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Pflanzen anbauen auf dem Balkon / Fensterbank

Macht Ihr sowas? Welche Kräuter / Pflanzen machen wirtschaftlich Sinn?

Meine Erfahrungen:

  • Tomaten: nicht gut. Tomaten sind Langläufer und brauchen mehrere Monate. Fährt man im Sommer weg, sind die Pflanzen in der Regel tot. Man kann während des Urlaubs ein paar Pflanzen in der Badewanne am Leben halten. Trotzdem macht das Ganze wirtschaftlich wenig Sinn.
  • Sprossen / Microgreens: top! Die Samen kosten einen Bruchteil des Endpreises, die Sprossen sind in 5 Tagen fertig.
  • Salat: sehr gut. Ich arbeite noch daran, wie man es am besten düngt. Trotzdem ist Salat in 4-6 Wochen durch und kann gegessen werden. Schmeckt besser als von Edeka 🙂
  • Schnittlauch: gut. Es ist eine "Dauerpflanze", es wächst nach, wenn man genug in der Erde lässt. Kann nach 4-6 Wochen geerntet werden.
  • Erdbeeren: na ja. Es sind Langläufer und bringen wenig Ernte. Machen wirtschaftlich wenig Sinn.

Basilikum und Rosmarin wuchern, sobald sie einmal richtig angezogen sind, richtig gut. Bei einem Platz an der Sonne braucht es da nur viel Wasser und es gibt einen nicht enden wollenden Nachschub.

Zitat von mazuru am 19. Oktober 2020, 1:24 Uhr

Macht Ihr sowas? Welche Kräuter / Pflanzen machen wirtschaftlich Sinn?

Meine Erfahrungen:

  • Tomaten: nicht gut. Tomaten sind Langläufer und brauchen mehrere Monate. Fährt man im Sommer weg, sind die Pflanzen in der Regel tot. Man kann während des Urlaubs ein paar Pflanzen in der Badewanne am Leben halten. Trotzdem macht das Ganze wirtschaftlich wenig Sinn.
  • Sprossen / Microgreens: top! Die Samen kosten einen Bruchteil des Endpreises, die Sprossen sind in 5 Tagen fertig.
  • Salat: sehr gut. Ich arbeite noch daran, wie man es am besten düngt. Trotzdem ist Salat in 4-6 Wochen durch und kann gegessen werden. Schmeckt besser als von Edeka 🙂
  • Schnittlauch: gut. Es ist eine "Dauerpflanze", es wächst nach, wenn man genug in der Erde lässt. Kann nach 4-6 Wochen geerntet werden.
  • Erdbeeren: na ja. Es sind Langläufer und bringen wenig Ernte. Machen wirtschaftlich wenig Sinn.

Hab mit Tomaten gute Erfahrungen gemacht, man muss sie nur früh genug anpflanzen, besser noch Setzlinge kaufen.

Basilikum hält sich gut auf dem Fensterbrett.

Wenn man einen grösseren Balkon hat kann dort mit einem Hochbeet eine ganze Menge angepflanzt werden. Salat, Radieschen, Tomaten, Gurken usw.

Ob sich das finanziell lohnt sei mal dahingestellt, habe es einfach aus Interesse an der Thematik gemacht.

Grüsse vom Sparschwein.

Ich baue schon seit längerer Zeit Basilikum, Rosmarin und Schnittlauch an.

An Gemüse oft Tomaten, Gurken, Möhren, Zucchini und Kürbisse.

Dazu habe ich einen Apfel- und einen Kirschbaum im Garten stehen (die musste ich aber nicht kaufen).

Im Prinzip rate ich zu heimischen Früchten und Gemüsesorten - die halten sich besser und schmecken auch gut!

Lucia

Ich habe einen garten und dort eine Weile was angebaut.

Man muss Spass dran haben und am besten eine Familie damit es sich auch lohnt. Inzwischen ist der Garten naturnah gestaltet und vor allem ein Paradies für (Wild-)Tiere. Damit bin ich wesentlich glücklicher, da mich der Garten nichts mehr kostet, ich muss ihn nicht wässern und habe kaum Arbeit.

Wer was anbauen möchte, hier meine Erfahrungen:

  • Kartoffel: super! keine Pflege, sehr ergiebig, lange lagerbar, wachsen jedes Jahr von alleine nach wenn man ein paar Kartoffeln im Boden belässt.
  • Bohnen: gut! Stangenbohnen haben schon meine Großeltern gesetzt und in Gläser eingemacht. Kaum Pflege, gute Erträge auf kleinem Raum. Buschbohnen sind auch ein guter Tipp
  • Tomaten: geht so. Muss man spät pflanzen und brauchen volle Sonne und auch Pflege. Sorten sind sehr unterschiedlich.
  • Salate: geht so. Kopfsalat und co gehen ganz gut, aber Magnete für Schnecken! Der Sättigungswert ist auch eher niedrig.
  • Zwiebeln: ansich gut, aber Zwiebeln sind recht günstig. Da lohnt der Anbau kaum
  • Zucchini: ansich gut, wächst wie Unkraut, aber ich mag keine Zucchini ^^
  • Möhren: ok, keine Pflege, aber brauchen lange

Für fast alles gilt aber, dass man sich nicht das ganze Jahr über versorgen kann. Es sei denn man macht viel ein, friert es ein usw.

Ich empfehle einen Apfelbaum mit lagerbaren Winteräpfeln. Macht kaum Arbeit, ist sehr gesund, man hat Jahrzehnte lang was davon! Vielleicht noch eine Beerenhecke. Himbeeren und co sind ebenfalls gesund und Pflegeleicht (vorsicht können wuchern!). Wer dann noch etwas Arbeit haben will, sucht sich was ergiebiges wie Kartoffeln. Oder Kräuter, die man auch gut im Kübel ziehen kann.

Ich bewirtschafte mit der Freundin einen Schrebergarten, der Gemüsekram ist so mein Steckenpferd.

Was ich Januar/Februar ernte sind Winterkopfsalate, Feldsalat, Winterrettiche  und Pastinaken.

Die Pastinaken rechnen sich nicht, bei den Salaten und den Rettichen spielt das Geld keine Rolle, sondern der geschmack. Ich bekomme solche Rettiche einfach nicht im Supermarkt und Kopfsalate wollen nun mal abends gerentet werden (Nitrate im Winter!) und sofrisch wie möglich gegessen werden. das geht nun mal im Supermarkt prinzipiell nicht.

Ab März/April kommen die Winterportulak (hab ich noch nie zum kaufen gesehen), außerddem werden die Kopfsalate ergiebiger, dazu kommen Radieschen, die ich je nach Wetter so Januar/Februar ins Frühbeet säe.

Mai-August dann Erdbeeren, diverses Beerenobst, Tomaten, Melonen, Zucchini, Paprika, Gurken, Erbsen. Ziehe ich alles selber heran je nach Sorte ab Februar-April unter LED Licht in der Wohnung und ab April im (nur dann) frostfrei geheizten Frühbeet. So habe ich Mitte Mai sehr große Pflanzen.

Vermutlich könnte ich ein gutes Geschäft machen, hier einfach Pflanzen zu verkaufen, wenn ich mir anschaue, wie meine Pflanzen aussehen und die, die man für 1 Euro auf dem Markt zu kaufen bekommt. Mache ich aber nicht.

was sich definitiv von Aufwand und Platzbedarf zur Erntemenge NICHT rechnet sind die Melonen.

Im Herbst ernte ich dann Möhren, Pastikanken, Kohlrabi, Süßkartoffeln.

Bohnen baue ich nicht an, die muss man in der Erntephase quasi alle zwei Tage ernten und das Zeug dann auch noch verarbeiten, bin ich viel zu faul dafür. Für Kartoffeln fehlt mir der Platz und sie übertragen Braunfäule an die Tomaten, geschmacklich erkenne ich da keinen Nutzen gegenüber Supermaktware.

Die meisten Kohlsorten rechnen sich für mich auch nicht, außerdem habe ich das Fruchtfolgeproblem. Nur bei frisch und roh gegessenem Kohlrabie seh ich für mich einen Geschmacksvorteil.

Salate im Sommer funktionieren bei mir nicht mehr, die Sommer sind hier zu heiß geworden, außerdem fressen mir die Schnecken alles weg.

Erbsen esse ich roh als Snack

Bei Paprika funktionieren für mich im Freien nur kleine Sorten sinnvoll (z.B. Flynn) , die großen brauchen bis zum späten Herbst um endlich rot und süß zu werden und dann hat man im Freien zwei Paprika pro Pflanze und wenns böd läuft noch angefressen oder angefault. Das ist eher was für ein Gewächshaus was ich nicht habe.

Tomaten baue ich nur diverse F1 Hybride die gegen Braunfäule resistenter sind. Muss man halt durchtesten, was einem schmeckt.

 

Erbeeren sind natürlich immer super. Ich hab mir irgendwann mal professionelle Sorten aus dem Internet bestellt statt der 08/15 Standardware, die jeder hat. Ich finde, das war es absolut wert. Ich kaufe keine Erdbeeren aus dem Supermarkt und nur selten Tomaten. Wenn man mal das gute Zeug hat will man das habreif geerneteund auf "nicht faulen" optimierte Zeug einfach nicht mehr wirklich.

Für den 220m² Garten hier in der Innenstadt zahlen wir so 200 Euro im Jahr mit allem, dazu kommen aber noch eigene Anschaffungen. Ich hab z.B. für 200 Euro(?) ein Tröpfchenbewässerungssystem verlegt, weil ich einfach faul bin und keinen Bock hab, an den heißen trockenen Sommern alle 3 Tage mit der Hand 2 Stunden lang den Garten zu gießen. So erledigt das eine Zeitschaltuhr heute vollautomatisch.

Das Frühbeet war mit fast 1000 Euro auch sehr teuer und wird sich vermutlich in 20 Jahren nicht  rechnen, aber ich wollte es halt haben.

Der Hauptgrund für den Garten ist aber einfach nur Spaß damit zu haben und eben auch mitten in der Stadt für wenig Geld sein Stück eigenes Grün zu haben.

Auf dem Balkon funktionieren für mich Tomaten, Erdbeeren, Kräuter und Radieschen (nicht im Sommer) sinnvoll. Gerade die Erbeeren funktionieren am Balkon super, weil man da weniger mit Ameisen und Schnecken zu kämpfen hat und bei Strakregen die Erdbeeren nicht alle verdrecken.

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Zitat von Cepha am 3. Januar 2021, 15:16 Uhr

Die Pastinaken rechnen sich nicht,

Warum? Gibts doch nur in recht teuer und recht mieser Qualität zu kaufen?

Resistente Tomaten ohne F1 gibt es viele. Ich habe nur solche. Davon kann ich wenigstens Samen nehmen und brauche nicht jedes Jahr neue kaufen.

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Liebe Grüße, Flitzekittel --------------------------------------------- https://miteigenenhaenden.wordpress.com/ - Downshifting, Minimalismus, Selbstversorgung, Konsumreduzierung, DIY -

Sorry, Bildunterschrift fehlt. Das ist einen vor ein paar Tagen geerntete Pastinake.

Liebe Grüße, Flitzekittel --------------------------------------------- https://miteigenenhaenden.wordpress.com/ - Downshifting, Minimalismus, Selbstversorgung, Konsumreduzierung, DIY -

Sehr schön, cepha, das gefällt mir!

Zitat von Flitzekittel am 3. Januar 2021, 18:14 Uhr
Zitat von Cepha am 3. Januar 2021, 15:16 Uhr

Die Pastinaken rechnen sich nicht,

Warum? Gibts doch nur in recht teuer und recht mieser Qualität zu kaufen?

Resistente Tomaten ohne F1 gibt es viele. Ich habe nur solche. Davon kann ich wenigstens Samen nehmen und brauche nicht jedes Jahr neue kaufen.

Die Pastinaken stehen halt die ganze Vegetationsperiode auf dem Beet. Ich bau die trotzdem an, die passen auch gut in die Fruchtfolge. Das Hauptproblem bei mir ist, dass sie die ersten 1-2 Monate die Schnecken überleben und im Winter muss man sie vor den Wühlmäusen schützen. Ich hab halt nur ca. 18m² sonnige Anbaufläche für Gemüse und von 1m² Pastinaken bekomm ich geschätzt 5-10kg(?) raus. (ist geraten, ich wiege das Zeug nicht) Wobei das für uns auch ausreicht. Was kosten die im Supermarkt? 10 Euro? Als Bioware 20 Euro? Ich weiß es ehrlich gesagt garnicht so genau.

Auf 1m² bekomm ich auch 2-3 Tomatenpflanzen, von denen ich geschätzt 20kg Tomaten ernten kann und da können im Frühjahr auf derselben Fläche noch ein paar Kopfsalate, Rettiche und Kohlrabi geerntet werden und im Sommer/Herbst passt als Unterwuchs noch 1/2 Süßkartofoffel (1 Pflanze = 2m² als Unterwuchs) drunter.

Welche resistenten Tomatensorten baust Du denn an? Ich hab mal Harzfeuer & Co probiert, fand die aber nicht überzeugend.

Die Kosten für die F1 Samen sind nicht so tragisch mit ca. 1 Euro pro Stück. Ich bau typischerweise 4 Sorten an und davon je zwei Pflanzen. Es würde ausreichen 4x 1 Samen zu säen und die zweite (dritte, vierte..) Pflanze aus einem Geiztrieb als Kopfsteckling zu ziehen, das kallpt prima. Ich sä aus Faulheit aber meist 4x 2 Samen. In einer Tüte sind meist 6 Samen, die reicht als 3 Jahre. (die Keimrate ist quasi 100%)

In Relation zum Ertrag der Tomaten über das Jahr sind daher die Samenkosten nicht so relevant für mich. Wichtig ist mir bei der begrenzten Fläche, dass die Tomaten gut und hoch wachsen, gut schmecken und eben bis zum ersten Frost in Oktober/November hinein überleben. Die meisten Tomaten in unserer Kleingartenanlage sterben aber schon im August ab, je nach Wetter. Sind halt die alten Sorten, die man schon immer angebaut hat. Die wenigsten probieren mal was neues aus 😉

Ab Oktober/November fehlt die Sonne und die Tomaten schmecken eh nicht mehr.

Ich hatte mal versucht, die Tomatenernte auch noch vorzuziehen, also so ab Ende Mai herum, aber dazu bräuchte ich ein beheiztes Gewächshaus. Mein Frühbeet ist dazu nicht groß genug, selbst wenn ich die Töpfe eingrabe. Wenn es dann im Mai noch Frost, die Pflanzen aber schon 1m hoch sind, hab ich ein Problem.

Was mit vorziehen im Frühbeet in großen Töpfen aber gut klappt sind Erdbeeren. Hier hatte ich schon erste Ernten bei frühen Sorten ab ende April und die schmecken dann auch schon gut.

MfG

 

PS: Eine mMn tolle Seite zum Gemüseanbau in der Stadt ist die hier: https://www.erntefibel.de/