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Upps...I did it again

Zitat von Absprung_2020 am 27. Januar 2022, 14:22 Uhr

@achim_global

Ein Mittelweg zwischen "High-performance-Titeln" und Festgeld ist nicht denkbar? Dem Können ein Chance geben? Warum eigentlich nicht?

Ja sicher, solange die High-performance-Titel auch solche belieben 🙂

 

Geld auf Festgeldkonten verteilen, nicht mehr als 100K pro Bank , wegen Einlagensicherung, 0.75 % bekommen, 5% Inflationsrisiko pro Jahr einberechnen, und sich einfach um nichts kümmern und das Geld in Ruhe über die nächsten 30 Jahre aufbrauchen, und damit glücklich werden.

Ob bzw. wann es mal wieder einen "richtigen" Börsencrash gibt weiß niemand. Deinen persönlichen "InflationsCrash kann ich aber recht genau errechnen.

Aber leider bin ich, wie so viele, nicht mit hellseherischen Fähigkeiten ausgestattet.

Bei dem was du vor hast, brauche ich keine Kristallkugel, es reicht ein einfacher Inflationsrechner Asus dem Netz. Bei einer angenommenen Inflation von 3,5% p.a. werden aus 100.000€ auf dem Girokonto in 30 Jahren 35.000€ - bei 5% sind es nur noch 25.000€. Jedenfalls ist das die Kaufkraft die deine 100.000 geparkten Euros dann noch haben.

Das Szenario, Geld anzulegen und einen 50% AktiencrashCrash zu überstehen ist da rechnerisch noch immer im Vorteil, es sei denn man geht (warum auch immer) davon aus, dass die Gesamtheit des Weltweiten Aktienmarkts (wie sie quasi ein All World ETF abbildet) sich in dieser Zeit im Wert mehr als halbiert und auf diesem Level verharrt. Wie realistisch ist das ?!? Da wären wir dann bald wieder in der Steinzeit angelangt

Dein Kapital wird sich unglaublich stark reduzieren, das ist ein FAKT. Dass man es bereits jetzt berechnen kann nimmt zwar die Angst vor unvorhersehbaren Schwankungen, führt aber letztlich zu einer Entwertung und Verlusten wie sie kein vernünftig diversifiziertes Portfolio nachzuahmen vermag, schon gar nicht über einen solch langen Zeitraum. Wenn du das einkalkulierst und die Kohle auch in 30 Jahren mit ihrer dann zugewiesenen Kaufkraft noch gut ausreicht um deine finanzielle Unabhängigkeit zu erhalten - okay - aber dann muss der Haufen gut doppelt so groß sein wie er mit jetziger Kaufkraft reichen würde. Das zu wissen würde MICH unheimlich gruseln. Gott sei dank habe ich mit meiner "Erstanlage" aber "nur" gut 10% Verlust gemacht. Dafür brauchst du eben etwas länger - bei derzeitiger Inflation also gut zwei Jahre. Wenn ich bis im selben Zeitraum nicht wieder auf "Null" hochgekrochen bin oder zumindest keine weiteren Verluste einfahre, dann ist irgendwas mit der Weltwirtschaft so durcheinander, dass ich auch auf die Sicherheit von Festgeld nicht mehr vertrauen würde...

VG

Frugi

 

 

 

 

 

 

Zitat von Achim_Global am 27. Januar 2022, 12:50 Uhr

...

Sicher habe ich mich vor dem letzten Auf umgeschaut , und die Frage ist natürlich auch, was soll man glauben was will man glauben, und was passiert später . Die NVIDIA Aktie ist das beste Beispiel. In einem Dezember 21 Newsletter von The Motley Fool wurde sie als eine der 3 Wachstumsaktien schlechthin betitelt. 2 Wochen später fällt sie um 30% . Soviel zu Vorhersagen und Empfehlungen . Es ist natürlich meine eigene Schuld , das was irgendwo geschrieben wird, zu glauben.

Es ist eher mein Wesen, das mich schon lange, und auch in Zukunft , vom Aktienmarkt abhält. Anstatt , wie unsere Regierung , Geld auszugeben, und dann zu schauen wo man es her bekommt, schaue ich lieber , wo ich was einsparen kann, um in dem Budget zu bleiben, was ich habe . Keine Verluste ( mal abgesehen von der Inflation, die nun mal da ist) sind mir in dem Fall lieber als die Chance auf  Gewinne.

 

...

Nur für mich zum Verständnis: Auf den Rat eines der vielen mit Glaskugel gesegneten Börsenbriefes hin hast Du eine Anzahl x Aktien einer Gesellschaft irgendwann Ende Dezember 2021 gekauft und nach der unglaublich langen Haltezeit von etwa einem Monat stehst Du nun vor den Scherben Deiner Anlagestrategie und bist um den Schlaf gebracht? Weil die 5.000 nun fehlenden Euro Dich dazu zwingen, bis ans Ende Deiner Tage in einem Bergwerk zu schuften? 😆

Was Dein Festgeld betrifft: Ich weiß ja nicht, wieviel das ist, aber falls das vielleicht 1 Millionen Euro ist, kannst Du bei der derzeitigen Inflation unter Umständen monatlich diese 5.000 Euro abschreiben. 12 Mal im Jahr 5.000 Euro! Aber klar, diese 60.000 Euro sind halt vorhersehbar und tun deshalb nicht weh, oder? Ansonsten Glückwunsch. Jeder von Dir eröffnete Faden wird zum Selbstläufer über viele Seiten. Das gleicht die Festgeldverluste ja irgendwie auch mehr als aus, oder? 😉

Nur für mich zum Verständnis: Auf den Rat eines der vielen mit Glaskugel gesegneten Börsenbriefes hin hast Du eine Anzahl x Aktien einer Gesellschaft irgendwann Ende Dezember 2021 gekauft und nach der unglaublich langen Haltezeit von etwa einem Monat stehst Du nun vor den Scherben Deiner Anlagestrategie und bist um den Schlaf gebracht? Weil die 5.000 nun fehlenden Euro Dich dazu zwingen, bis ans Ende Deiner Tage in einem Bergwerk zu schuften? 😆

Ja, so ungefähr, da jetzt 5000 Euro fehlen müssen wir den Urlaub im  Al Maha Resort in Dubai um 3 Tage verkürzen 😉

Was Dein Festgeld betrifft: Ich weiß ja nicht, wieviel das ist, aber falls das vielleicht 1 Millionen Euro ist, kannst Du bei der derzeitigen Inflation unter Umständen monatlich diese 5.000 Euro abschreiben. 12 Mal im Jahr 5.000 Euro! Aber klar, diese 60.000 Euro sind halt vorhersehbar und tun deshalb nicht weh, oder? Ansonsten Glückwunsch. Jeder von Dir eröffnete Faden wird zum Selbstläufer über viele Seiten. Das gleicht die Festgeldverluste ja irgendwie aus, oder? 😉

Hmm..dazu müsste ich mit dem Betreiber dieser Seite mal eine Provision aushandeln. Aber bloss nicht zu viel, ich will ja meine Zuverdient Grenze nicht überschreiten 😛 😀

Zitat von Achim_Global am 27. Januar 2022, 13:49 Uhr

 

Zitat von Arnim am 27. Januar 2022, 13:31 Uhr

Hallo Achim,

 

ich kann dem bisher gesagten nur zustimmen: Bei der Börse braucht man nunmal eine gewisse Ausdauer und Schmerztoleranz. Diese kann manchmal sogar über mehrere Montae oder Jahre gefragt sein.

 

Zum Thema ALG1 und etwaige Ansprüche darauf solltest du dir unbedingt mal den kompletten § 159 SGB 3 durchlesen. Ich stelle mal den Link dazu hier ein und hoffe, dass er klappt.

https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__159.html

 

Und noch viel wichtiger:

Wenn Leistungen unberechtigt in Anspruch genommen werden, kann neben den oben erwähnten Sperrzeiten im schlimmsten Fall auch ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren gegen den Leistungsempfänger eingeleitet werden:

 

"Wer absichtlich falsche bzw. unvollständige Angaben macht oder Änderungen nicht bzw. nicht unverzüglich mitteilt und dadurch Leistungen erhält, die ihm nicht zustehen, macht sich wegen Betrugs oder Erschleichens von Sozialleistungen strafbar und kann mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bzw. bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft werden (§ 263 StGB)."

Lass dich am besten vorher mal von einem Fachmann/frau (Rechtsanwalt/Rechtsanwältin) beraten, was hier überhaupt legal möglich ist.

Also, über so eine Aussage muss ich mich schon ein  ärgern. 😳 Ich hatte oben ganz klar gesagt, das ich mich an die geltende Gesetze halte.

Alle Angaben die ich mache sind absolut korrekt, alle Meldungen sind beim Arbeitsamt gemacht, eine Beratung über den Leistungsanspruch hat mit dem Arbeitsamt stattgefunden, alle Unterlagen liegen vor.

Mit welchem Recht das hier angezweifelt wird, ist mir absolut unverständlich , mir Betrug oder erschleichenden von Leistungen nahe zu legen, ist schlicht weg eine Frechheit und eine unhaltbare Unterstellung.

Also unterstellt habe ich in meinem Beitrag überhaupt nichts. Wenn du dich informiert hast -wie ich auch geschrieben hatte- und alles in rechtlichen Bahnen verläuft ist doch alles prima.

 

--> Das Thema ALG1 ist nur schon häufiger hier im Forum aufgetaucht, weil die meisten erstmal der Ansicht sind, dass ALG1 sowas wie eine garantierte monatelange und bezahlte Auszeit bedeutet.

 

--> Das Thema ALG1 ist nur schon häufiger hier im Forum aufgetaucht, weil die meisten erstmal der Ansicht sind, dass ALG1 sowas wie eine garantierte monatelange und bezahlte Auszeit bedeutet.

Aber leider ist es in unserem schönen Staate nun einmal so, dass das Geld Gießkannen-mäßig an alle und jeden ausgeschüttet wird. Ob die das nun benötigen oder nicht. Auch dazu könnte man seitenlange Threads erstellen, die ersten 10 Seiten kann ich dann direkt selber mit Beispielen befüllen. Das sich dann jeder das nimmt, was ihm rechtlich zusteht, kann ich auch gut verstehen. Wohlgemerkt: alles im rechtlichen Rahmen!

Aber leider ist es in unserem schönen Staate nun einmal so, dass das Geld Gießkannen-mäßig an alle und jeden ausgeschüttet wird. Ob die das nun benötigen oder nicht. Auch dazu könnte man seitenlange Threads erstellen, die ersten 10 Seiten kann ich dann direkt selber mit Beispielen befüllen. Das sich dann jeder das nimmt, was ihm rechtlich zusteht, kann ich auch gut verstehen. Wohlgemerkt: alles im rechtlichen Rahmen!

Da bin ich absolut bei dir. Ich fände es auch besser, wenn der Staat sich zurück nehmen würde, und die Sozialleistung  und die dazugehörigen Abgaben drastisch reduzieren würde.

Aber da es nun mal so ist wie es ist, und man die Beiträge bezahlt, soll man auch bekommen was einem rechtlich zu steht.

Dazu muss man natürlich  erwähnen, das einen das Arbeitsamt selber auch berät, wie man den rechtlichen Ramen am besten nutzen kann.

ALG 1 ist nunmal eine Versicherungsleistung die in Anspruch genommen werden kann und für die man viele Jahre lang eingezahlt hat. Um sich wirklich darauf auszuruhen ist der Bemessungszeitraum zu kurz, es ist und bleibt eine Übergangslösung zur Überbrückung wie auch immer gearteter Phasen im Leben eines Arbeitnehmers. Das muss nicht immer direkt und schnellstmöglich zu Wiederaufnahme einer Beschäftigung führen - manche Dinge brauchen ein wenig Zeit in der man dennoch nicht am Hungertuch nagen möchte.

Auch ich habe vor knapp vier Jahren fast ein Jahr lang ALG1 in Anspruch genommen um mein Leben neu zu sortieren und habe dieses Zeitfenster auch gebraucht und effektiv genutzt um mich neu aufzustellen, auch ohne pseudomäßig aktiv nach irgendwelchen Jobs zu suchen die mich kein Stück weitergebracht hätten.

Es war eine Phase in der ich mich vom Konzernjob verabschiedet habe und letztlich den Entschluss fasste, eine Teilzeitstelle mit schmalem Verdienst anzunehmen

Es war eine Phase in der ich begann, mein Immobilienprojekt zu planen und aktiv nach Grundstücken zu suchen

Es war eine Phase in der ich mein Ferienhaus fertiggestellt und am Markt offeriert habe

Es war eine Phase in der ich ein paar Monate Luft und Ruhe hatte und auch brauchte, psychischen Ballast abwerfen konnte um dann "neu durchzustarten"

Mein "Betreuer" hat mich die ganze Zeit über quasi in Ruhe gelassen und mich nicht bedrängt. Meine Pläne und Ziele habe ich offen mit ihm besprochen und die einzige Bewerbung die ich in den 10 Monaten geschrieben habe hat letztlich auch zu meinem jetzigen Job geführt - man hat dort eingesehen, dass Massenbewerbungen ohne Sinn und Verstand nicht zielführend sein können. Ziel ist es doch, möglichst langfristig zu vermitteln und nicht, Statistiken aufzuschönen.

Habe ich damit das System ausgenutzt? Ich denke nicht. Letztlich bin ich happy im neuen Job, wie auch mit meinen Investments und Projekten und auf dem Arbeitsamt wird man mich wohl auch nie wieder sehen - habe mich selbst und sehr nachhaltig in ein "neues Leben" vermittelt. Bilanzierend verdient der Staat an mir nun auch deutlich mehr als vorher - wäre doch toll wenn es immer so laufen kann...

Analyse 2: Dass derlei Themen so viral gehen hier liegt an dem ausgeprägten Helferinstinkt bei vielen Foristen hier bei gleivhzeitig nicht vorhandenem Helferinstikt des Themenerstellers. Sich anziehende Magnete sozusagen.

Zitat von Absprung_2020 am 27. Januar 2022, 16:01 Uhr

Analyse 2: Dass derlei Themen so viral gehen hier liegt an dem ausgeprägten Helferinstinkt bei vielen Foristen hier bei gleivhzeitig nicht vorhandenem Helferinstikt des Themenerstellers. Sich anziehende Magnete sozusagen.

Sonst wird es doch auch langweilig hier im Forum 😎

ich habe es mir schon mit Popcorn gemütlich gemacht und verfolge gebannt den Thread 😀

Zitat von Achim_Global am 27. Januar 2022, 14:17 Uhr

2002 war ich auch dabei ....leider.

und was war von 2003 bis 2018?

wie hat Dir die Börse in diesem 15 Jahreszeitraum geschmeckt?

Zitat von Achim_Global am 27. Januar 2022, 11:54 Uhr

..., das ich wahrscheinlich nicht der einzige bin, der mit Aktien schon mal Geld verloren hat, ...

stimmt:

hatte auch schon zwei Totalverluste ...

aber auch 10 oder 15 Käufe getätigt, von denen jeder einzelne einen der beiden Totalverluste ausgleicht ...

wenn von jeweils 25 Aktien im Depot eine pleite geht, 10 so dahindümpeln, 12 Schritt für Schritt steigen, und 2 sich im Kurs vervielfachen passt die GESAMTperformance

 

Zitat von exit-tbd am 27. Januar 2022, 16:26 Uhr

 

wenn von jeweils 25 Aktien im Depot eine pleite geht, 10 so dahindümpeln, 12 Schritt für Schritt steigen, und 2 sich im Kurs vervielfachen passt die GESAMTperformance

 

wenn du 5 Aktien hast, 2 pleite gehen, 2 rumdümpeln und sich eine verzehnfacht, passt auch die Gesamtperformance

@exit-tbd

Richtig erkannt: mehr als 100 % Kursverlust sind nicht möglich, mehr als 100 % Kursgewinn aber schon.

Bei mir hat ein +1000 % ter alle anderen bis zu -100% ter ausgeglichen..... und da gab's einige: Wordcom, Nortel, Das Werk, MP3.com, Royal Bank of Scottland, commerce one, ...

Also ich habe mir jetzt die Beiträge durchgelesen und stelle fest, dass ich immer mehr zu einer "Randfigur" hier im Forum werde. 😉

Ich arbeite für mein Geld, hab nicht im Lotto gewonnen (zumindest keinen besonders nennenswerte Beträge) und habe auch schon an der Börse Verluste gemacht.

Und ich persönlich unterteile mein Depot/Verrechnungskonto eben in zwei Kategorien. Die eine sind meine Langfristigen Investements (ETF-/Aktiensparpläne) die bis zum Sankt-Nimmerleinstag wohl gehalten werden. Der andere Teil ist mein "Spielgeld". Spielgeld daher tituliert, da ich mich bspw. in Einzeltrades "spiele" in denen ich gewisse Gewinnchancen sehe (kurz- bis mittelfristig). Aber das ist ein Betrag, der gerade mal vierstellig ist - und ich bin auf dieses Geld nicht akut angewiesen. Ein Verlust des Geldes wäre natürlich ärgerlich, aber das schreibe ich dann eben der Kategorie "Lehrgeld" zu - wie viele andere Sachen in der Vergangenheit auch.

@konsument : Popcorn ist nicht so mein Fall, ich werde mir daher eine Packung Chips holen und es Dir gleich tun. 🙂

Zitat von Lostoi am 27. Januar 2022, 16:40 Uhr

Ich arbeite für mein Geld

Das gibt es auch noch?

Tja @privatier nicht jeder hat deinen Status schon erreicht 🙂

Lustig hier!

Auch der alte Immobilien- und Edelmetallverweigerer Privatier wird vielleicht wieder arbeiten müssen, wenn ihm die Inflation seine Euros auffrisst und seine Crash-Aussitzen-Strategie beim nächsten Börsengescheppere sein Depot implodieren lässt.

Dann stehe ich vielleicht bei dir vor der Tür und liefere deine Pizza!

Wenn meine Aktien alle wertlos ausgebucht worden sind, hast du leider auch niemand mehr, der dir Miete zahlt und dein Gold will dann auch keiner mehr haben...

Womit wir dann wieder beim frugalistischen Gedanken des  Selbstversorgers und dem Mittelalterlichen Tauchhandel wären. Das gute an dem System war, das die Steuern und Abgaben nur "der Zehnt" waren, der in etwa den Wert  10% hatte und auch in Naturalien beglichen werden konnte . 🙂