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Oliver - besten Dank Blogbeitrag "Was wünscht sich eine Frugalist zum Geburtstag"

Hey Oliver,

besten Dank für den Beitrag hier: https://frugalisten.de/was-wuenscht-sich-ein-frugalist-zum-geburtstag/

Ich musste aus mehreren Gründen herzlich lachen, zum einen weil mir der Beitrag erst soeben angezeigt worden ist und ich Ihn vorher noch garnicht entdeckt habe; zum anderen weil ich auch wieder mal kurz vor meinem Geburtstag stehe und immer genauso planlos auf die Frage "Was wünscht Du dir denn zum Geburtstag?" wie Du reagiere.

Mir geht es absolut genauso - benötige ich etwas (und zwar weil ich es wirklich benötige und nicht weil die Werbung mir das einredet) dann kaufe ich es i.d.R. selbst; geht etwas kaputt was ich ebenfalls oft / immer brauche wird es repariert oder umgehend ersetzt - somit habe ich ebenefalls alles was ich will und gut ist.

Mittlerweile mache ich selbst es so, dass ich zum Geburtstag keine Geschenke mehr möchte - egal von wem; im Endeffekt ist es doch auch nur ein "Geld hin und her geschiebe". Bei einem ehemaligen Bekanntenkreis war es irgendwann so weit, dass sich die Leute noch mit Ihren Geschenken toppen mussten frei dem Motto "Wenn der einen 50 € A....on Gutschein schenkt, dann muss ich 60 € schenken" --- ne da verzichte ich doch lieber drauf.

 

 

weiß nicht, ist vielleicht eher - oder zumindest auch - ein Problem des Erwachsenseins, und nicht nur durch einen einfachen Lebensstil begründet. Man hat als Erwachsener halt einfach mehr Geld, als als Kind, und kann sich davon sofort kaufen, was man will. Und auch, wenn man von den Eltern vielleicht noch etwas mehr bekommt, als man zurückgibt: Die Beträge fallen nicht mehr so ins Gewicht, wie sie als Kind gefallen sind.

Es geht mir genauso, dass ich, wenn mich einer fragen würde, nicht wüsste, was ich mir wünsche. Bin ganz froh, dass mich keiner fragt, außer vielleicht  meine Geschwister, und da sage ich: "Schnaps, oder irgendwas, was ich essen, trinken oder sonst irgendwie verbrauchen kann". Meine Frau schenkt mir, dass ich ihr kein Geschenk kaufen muss, das gleiche schenke ich ihr. Wenn einem was einfällt, darf das natürlich geschenkt werden, gelegentlich fällt mir auch was ein, und so ein bisschen Freude macht das schon auch. Aber ohne, dass daraus ein Zwang zu Gegengeschenken erwüchse.

Aber nur, weil ich meistens nicht weiß, was man mir zum Geburtstag schenken soll, heißt das noch lange nicht, dass ich deswegen überhaupt keine Wünsche hätte. Müsste nicht lange überlegen, um eine Wunschliste für 10.000€ zusammen zu haben. Dinge wie: Ein echtes Klavier (3ooo aufwärts, Digitalpiano ist nett, aber es ist halt doch nur ein Simulator), eine bescheidene Siebträger-Espressomaschine mit bisschen Zubehör (~700, der günstige, keine drei Jahre alte Vollautomat ist kaputt, habe daran schon erfolgreich repariert - auch der aktuelle Defekt wäre wohl machbar, wäre erstmal auch nicht teuer, aber die Zahl an Tassen Kaffee, für die so eine Konsumenten-Maschine ausgerichtet ist, ist wohl lange erreicht (hatte da eine Zeitlang einen etwas exzessiven Konsum...), also man weiß nicht, was als nächstes kaputt geht, habe das Gefühl, dass Geräte dieser Bauart über die nächsten 20 Jahre eher teurer wären, als eine solide einfachere Maschine - bei der dann auch echter Espresso rauskommt...), an Werkzeug fällt mir auch einiges ein - erweitert die eigenen Möglichkeiten mitunter schon, wenn man langfristig vielleicht auch kein Geld damit spart, so kann man doch immerhin Sachen basteln, die man nicht kaufen kann (aber trotzdem gerne hätte). Wenn mir noch ein paar Jahrzehnte vergönnt sind, werden sich vermutlich auch Gelegenheiten finden, bessere Lösungen selbst zu machen, als man sie für mehr Geld kaufen könnte.

Werde von den diversen Wünschen wahrscheinlich nicht alles zum Geburtstag oder zu Weihnachten anschaffen, aber Teile davon sicher. Glaube, für die Kinder ist es schon nett, wenn alle was zu Weihnachten bekommen, und auch der Geburtstag ist im Leben von kleinen Kindern schon ziemlich wichtig, für mein Dafürhalten deutlich zu wichtig, bin da sicher auch ein bisschen Spielverderber, aber man will es ja auch nicht übertreiben, also mache ich selbst auch ein bisschen Geburtstag, mit Geschenken für mich selbst, die ich sonst halt sechs Wochen früher einfach so gekauft hätte.

 

 

Oh, ich habe durchaus Wünsche. Vielleicht, weil ich vieles eben nicht „einfach so“ kaufe, es aber trotzdem nett fände. Kleine Luxussachen...ein bestimmtes Paar Schuhe, z.B., die nicht nötig sind, weil ich genug Schuhe besitze, die mir aber exorbitant gefallen. Oder ein Buch, das mich interessiert, das ich aber nicht einfach so kaufe...weil ich jede Ausgabe erst mal hinterfrage „ist das nötig“? Und das meiste ist eben nicht nötig, manches wäre aber trotzdem nice.

Geht es Euch nicht so? Bin ich zu geizig?

Hi,

ich habe mir letztes Jahr gewünscht "Einen Tag mit dir und deinem Hobby."

Da habe ich z.B. gelernt eine Schlafanzughose mit der Nähmaschine zu nähen.

Sprich ich verbringe Zeit mit Freunden und evtl. entdecke ich einfach etwas neues für mich.

 

# Matsinho Tolle Idee. In ein paar Tagen habe ich meinen runden Geburtstag und noch immer keine Idee, was ich mir wünschen könnte. Für meinen Freundeskreis stelle ich nun ein Sparschwein auf. Den Betrag der sich darin ansammelt werde ich aufstocken. Dann geht er ans Kinderhaus Frieda. Das Projekt unterstütze ich gerne.  Die Idee mit Freunden und deren Hobbys finde ich prima. Ich würde gerne alles über Wollverarbeitung ( von der Schur bis zum spinnen und färben ) lernen. Leider gibt's da keinen, den ich kenne und der das kann und auch keinen VHS Kurs in meiner Nähe. Nähen und stricken kann ich und mache es sehr gerne.

„Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.“ (Winston Churchill)

Ich schenke sehr gerne und halte es auch nicht für Geld-hin-und-her-Schieberei, denn wenn es mir möglich ist, mache ich das Geschenk selbst oder lade zu mir zum gemütlichen Abendessen ein. Zur Not kann man immer noch eine Karamellbutter (gesalzen, natürlich) in einem schönen Glas verschenken, wenn einem gar nix Individuelles einfällt. Handarbeiten bin ich leider ne Null.

Aber ich gestehe schon, dass es Personen im weiteren Bekannten-/Kollegenkreis gibt, bei denen ich nicht genau weiß, was es werden soll. Da versuche ich rechtzeitig vorher ein grundsätzliches Bücher-Genre auszuloten. Eine individuell getextete Karte dazu, dann passt das schon.

Ein Geschenk der letzten Jahre, über das ich mich sehr gefreut hatte, war von meinem Bruder zu meinem 50.: Ein eigener Stockmeißel, in den mein Name eingraviert ist. So schön!

Zitat von Matsinho am 2. Oktober 2019, 11:42 Uhr

Da habe ich z.B. gelernt eine Schlafanzughose mit der Nähmaschine zu nähen.

Hahahahaha! Echt super! Ja, so erlebt man einen außergewöhnlichen Tag.

Ich denke, die Idee werde ich klauen.

Zitat von Badner am 13. September 2018, 13:11 Uhr

Hey Oliver,

besten Dank für den Beitrag hier: https://frugalisten.de/was-wuenscht-sich-ein-frugalist-zum-geburtstag/

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Mittlerweile mache ich selbst es so, dass ich zum Geburtstag keine Geschenke mehr möchte - egal von wem; im Endeffekt ist es doch auch nur ein "Geld hin und her geschiebe". Bei einem ehemaligen Bekanntenkreis war es irgendwann so weit, dass sich die Leute noch mit Ihren Geschenken toppen mussten frei dem Motto "Wenn der einen 50 € A....on Gutschein schenkt, dann muss ich 60 € schenken" --- ne da verzichte ich doch lieber drauf.

Den Beitrag von Oli finde ich persönlich richtig furchtbar, weil da nur mit Stereotypen um sich geworfen wird, aber vermutlich gibt's genug Leute, die tatsächlich so handeln, wie von Oli unterstellt.

Was Geschenke angeht habe ich bei meiner letzten Geb.-Party klipp und klar formuliert, dass ich nichts geschenkt haben will, was nicht am gleichen Abend verbraucht werden kann und wer damit nicht klar käme, solle einfach einen Betrag seiner Wahl an eine Organisation seiner Wahl spenden.

Das hat super funktioniert und ich beobachte auch, dass ähnliche Konzepte bei anderen ganz gut funktionieren, insofern kann ich das "Problem" nicht so wirklich nachvollziehen.

Was auch geht: gar nicht zum Geburtstag einladen, sondern einfach nur so - ohne Anlass. Wirkt Wunder.