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Krankenversicherung - die größte Sorge

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Bin auch seit 2003 privat bei der HUK versichert und damit eigentlich ganz zufrieden. Allerdings machen mir die Beitragssteigerungen auch ein wenig Angst...

Bei den teils heftig steigenden Beiträgen sollte man aber auch die deutlich besseren Leistungen bedenken - Beispiele: Brille, Kontaktlinsen, Zahnersatz, Zahnreinigung, keine Zuzahlungen zu Medikamenten etc.

Nicht nachvollziehbar sind auch für mich die Beitragsunterschiede was die Selbstbeteiligungen anbelangt.

Überlege momentan auch einen Wechsel in einen  Tarif mit höherer Selbstbeteiligung (bin aktuell auch in A300).

Problem hierbei: Die Selbstbeteiligung zahle ggfs. ich, die Beitragsersparnis steckt sich zur Hälfte mein Arbeitgeber ein.

Das gleiche gilt übrigens auch bei jährlicher Zahlung - ich zahle im Voraus und am Jahresende behält mein Arbeitgeber die Hälfte dieser Ersparnis ein. 🙁

Immerhin bekommt man später als Rentner zumindest den Anteil als Zuschuss zur PKV den ein GKV-Versicherter bekäme...

 

Ich bin nahe der Entsparphase meines Vermögens. Bin auch gerade noch vor dem 55 ten Lebensjahr in die GKV gewechselt bzw. hatte die Weichen dafür gestellt. Bin allerdings selbstständig ( noch ) aber versicherungspflichtig.

Nach jetzt knapp einem Jahr gesetzlicher KK kann ich sagen: Termine bekommt man erheblich nachteiliger. Nötige Anwendungen (z.B. Physio ) werden nur 2 x verschrieben. Wenn ich krank bin, geh ich jetzt auch zum Arzt da es mich nichts kostet. Vorher in der Privaten mußte es da schon schlimm sein da ich die ersten 2500,- zahlen mußte.  Ich melde mich jetzt öfter krank, da die Lohnkosten teils erstattet werden durch die Umlagen (Firma spart).

Das Taktieren mit Fonds/Fondsumschichtungen muß demnächst ( wenn ich freiwillig versichert bin ) genau überlegt werden, da die KK sofort bei ausgewiesenen Gewinnen ihren Beitrag fordert. Also muss man wohl überlegen/kalkulieren wann man welche Aktion macht und unter welchem Versicherungsstatus man in dem betreffendem Jahr ist. Das ist natürlich absolut Mega Mist und ein erheblicher Nachteil gegenüber privater KK. Spekulationen wie z.B. mit "Gebert Index" machen dann nur marginal Sinn da man den Verkaufzeitpunkt nicht planen kann.  Die Lösung könnte evt. ein "über 450 eur Job" sein wenn es in die Lebensplanung passt.

 

@Woody warum meinst du, dass dein Arbeitgeber an der Ersparnis durch jährliche Zahlweise mitspart? Bei mir bekommt er davon gar nichts mit, da die Arbeitgeberbescheinigungen immer die unrabattierten monatlichen Beiträge ausweisen.

Weil es mir vor Jahren so ergangen ist. Auf der Jahresbescheinigung für den Arbeitgeber wurde der tatsächlich gezahlte Krankenversicherungsbetrag ausgewiesen. Ich habe daraufhin wieder auf monatliche Zahlung umgestellt.

 

Woody hat Recht.

Auf der Bescheinigung gemäß §257 SGB V bescheinigt der Krankenversicherer den monatlichen Beitrag des neuen Jahres sowie die für das vorangegangene Jahr gezahlten Beiträge. Sofern die in einer Summe bezahlt wurden, stehen die da ohne Ratenzuschlag und der Arbeitgeber profitiert ebenfalls vom weggefallenen Ratenzahlungszuschlag. 50% der Ersparnis verbleiben allerdings. Und: Sofern der AG Zuschuss bereits den Maximalzuschuss erreicht hat (weil sich beispielsweise dein AG an den Krankenversicherungsbeiträgen deiner in Elternzeit befindlichen Ehefrau beteiligt oder weil du Arbeitszeit/Gehalt reduziert hast) profitierst du hingegen voll.

Ich zahle auch noch aus einem anderen Grund den Jahresbeitrag bzw. alle paar Jahre den mehrfachen Jahresbeitrag um damit Gehaltsspitzen aus der Progression abzumildern und einen vorgezogenen Steuerspareffekt zu haben sowie im Folgejahr sonstige Vorsorgeaufwendungen in Höhe von 3800,- steuerlich geltend machen zu können. Da muss man aber genau rechnen!!
Wenn ich es mir recht überlege: Das wird im Übrigen auch mein Trick in der Entsparphase werden um ‚zu hohe’ steuerliche Einkünfte aus meinen Kapitalanlagen zu reduzieren.

 

 

So, ich habe nochmal Abbuchung mit Jahresbescheinigung verglichen und zumindest bei mir (Signal) wird der volle Betrag nachgewiesen beim Arbeitgeber während die jährliche Abbuchung 4% kleiner war.

Merkwürdig, dass das unter den Anbietern variiert...

Tja, ist m.E. nicht korrekt, aber beschweren würde ich mich auch nicht 😉


https://www.versicherung-vergleiche.de/private_krankenversicherung/lexikon/arbeitgeberbescheinigung.htm

Zitat: „... Der Arbeitnehmer muß dem Arbeitgeber auch eine Bescheinigung des PKV-Unternehmens über den tatsächlich gezahlten Beitrag einreichen.....“

Zitat von greenland am 24. August 2019, 15:54 Uhr

Ich habe mir jetzt die Daten besorgt und die verschiedenen Selbstbeteiligungen nur beim ambulanten Teil mal durchgerechnet:

  • A150: 12 x 312,32 Euro + 150 Euro = 3.897,84 Euro
  • A300: 12x 220,61 Euro + 300 Euro = 2.947,32 Euro
  • A600: 12x 196,93 Euro + 600 Euro = 2.963,16 Euro
  • A0: 12x 315,39 Euro = 3.784,68 Euro

Das ist doch pervers, oder? Fast 1.000 Euro Unterschied pro Jahr bei gleicher Leistung und nur abweichender Selbstbeteiligung! Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass die verschiedenen SB-Klassen des gleichen Tarif vollkommen unabhängig voneinander & abgeschlossen sein können...

ich denke das ist doch OK und logisch.

De facto sinkt ja mit der Eigenbeteiligung auch der monatliche Beitrag. Jetzt wird es vermutlich so sein, dass die Kunden mit A0 oder A150 gern mal zum Arzt gehen und dann Kosten verursachen, die dann auch über dem Durchschnitt liegen, während die mit hoher Selbstbeteiligung entweder gesünder sind oder dann auch eher weniger zum Arzt gehen und im Regelfall dann weniger Kosten verursachen (weil sie noch unter dem Selbstbehalt bleiben).

Ich hatte hier in CH (da gibts ja nur dieses Privatversicherungsmodell mit verschieden hoher Selbstbeteiligung) immer eine hohe SB - un nur einmal in 14 Jahren hat meine Kasse dann tatsächlich Leistungen bringen müssen. ansonsten waren alle Versicherungsprämien Gewinn der Versicherung.

So wundert es nicht, dass bei hohen Selbstbeteiligungen die Raten tief sein können.

Gruss, Yeti

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