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Notwendigkeit Rechtsschutzversicherung nach Berufsausstieg

Ich überlege, ob ich meine Rechtsschutzversicherung zum 1.1.2025 kündige (Privat, Berufs- und Verkehrsrechtschutz Familie), welche ich seit vielen Jahren habe und mir bisher gute Dienste geleistet hat. Ich hatte diese insbesondere wegen dem Berufsrechtsschutz abgeschlossen, da habe ich sie auch gut gebrauchen können. Ist ohne SB und ich zahle 21,41 Euro im Monat, also 256 im Jahr, alter Mitarbeitertarif DEVK. Zu dem Kurs gibt es die Deckung nicht mehr, jedenfalls nicht ohne SB. Die ist mir aber wichtig, da ich viele kleine Streitigkeiten darüber abgewickelt habe, weil der Gegenpart oft der Meinung ist bzw. hofft, dass man bei kleinen Beträgen keinen Anwalt einschaltet wegen dem Kosten-Nutzen-Verhältnis, z.B. bei nicht erstatteten Ersatzübernachtungen bei Hotelbuchung.

Für den Job brauche ich die Absicherung nicht mehr, im Verkehr bin ich gesittet und auch sonst eher diplomatisch unterwegs, daher überlege ich mir die 22 Euro im Monat zu sparen. Würde mich mal interessieren wie ihr das handhabt?

P.S. Meine BU hatte ich bereits vorletztes Jahr gekündigt.

Die wichtigste Rechtsschutzversicherung ist doch eigentlich in einer Haftpflichtversicherung inkludiert:

Die Abwehr irgendwelcher (ggfs. unbegründeter) Forderungen!

So habe ich das noch gar nicht gesehen, guter Punkt. Existenzielle Probleme muss man jedenfalls mit der Rechtsschutz nicht absichern.

Ich würde die halten: sehr günstige Konditionen. Höherer Anteil an “privaten Aktivitäten” = höheres “Risiko”.

“Ungesittete” Verkehrsteilnehmer. Da hilft mitunter auch keine Haftpflicht. Mir selber sind zwei Fälle bekannt. Bei einem ging es um mutmaßliche Fahrerflucht. Ohne RA, wäre das anders ausgegangen.

Je nach Konstellation hat man ein oder zwei Jahresbeiträge schnell kompensiert.

 

 

Wow, das ist günstig! Ich zahle fast das Doppelte, habe aber auch eine "Bäumchenversicherung" mit drin da ich von Spießern umgeben bin die es nicht mögen wenn ich an meinen Autos schraube und glauben dass ich das Viertel mit Öl verseuche. Zwei Mal in 8 Jahren habe ich sie gebraucht.🤷🏻‍♂️ Dafür hätte ich beide Fälle auch etwa kostengleich selbst bezahlen können hätte ich verloren. Letztlich finde ich "haben" aber besser als "brauchen". Ich werde sie also behalten.

Wie das bei Dir ist weiß ich nicht, ich aber kann sie zumindest zu 2/3 auch steuerlich absetzen.

Ja die ist sehr günstig, ich war mir zuerst ziemlich sicher, dass ich sie kündige aber dann hatte ich spasseshalber mal geschaut was die Versicherung jetzt kostet und war erstaunt, dass es gut das doppelte wäre ohne SB. Daher überlege ich nun. Neben Rechtsstreitigkeiten haben sie auch zweimal Beratung bezahlt, also ich habe die schon oft genutzt. Den (geschätzten) Anteil Berufsrechtsschutz setze ich auch von der Steuer ab.

Ich hatte noch nie eine Rechtsschutzversicherung. Trotz Ausstieg bin ich aber Gewerkschaftsmitglied geblieben. Die dort includierte RV für Sozialrecht hat mich bei meinem Rechtsstreit gegen die Arge super unterstützt.

Durch die Gewerkschaft hast Du ja quasi eine Berufsrechtsschutzversicherung und zahlst über den Gewerkschaftsbeitrag. Mein Bruder ist im VdK und hat von denen ebenfalls viel Unterstützung bei seinem Rentenantrag erhalten.

Ich habe mal geschaut, ein vergleichbarer Versicherungsschutz würde z.B. bei der ARAG 46,20 Euro im Monat kosten, also mehr als das doppelte. Bei der Gelegenheit auch meine Wohngebäudeversicherung der DEVK verglichen mit einem Tarif bei der HUK, meine scheint mit 20,02 Euro ebenfalls ziemlich günstig zu sein. Dort etwa 342 Euro p.a.

Meine Versicherungen habe ich gleichmäßig auf die HUK (11 Verträge, davon 8 Fahrzeuge) und die DEVK (7 Verträge davon 4 Motorräder) sowie die Zurich (2 x Oldtimer) aufgeteilt. Im Schadenfall ist es meist besser, wenn man mehrere Verträge hat, die schauen sich den Kundenstatus an und sind dann etwas kulanter. Das schöne bei der DEVK ist, dass die eine Kooperation mit Detlev Louis haben und ich regelmäßig Gutscheine über 25 Euro bekomme. Da ich dort ohnehin immer einkaufe und die Versicherungen nur zwischen 30 und 50 Euro im Jahr kosten lohnt sich das. Ganz interessant ist, dass Waren Buffett Detlev Louis nach dem Tod des Gründers gekauft hat und das Geschäftsmodell genau so weiterlaufen lässt.

Fazit für mich lautet jedenfalls das ich die Versicherung erstmal behalte.