PKV-Verbleib oder freiwillig GKV
Zitat von tiigeri am 1. Februar 2026, 13:53 UhrIch (männlich, 54, seit 2008 PKV) bin in einer ähnlichen Lage und habe auch immer den Standardtarif STN als letzten Ausweg gehalten.
Allerdings habe ich dann mal konkret die Beitragshöhe bei meiner PKV angefragt und dieser liegt komischerweise um ~€130 höher als mein PKV Voll-Tarif:reiner PKV-Tarif (ohne Chefarzt und nur Mehrbettzimmer) mit €1500 SB: €380
Standardtarif: €510
Dazu kommt jeweils noch der 10% Zuschlag, Pflege und eventuell weitere Wahlkomponenten...
Ich gehe davon aus, dass sich dies in den nächsten Jahren nicht groß ändern wird, bis der STN auf die Begrenzung durch die Maximalhöhe der GKV (2025 waren das €804,82) trifft. Deshalb fällt der Standardtarif für mich persönlich weg als letzter Ausweg. Zumal er in den letzten Jahren auch massiv erhöht wurde. Bei meinen Anfragen an meine PKV waren das konkret:
01.05.21: €321
01.07.24: €428
01.01.26: €510Also fast 60% Erhöhung in den letzten 5 Jahren! Mir ist zwar unklar, warum er so viel teurer geworden ist bei so einer eingeschränkter Leistung...aber es ist leider so.
komme ich auf 325€ Kosten für den Standardtarif
Wie kommst Du auf diese €325? Du hast doch noch etliche Jahre bis zur Rente, oder habe ich das falsch verstanden? Das erscheint mir jedenfalls ein wenig unrealistisch...Allein die Beitragssteigerung durch den medizinischen Fortschritt schätze ich auf 5% jährlich und dann kommt noch dazu, dass der STN altersabhängig kalkuliert ist...genau wie der PKV Volltarif. Ein 75-jähriger zahlt ca. das Dreifache eines 25-jährigen. Rechne mal lieber mit mind. €650...
Ich (männlich, 54, seit 2008 PKV) bin in einer ähnlichen Lage und habe auch immer den Standardtarif STN als letzten Ausweg gehalten.
Allerdings habe ich dann mal konkret die Beitragshöhe bei meiner PKV angefragt und dieser liegt komischerweise um ~€130 höher als mein PKV Voll-Tarif:
reiner PKV-Tarif (ohne Chefarzt und nur Mehrbettzimmer) mit €1500 SB: €380
Standardtarif: €510
Dazu kommt jeweils noch der 10% Zuschlag, Pflege und eventuell weitere Wahlkomponenten...
Ich gehe davon aus, dass sich dies in den nächsten Jahren nicht groß ändern wird, bis der STN auf die Begrenzung durch die Maximalhöhe der GKV (2025 waren das €804,82) trifft. Deshalb fällt der Standardtarif für mich persönlich weg als letzter Ausweg. Zumal er in den letzten Jahren auch massiv erhöht wurde. Bei meinen Anfragen an meine PKV waren das konkret:
01.05.21: €321
01.07.24: €428
01.01.26: €510
Also fast 60% Erhöhung in den letzten 5 Jahren! Mir ist zwar unklar, warum er so viel teurer geworden ist bei so einer eingeschränkter Leistung...aber es ist leider so.
komme ich auf 325€ Kosten für den Standardtarif
Wie kommst Du auf diese €325? Du hast doch noch etliche Jahre bis zur Rente, oder habe ich das falsch verstanden? Das erscheint mir jedenfalls ein wenig unrealistisch...Allein die Beitragssteigerung durch den medizinischen Fortschritt schätze ich auf 5% jährlich und dann kommt noch dazu, dass der STN altersabhängig kalkuliert ist...genau wie der PKV Volltarif. Ein 75-jähriger zahlt ca. das Dreifache eines 25-jährigen. Rechne mal lieber mit mind. €650...
Zitat von GeldanlegER am 1. Februar 2026, 14:05 Uhr@tiigeri
Vielleicht etwas misstverständlich meinerseits ausgedrückt.
WENN ich heute bereits 2000€ Rente beziehen würde und der Standardtarif 500€ kosten WÜRDE und ich den HEUTE gültigen Zuschuss (abhängig von der Rentenhöhe) in Höhe von 8.75% bekommen würde, dann wäre der Eigenanteil diese besagten 325€
8,75% von 2000€ = 175€
Standardtarif im Schnitt 500€ abgl. 175€ Rentenzuschuss = 325€.
Natürlich erhöht sich der Tarif noch - aber hoffentlich auch die Rente und damit auch der Zuschuss. Ich fürchte aber die Erhöhung wird bei den Beiträgen zur PKV höher ausfallen.
Wir werden sehen - aber wir laufen da sicher für viele PKV-Versicherte in ein Problem. Ob irgendwann doch die Bürgerversicherung kommt? Bei einer linken Mehrheit sicher nicht unmöglich. Ob es dadurch besser wird? Meiner Meinung nach nicht.
Ich beobachte weiter.Theoretisch könnte ich noch in drei Jahren in die GKV zurück (Annahme Job unterhalb BMG) - aber will ich das wirklich? Die Entwicklung der GKV gerade bzgl. der Leistungen ist auch extrem negativ - und wird wohl noch negativer.
Vielleicht etwas misstverständlich meinerseits ausgedrückt.
WENN ich heute bereits 2000€ Rente beziehen würde und der Standardtarif 500€ kosten WÜRDE und ich den HEUTE gültigen Zuschuss (abhängig von der Rentenhöhe) in Höhe von 8.75% bekommen würde, dann wäre der Eigenanteil diese besagten 325€
8,75% von 2000€ = 175€
Standardtarif im Schnitt 500€ abgl. 175€ Rentenzuschuss = 325€.
Natürlich erhöht sich der Tarif noch - aber hoffentlich auch die Rente und damit auch der Zuschuss. Ich fürchte aber die Erhöhung wird bei den Beiträgen zur PKV höher ausfallen.
Wir werden sehen - aber wir laufen da sicher für viele PKV-Versicherte in ein Problem. Ob irgendwann doch die Bürgerversicherung kommt? Bei einer linken Mehrheit sicher nicht unmöglich. Ob es dadurch besser wird? Meiner Meinung nach nicht.
Ich beobachte weiter.Theoretisch könnte ich noch in drei Jahren in die GKV zurück (Annahme Job unterhalb BMG) - aber will ich das wirklich? Die Entwicklung der GKV gerade bzgl. der Leistungen ist auch extrem negativ - und wird wohl noch negativer.
Zitat von tiigeri am 1. Februar 2026, 16:50 UhrOkay, verstehe...
Ja, die Entwicklung in PKV und GKV ist extrem negativ und eine Entscheidung ist wirklich schwierig. Ich habe noch 4 Monate bis ich 55 bin und werde wahrscheinlich in die GKV zurück gehen. Einfach weil ich mich angesichts der steigenden PKV-Beiträge durch Altersarmut bedroht fühle und es sein kann, dass ich nicht mehr viel verdiene.
Bei den aktuellen €510 für den STN sind sogar schon die Nachlässe aus der Altersrückstellung abgezogen. Es ist also noch dramatischer:Neuzugangsbeitrag STN: 670
Nachlass aus Altersrückstellung: 206-> Tarifbeitrag: 464
Plus gesetzliche 10% -> 510
Da ich davon ausgehe, dass Du ebenso zwischen 50 und 55 bist ist der Neuzugangsbeitrag bei Dir also auch schon in meinem Bereich und je nach Altersrückstellungen kannst Du dann ja selber errechnen, was Du zahlen würdest. Aber wie gesagt, in 15 Jahren kann auch der STN nicht mehr bezahlbar sein, ist also kein Sicherheitsanker mehr für mich...
Okay, verstehe...
Ja, die Entwicklung in PKV und GKV ist extrem negativ und eine Entscheidung ist wirklich schwierig. Ich habe noch 4 Monate bis ich 55 bin und werde wahrscheinlich in die GKV zurück gehen. Einfach weil ich mich angesichts der steigenden PKV-Beiträge durch Altersarmut bedroht fühle und es sein kann, dass ich nicht mehr viel verdiene.
Bei den aktuellen €510 für den STN sind sogar schon die Nachlässe aus der Altersrückstellung abgezogen. Es ist also noch dramatischer:
Neuzugangsbeitrag STN: 670
Nachlass aus Altersrückstellung: 206
-> Tarifbeitrag: 464
Plus gesetzliche 10% -> 510
Da ich davon ausgehe, dass Du ebenso zwischen 50 und 55 bist ist der Neuzugangsbeitrag bei Dir also auch schon in meinem Bereich und je nach Altersrückstellungen kannst Du dann ja selber errechnen, was Du zahlen würdest. Aber wie gesagt, in 15 Jahren kann auch der STN nicht mehr bezahlbar sein, ist also kein Sicherheitsanker mehr für mich...
Zitat von tiigeri am 1. Februar 2026, 16:53 UhrStandardtarif: €510
Dazu kommt jeweils noch der 10% Zuschlag...
Das hatte ich oben falsch geschrieben, der Zuschlag ist bei den €510 schon dabei...sorry!
Standardtarif: €510
Dazu kommt jeweils noch der 10% Zuschlag...
Das hatte ich oben falsch geschrieben, der Zuschlag ist bei den €510 schon dabei...sorry!
Zitat von GeldanlegER am 1. Februar 2026, 17:22 UhrEs ist komplex.
Die GKV ist total unterfinanziert - dort muss es drastische Reformen geben müssen. Reformen werden wohl in die Richtung laufen, dass nur noch eine Grundsicherung da ist und viele Dinge zusatzbezahlt oder zusatzversichert werden müssen. Das ist mein Gedanke. Das wird in Deutschland natürlich schwierig - aber uns stehen eh viele harte Reformen bevor befürchte ich...
Falls Du in die GKV zurückkehrst, kannst Du bei einigen PKVs (wie z.B. bei meiner Huk) die angesparten Altersrückstellungen in eine private Krankenzusatzversicherung überführen - sonst sind sie verloren.
Beachte auch, dass etwaige private Riester und sonstige Renten auch bei der Berechnung der GKV einfließen - das kann auch unangenehm hoch werden.
Stand heute plane ich den Verbleib in der PKV. Bei meinem Vermögen kann ich mir das aber auch leisten.
Es ist komplex.
Die GKV ist total unterfinanziert - dort muss es drastische Reformen geben müssen. Reformen werden wohl in die Richtung laufen, dass nur noch eine Grundsicherung da ist und viele Dinge zusatzbezahlt oder zusatzversichert werden müssen. Das ist mein Gedanke. Das wird in Deutschland natürlich schwierig - aber uns stehen eh viele harte Reformen bevor befürchte ich...
Falls Du in die GKV zurückkehrst, kannst Du bei einigen PKVs (wie z.B. bei meiner Huk) die angesparten Altersrückstellungen in eine private Krankenzusatzversicherung überführen - sonst sind sie verloren.
Beachte auch, dass etwaige private Riester und sonstige Renten auch bei der Berechnung der GKV einfließen - das kann auch unangenehm hoch werden.
Stand heute plane ich den Verbleib in der PKV. Bei meinem Vermögen kann ich mir das aber auch leisten.
Zitat von Muslime_Frugi am 1. Februar 2026, 17:50 Uhr@tiigeri
ich bin ähnlich alt wie du. Seit 1997 in der PKV, aktueller Beitrag liegt bei 620€ für PKV und PV. Bei Bestleistungen, 1.700SB und inkl. Altersentlastungsbetrag von 200€ ab 65.
Derzeit läge der Beitrag bei der GKV bei ca. 1.300€.
Die Altersrückstellungen habe ich noch nicht geprüft, müssten aber höher sein als deine 206€, da ich 11 Jahre länger dabei bin.
Ab 60 greifen die Altersrückstellungen, ab Privatierphase nehme ich das Krankentagegeld raus, ab 65 gehen nochmal 200€ Altersentlastungsbetrag ab.
Ich erwarte mindestens 80 Rentenpunkte was ab Juli etwa 3.500€ entspricht *8,75% = 306€ KdR Zuschuss.
Wenn der Beitrag in den nächsten 10 Jahren auf von jetzt 620 auf 1.000€ steigt, gehen da die 200 Altersentlastungsbetrag, das Krankentagegeld und 250(??)€ Altersrückstellung ab.
Dann wird es Sinn machen den SB wegzulassen im volle KdR zu bekommen.
Standardtarif ist nicht höher als zu erwartender GKV (es kommen noch andere Renten hinzu die angerechnet werden).
Die GKV hat massive Zukunftsprobleme. Kostenlos mitversicherte, Bürgergeldempfänger und Midijobber belasten diese massiv. Warum sollte ich so staatsgläubig sein da rein zu wechseln?
Es steht für mich völlig außer Frage in der PKV zu bleiben.
ich bin ähnlich alt wie du. Seit 1997 in der PKV, aktueller Beitrag liegt bei 620€ für PKV und PV. Bei Bestleistungen, 1.700SB und inkl. Altersentlastungsbetrag von 200€ ab 65.
Derzeit läge der Beitrag bei der GKV bei ca. 1.300€.
Die Altersrückstellungen habe ich noch nicht geprüft, müssten aber höher sein als deine 206€, da ich 11 Jahre länger dabei bin.
Ab 60 greifen die Altersrückstellungen, ab Privatierphase nehme ich das Krankentagegeld raus, ab 65 gehen nochmal 200€ Altersentlastungsbetrag ab.
Ich erwarte mindestens 80 Rentenpunkte was ab Juli etwa 3.500€ entspricht *8,75% = 306€ KdR Zuschuss.
Wenn der Beitrag in den nächsten 10 Jahren auf von jetzt 620 auf 1.000€ steigt, gehen da die 200 Altersentlastungsbetrag, das Krankentagegeld und 250(??)€ Altersrückstellung ab.
Dann wird es Sinn machen den SB wegzulassen im volle KdR zu bekommen.
Standardtarif ist nicht höher als zu erwartender GKV (es kommen noch andere Renten hinzu die angerechnet werden).
Die GKV hat massive Zukunftsprobleme. Kostenlos mitversicherte, Bürgergeldempfänger und Midijobber belasten diese massiv. Warum sollte ich so staatsgläubig sein da rein zu wechseln?
Es steht für mich völlig außer Frage in der PKV zu bleiben.
Zitat von SpaetzuenderNRW am 1. Februar 2026, 18:16 Uhr57, 18 Jahre PKV. Aktuell 1100€ zzgl. 1200€ SB.
Wenn ich Chefarzt und 1-Bettzimmer rausnehmen würde, ca. 180€ weniger. STN kommt für mich nicht in Frage. Den “Luxus” PKV leiste ich mir. Notfalls mit OMY.
57, 18 Jahre PKV. Aktuell 1100€ zzgl. 1200€ SB.
Wenn ich Chefarzt und 1-Bettzimmer rausnehmen würde, ca. 180€ weniger. STN kommt für mich nicht in Frage. Den “Luxus” PKV leiste ich mir. Notfalls mit OMY.
Zitat von tiigeri am 2. Februar 2026, 9:24 UhrDanke für eure Infos...
Bei mir sieht es etwas anders aus. DRV ca. €1300, private Rürup ca. €1000
Nur geringer Beitragsentlastungstarif, der im Moment beitragsfrei gelegt ist.
Ich kann wegen meiner 2 Kinder noch die 90% Regel erfüllen mit Rentenantrag im Alter von knapp 67.Dann wird (nach aktuellem Gesetz) nur die DRV-Rente verbeitragt, Rürup und Kapitalerträge nicht. Das wäre schon sehr günstig.
Aber wer weiß was sich noch alles ändert!
Rücklagen sind mehrere 100-Tausend da, kein Eigenheim. Selbständig, aber seit einem Jahr keine Aufträge mehr aufgrund dem Niedergang der deutschen Automobilindustrie und der Zulieferer. Habe einfach Angst, dass meine Kapitaldecke zu dünn ist und ich zu lange lebe, um die Beiträge zu zahlen 😯 😀
Danke für eure Infos...
Bei mir sieht es etwas anders aus. DRV ca. €1300, private Rürup ca. €1000
Nur geringer Beitragsentlastungstarif, der im Moment beitragsfrei gelegt ist.
Ich kann wegen meiner 2 Kinder noch die 90% Regel erfüllen mit Rentenantrag im Alter von knapp 67.
Dann wird (nach aktuellem Gesetz) nur die DRV-Rente verbeitragt, Rürup und Kapitalerträge nicht. Das wäre schon sehr günstig.
Aber wer weiß was sich noch alles ändert!
Rücklagen sind mehrere 100-Tausend da, kein Eigenheim. Selbständig, aber seit einem Jahr keine Aufträge mehr aufgrund dem Niedergang der deutschen Automobilindustrie und der Zulieferer. Habe einfach Angst, dass meine Kapitaldecke zu dünn ist und ich zu lange lebe, um die Beiträge zu zahlen 😯 😀
Zitat von GenerationX am 3. Februar 2026, 12:37 UhrAuch ich habe für 2026 eine saftige Beitragserhöhung kassiert...
Bin seit dem Jahr 2000 bei der LVM versichert (Angestellter):
- Ambulanztarif mit 1. Stufe Selbstbehalt - wurde mehrfach erhöht - nun 300 EUR/Jahr
- S1 (Krankenhaus 1 Bett, Chefarzt)
- Zahn (80% Erstattung auf Kronen, Brücken, Inlays)
- Pflege (gibt nur einen Tarif)
- und Vorsorgetarif (10% Zusatzbeitrag Ambulanztarif - vorgeschrieben seit 200x)
Zur Beitragssteigerung (Gesamtbeitrag inkl. Arbeitgeberanteil):
- Beitrag im Jahr 2000: 225,28 EUR - war zu dem Zeitpunkt 26 Jahre alt
- Beitrag im Jahr 2026: 957,73 EUR - 53 Jahre
Das heißt über die 26 Jahre hinweg eine durchschnittliche Steigerung um über 5,73% pro Jahr.
Leider fließt hier aber nicht ein, dass
- der Selbstbehalt von Anfangs 200 DM nun mittlerweile bei 300 EUR liegt.
- mein Beitrag gerade die letzten 3 Jahre massiv angestiegen ist:
- 2024: 721,68 EUR -> 2025: 802,81 EUR -> 2026: 957,73 EUR
Außerdem habe ich noch 2 Kinder privatversichert, deren Beiträge noch hinzuaddiert werden müssen:
2025: 2x 139,30 EUR -> 2026: 2x 181,09 EUR (Anstieg um 30% innerhalb eines Jahres!)
Fazit: überlegt es euch 10x ob ihr wirklich in die PKV wechseln wollt.
Die LVM gilt ja als seriöse PKV nur ist man auch hier nicht vor massiven Beitragssprüngen (alleine von 2025->2026 bei mir um +19% und bei meinen Kindern um +30%) sicher.
Ich habe wahrlich keinen Billigtarif gewählt und die kommenden Jahre machen mir wirklich Angst wie das weitergehen soll.
Auch ich habe für 2026 eine saftige Beitragserhöhung kassiert...
Bin seit dem Jahr 2000 bei der LVM versichert (Angestellter):
- Ambulanztarif mit 1. Stufe Selbstbehalt - wurde mehrfach erhöht - nun 300 EUR/Jahr
- S1 (Krankenhaus 1 Bett, Chefarzt)
- Zahn (80% Erstattung auf Kronen, Brücken, Inlays)
- Pflege (gibt nur einen Tarif)
- und Vorsorgetarif (10% Zusatzbeitrag Ambulanztarif - vorgeschrieben seit 200x)
Zur Beitragssteigerung (Gesamtbeitrag inkl. Arbeitgeberanteil):
- Beitrag im Jahr 2000: 225,28 EUR - war zu dem Zeitpunkt 26 Jahre alt
- Beitrag im Jahr 2026: 957,73 EUR - 53 Jahre
Das heißt über die 26 Jahre hinweg eine durchschnittliche Steigerung um über 5,73% pro Jahr.
Leider fließt hier aber nicht ein, dass
- der Selbstbehalt von Anfangs 200 DM nun mittlerweile bei 300 EUR liegt.
- mein Beitrag gerade die letzten 3 Jahre massiv angestiegen ist:
- 2024: 721,68 EUR -> 2025: 802,81 EUR -> 2026: 957,73 EUR
Außerdem habe ich noch 2 Kinder privatversichert, deren Beiträge noch hinzuaddiert werden müssen:
2025: 2x 139,30 EUR -> 2026: 2x 181,09 EUR (Anstieg um 30% innerhalb eines Jahres!)
Fazit: überlegt es euch 10x ob ihr wirklich in die PKV wechseln wollt.
Die LVM gilt ja als seriöse PKV nur ist man auch hier nicht vor massiven Beitragssprüngen (alleine von 2025->2026 bei mir um +19% und bei meinen Kindern um +30%) sicher.
Ich habe wahrlich keinen Billigtarif gewählt und die kommenden Jahre machen mir wirklich Angst wie das weitergehen soll.
Zitat von SpaetzuenderNRW am 3. Februar 2026, 14:02 UhrIch rechne sogar mit 10% Steigerung p.a. Wenns weniger wird, auch okay.
Wie MF schon schrieb: GKV ist je nach Konstellation noch teurer. Differenz weglegen und später als eigens angesparte Beitragsreduzierung einsetzen.
Ich rechne sogar mit 10% Steigerung p.a. Wenns weniger wird, auch okay.
Wie MF schon schrieb: GKV ist je nach Konstellation noch teurer. Differenz weglegen und später als eigens angesparte Beitragsreduzierung einsetzen.
Zitat von tiigeri am 3. Februar 2026, 14:24 UhrZitat von GenerationX am 3. Februar 2026, 12:37 UhrIch habe wahrlich keinen Billigtarif gewählt und die kommenden Jahre machen mir wirklich Angst wie das weitergehen soll.
Geht mir ganz genau so. Allerdings habe ich zweimal den Tarif gewechselt, um Kosten zu sparen. Zuerst ist Chefarzt und Einbettzimmer weggefallen, das waren ca. €140. Dann habe ich die SB erhöht von €400 auf €1300, das brachte ca. €230. War ja noch nie krank und habe quasi keine Leistungen beansprucht. Aber zurück in die besseren Tarife komme ich natürlich nicht mehr, und genau die bräuchte ich ja vielleicht im Alter. Deswegen geht man ja in die PKV, um im Alter eben Chef, Einbett usw. zu haben und auch eine möglichst niedrige SB. Tja...da erschliesst sich mir der Sinn einer PKV nicht mehr, wenn das finanziell für sehr viele einfach nicht mehr machbar ist aufgrund der horrenden Beitragssteigerungen...
Als junger Mensch sollte man sich die PKV echt zweimal überlegen, vor allem wenn unklar ist, ob und wieviele Kinder noch dazukommen und ob der Ehepartner eine eigene Versicherung hat oder auch noch bezahlt werden muss!
Zitat von GenerationX am 3. Februar 2026, 12:37 UhrIch habe wahrlich keinen Billigtarif gewählt und die kommenden Jahre machen mir wirklich Angst wie das weitergehen soll.
Geht mir ganz genau so. Allerdings habe ich zweimal den Tarif gewechselt, um Kosten zu sparen. Zuerst ist Chefarzt und Einbettzimmer weggefallen, das waren ca. €140. Dann habe ich die SB erhöht von €400 auf €1300, das brachte ca. €230. War ja noch nie krank und habe quasi keine Leistungen beansprucht. Aber zurück in die besseren Tarife komme ich natürlich nicht mehr, und genau die bräuchte ich ja vielleicht im Alter. Deswegen geht man ja in die PKV, um im Alter eben Chef, Einbett usw. zu haben und auch eine möglichst niedrige SB. Tja...da erschliesst sich mir der Sinn einer PKV nicht mehr, wenn das finanziell für sehr viele einfach nicht mehr machbar ist aufgrund der horrenden Beitragssteigerungen...
Als junger Mensch sollte man sich die PKV echt zweimal überlegen, vor allem wenn unklar ist, ob und wieviele Kinder noch dazukommen und ob der Ehepartner eine eigene Versicherung hat oder auch noch bezahlt werden muss!
Zitat von Rente-in-2027 am 3. Februar 2026, 14:36 UhrZitat von GenerationX am 3. Februar 2026, 12:37 UhrAuch ich habe für 2026 eine saftige Beitragserhöhung kassiert...
Bin seit dem Jahr 2000 bei der LVM versichert (Angestellter):
- Ambulanztarif mit 1. Stufe Selbstbehalt - wurde mehrfach erhöht - nun 300 EUR/Jahr
- S1 (Krankenhaus 1 Bett, Chefarzt)
- Zahn (80% Erstattung auf Kronen, Brücken, Inlays)
- Pflege (gibt nur einen Tarif)
- und Vorsorgetarif (10% Zusatzbeitrag Ambulanztarif - vorgeschrieben seit 200x)
Zur Beitragssteigerung (Gesamtbeitrag inkl. Arbeitgeberanteil):
- Beitrag im Jahr 2000: 225,28 EUR - war zu dem Zeitpunkt 26 Jahre alt
- Beitrag im Jahr 2026: 957,73 EUR - 53 Jahre
Das heißt über die 26 Jahre hinweg eine durchschnittliche Steigerung um über 5,73% pro Jahr.
Leider fließt hier aber nicht ein, dass
- der Selbstbehalt von Anfangs 200 DM nun mittlerweile bei 300 EUR liegt.
- mein Beitrag gerade die letzten 3 Jahre massiv angestiegen ist:
- 2024: 721,68 EUR -> 2025: 802,81 EUR -> 2026: 957,73 EUR
Außerdem habe ich noch 2 Kinder privatversichert, deren Beiträge noch hinzuaddiert werden müssen:
2025: 2x 139,30 EUR -> 2026: 2x 181,09 EUR (Anstieg um 30% innerhalb eines Jahres!)
Fazit: überlegt es euch 10x ob ihr wirklich in die PKV wechseln wollt.
Die LVM gilt ja als seriöse PKV nur ist man auch hier nicht vor massiven Beitragssprüngen (alleine von 2025->2026 bei mir um +19% und bei meinen Kindern um +30%) sicher.
Ich habe wahrlich keinen Billigtarif gewählt und die kommenden Jahre machen mir wirklich Angst wie das weitergehen soll.
Fährst du damit nicht trotzdem besser als in der gesetzlichen? Du wärst jetzt im perfekten Alter, wieder in die gesetzliche zurückzuwechseln, nachdem du jetzt Jahrelang in der PKV günstigere Beiträge gezahlt hast.
Zitat von GenerationX am 3. Februar 2026, 12:37 UhrAuch ich habe für 2026 eine saftige Beitragserhöhung kassiert...
Bin seit dem Jahr 2000 bei der LVM versichert (Angestellter):
- Ambulanztarif mit 1. Stufe Selbstbehalt - wurde mehrfach erhöht - nun 300 EUR/Jahr
- S1 (Krankenhaus 1 Bett, Chefarzt)
- Zahn (80% Erstattung auf Kronen, Brücken, Inlays)
- Pflege (gibt nur einen Tarif)
- und Vorsorgetarif (10% Zusatzbeitrag Ambulanztarif - vorgeschrieben seit 200x)
Zur Beitragssteigerung (Gesamtbeitrag inkl. Arbeitgeberanteil):
- Beitrag im Jahr 2000: 225,28 EUR - war zu dem Zeitpunkt 26 Jahre alt
- Beitrag im Jahr 2026: 957,73 EUR - 53 Jahre
Das heißt über die 26 Jahre hinweg eine durchschnittliche Steigerung um über 5,73% pro Jahr.
Leider fließt hier aber nicht ein, dass
- der Selbstbehalt von Anfangs 200 DM nun mittlerweile bei 300 EUR liegt.
- mein Beitrag gerade die letzten 3 Jahre massiv angestiegen ist:
- 2024: 721,68 EUR -> 2025: 802,81 EUR -> 2026: 957,73 EUR
Außerdem habe ich noch 2 Kinder privatversichert, deren Beiträge noch hinzuaddiert werden müssen:
2025: 2x 139,30 EUR -> 2026: 2x 181,09 EUR (Anstieg um 30% innerhalb eines Jahres!)
Fazit: überlegt es euch 10x ob ihr wirklich in die PKV wechseln wollt.
Die LVM gilt ja als seriöse PKV nur ist man auch hier nicht vor massiven Beitragssprüngen (alleine von 2025->2026 bei mir um +19% und bei meinen Kindern um +30%) sicher.
Ich habe wahrlich keinen Billigtarif gewählt und die kommenden Jahre machen mir wirklich Angst wie das weitergehen soll.
Fährst du damit nicht trotzdem besser als in der gesetzlichen? Du wärst jetzt im perfekten Alter, wieder in die gesetzliche zurückzuwechseln, nachdem du jetzt Jahrelang in der PKV günstigere Beiträge gezahlt hast.
Zitat von GenerationX am 3. Februar 2026, 15:33 Uhr@Rente-in-2027
Das ist bei mir ja auch genau das Dilemma. Ich habe mich bewusst für diese PKV (seriös, kein Billigtarif, Bisextarif) entschieden - auch mit Kindern, weil die Versorgung deutlich besser ist. Vielleicht hat die LVM-Versicherung an der Benko/Signa Pleite zu knabbern - waren dort ja mit 300 Mio€ beteiligt...
Mein Problem ist, dass mich die Erhöhungen der letzen 3 Jahre schockiert haben - dabei habe ich keine Tarifwechsel (gibt bei der LVM ja nur einen was ich grundsätzlich gut/seriös finde) betrieben und nicht mal Erhöhungen des SB in Betracht gezogen habe weil mir der freundliche Mitarbeiter der LVM schon vor Jahren im Vertrauen gesagt hat, dass das viele machen und dann aber feststellen müssen, dass künftige Beitragserhöhungen beim Ambulanztarif mit höherem SB noch deutlicher ausfallen als bei meinem aktuellen SB, unter anderem auch, weil bei höherem SB + niedrigeren Beiträgen auch viel weniger in die Rückstellungen fließen (was die meisten nicht auf dem Schirm haben).
Mein Problem ist, dass ich bei einem Wechsel in die GKV zurück nur als freiwilliges Mitglied komme und dann garantiert stets den Höchstbeitrag zahlen werde da ich mit den zu erwartenden Einkünften (Rente, Direktversicherung, Aktiengewinne) über der Beitragsbemessungsgrenze liegen werde.
Also bleibt es für mich bei der PKV. Erst wenn die Kinder in ca. 10-15 Jahren hoffentlich selbst versichert sind gibt es eine Entlastung + die Rente der GRV mit 63 Jahren (oder 65, oder 67 oder 70+ - was auch immer sich unsere Politiker ausdenken).
Wenn ich aber deutlich vor der Rente aufhöre zu arbeiten - ist ja meine Absicht - dann habe ich ca. 6000 EUR/Monat geplante Kapitalentnahme und davon "frisst" die PKV einen immer größeren Teil - steigt ja garantiert deutlich stärker als die zu erwartende Nettorendite meiner ACWI-ETFs - und das ist dann nicht lustig.
Bin also im Hamsterrad "Arbeit" weiter gefangen.
@Rente-in-2027
Das ist bei mir ja auch genau das Dilemma. Ich habe mich bewusst für diese PKV (seriös, kein Billigtarif, Bisextarif) entschieden - auch mit Kindern, weil die Versorgung deutlich besser ist. Vielleicht hat die LVM-Versicherung an der Benko/Signa Pleite zu knabbern - waren dort ja mit 300 Mio€ beteiligt...
Mein Problem ist, dass mich die Erhöhungen der letzen 3 Jahre schockiert haben - dabei habe ich keine Tarifwechsel (gibt bei der LVM ja nur einen was ich grundsätzlich gut/seriös finde) betrieben und nicht mal Erhöhungen des SB in Betracht gezogen habe weil mir der freundliche Mitarbeiter der LVM schon vor Jahren im Vertrauen gesagt hat, dass das viele machen und dann aber feststellen müssen, dass künftige Beitragserhöhungen beim Ambulanztarif mit höherem SB noch deutlicher ausfallen als bei meinem aktuellen SB, unter anderem auch, weil bei höherem SB + niedrigeren Beiträgen auch viel weniger in die Rückstellungen fließen (was die meisten nicht auf dem Schirm haben).
Mein Problem ist, dass ich bei einem Wechsel in die GKV zurück nur als freiwilliges Mitglied komme und dann garantiert stets den Höchstbeitrag zahlen werde da ich mit den zu erwartenden Einkünften (Rente, Direktversicherung, Aktiengewinne) über der Beitragsbemessungsgrenze liegen werde.
Also bleibt es für mich bei der PKV. Erst wenn die Kinder in ca. 10-15 Jahren hoffentlich selbst versichert sind gibt es eine Entlastung + die Rente der GRV mit 63 Jahren (oder 65, oder 67 oder 70+ - was auch immer sich unsere Politiker ausdenken).
Wenn ich aber deutlich vor der Rente aufhöre zu arbeiten - ist ja meine Absicht - dann habe ich ca. 6000 EUR/Monat geplante Kapitalentnahme und davon "frisst" die PKV einen immer größeren Teil - steigt ja garantiert deutlich stärker als die zu erwartende Nettorendite meiner ACWI-ETFs - und das ist dann nicht lustig.
Bin also im Hamsterrad "Arbeit" weiter gefangen.
Zitat von GeldanlegER am 8. Februar 2026, 17:14 Uhrhttps://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/spd-gesundheitsabgabe-102.html
Sehr gut - dazu noch Rentenbeiträge auf Miete und Kapital und allen geht es gut....weiter so SPD...
Vorwärts immer - zurück nimmer...
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/spd-gesundheitsabgabe-102.html
Sehr gut - dazu noch Rentenbeiträge auf Miete und Kapital und allen geht es gut....weiter so SPD...
Vorwärts immer - zurück nimmer...
Zitat von TakeTwo am 8. Februar 2026, 18:15 UhrZitat von GeldanlegER am 8. Februar 2026, 17:14 Uhrhttps://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/spd-gesundheitsabgabe-102.html
Sehr gut - dazu noch Rentenbeiträge auf Miete und Kapital und allen geht es gut....weiter so SPD...
Vorwärts immer - zurück nimmer...
Da steht was anderes, Krankenversicherung auf Mieten und Kapitalerträge und Beamte und Selbständige in die Rentenversicherung.
Bei der KV würden alle wie freiwillig ges. Versicherte behandelt. Wenn das kommen sollte, hoffe ich, es gibt Bestandsschutz.
Zitat von GeldanlegER am 8. Februar 2026, 17:14 Uhrhttps://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/spd-gesundheitsabgabe-102.html
Sehr gut - dazu noch Rentenbeiträge auf Miete und Kapital und allen geht es gut....weiter so SPD...
Vorwärts immer - zurück nimmer...
Da steht was anderes, Krankenversicherung auf Mieten und Kapitalerträge und Beamte und Selbständige in die Rentenversicherung.
Bei der KV würden alle wie freiwillig ges. Versicherte behandelt. Wenn das kommen sollte, hoffe ich, es gibt Bestandsschutz.
Zitat von Muslime_Frugi am 8. Februar 2026, 22:27 UhrZitat von TakeTwo am 8. Februar 2026, 18:15 UhrBei der KV würden alle wie freiwillig ges. Versicherte behandelt. Wenn das kommen sollte, hoffe ich, es gibt Bestandsschutz.
Das ist so nicht richtig. Privatversicherte haben einen Vertrag mit ihrem Versicherungsgeber und können zu diesen Plänen rechtlich nicht herangezogen werden.
Noch ein Grund mehr in der PKV zu bleiben.Die Beamten sind auch einmal mehr raus und haben noch ihre Beihilfe.
Die Genossen sind völlig von der Rolle. Noch traumatisiert von den Schröderschen Harz4 Reformen geben sie den Verteidiger des Sozialstaates und sind unfähig notwendige Veränderungen mit zu gestalten. Türmer letzt im NZZ Posdcast gehört. Da wird es einem richtig übel.
Zitat von TakeTwo am 8. Februar 2026, 18:15 UhrBei der KV würden alle wie freiwillig ges. Versicherte behandelt. Wenn das kommen sollte, hoffe ich, es gibt Bestandsschutz.
Das ist so nicht richtig. Privatversicherte haben einen Vertrag mit ihrem Versicherungsgeber und können zu diesen Plänen rechtlich nicht herangezogen werden.
Noch ein Grund mehr in der PKV zu bleiben.
Die Beamten sind auch einmal mehr raus und haben noch ihre Beihilfe.
Die Genossen sind völlig von der Rolle. Noch traumatisiert von den Schröderschen Harz4 Reformen geben sie den Verteidiger des Sozialstaates und sind unfähig notwendige Veränderungen mit zu gestalten. Türmer letzt im NZZ Posdcast gehört. Da wird es einem richtig übel.