Bitte oder Registrieren, um Beiträge und Themen zu erstellen.

mit 56 in den Ruhestand ohne Sparen

Mit der Drittelung ist bei mir nix. Bin seit 17 durchgängig sozialversicherung (inkl. Berufsausbildung) beschäftigt. Nächstes Jahr sind es 35 Beitragsjahre. Dieses Erreichen der langjährigen Grenze ist aber nicht so wichtig, da man ab 50 mit dem Mindestbeitrag über das Flexirentengesetz Beitragsjahre sammeln kann.
Wenn sich gesetzlich nichts ändert werde ich meine Rente mit 65 abschlagsfrei nehmen.

Im Job läuft es wieder gut, also ohne Quälerei. Wenn ich mich die letzten 2-5 Jahre kirre mache bin ich selbst schuld.

Ah ok, ich dachte Du hättest studiert (oder berufsbegleitend ?). Na auf jeden Fall hast Du Dir den Ruhestand dann mehr als verdient 😎

Zitat von Frugi85 am 8. Januar 2022, 17:48 Uhr

Frugi, wenn es nach uns Männern ginge wäre die Wohnung doch eher eine geräumige Werkstatt mit Sitzecke und Kühlschrank

Selbstverständlich 🙂 Da wir aber in der Regel sobald Frauen ins Spiel kommen dahingehend nur noch wenig zu melden haben suchen wir dann nach Kompromissen 😉

 

Frugi, Du weißt doch, Happy wife means happy life, also alles tun was die Gattin glücklich macht 😀

Zitat von konsument am 9. Januar 2022, 14:39 Uhr

Ah ok, ich dachte Du hättest studiert (oder berufsbegleitend ?). Na auf jeden Fall hast Du Dir den Ruhestand dann mehr als verdient 😎

3 Studiengänge berufsbegleitend. Techn. und wirtschaftswissenschaftlich😊

Jan, finde Deine Strategie gut, immer nur das Maximum rausquetschen ist nicht zielführend, ich hatte meine Wohnung die gut 2 Jahre auch für vergleichsweise günstige 8,90 Euro je qm für die Lage vermietet, dann ist der Mieter zufrieden und zieht nicht bei der nächstbesten Gelegenheit aus. Leben und leben lassen, es müssen immer beide Seiten das Gefühl haben ein gutes Geschäft zu machen und soziale Aspekte berücksichtigen, also der Gesellschaft etwas zurückgeben ist ein schönes Gefühl.

Ich spende z.B. immer überschüssige Dinge wie Möbel, Kleidung etc. an Fairkauf, das ist ein Kaufhaus welches Langzeitarbeitslose beschäftigt, die verkaufen die Sachen dann für kleines Geld. Also eine win win Situation für alle und nachhaltig im wahrsten Sinne des Wortes.

Zitat von Muslime_Frugi am 9. Januar 2022, 14:51 Uhr
Zitat von konsument am 9. Januar 2022, 14:39 Uhr

Ah ok, ich dachte Du hättest studiert (oder berufsbegleitend ?). Na auf jeden Fall hast Du Dir den Ruhestand dann mehr als verdient 😎

3 Studiengänge berufsbegleitend. Techn. und wirtschaftswissenschaftlich😊

Respekt, das muss man erstmal schaffen neben dem Job 🙂

Zitat von Frugi85 am 8. Januar 2022, 14:39 Uhr

..., stand ich kurz davor ... mir für 150K Eine Gewerbehalle hier im Ort zu kaufen. Neben den 300 Quadratnetern Spielwiese gab es dort auch ein kleines Büro, Bad und einen Unkleideraum - alles zusammen knapp 30 Quadratmeter. ... Sich frei auf eigenem Grund bewegen zu können und Auslauf zu haben - das ist für mich der eigentliche Luxus einer privaten Immobilie.

+1

genau sowas würde mir auch zusagen ...

Habe die letzten Tage mal Excel angeschmissen und ein bisschen gerechnet, verschiedene Sparraten und dann die anstehende Prolongation meiner Baufi Ende 2024 berücksichtigt, welche ich dann bis 2034, also zum regulären Renteneintritt mit 67 (welcher bei mir ja vorverlegt sein wird auf 63), voll getilgt haben will.

Dabei bin ich nun in 6 Zeitscheiben vorgegangen, da die Zahlungen in den Zeiträumen 55-56 reguläres Gehalt und dann ab 57 mit Beginn des Vorruhestands und Weiterzahlung des Gehalts bis 62 und dann ab 63 mit der Altersrente für langjährig Versicherte und ab 65 mit Auszahlung von Zusatzrenten (Riesterrente, betriebliche AV) recht unterschiedlich ausfallen. So habe ich festgestellt, dass sich im Zeitraum 58-60 für 3 Jahre eine Lücke auftut, da ich ab 11/2024 die höhere Baufi Rate für den Volltilger zahle und zusätzlich noch 272 Euro für einen bestehenden Teilvolltilger zahle welcher bis 2027 (Alter dann 60) läuft. Für den Zeitraum 63-67 als "Rentner", in dem ich noch die Baufirate zahle, werde ich 400 € mtl. aus dem angesparten Fondsvermögen entnehmen für 4 Jahre. Dann ist das fast aufgebraucht.

Die Rechnung ist ohne Sonderzahlungen und mit 1% Dynamisierung. Erste Zeile Einkünfte, zweite Zeile sämtliche Ausgaben außer Lebensmittel und Taschengeld.

Meine Dozententätigkeit spült rd. 500€ mtl. in die Kasse, das lasse ich in der Rechnung außen vor, das Geld ist für den kleinen Luxus wie Fahrzeuge und Urlaube. In Bausparverträgen werde ich bis 63 rd. 20 Tsd. € Guthaben angespart haben, das lasse ich als Reserve für mögliche Hausreparaturen. Aktuell habe ich einmal alles durchrenoviert, so dass erst mal Ruhe sein sollte. Die Fahrzeuge sind mit rd. 100 Tsd. € der Notgroschen.

Am entspanntesten wird die finanzielle Situation tatsächlich ab 68 sein, weil dann die Raten fürs Haus entfallen und ich keine "Sparverträge" mehr bediene. Mal sehen, wäre dann trotzdem bestimmt nicht verkehrt weiterhin etwas beiseite zu legen.

Im großen und ganzen sollte es passen, nur der Zeitraum 58-60, wo ich sicher auch einiges unternehmen möchte sieht noch etwas mau aus. Da muss ich noch ein bisschen drauf rumdenken, ggf. die Baufi etwas strecken und erst später zum Volltilger machen oder mich von einem Fahrzeug trennen. Möglichkeiten gibt es jedenfalls.

55-56 57 58-60 61-62 63-67 68
4.220 € 2.972 € 3.057 € 3.084 € 2. 584 € 2.423 €
3.470 € 2.322 € 2.507 € 2.234 € 1.734 €     773 €
   750 €    650 €    550 €    850 €   850 € 1.650 €

@konsument

Du bist nicht der Erste im Forum hier, der sich als Autofreak outet. Wenn Du das noch länger machen willst, wäre doch auch ein Nebenverdienst über Deine Fahrzeuge möglich, z. B. Vermietung für Hochzeiten oder sonstige besondere Anlässe. Du könntest Dich mit Hochzeitsfotografen und Hochzeitsbekleidungsgeschäften zusammentun und es als Rundum-Service anbieten.

Bei uns an der Tanke stand mal eine Luxuskarosse, welche sich als Geschäftsauto einer Modeboutique in der Nähe entpuppte. Der Inhaber dieser Edelboutique macht damit Werbung.

LG Laura Maelle

Liebe Grüße, Laura Maelle

Würde mich nicht so gängeln mit einem Volltilger und dem starren Ziel  bis 67 fertig zu sein.
Würde die niedrigen Zinsen nutzen und gleich auf 15 Jahre bei 1-2% Tilgung festschreiben und dann Sondertilgungen dann nutzen wenn es passt.  5% ST bieten die meisten Banken als Standard.

Alternative wäre ein paar Fahrzeuge verkaufen und gleich tilgen. Wäre mein Vorgehen. Aber Autos und Zeugs ist ich nicht mein Hobby🙂

ich bin sogar schon zweimal in der Fachpresse gewesen mit meinen Schätzchen, Vermietung Hochzeit hat mal ein Bekannter von mir gemacht, kommt aber nicht wirklich was bei rum. Da biete ich eher ein zusätzliches Wahlpflichtfach an der FH an, das ist einfacher. Das wäre ohnehin noch eine Option für mich, Dozenten werden in vielen Bereichen wie IHK, Akademien etc. gesucht. Aktuell habe ich nach intensiver Intervention endlich eine Gehaltserhöhung um 10 € die Stunde bekommen, das hört sich erstmal nicht viel an, bedeutet aber bei meinen 120 SWS (a 45 min) immerhin 1.200 € im Jahr. Diese freiberuflichen Stundensätze sind ja leider wie in Stein gemeißelt unbeachtet aller Inflation. Der Vorteil bei der Dozententätigkeit ist aber, dass 2.400 € im Jahr steuerfrei sind als sogenannte Übungsleiterpauschale. Ansonsten kommt das Einkommen ja on Top und dann ist man automatisch beim höchsten Steuersatz.

Ja Muslime, da gehen auch meine Überlegungen hin, wenn ich in der "Sturm- und Drangzeit" 58-60 nicht genug Geld habe weil ich durch die Baufirate geknebelt bin wäre das ärgerlich, auf 15 Jahre strecken wäre sicher eine Option, macht rd. 240 € Unterschied. ST kostet Zinsaufschlag als Option, ich kenne mich, habe ich nie in Anspruch genommen 😉 ich gehöre noch zu denen die zweimal 8 Jahre in den Genuss der Eigenheimzulage von 1.250 € p.a. gekommen sind, davon bin ich immer nach Thailand geflogen 😀 Ich muss ohnehin schauen wie sich die Zinssituation entwickelt, sollten die tatsächlich mal deutlich hochgehen muss ich Forward prüfen oder sowieso strecken das ganze.

Fahrzeuge, das ist so eine mentale Sperre bei mir, fällt mir unheimlich schwer mich davon zu trennen, ich habe auch nur so viel, weil ich alle paar Jahre was neues gekauft und nie was verkauft habe, ich würde mir eher einen Arm abhacken um es mal übertrieben auszudrücken als was zu verkaufen. Vielleicht wäre das aber mal eine Befreiung, das ist eine psychologische Hausaufgabe für mich.

 

P.S. Du bist bei 1.000 Beiträgen, Glückwunsch 😉

Hi @konsument den Artikel würde ich gerne lesen von deiner Hochzeit. Ich war übrigends auch mit meiner Hochzeit im TV hier der link (3 min Video): Hochzeit in China das kam damals jede Stunde in den Nachrichten in Chenzhou TV für ca. 4 Mio Einwohner. War ein Mega Event.

Oder war dein Schätzchen etwa gar nicht auf deine Frau bezogen?

Mit der Sondertilgung kann ich nachvollziehen habe ich auch noch nie gemacht lieber etwas höhere Tilgung von Anfang an dann ist man gezwungen zu sparen und lebt automatisch frugal 🙂

@Muslime_Frui: Auch von meiner Seite Gratulation zu deinem 1000 sten Beitrag. Echt stark was du hier in der Community schon vollbracht hast.

 

Hallo Jan, ne Schätzchen war in diesem Fall auf meine Motorräder bezogen 😉

aber meine Frau hat tatsächlich schon bei Filmaufnahmen in einem deutschen Schloss für eine Hochzeit bei einer chinesischen Telenovela mitgemacht, die Chinesen fahren ja voll auf sowas ab 🙂

Grad den Video angeschaut, Cool, das ist doch mal was besonderes, schöne Erinnerung, Klasse und Gratulation nachträglich 🙂

Nachdem ich nun viele, auch ältere Beiträge, gelesen und selbst einiges verfasst habe konnte ich gut mein Konsumverhalten reflektieren und feststellen, das ich in jungen Jahren und teilweise heute noch echt viel Geld verballert habe. Viele Ausgaben wie z.B. Reisen waren wahrscheinlich durch meine Erkrankung in jungen Jahren getrieben, bloß nichts auf morgen verschieben, das Leben genießen, viel Konsum vorgezogen und teilweise über die Verhältnisse gelebt. Gut die Reisen insbesondere die Fernreisen will ich nicht missen, das waren tolle Erlebnisse an die ich immer gerne zurückdenke und mir die Fotocollagen zuhause anschaue. Aber nichts gespart, auch nicht ernsthaft in Erwägung gezogen das zu tun und ich hatte im Freundeskreis eigentlich auch niemanden der eine irgendwie geartete frugale Strategie verfolgt hätte. Eigentlich ist das schon ein bisschen skurril, da ich mich beruflich mit den Themen beschäftige.

Ich habe wirklich das Glück gehabt zum richtigen Zeitpunkt in Immobilien eingestiegen (und wieder ausgestiegen) zu sein und nun das Vorruhestandsangebot zu bekommen. Aber ich habe für mich einiges an Potenzial entdeckt wo ich aktiv Kosten einsparen und zusätzlich Geld ansparen kann. Also für mich ziehe ich bisher ein sehr positives Fazit hier in der Community 🙂

Hi Konsument

schön dass du hier was mitnehmen kannst und auch was gibst!

Es ist wohl so wie du deine Vita reflektierst. Als Glück würde ich nur das Vorruhestandspaket betrachten. Die Immobilien, das Humankapital und deine AV sind deinen Fähigkeiten und deinem Fleiß zuzuschreiben, da kannst du mit Stolz daraufschauen. Klar wäre da mit einer gewissen Systematik und Ausdauer mehr drin gewesen. Aber es war wie es war und so wie du schreibst war es nicht schlecht, dein bisheriges Leben.

Vielleicht kannst du ein bisschen von dem "weniger ist mehr Prinzip" hier mitnehmen. Mich macht es ruhiger, geordneter und zufriedener.

Danke fürs Feedback Muslime_Frugi, das hast Du gut zusammengefasst, in der Tat wäre Glück zu einfach, wie sagt man so schön, das Glück ist mit den Tüchtigen.

Weniger ist mehr ist der richtige Ansatz oder auch einfach mal zufrieden sein mit dem was man hat, die innere Ruhe fehlt mir leider noch oft, da arbeite ich dran.

Und ja ich glaube wir älteren Semester können den jüngeren hier gute Hinweise geben und das nicht, weil wir besonders schlau sind sondern weil wir die Lebenserfahrung haben.

Die Zeit vergeht und der Vorruhestand rückt immer näher, sind jetzt nur noch 1 1/2 Jahre und 20 mal richtiges Gehalt. Habe meine monatliche Finanzplanung bis Anfang 2024 ausgerollt um zu sehen wie sich das entwickelt mit den Einnahmen und Ausgaben, 1.200 Euro netto weniger ist schon eine Hausnummer. Zumal die Inflation gerade deutlich anzieht und meine Vorruhestandsbezüge vom letzten Gehalt berechnet werden und dann "nur" 1% Dynamisierung p.a. vorsehen. Ich habe aber genug Pfeile im Köcher um Anpassungen vorzunehmen, ich lasse es aber erstmal auf mich zukommen. Die aktuelle Renteninformation weist mittlerweile immerhin 52 Rentenpunkte aus.

Irgendwie kommt der Austritt aus dem aktiven Arbeitsleben doch recht flott, zumal mir die Arbeit aktuell echt Spaß macht. Arbeit ist eben nicht nur Geld verdienen, sondern sozialer Zusammenhalt, Kontakte, Erfahrungen sammeln, lernen, interessante Menschen kennenlernen und was sonst noch alles dranhängt. Nichtsdestotrotz bin ich mit meiner Entscheidung absolut zufrieden, für mich ist der FIRE Zeitpunkt Mitte 50 aber absolut ausreichend, Anfang/ Mitte 40 wäre mir persönlich zu früh gewesen (abgesehen dann wäre es finanziell auch nicht möglich gewesen). Unverändert ernte ich ungläubige Blicke wenn ich davon erzähle, also alles richtig gemacht 🙂

Bei mir steht ja dann auch das Abenteuer Thailand an, was meine Sinne beanspruchen wird. Wir fliegen jetzt im Mai hin (ich für drei Wochen, meine Frau länger) und werden erstmal weiter die Basics einrichten (Klimaanlage, Sofa, Kühlschrank, Herd). Bett, Schrank usw. haben wir schon. Ist zwar nicht so teuer wie in Deutschland aber kostet auch Geld, gerade eine Klimaanlage sollte gute Qualität haben alleine wegen Geräuschentwicklung und Stromverbrauch. Letztes Jahr ist das Haus ja gerade eben zum Abflugdatum fertig geworden nach 6 Monaten Bauzeit von Planung, Genehmigung, Versorgungsleitungen legen bis zur schlüsselfertigen Übergabe. In Deutschland unmöglich in dem Tempo.

Langweilig wird mir jedenfalls nicht werden 😉

Hi Konsument

vielen Dank für deine ehrlichen Worte und den Einblick in deine Gefühlswelt hinsichtlich deines "neuen Lebensabschnittes".

Ich glaube was du beschreibst und spürst ist völlig normal. Es sind halt ganz viele Gewohnheiten und Strukturen die jetzt aufgegeben werden. Man sehnt sich die Selbstbestimmtheit und freie Zeit herbei und wenn sie greifbar oder da ist, hat sie plötzlich ihren Zauber verloren. Dann merken wir, dass wir erst lernen müssen mit der neuen Situation umzugehen und uns damit wohl und erfüllt zu fühlen. Ich bin für neugierige, eigenständige und aktive Menschen, die zudem mit sich im Reinen sind und wenig Bestätigung von außen brauchen optimistisch, dass der Übergang gelingt und dann viele Vorteile und bessere Lebensqualität mit sich bringt.

Das liebe Geld ist halt nicht unwichtig! Ich musste noch nie Sorgen wegen Geld haben und will natürlich auch nicht FIRE um jeden Preis machen um mich dann sorgen zu müssen. Ob dies subjektiv berechtigt ist oder nur im Kopf spielt gar keine so große Rolle. Man muss sich damit wohl fühlen.

Deine Einkünfte sind in der Tat inflationsunsicher, aber in Summe sind sie schon recht auskömmlich. Vielleicht kommt dann doch der Wunsch sich von dem ein- oder anderen Materiellen zu trennen - was ja auch ein Mehrwert sein kann. Zudem würde ich die Dozententätigkeit weiter machen.

Am Ende ist dein Weg zwar kein typischer FIRE Weg und mit dem Firmenpaket sieht er save und komfortabel aus. Aber er ist vielleicht dennoch mutiger als bei manchem FIRE Kandidat <50 und dickem Depot.

Es wird sich alles schon richten. Oft ist der tatsächliche Bedarf dann doch geringer als der angenommene.

 

Hi Konsument, nach Deinem Faden hab ich gesucht. Ich bin ganz am Anfang hier drübergestolpert und wusste nicht, dass man hier auch Lesezeichen setzen kann.

Meine Firma hat(te) ja ganz geheim etwas ähnliches angeboten für einen sofortigen Ausstieg ab 55.  Es wären knapp 60% Gehalt bis 63 weitergezahlt worden und noch eine kleine Abfindung, um die Rentenabschläge etwas auszugleichen. Ich hab erst etwas später davon erfahren, auf meine Nachfrage wusste dann aber keiner was davon. Das Angebot gab es nur für ganz wenige Leute hier im Großkonzern- vielleicht hatte ich einfach Pech, dass ich gerade in Urlaub war, als die ersten Infos eingingen.

Da ich bei Dir hier lese, dass die Rentenzahlungen von Deiner Firma aufgestockt werden, muss ich mal bei uns fragen, ob das auch so (gewesen) wäre. Könnte sein, dass unsere Firma das nochmal anbietet.

Ansonsten plane ich "normale" Altersteilzeit, das wäre bei meinem Gehalt auch angemessener (ich hab kein Studium und arbeite nur 80%).

 

Ja, ich kann mir gut vorstellen, dass es dann doch seltsam ist, aufzuhören. Dein Job macht ja Spass.

Die Freiheit aber, die ist unbezahlbar. Einfach so mal zwei Monate verreisen können. An einem zeitlich begrenzten Projekt teilnehmen. Hach, mir würde jetzt so ganz euphorisch Vieles einfallen.

Ich bin gespannt drauf, wie es bei Dir so weitergeht.

 

 

Zitat von konsument am 20. April 2022, 20:23 Uhr

Irgendwie kommt der Austritt aus dem aktiven Arbeitsleben doch recht flott

Das geht schneller als man denkt. Die letzten 3 Monate waren sehr zäh, und dann bin ich nach 25 völlig durchgetakteten Jahren aus dem Büro raus und stand da irgendwie etwas orientierungslos auf der Strasse und dachte, jetzt könntest du nachmittags um 3 erstmal zur Tankstelle, eine Dose Bier trinken.

Und hinterher ist es immer anders, als man vorher denkt. So habe ich jetzt zB keinen Urlaub mehr, sondern verreise. Und das ist ein großer Unterschied. Freiheit, viel Sport etc. habe ich zu Hause auch, wenn ich verreise, kommt der Tapetenwechsel dazu. Da ich aber schon sehr viel gesehen habe, ist das gar nicht mehr so begeisternd. Mein Sohn beschwert sich schon bei mir...