommen werden und nicht als jemand, der nur ein paar Stunden reduziert hat.

Das ist meistens wirklich so. Man bekommt 80% arbeitet dann aber doch eher >90%

 

 

Was mich belastet sind Tage an denen ich 10 Stunden arbeite. 3 stündige Videokonferenzen mit anschließenden dringenden Arbeitsaufträgen die darin resultieren dass ich vergesse zu trinken, mich nicht ausreichend bewege und mich am Abend nur noch auf die Couch haue. Ich möchte meinen Tag so gestalten, dass ich z.B. Morgens Sport mache, dann vielleicht 4-6 Stunden arbeite und anschließend noch Zeit für mich habe um zu kochen oder meiner Freizeit nachzugehen.

Das kann ich gut nachvollziehen

Zitat von Andreas900 am 28. Oktober 2021, 8:28 Uhr

Es gibt aber kaum Stellen, die z.B. mit 80% ausgewiesen sind.

...

Was mich belastet sind Tage an denen ich 10 Stunden arbeite.

zum ersten Punkt:

ich hatte einige Jahre eine Stelle, die aus einem 25 % Job und einem 75 % Job bestand

das Projekt, in dem ich (formal) zu 75 % beschäftigt war, ist ausgelaufen ...

zum Ausgleich habe ich sofort einen zweiten Job im  25 %-Umfang (vom Profil her sehr ähnlich, für ein anderes Aufgabengebiet) bekommen
und in beiden 25 % Jobs ist der Arbeitsanfall über die letzten Jahre stetig angestiegen ...

wenn ich nicht auf 75 % reduziert hätte, dann wäre wohl recht zügig zur Auslastung der vakanten Kapazität noch eine dritte Aufgabe von vergleichbarem Umfang hinzugekommen, damit ich wieder 100 % Auslastung bekommen hätte

Zitat von Andreas900 am 28. Oktober 2021, 9:08 Uhr

Ich kann das kleinste Auto auf dem Firmenparkplatz oder im Freundeskreis haben. Das ist ok, wenn mir das als Grundfunktion zur Mobilität reicht.

ich habe eher das größte Auto (vom Volumen des nutzbaren Innenraums her - eine neue C-Klasse z.B. ist halt 20 cm länger, bietet aber deutlich weniger Platz) ... und zumeist das älteste (und billigste) ...

hat bei mir aber ZWEI Grundfunktionen zu erfüllen:
- Mobilität
- "frugaler" Schlafplatz auf Reisen (solange kein Nachtfrost ist)