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Selbstgenutzte Immobilie

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Sofern Ihr eine selbstgenutzte Immobilie habt, wie stellt Ihr sie in Eurem Gesamtvermögen dar?
Mit oder ohne Wertsteigerung? Also Kaufpreis ohne Nebenkosten aus welchem Jahr auch immer oder halt versehen mit Wertsteigerung?
Gruß T1000

Prinzipiell würde ich Wertsteigerungen moderat einrechnen. Ist aber eine sehr gute Frage, die sich natürlich auch für vermietete Immos stellt.

Ich hab meine tatsächlich mal von einem Gutachter schätzen lassen, weil meine Werte 20-25 Jahre alt waren. Gab aber keine Überraschungen wenn man das mit Preisen der Verkaufsportale vergleicht. Und für eine Vermögensbetrachtung reicht es aber im Prinzip die Werte/Wertsteigerungen mittels aktueller Bodenrichtwerte (sofern abrufbar) anzupassen.

Was auch sehr gut für eine grobe Einschätzung trifft ist zum Beispiel die Wert-Angabe bei Immowelt, die zum Teil in Städten sogar auf Hausnummern runterbricht.

 

 

 

Zitat von T1000 am 15. September 2025, 10:49 Uhr

Sofern Ihr eine selbstgenutzte Immobilie habt, wie stellt Ihr sie in Eurem Gesamtvermögen dar?
Mit oder ohne Wertsteigerung? Also Kaufpreis ohne Nebenkosten aus welchem Jahr auch immer oder halt versehen mit Wertsteigerung?
Gruß T1000

Selbstverständlich mit Wertsteigerung bzw. aktuellem Wert.

Hallo @t1000,

also ich habe damals meinen KP (2013) ohne Nebenkosten verwendet.
Während der Verkauf noch lief (Neubau) habe ich dann die späteren Quadratmeterpreis-Steigerungen aus dem Verkaufsprospekt verwendet.

Mittlerweile erfasse ich keine Wertsteigerungen mehr (entsprechende Abschreibungen/Wertminderungen müssten ja ebenfalls mit berücksichtigt werden) sondern "genieße" die zusätzlichen Stillen Reserven.

 

ich denke ich werde
(wenn ich die nächste +/- halbjährliche "Inventur" mache)
einfach den Kaufpreis - ohne Grunderwerbssteuer und Notar - in die Excel-Tabelle einfüge

Wertänderungen:
1. WIE soll ich diese ermitteln?
2. Welche Relevanz hat diese? Zweck der Liegenschaft ist es, meinen PlatzBEDARF abzudecken (bzw. hierfür sonst anfallende Mietkosten einzusparen) Wertänderungen sind also nicht "budgetwirksam"

also HOFFE ich einfach mal dass ich bei einem Verkauf in X Jahren - wenn ich das Objekt irgendwann nicht mehr brauche - eine stille Reserve heben kann ...

 

Ich sehe das wie Exitus, ist doch obsolet, solange ich meinen 'Wohnplatz' nicht ändern will. Und wenn ich mal eine Grundschuld eintragen lassen will.... macht das eh die Bank nach ihren Methoden.

Ist aber eine müßige Diskussion, wie auch,  ob ich meine erwarteten Rentenansprüche als Vermögen abgezinst irgendwo einexeln will.

Zitat von exitus2022 am 15. September 2025, 19:58 Uhr

ich denke ich werde
(wenn ich die nächste +/- halbjährliche "Inventur" mache)
einfach den Kaufpreis - ohne Grunderwerbssteuer und Notar - in die Excel-Tabelle einfüge

Wie ich schon gefühlte 1000 mal schrob: das ist bei langen Zeitreihen falsch. 1-3 Jahre nach Kauf ist das zu vernachlässigen, nach 5 Jahren schon nicht mehr, nach 10 Jahren ist es schlicht ... falsch.

Wertänderungen:
1. WIE soll ich diese ermitteln?

Grundstücksmarktbericht. Gibt's mindestens einmal im Jahr auch in Deiner Stadt und das auch noch kostenfrei.

2. Welche Relevanz hat diese?

Das hängt von mehreren Faktoren ab, u.a., von der Große Deines Gesamtvermögens und dem darin enthaltenen Immo-Anteil.

 

Zweck der Liegenschaft ist es, meinen PlatzBEDARF abzudecken (bzw. hierfür sonst anfallende Mietkosten einzusparen)

Es geht nicht um den Zweck. Der TE fragte explizit nach dem Wert bzw. dessen Darstellung im Gesamtvermögen.

 

Wertänderungen sind also nicht "budgetwirksam"

Wertänderungen sind immer budgetwirksam - wer das ignoriert, kann am Ende dumm dastehen, vor allem bei großen Zahlen. Und bei Immos geht's ja praktisch nie unter 6-stellig zu.

also HOFFE ich einfach mal dass ich bei einem Verkauf in X Jahren - wenn ich das Objekt irgendwann nicht mehr brauche - eine stille Reserve heben kann ...

Abgesehen davon, dass man das relativ simpel überschlägig berechnen und daher das Prinzip Hoffnung deutlich eingegrenzt werden kann ... eine stille Reserve heben zu wollen ... ist das nicht auch irgendwie budgetwirksam? (Frage für einen Freund)

 

Zitat von Absprung_2020 am 15. September 2025, 20:13 Uhr

Ich sehe das wie Exitus, ist doch obsolet, solange ich meinen 'Wohnplatz' nicht ändern will. Und wenn ich mal eine Grundschuld eintragen lassen will.... macht das eh die Bank nach ihren Methoden.

Es hilft natürlich ungemein, wenn man den Wert der eigenen Bude und am besten auch noch die Methoden der beleihenden Bank kennt. Vor allem dann, wenn man tatsächlich auf eine Beleihung angewiesen sein sollte.

Ist aber eine müßige Diskussion, wie auch,  ob ich meine erwarteten Rentenansprüche als Vermögen abgezinst irgendwo einexeln will.

Ernsthafte Frage: wie hoch schätzt Du die Wahrscheinlichkeit - würde man sich die Mühe machen und Deine persönlichen FIRE-Pläne und -Überlegungen aus diesem Forum zusammenzusuchen - dass in Deinem Gesamtplan keine Renteneinkünfte enthalten sind?

Doch eher nahe Null.

Hallo,

ich habe mein Haus 2020 mit Gesamtkosten i.H.v. 370.000€ errichtet. Im neuen Baugebiet zwei Straßen weiter kostet ein vergleichbares Grundstück 30.000€ mehr. Daher gehe ich in meiner Vermögensbetrachtung von 400.000€ aus, was ich als konservativ erachte, da die Errichtungskosten und analog die Preisbereitschaft der potenziellen Eigentümer in den letzten 5 Jahren weiter angestiegen sind. Aktuell gibt es wenige Alternativen zum Neubau - wenn moderne Bauten zum Kauf verstehen, geht das innerhalb kürzester Zeit über die Bühne. Ich könnte also durchaus auch einen höheren Wert annehmen. Allerdings gibt bald sehr viele renovierungsbedürftige, eher sanierungsbedürftige Immos - das ist für viele kein Wunschszenario, aber dennoch erweitert dies das Angebot & wird den Wert meiner Immo beeinflussen.

Wer sparsam ist muss weniger arbeiten.

@mfz73 ich nehme ja in meiner Vermögensübersicht auch nicht meine Aktien mit auf, die habe ich nur als Freizeitbeschäftigung und um Demenz vorzubeugen...oh scheisse, dann muß ich ja wieder arbeiten !!! 😉

Zum wiederholten und letzten male: alle Vermögenswerte gehören in eine Vermögensübersicht. Wie man die nun bewertet, da gibt es verschiedene Ansätze. Aber wieso da immer aus irgendwelchen Gründen irgendwas völlig irrational rumgechincht wird, verstehe ich nicht.

Zitat von Privatier am 16. September 2025, 8:00 Uhr

@mfz73 ich nehme ja in meiner Vermögensübersicht auch nicht meine Aktien mit auf, die habe ich nur als Freizeitbeschäftigung und um Demenz vorzubeugen...oh scheisse, dann muß ich ja wieder arbeiten !!! 😉

Na wenigstens den Nettokaufwert dürftest Du nach der hier propagierten Logik ansetzen - aber auch dann müsstest Du vermutlich wieder ein knappes Haushaltsbuch führen. (/Ironie off)

Zum wiederholten und letzten male: alle Vermögenswerte gehören in eine Vermögensübersicht. Wie man die nun bewertet, da gibt es verschiedene Ansätze. Aber wieso da immer aus irgendwelchen Gründen irgendwas völlig irrational rumgechincht wird, verstehe ich nicht.

Weil das bei Aktien einfacher ist. Mit der Bewertung von Immos haben selbst viele Eigentümer echte Probleme, nicht nur hier im Forum. Allerdings: habe meine Bude gerade mal bei chatgpt eingegeben und das Ergebnis ist absolut brauchbar für die eigene Exceltabelle.

Ja, man muß natürlich Annahmen treffen, bei meinen Rentenansprüchen stand auch lange Schätzwert 0...

Aber zb @Konsument kann ja nicht sein Haus, sein Haus in Thailand, alle Rentenansprüche und was er sonst noch alles hat mit 0 ansetzen...

 

Hallo zusammen,
ich habe die Durchschnittswerte der Grundstücksmarktberichte der letzten Jahre durchgeschaut, das war ein super Tipp.
Da kommt bei mir seit dem Kauf 2018 eine Wertsteigerung von ehrlich gesagt nur 7 % heraus, 2022 lag diese Steigerung noch bei 18 %.
Es hat sich also zumindest in meiner Gegend wieder etwas abgekühlt im Immobilienmarkt.
Ich habe meine Vermögenswerte in einer Torte dargestellt und versuche, die verschiedenen Bereiche gegeneinander zu gewichten.
Chat GPT schätzt wesentlich höher, demnach sind es 35 % mehr.

Fazit: Bei allem, was ich so hier in meiner direkten Gegend mitbekomme, sind es nicht 7 %. Die Mittelwerte decken ja den gesamten Landkreis ab und ich bin recht nah an der Kreisstadt in einem sehr schönen Haus.
Ich werde mit 15 % rechnen und die Sache erst mal auf sich beruhen lassen.

Euch allen vielen Dank

Gruß T1000

@privatier Ich glaube, das müssen wir beide untereinander nicht ausdiskutieren und ich warte quasi minütlich darauf, dass irgendwo ein minimales KI-Tool auftaucht, in dem kleine Frugalisten mit einer geführten Abfrage in 5-15 Minuten alle ihre Kennzahlen- und Werte eingeben können und am Ende kommt dann ein Ergebnis auf einem 5-fach farbig abgestuften FIRE-Balken raus.

Dann hätte es eigentlich Ruhe an der Stelle.

Geht bestimmt auch schon mit chatgpt, wenn man korrekt und vollständig füttert.

Ich nehm den Preis, der im Internet für meine Gegend und Baujahr so aufgerufen wird, pro qm.  Das kann ich mir dann schön rechnen, oder schlecht.  Außer mir kriegt das eh niemand zu sehen.  Verkaufen will ich auch nicht, also egal.

Ich bin ja selten der gleichen Meinung wie @Privatier, aber Immobilien gehören in die Vermögensaufstellung. Die Bewertung sollte natürlich zu einem potentiellen VK-Preis erfolgen. Und einmal pro Jahr zu schauen wie sich die Preise entwickelt haben, ist vermutlich ausreichend.

Und ja, @T1000 die Preise steigen nicht immer, es gibt auch rückläufige Entwicklungen und auch in großen Städten wie München. Oder siehe die Grafik im bunten Beispiel. Und auch hier ist ein Peak 2022 zu erkennen. Und nein, ich wohne nicht in Erfurt, finde aber die Preisunterschiede von den nebeneinandenr liegenden Blöcken sehr interessant.

Und mir ist das bei Immowelt bunt genug ...

 

 

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Zitat von MoneyMaker am 16. September 2025, 11:43 Uhr

Ich bin ja selten der gleichen Meinung wie @Privatier, aber Immobilien gehören in die Vermögensaufstellung. Die Bewertung sollte natürlich zu einem potentiellen VK-Preis erfolgen. Und einmal pro Jahr zu schauen wie sich die Preise entwickelt haben, ist vermutlich ausreichend.

Und ja, @T1000 die Preise steigen nicht immer, es gibt auch rückläufige Entwicklungen und auch in großen Städten wie München. Oder siehe die Grafik im bunten Beispiel. Und auch hier ist ein Peak 2022 zu erkennen. Und nein, ich wohne nicht in Erfurt, finde aber die Preisunterschiede von den nebeneinandenr liegenden Blöcken sehr interessant.

Und mir ist das bei Immowelt bunt genug ...

 

 

Wieso eigentlich nicht?

Sehr gute Idee – im Prinzip erstellst du dein persönliches „Net Worth Dashboard“, also eine Übersicht über alle Assets, Ansprüche und Verpflichtungen, die dein aktuelles und künftiges finanzielles Bild bestimmen.

 

Hier die wichtigsten Bausteine, die du in deine „Ausstellung“ aufnehmen solltest:

 

 

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🔹 1. Finanzielle Vermögenswerte

 

Aktien: Einzelaktien, ETFs, Fonds, Depots

 

Anleihen: direkt oder in Fonds/ETFs

 

Liquidität: Girokonto, Tagesgeld, Festgeld, Bargeldreserven

 

Alternative Investments: z. B. Private Equity, Start-up-Beteiligungen, P2P-Kredite, Krypto

 

 

 

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🔹 2. Immobilien

 

Eigengenutzte Immobilie: Verkehrswert (ggf. abzüglich Restschuld)

 

Vermietete Immobilien: Marktwert + Nettomieteinnahmen – Kredite/Rückstellungen

 

Grundstücke / Ferienhäuser

 

 

 

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🔹 3. Altersvorsorge & Rentenansprüche

 

Gesetzliche Rente (Renteninformation!)

 

Betriebliche Altersvorsorge (Direktversicherung, Pensionskasse, Zusagen)

 

Private Renten- & Lebensversicherungen (Kapitalwert oder Rentenbarwert)

 

 

 

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🔹 4. Sonstige Vermögenswerte

 

Unternehmensbeteiligungen / eigener Betrieb

 

Wertgegenstände (Kunst, Oldtimer, Schmuck) – aber realistisch nur die, die marktgängig und verkaufbar sind

 

Sonstige Forderungen (z. B. Darlehen, die du vergeben hast)

 

 

 

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🔹 5. Verbindlichkeiten

 

Immobilienkredite, Konsumentenkredite, private Darlehen, Leasingverträge.

👉 Wichtig: Netto-Vermögen = Assets – Schulden.

 

 

 

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🔹 6. Einkommensquellen / Cashflow

 

Für FIRE entscheidend ist nicht nur das „Papiervermögen“, sondern die laufenden Cashflows:

 

Nettomieten

 

Dividenden, Zinsen

 

Lizenzeinnahmen, Unternehmensgewinne

 

Später: Rentenansprüche (gesetzlich/privat)

 

 

 

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🔹 7. Nicht-finanzielle Faktoren

 

Lebenshaltungskosten (realistisch ansetzen: Fixkosten + variable Kosten + Puffer)

 

Absicherung: Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rücklagen für Unvorhergesehenes

 

Inflation und Steueraspekte

 

 

 

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Wenn du das in einer Übersicht darstellst, hast du quasi eine „Vermögens- und Cashflow-Ausstellung“.

Das Ergebnis: Du kannst prüfen, ob die erwarteten passiven Einkünfte (plus sicheres Entnahme-Tempo, z. B. 3–4 % vom liquiden Anlagevermögen) deine geplanten Ausgaben decken.

 

👉 Soll ich dir eine klare Struktur-Vorlage (z. B. als Tabelle oder Excel-Sheet) entwerfen, in die du alle deine Assets eintragen kannst, um sofort eine FIRE-Check-Übersicht zu haben?

 

 

Also gut, wir stellen den Immowert ins Vermögen ein! Gehört dazu.

Gleichwohl die Zusatzaussage überschaubar scheint, SOLANGE ich das selbst bewohne. Gesparte Miete als realer Liquiditätserlös.

Übrigens: Erwartete Renovierungskosten bzw. Abnutzung nicht unberücksichtigt lassen.

(Rente: Ich erwarte irgendwann monatlich ca. 300-330€/mon, also 4000 pro Jahr. Schreibe also mal grob weitere 100.000€ in meine Vermögensübersicht und schon scheint die Sonne heller! Yeeha!)

@ MoneyMaker

Dass Immobilien nicht immer steigen, ist klar. Meist tun sie nämlich genau das eben nicht, siehe Gerd Kommer...

Zitat von Absprung_2020 am 16. September 2025, 12:51 Uhr

Also gut, wir stellen den Immowert ins Vermögen ein! Gehört dazu.

Gleichwohl die Zusatzaussage überschaubar scheint, SOLANGE ich das selbst bewohne. Gesparte Miete als realer Liquiditätserlös.

Übrigens: Erwartete Renovierungskosten bzw. Abnutzung nicht unberücksichtigt lassen.

(Rente: Ich erwarte irgendwann monatlich ca. 300-330€/mon, also 4000 pro Jahr. Schreibe also mal grob weitere 100.000€ in meine Vermögensübersicht und schon scheint die Sonne heller! Yeeha!)

Ja genau zur Rente...

Renovierungskosten haben ja nichts mit dem aktuellen Wert der Immobilie zu tun!

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