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Rentenbeginn ist wie Kalter Entzug vom Arbeitsleben

Obacht beim Rentenbeginn

https://archive.ph/gJYSV

Das Phänomen ist bekannt, aber ich hätte nicht erwartet, dass es eher Selbständige/Führungskräfte trifft. Andererseits auch wieder logisch, wenn man mal ein wenig drüber nachdenkt.

Wirklich nachvollziehen kann ich es aber auch nicht. Gerade als Selbständiger/Führungskraft gehört es ja zur DNA, immer ein wenig vorauszudenken und sich auf zukünftige Entwicklungen einzustellen. Dass es dann ~20-25% zumindest vorübergehend "trifft", wenn es um die eigene Person geht, ist dann schon lustig.

Ich selbst halte es da mit Timothy Ferris: wenn man für sich erkannt hat, dass man eh bis zum Tod rumwurschtelt, ist die 4h-Woche ein guter Kompromiss. 😉

Zitat von MFZ73 am 11. Juli 2025, 0:00 Uhr

Das Phänomen ist bekannt, aber ich hätte nicht erwartet, dass es eher Selbständige/Führungskräfte trifft. Andererseits auch wieder logisch, wenn man mal ein wenig drüber nachdenkt.

Wirklich nachvollziehen kann ich es aber auch nicht. Gerade als Selbständiger/Führungskraft gehört es ja zur DNA, immer ein wenig vorauszudenken und sich auf zukünftige Entwicklungen einzustellen. Dass es dann ~20-25% zumindest vorübergehend "trifft", wenn es um die eigene Person geht, ist dann schon lustig.

Ich selbst halte es da mit Timothy Ferris: wenn man für sich erkannt hat, dass man eh bis zum Tod rumwurschtelt, ist die 4h-Woche ein guter Kompromiss. 😉

Gerade Führungskräfte brennen für ihren Job und identifizieren sich selbst stark darüber.

Wenn du es jahrelang gewohnt bist das die anderen auf dich hören einfach weil du der Chef bist, dazu kommt das Gefühl von Macht und Einfluss. In der Rente bist du bestenfalls einfach nur noch ein Mann mit Geld.

Und viele Chefs haben wohl auch einen Hang zu Narzissmus, wenn da die natürliche Aufmerksamkeit die sie gewohnt haben wegfällt wird es schwierig

 

Bei mir in der Familie arbeiten viele selbständige noch mit 70+ zwar weniger und eher Beratung oder die wichtigen Großkunden aber ganz zurückziehen bekommen sie nicht hin, auch weil die Nachfolger Suche schwierig ist.

 

Mein früherer Chef hat sich mit dem Vorstand angelegt und wurde mit 66 per goldenen Handschlag in den Ruhestand geschickt nur um 2 Jahre später beim Konkurrenten im Vorstand zu sitzen.

 

Das war aber auch so eine Kategorie Typ ich Chef du nix, und privat geschieden ohne Kinder, da war klar dass der nicht still sitzen kann.

 

 

Anderes Beispiel Politiker, Trump mit fast 80, Merz mit fast 70 etc.

 

Die brauchen es finanziell nicht die machen es für Prestige und Anerkennung

 

 

Die Menschen die eine honeymoon Phase haben mussten diesen Umstand wiederum wohl damit bezahlen jahrelang einen Job gemacht zu haben der ihnen wenig Freude gibt, die fühlen sich natürlich befreit wenn sie nicht mehr jeden Tag an der Supermarkt Kasse stehen, nervige Kunden betreuen müssen, im Schichtdienst arbeiten oder 08/15 Excel Listen bearbeiten. Also sei es ihnen gegönnt (:

 

Ich weiß, dass da viele ein Problem mit haben können, verstehe das aber null und gar nicht. Eher eine geistige Armut, denn immer das zu machen, odermachen zu müssen was man schon kann... und hoffen, das das immer so weiter geht, das ist fatal. Eine versteckte Angst, nicht mehr wichtig zu sein? Bedenklich!

Ja ist aber bei vielen so, war ja auch im Büro immer Diskussionspunkt...was machst du drn ganzen Tag? Ehrlich wer seinen Tag nur mit Büro, Fernsehen und Grillen gefüllt bekommt, dem ist nicht zu helfen...

Wenn es 20-25% "vorübergehend" trifft, ist das aber auch nicht wirklich dramatisch. Bis auf die Fälle, die sich tatsächlich 'ne dauerhafte Depression einhandeln. Wäre dann interessant, wie häufig das vorkommt.

 

'Vorübergehend' hin oder her. Da bin ich eher der, der das gar nicht verstehen will. Wie kann man sein Leben abhängig machen von der 'Chef-sein' oder 'nicht Chef sein' Position. Oder scheinbar wichtig oder weniger wichtig usw.  Gedanklich arme Jungs.... und ich bin mir sicher, das betrifft eben >95% Männer.

Man wächst dort hinein. Anfangs ein Muss um sich zu etablieren. Später Gewohnheit.  Dann Hamsterrad, gefüttert mit Angst und Gier.

Du (Ex-Unternehmer mit zeitigem Absprung) bis da eher die Ausnahme. Das weißt du selbst.

Uns hier im Forum wird es wahrscheinlich nicht treffen, wir zusammen machen uns mehr Gedanken über den Ruhestand als der gesamte Rest der Bevölkerung in D 😉

Ansonsten stimme ich @feedback zu, das ist im wesentlichen so.

Mein Chef, der mit 58 in den Vorruhestand gegangen ist und seitdem nur on Tour ist (war er vorher aber auch schon immer wenn er Zeit hatte) meinte scherzhaft, am meisten wird er vermissen, dass nicht mehr alle machen was er sagt 🙂  Ich bin regelmäßig in Kontakt mit ihm und er vermisst die Arbeit überhaupt nicht, im Gegenteil, er genießt das Leben. Er war jemand, der von morgens bis abends durchgetaktet war, 07:00 bis 18:30 volles Pensum. Ich meinte bei meiner ersten Verlängerung, welche er unterstützt hatte, zu ihm, ich will so wie er mit 58 aufhören 😀 Gut hat nicht ganz geklappt, er kann meine Motivation und Pläne aber gut nachvollziehen. Es ist natürlich auch ein Unterscheid, ob man als Führungskraft arbeitet oder eben nicht.

@spaetzuendernrw ja, das weiß ich und das war auch in der Firma oft mein 'Problem' Dinge zum (für andere) falschen Zeitpunkt diskutieren und starten zu wollen.... jetzt kann ich das alles, wie, wann und was.... selbst entscheiden. Andere "Chefs" haben da ganz anders gearbeitet: Viel mehr mitgeschwommen im Meinungsbrei und Dinge tun, die sowieso schon mehrheitlich laufen. War nie mein Ding, dafür aber unabhängig von Lob, Anerkennung und Buddy Talks an der Bar.

Aktueller Artikel

https://archive.ph/7mEwq

Man beachte folgenden Satz:

All die Ratgeber, die den Übergang in die große Pause zu glätten versuchen, erzählen dieselbe Geschichte: Von Menschen, die der Schock aus heiterem Himmel trifft. Die nicht vorbereitet waren. Die keine Excel-Tabellen mit Zielen, Finanzen und Kontakten führten.

Ich sage ja, gehe nie ohne Deine Excel-Tabellen los :mrgreen:

Alle selber Schuld...

Das der Zeitpunkt kommt weiß man so ungefähr 35-45 Jahre vorher 😉

Alles richtig gemacht :mrgreen: OK, das Vision Board habe ich in PowerPoint erstellt 😉

Das Glück liegt, wie so oft, irgendwo zwischen Burn-out und Daseinszweck-Stress – und vielleicht auch in einer Excel-Tabelle.

Genau ich stehe auch total auf Excel Tabellen 😉

Mal wieder ein aktueller Artikel.

https://archive.ph/CF3KL