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Meine Ausgangssituation & Portfolio

Hallo Zusammen,

nachdem ich nahezu alle Posts als Gast gelesen habe, wollte ich mich dann doch auch einmal anmelden und zu Wort melden.

Ich habe letztes Jahr eine Wohnung gekauft, in welche nahezu alle meine finanziellen Mittel geflossen sind und habe nun gestartet mich für Aktien zu interessieren, für Altersvorsorge und finde die frugalistische Denkweise recht spannend. Ich denke nicht, dass ich mit dem Ziel frühestmöglicher Rente starte – aber finanzielle Freiheit und bewusster Leben in Bezug auf Geld ausgeben hat mit Sicherheit noch niemandem geschadet.

Mein Depot lagert bei der DKB, damit bin ich soweit auch zufrieden – solange die ETFs im kostenfreien Angebot sind. Die Grundüberlegung ist/war erstmal so viel ansparen, dass der Sparer-Freibetrag (801€ von mir, 801€ meiner Frau und ggf. 801€ meines Kindes) ausgeschöpft wird und hierbei kam es mir sinnvoll vor auf Ausschütter zu setzen um das Grundrauschen zu generieren.

Ich habe monatlich etwa 1.000€ übrig. Das zu gleichen Teilen auf ein Tagesgeldkonto geht (bei grandiosen 0,2% 😉) und in den Sparplan fließt:

  • HSBC MSCI World ETF - A1C9KL – ausschütter - 150€ mtl.
  • HSBC S&P 500 ETF - A1C22M– ausschütter - 100€ mtl.
  • HSBC EuroStoxx 50 ETF - A1C0BB - ausschütter –  100€ mtl.
  • Amundi MSCI EM ETF - A2H58J – theausier. - 50€ mtl.

(Gesamt TER liegt bei 0,11%)

Zusätzlich halte und bespare ich einen Bausparvertrag (einen guten Alten 😉 ) mit etwa 100€ mtl. und mit Ablauf der Zinsbindung (ca 10 Jahre) in die Wohnung fließen. Stand jetzt.

Zusätzlich habe ich Einzelinvests in Aktien. Ob ich damit besser abschneide als ETFs ist eher ein Testing für mich persönlich. Bspweise: BASF, Evotec, Varta...

Mir ist bewusst nach dem Lesen in div. Foren aber nachdem ich bereits investiert habe, dass der EuroStoxx50 sowie World + S&P500 nicht die optimalste Wahl sind. Statt EuroStoxx50 wohl lieber in den MSCI Europe oder 600 und bei World + S&P ist es der hohe US-Anteil welcher redundant ist also reicht einer von beiden.

  • Nun die Überlegung es nochmal umzuwerfen. Ist das sinnvoll oder nicht – weiter sparen wie bisher?
  • Grundsätzlich Vorschläge / Ideen immer Willkommen 😉
  • Diversifikation auch bei der Wahl der Emittenten? 3x HSBC zu viel?
  • Welche Beimischungen sind sinnvoll um nicht ausschließlich in Aktien zu investieren? Hierbei bin ich noch sehr unsicher - egal ob Rohstoffe, Anleihen oder Immobilien

Bin gespannt auf euren Input und Verbesserungsvorschläge.

Grüße und eine schöne Woche 😉

Hallo Zusammen,

Versuch Nummer 2:

  • HSBC MSCI World ETF - A1C9KL - 3.000 €
  • HSBC S&P 500 ETF - A1C22M - 3.000 €
  • HSBC EuroStoxx 50 ETF - A1C0BB - 1.500€
  • Amundi MSCI EM ETF - A2H58J - 1.500€
  • (Stand: 31.12.2019)

Da bei der DKB die Sparpläne nicht weiter kostenfrei sind habe ich die Sparpläne dazu gestoppt und möchte zukünftig folgendes besparen:

  • FTSE All-World UCITS ETF (USD) Distributing (VGWL) (100)

oder Kombi 2 Sparpläne:

  • FTSE Developed World UCITS ETF (70)
  • FTSE Emerging Markets UCITS ETF (30)

Eure Meinung oder lieber dabei bleiben trotz höherer Gebühr und stattdessen nicht mehr monatlich besparen?

Meine Depot-Einzelpositionen sind derzeit:

  • BASF - 3.300 €
  • TUI - 1.500 €
  • Altira - 2.000 €
  • Shell - 2.000 €
  • Wirecard - 2.000 €
  • Varta verkauft mit 80% Gewinn, Nel Asa 2x verkauft mit jeweilig ~ 30% Gewinn.
  • (Stand: 31.12.2019)

Bei den Beimischungen zu den Aktien bin nach wie vor noch unsicher - egal ob Rohstoffe, Anleihen oder Immobilien.

Bisher halte ich mir 4 Nettogehälter als Puffer auf dem Tagesgeld, welche meine eiserne Reserve darstellen und zusätzlich sind es derzeit ~20.000€ angelaufen mit denen ich nicht weiß wohin. Entweder investieren oder Sondertilgung des Wohnungskredits.

Grüße und schönen Wochenstart.

 

 

 

Hi!

Gemessen an deiner Depotgröße würde ich den einfachsten Weg einer 2-ETF Lösung wählen:

1 ETF MSCI World

1 ETF EM

Dabei möglichst niedrige Kostenquote/TER, physisch, thesaurierend.

Auf Sparpläne habe ich persönlich nie geachtet, sondern meist 4-6 Monate lang gespart und dann so nachgekauft, dass ich gleichzeitig rebalanced habe. Bei Sparplänen hüpft du halt alle paar Jahre von einem ETF zum nächsten und hast irgendwann eine bunte Sammlung im Depot. Kann man machen.... ist nicht mein Geschmack.

Einzelaktien besitze ich auch. Wenn du es locker siehst und nicht enttäuscht bist am Ende auch eine geringere Rendite zu erhalten, ist das ok. Ich persönlich mag einzelne Aktien, weil ich mich auch gerne mit Unternehmen beschäftige und lerne. Gleichwohl ist das für die meisten Anleger 90% Glückssache.  Bei deiner Depotgröße wären mir aber Aktien nicht so recht. Grob überschlagen hast du vielleicht 20.000 bis 30.000 € im Depot, davon alleine über 10% in BASF und weitere Klumpenrisiken in anderen Unternehmen. Überleg mal wie viel du prozentual verlierst wenn nur eines dieser Unternehmen in die Krise rutscht oder gar pleite geht. Wenn es dir um eine sichere Diversifikation geht, finde ich dein Depot zu klein um einzelne Aktien zu kaufen.

Und gekauft hast du vor allem gefallende Engel (Wirecard, Shell, Tui, Altria), also Aktien mit großen Kursrückschlägen. So verhalten sich natürlich viele Anleger. Sie schauen was grad auf dem heimischen Markt billig erscheint. Diese Strategie funktioniert meist langfristig nicht.

Die Sondertilgung deines Wohnungskredits ist vermutlich eine gute Idee. Immerhin ist dir die "Rendite" sicher. Vermutlich zahlst du doch mindestens 2% für den Kredit. Sichere 2% sparen ist wie eine 100% sichere 2% Anleihe. Nur kriegst du heute keine sichere Anleihe für 2%.

Zur weiteren Beimischung: Ich bin kein Freund von Immobilien, Rohstoffen und heutzutage auch kaum noch Anleihen. Rohstoffe haben oft hohe Kosten, Immobilien leben bei aktuellen Preisen von der Spekulation auf weitere Wertsteigerungen und Anleihen haben heute ein sehr ungünstiges Rendite/Risikoverhältnis. Dementsprechend ist meine Aktienquote auch bei imho alternativlosen 66%, Tendenz aufwärts. Ich tue mich mit allen anderen Assetklassen schwer.

Gold und Silber (auch sicherlich grad nicht spottbillig) haben den Vorteil sehr wenig mit Aktien zu korrelieren. Deswegen habe ich 8% Gold und 4% Silber und würde bei Gelegenheit vielleicht nachlegen.

Mein emotionaler Tipp: Investiere nie 100% in Aktien. Und wenn du auch nur 10% liquide hälst. Es ist ein beruhigendes Gefühl wirklich NIE ein Aktiendepot verkaufen zu müssen und immer etwas Pulver für den Crash in der Hinterhand zu haben.

Alles Gute und viel Erfolg!

p.s. ich bin kein Profi sondern Privatanleger seit 2013. Den besseren Rat wirst du in Fachforen wie Wertpapier-forum.de erhalten