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Notgroschen, Risikoarmer Teil , Sicherheitsbaustein etc?

Hi!

So wie es aussieht, bin ich jedenfalls im richtigen Subforum. Vielleicht bin ich auch der x-te Frager.

Da gibt es viele Namen für den Teil des Vermögens, den man nicht in Aktien/Krypto etc stecken soll, nur wieviel soll man nicht?

Finanztest schlägt für die offensive Variante 25% verzinsliche Anlagen vor. Nehmen wir mal an, das wäre Tagesgeld.

Wenn ich in Summe 500K € habe, soll ich 125K "so rumliegen" haben? Das würde ich eher defensiv nennen und ich halte mich nicht für einen Zocker.

Klar kann ich mit dem defensiven Teil die Schwankungen abfedern, aber wenn ich noch beim Vermögensaufbau bin, sehe ich da nicht so die Notwendigkeit. Krisen soll man doch aussitzen können.

Ich habe also für meine Sparrate erst mal alle meine Kosten gesammelt: monatlich, jährlich, 2/5/10-Jahre.

Damit decke ich auch Ausgaben wie zB ein neues Handy oder Computer ab, so was wird alle paar Jahre neu fällig. Das lege ich auf einen Monat um und ziehe es vom Einkommen ab. Der Rest wird angelegt.

Macht ihr das auch so?

Am Ende ist das immer Deine eigene Entscheidung. Ich schaffe es auch (noch) nicht, meine flexiblen Cash-Anteile passend zu erhöhen, sondern handle eher nach der Maxime "Jeder gute Pokerspieler hat ein mieses bankroll-management!". 😉

Es ist auch nicht verboten, die prozentuale Verteilung an die jeweilige Phase anzupassen. Wenn Dir 125T€ in RK1 in absoluten Zahlen zu viel sind, dann reduziere es eben auf 20% oder 15%, allerdings musst Du beachten, dass man ...

Zitat von egon am 17. März 2026, 21:18 Uhr

Klar kann ich mit dem defensiven Teil die Schwankungen abfedern, aber wenn ich noch beim Vermögensaufbau bin, sehe ich da nicht so die Notwendigkeit. Krisen soll man doch aussitzen können.

... Krisen mit entsprechend hohem RK1-Anteil deutlich entspannter aussitzt und aktiv re-balancen kann als mit einem knapp bemessenen RK1-Anteil. Denn: wenn man bei fallenden Kursen nachkauft, reduziert sich die Summe ja logischerweise. Ist der RK1-Anteil zu klein, kann man bei fallenden Kursen nicht so leicht nachkaufen/rebalancen.

 

Ich wollte sagen, dass man es doch eigentlich ausrechnen kann.

Jedenfalls kann ich mit meinem Onlinebanking die Buchungen bis 2012 zurück nachgucken.

Ich kaufe ja nach, ich habe einen Sparplan. Um aber eine gute Sparrate ausrechnen zu können, muss ich meine aktuellen Kosten und meine zukünftigen Kosten kennen.

Naja, dass man 25% von Summe x berechnen kann, sollte eigentlich jeder drauf haben, der sich mit einem Sparplan beschäftigt. Deine Frage ging ja eher in die Richtung, ob das absolute Ergebnis nicht eine zu hohe Summe ist.

Hat man 100T€ gesamt, sind 25T€ in Cash keine wahnsinnig große Summe. Bei 125T€/500T€ stellt sich die Frage, ob man soviel Kapital in Cash tatsächlich benötigt. Das muss aber jeder für sich entscheiden, generelle Empfehlungen helfen da nur grob auf's Fahrrad bzw. kann ja jeder selbst entscheiden, dass ihm stringent 25% zu viel sind.

@egon da helfen aus meiner Sicht keine Empfehlungen, das musst du ganz mit dir selbst ausmachen:

- sollen Abschwünge an der Börse abgepuffert und zum Rebalancing genutzt werden?

-  Welche Ausgaben sollen ohne Kreditzinsen abgesichert sein wie z.b. Auto, Heizung, Arztkosten bei PKV o.ä.?

- wie viele Jahre möchte ich ggf. ohne Arbeitseinkommen oder Kapitalerträge überbrücken können?

Ich halte seit Jahren nur noch einen festen Betrag an liquiden Mittel, der prozentuale Anteil am Vermögen ist mir egal.

Genau, da gibt es tausende Varianten, fester Betrag (zB für ein halbes Jahr oder für die Jahre bis zur Rente), prozentual (eher knapp 5% oder viel 20%) etc. pp.

Ich fahre das ganze mit einem eher niedrigen Cash Teil und Festgeldern, die dann immer mal wieder frei werden. Das führt aber dazu, dass ich teilweise echt knapp bin, was Cash angeht.

@phototropic

Man kann nicht empfehlen, es auszurechnen?

Jedenfalls habe ich das versucht. Dafür habe ich eine Excel-Tabelle, man könnte es auch Haushaltsbuch nennen. Dort habe ich jährliche Kalkulation zurück bis 2021.

Um Weihnachten rum lege ich dann die nächste Kalkulation fürs Folgejahr fest. Das sind oft nur Preisänderung, zb die KFZ-Versicherung und die Gehaltssteigerung vom Januar.

Du schreibst was von Kreditzinsen. Ich habe im ETF-Buch von Gerd Kommer Antworten gesucht. Er schreibt was von einem Puffer 4x-10x der Monatsausgaben. Davon könnte ich mir aber kein neues Auto kaufen, bliebe nur der Kreditkauf. Ich habe für die Wiederbeschaffung 10 Jahre kalkuliert, somit würde das Geld lange auf dem TGK liegen. Das gefiel mir nicht so, also habe ich ein bisschen in einen Geldmarkt-ETF gesteckt. Vielleicht wird das meine Strategie für Rücklagen 5 Jahre-Plus.

@privatier

Im Moment habe ich eine Cash/Cashähnliche Quote von 3%;. ja ich muss Wahnsinnig gewesen sein. Nach einer Neukalkulation muss es auf 6-10% steigen, wenn ich nichts auf Kredit kaufen will (zB Auto). Da ich Einkommen habe, sehe ich eine große Cashposition nicht als nötig an. Kurz vor dem Ruhestand (das muss nicht die Rente sein), halte ich es für sinnvoll defensiver zu planen.

 

@egon mit % des Gesamtvermögens zu rechnen macht wirklich keinen Sinn. Hättest du 1 Mrd wäre selbst 0,1% wahrscheinlich unnötig viel.

Je nach Anlageform und Gesamtvermögen sowie laufender cash Zuflüsse aus Gehalt, Dividenden, ggf. Mieteinnahmen... das wäre meine Betrachtung.

Zitat von Absprung_2020 am 18. März 2026, 9:31 Uhr

@egon mit % des Gesamtvermögens zu rechnen macht wirklich keinen Sinn. Hättest du 1 Mrd wäre selbst 0,1% wahrscheinlich unnötig viel.

Je nach Anlageform und Gesamtvermögen sowie laufender cash Zuflüsse aus Gehalt, Dividenden, ggf. Mieteinnahmen... das wäre meine Betrachtung.

Ja, der richtige Ratschlag ist also: ausrechnen.

Diese %-Tips machen nur Sinn mit Sicht auf die Vola.

Ganz vergessen: @privatier

Was du da machst, nennt sich Feldgeldtreppe. Ich bin da hin und hergerissen, über die Anlageform der Rücklagen für Anschaffungen 5Jahre-Plus. Vielleicht wird es irgendwann doch ein Anleihe-ETF. Die Laufzeit-ETF könnten was Passendes sein.

@egon ich weiß nicht, wo ich geschrieben habe, man könne es sich nicht unter Einbeziehung der persönlichen Faktoren und Präferenzen ausrechnen.

Das Autothema war auch lange Zeit das schwierigste für mich, aber du hast hier scheinbar eine praktikable Lösung für dich gefunden.

Ich sehe derzeit keinen Vorteil für eine längerfristige Zinsbindung.

Zitat von Phototropic am 18. März 2026, 10:40 Uhr

@egon ich weiß nicht, wo ich geschrieben habe, man könne es sich nicht unter Einbeziehung der persönlichen Faktoren und Präferenzen ausrechnen.

Das Autothema war auch lange Zeit das schwierigste für mich, aber du hast hier scheinbar eine praktikable Lösung für dich gefunden.

Ich sehe derzeit keinen Vorteil für eine längerfristige Zinsbindung.

Ich hatte mal ein Auto mit einem Darlehen gekauft, zu 0,1% Zinsen 😀

Zitat von egon am 18. März 2026, 9:45 Uhr

 

Ganz vergessen: @privatier

Was du da machst, nennt sich Feldgeldtreppe. Ich bin da hin und hergerissen, über die Anlageform der Rücklagen für Anschaffungen 5Jahre-Plus. Vielleicht wird es irgendwann doch ein Anleihe-ETF. Die Laufzeit-ETF könnten was Passendes sein.

Ne, das ist eine Mischung aus Tagesgeld, Festgeld und eingehenden Dividenden...

Zitat von Privatier am 18. März 2026, 11:44 Uhr
Zitat von egon am 18. März 2026, 9:45 Uhr

 

Ganz vergessen: @privatier

Was du da machst, nennt sich Feldgeldtreppe. Ich bin da hin und hergerissen, über die Anlageform der Rücklagen für Anschaffungen 5Jahre-Plus. Vielleicht wird es irgendwann doch ein Anleihe-ETF. Die Laufzeit-ETF könnten was Passendes sein.

Ne, das ist eine Mischung aus Tagesgeld, Festgeld und eingehenden Dividenden...

Mehr "Festergelder" nennt man aber so. Egal. Für Festgled konnte ich mich bisher nicht begeistern.

Die laufen fast alle bei mir im Sommer aus und 2 im nächsten Jahr... du kannst mir schon glauben, wenn ich was über meine Anlagen schreibe...

Zitat von Privatier am 18. März 2026, 12:52 Uhr

Die laufen fast alle bei mir im Sommer aus und 2 im nächsten Jahr... du kannst mir schon glauben, wenn ich was über meine Anlagen schreibe...

und dann legst du sie neu an?