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Jetzt traue ich mich auch - meine Vorstellung

ich will einmal kurz die Begrifflichkeiten sortieren, das driftet hier sonst ein bisschen ab.

Also ein Psychiater ist ein studierter Mediziner, i.d.R ein Neurologe, der darf auch Psychopharmaka verschreiben. Ein Psychotherapeut ist dagegen ein studierter Psychologe, der darf keine Medikamente verschreiben da er kein Arzt ist. Meist werden Psychotherapien von Psychologen durchgeführt, es gibt aber bspw. auch Heilpraktiker welche das tun mit spezieller Ausbildung. Und natürlich von Psychiatern. Oberbegriff für Depressionen, Burn Out, Hörsturz etc. ist psychosomatische Erkrankung, dafür gibt es Reha Kliniken für Psychosomatik. Eine Psychiatrie ist aber eine geschlossene Anstalt, auch als Klapse bekannt, wo man auch unfreiwillig landen kann. Also das ist ein großer Unterschied.

Ich wüsste nicht das man wegen so einer Krankheit in Deutschland kriminalisiert wird, die Behandlungen werden ja auch von der Krankenkasse übernommen und wie Jan ganz richtig sagt sollte man bei Problemen die richtigen Experten aufsuchen, das Problem besteht eher darin einen Therapieplatz zu bekommen. Die allgemeine Akzeptanz bzw. das Verständnis für solche Erkrankungen nimmt zum Glück auch immer mehr zu, wird es ohnehin müssen durch Corona Lockdowns.

Trotzdem sollte man sensibel sein ob und wie man sich bei der Arbeit outet, gerade als Führungskraft. Daher empfehle ich eher eine andere Ursache als Rehagrund anzugeben. Man kann sich von der BfA eine neutrale Bescheinigung ausstellen lassen, so dass es nicht sichtbar ist. In dem Sinne ist das auch keine Krankschreibung, der AG muss einen aber freistellen, alles gesetzlich im Arbeitsrecht geregelt .

Danke für die Details und Aufklärung @konsument und @laura_maelle. Ich kenne mich mit den Unterschieden (Psychiater/Psychologe) nicht so aus hole mir einfach Hilfe wenn ich sie brauche egal von welchem Beruf Hauptsache es hilft. Zudem kam mir nicht in den Sinn das dadurch Nachteile entstehen können. Das sollte natürlich geändert werden. An Datenschutz habe ich meinen Glauben nach diversen Schulungen in diese Richtung verloren möchte aber keinen davon abhalten weiterhin sensibel mit eigenen Daten umzugehen.

Hab jetzt nochmal in meinen alten Unterlagen gekramt also wir waren damals tatsächlich in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie bei einem Psychiater vorstellig der unserem Kind eine Diagnose erstellt hat "selektiver Mutismus". Dies war für uns super Hilfreich schnell haben wir uns in das Thema eingelesen und mit professioneller Hilfe unvorstellbare Fortschritte erziehlt. Jetzt kommen wir seit einigen Jahren ganz ohne Hilfe aus, wenn es aber wieder nötig wird lassen wir uns gerne helfen.

Nun zurück zu @kano vielleicht hilft dir folgendes: Habe für mich erkannt mir helfen zu lassen bevor es zu spät ist. Über meinen eigenen Schatten springen und mir eingestehen das ich nicht alles alleine hinbekomme. Dafür tat sich für mich eine neue Welt auf.

Ich habe auch schon überlegt, was ich in der Arbeit sagen würde bei Beginn vom Klinik-Aufenthalt. Da bin ich noch unschlüssig. Da das aber noch weiter weg ist, muss ich nichts jetzt entscheiden.Im Moment organisiere ich die Unterlagen, die man braucht für eine Anmeldung in der Klinik. Bei mir läuft es über die Krankenkasse (nicht Rentenkasse), der Arzt stellt eine Verordnung (Einweisung) für einen KH-Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik aus.
Ich bin gesetzt. versichert und habe eine private Kranken-Zusatzvers. Da will ich auch abklären, ob sie Kosten für Einzelzimmer usw. übernehmen. Ich würde eigentlich denken, dass psychosomatischen KH auch abgedeckt sind (fand auch nichts Gegenteiliges in den Bedingungen). Laut der Klinik ist die aktuelle Wartezeit auf einen Platz 2-3 Monate... ist also nichts, was sich bald lösen wird.

Ich bin überrascht, dass die vorherrschende Meinung im Forum ist, die ETW zu behalten. Meine Tendenz wäre eher sie zu verkaufen in 1-1,5 Jahren. Das würde enorm viel Kapital freisetzen, dass im Moment nichts für mich tut. Wenn das 4% pro Jahr Ausschüttungen produziert im Schnitt (z. B. Div-Aktien/ETF), wären das bei 200-300.000 Euro ungefähr 8.000 - 12.000 Euro p.a. Mit der Zeit mit Dividenden-/Gewinnwachstum tendenziell mehr. Das würde dann zu einem guten Teil, evtl. sogar komplett, die Mietwohnung abdecken.
Und wenn ich irgendwann wieder eine ETW will, kann ich ja wieder eine von dem Kapital erwerben mit 50 oder so. Die Aktien/ETFs werden sich ja hoffentlich vermehren langfristig und ich denke (meine pers. Meinung), dass Immobilien eher günstiger werden langfristig vom aktuellen Niveau ausgehend. Da hat jeder aber natürlich seine persönliche Einschätzung ;-), auch was Dividenden-Renditen usw. anbelangt.

Mit hohem Kapitalstock wäre ich viel flexibler im Leben von Wohnort, Lifestyle, Job wechseln usw. Glaube es würde mehr Optionen eröffnen. Da ich keine Kinder haben werde, muss ich niemanden etwas hinterlassen und kann alles an Vermögen irgendwann aufbrauchen und das tun, was mir gut tut.

 

 

Also soweit ich mich damit beschäftigt habe, musst Du in der Arbeit niemandem (!) die genauen Gründe für einen Krankenhausaufenthalt nennen. Aber ggf. kannst Du ja verschiedene Details "streuen". Einfach nur - aufgrund unterschiedlicher Gegebenheiten - gehst Du in Reha bzw. auf Kur. Beschwerden sind gewisse körperliche Probleme, dann einen komischen Pfeifton im Ohr, Erschöpftheit... Und wenn Du es noch ein wenig weiter "bauschen" willst und Details nennst... "Immer wenn ich auf der Toilette sitze und drücke, dann knackt es im Lendenwirbelbereich... Manchmal auch Beschwerden in der Beweglichkeit des Armes... (sind Anzeichen für Bandscheiben)...

Und wegen Deiner Überrschung zur ETW... Du schreibst nun, dass Du sie in 1-1,5 Jahren ggf. verkaufen möchtest - ich habe das aus Deinen Formulierungen nicht rauslesen könne. Ich habe es mehr als "jetzt sofort - oder spätestens in den nächsten 4 Wochen" interpretiert (überspitzt formuliert).

Zwecks dem ggf. zukünftig angedachten Wochnungskauf mit 50 möchte ich nur anmerken, dass dies dann vermutlich schwierig wird. Denn welche Bank gibt Dir dann noch einen Kredit über 15-30 Jahren? (Mögliche Wertenwicklungen von Aktien/ETF sind hier nicht berücksichtigt, denn die können ja alle komplett ins Bodenlose fallen...). Abgesehen davon kannst Du die ETW ja auch vermieten - da kannst Du dann Zinsen und Abschreibungen steuerlich geltend machen, was sich ebenfalls entsprechend auswirkt. (Im Detail kann Dir da sicher Muslime_Frugi mehr Input geben, da sie vermietet - ich nutze meine selber und habe mich daher mit den Effekten nicht auseinander gesetzt).

Bei Gesprächen mit meinem guten Freund beim damaligen ETW-Kauf (besser gesagt, nachdem ich gekauft habe), kamen auch diverse Anmerkungen... Nachdem ich persönlich immer vom WCS ausgehe, ist bei mir alles ausgesprochen großzügig kalkuliert (also Gehalt wird auf den sicheren Monat runtergerechnet, Bonus oder Weihnachtsgeld wird nicht berücksichtigt. Ebensowenig Steuererstattungen oder sonstige "varibale Einkünfte" (Dividenden). Selbes mach ich mit meinen varibalen Ausgaben (bspw. Lebensmittel), allerdings lege ich mir hier ein großzügigeres Budget auf, als ich vermutlich benötigen werde - es gibt ja auch Preissteigerungen.). Es ist als alles ausgesprochen vorsichtig kalkuliert, damit keinerlei Engpässe aufkommen können. Und alle anderen Gelder (Bonus, Steuerrückzahlung, Dividenden etc.) erhöhen nur den vorsorglichen Puffer bzw. die zusätzliche Sparquote innerhalb eines Jahres.

Und über die Entwicklung am Immobilienmarkt, Sorry für den vorherigen Exkurs-Absatz, bin ich von einer Preisstagnation ausgegangen - unter Berücksichtigung möglicher Inflationen. Also warum die ETW verkaufen? Ebenso kannst Du die steuerlichen Effekte und Wertsteigerungen nutzen... Abgesehen davon kannst Du sie immer noch als Sicherheit angeben...

Als Beispiel möchte ich einen meiner Onkel hier erwähnen.... Er hat sich damals eine kleine Einzimmerwohnung gekauft, diese Vermietet und hat Berufswegen in einem kleinen Zimmer - als Hausmeister kostengünstig - in einem Krankenhaus gewohnt. Danach hat er die Wohnung mit Gewinn verkauft und somit zusätzliches Eigenkapitel generiert, um dies in ein Haus zu investieren, in das er mit seiner Frau und den Kindern gezogen ist...

Und daher möchte ich dem letzten Absatz von Dir widersprechen. Du hast auch mit ETW einen hohen Kapitalstock - bei manchen Anlagen eben nicht ein soooo schnelle Zugriffsmöglichkeit wie bei anderen. Du hast also weiterhin die Flexibilität von Wohnort, Job wechseln und ggf. Lifestyle (abhängig ggf. von den Cashreserven) wie jetzt auch.

Du kannst die ETW also auch erst in 10 oder 15 Jahren verkaufen und das sonstige Vermögen aufbrauchen und tun, was Dir gut tut. Es stehen Dir also viele Möglichkeiten offen.

 

Zitat von kano am 18. Januar 2022, 23:08 Uhr

...
Mit hohem Kapitalstock wäre ich viel flexibler im Leben von Wohnort, Lifestyle, Job wechseln usw. Glaube es würde mehr Optionen eröffnen. Da ich keine Kinder haben werde, muss ich niemanden etwas hinterlassen und kann alles an Vermögen irgendwann aufbrauchen und das tun, was mir gut tut.

 

 

Sorry, eigentlich wolle ich jetzt ins Bett gehen, doch beim Zähneputzen habe ich gemerkt, dass ich dazu noch etwas "schwafeln" muss (vorher könnte ich nicht einschlafen). Also verzeiht die Gefühlsduselei...

In jungen Jahren dachte ich, dass ich Ende 20 / Anfang 30 sicher verheiratet bin und 2 Kinder habe - so war meine Planung und Ziel. Viele Freunde, Erlebnisse mit den Kindern und der Frau, den Freunden und und und und.... Mein Bruder ist verheiratet, hat Kinder - und denen kann ich als "cooler Onkel" den größten Blödsinn beibringen und Spass mit ihnen haben - und und und und und....

Und heute: Ich bin Single, (noch) 48 Jahre alt, habe keine Kinder und seit meinem Unfall noch 1 Freund. Mein älterer Bruder ist geschieden und hat keine Kinder.

Ich hab es in einem anderen Thread schon geschrieben - die Wahrscheinlichkeit, dass ich die selbe Zeitspanne noch einmal erlebe, halte ich für ausgesprochen unsicher. In meinen Augen habe ich (aufgrund des Blödsinns in jungen Jahren) den Alterszeit bereits überschritten.

Natürlich könnte bzw. kann ich noch all mein Vermögen aufbrauchen - aber ich habe hinterfragt, was mir gut tut...

Seit Jahrzehnten unterstütze ich eine soziale Einrichtung... Und - mitunter durch einige Anregungen hier am Forum - habe ich meine Kalkulation neu betrachtet und einige Budgets angepasst... Ergo habe ich meine bisherige Unterstützung neu kalkuliert und nach oben gedreht, zwei weitere Projekte lokalisiert die gefördert werden und für mich wohl das persönlichste Projekt der nächsten Jahre angegangen...

Ich habe eine Patenschaft übernommen.

Auch wenn ich durch die Neuausrichtung meinen FIRE-Point wohl um 3 Jahre nach hinten schiebe - mir persönlich ist es das wert! Denn auch wenn ich hier  im Forum zu den hinteren Rängen zähle (so schätze ich mich ein), so vertrete ich durchaus die Meinung : REICHTUM VERPFLICHTET!

Ich weiß, dass es mir gut geht und ich mir viele Dinge leisten kann - trotz meiner Sparsamkeit - aber Das ist für mich Frugalsimus (@Donald gerichtet).

Den Blick und der Wert auf die persönlich gerichteten Punkte. Und da koche ich gerne 1 oder 2 mal im Monat mir was daheim - ohne ins Lokal zu gehen - um diesen Betrag zusammen zu "sparen"... Denn wenn Du, wie ich neulich, das selbst gemalte Bild siehst - auch wenn Du das Kind wohl niemals in deinem Leben persönlich kennen lernst - das ist unglaublich. Und hat mich persönlich sehr glücklich gemacht. Denn eine etwas bessere Zukunft jemandem zu ermöglichen - für einen Restaurantbesuch...

Alternativ hat meine Kollegin - für Deine mögliche Ersparnis beim Forward - sich für diesen Preis den Unterhalt ihres Pferdes eingekauft. (Von den 500 € mtl. sind natürlich Sattel, Kleidung, Training, Hufeisen, und und und ausgenommen.)

Und daher nur als zusätzliche Anregung : Mit kleinen Sachen kann man vieles Bewirken und Freude machen.... Und dies Gefühl / Zufriedenheit / Freude / Glück kann man nicht wirklich in Euro messen.

Das nur als Anregung....

P.S. Entschuldigt nochmals das sentimentale "Geschwafel", doch nun muss ich ins Bett, da ich in 4 Stunde aufstehen muss. Aber zum x-ten Mal erneut.... Macht Euch Gedanken und überlegt, was euch glücklich macht. Denn wahres Glück und Freude kann man mit Geld nicht messen.

Zitat von Lostoi am 19. Januar 2022, 1:10 Uhr

so vertrete ich durchaus die Meinung : REICHTUM VERPFLICHTET!

Ich weiß, dass es mir gut geht und ich mir viele Dinge leisten kann - trotz meiner Sparsamkeit - aber Das ist für mich Frugalsimus

Ja, sehe ich auch so. Es gibt einen jüdischen Satz, der sinngemäß wie folgt lautet: "Der HERR hat´s den Reichen als gute Verwalter für die Armen gegeben." So geht der Rabbi zum Reichen und fordert ganz selbstverständlich und ohne Bettelei ein, was der Gemeinde gehört und dem Reichen als Talent & Verantwortung der Geldvermehrung geschenkt wurde durch den Schöpfer, denn der Überschuss gehört nicht wirklich dem Reichen, sondern den Armen. Eine sehr weise und wahre Betrachtung. Und es kommt ja auch viel zurück auf ideeller und spiritueller Ebene. Man kann eh nichts mitnehmen, wenn ´s nach Drüben geht.

Liebe Grüße, Laura Maelle

Hallo Kano,

wundere mich ein wenig das Du die Reha über die Krankenkasse beantragst, denn wird eine Reha-Maßnahme zur Wiederherstellung der Gesundheit durchgeführt, zahlt meist die Krankenkasse. Eine Reha-Maßnahme zur Wiederherstellung oder zum Erhalt der Erwerbsfähigkeit finanziert meist der Rentenversicherungsträger. Bei Dir geht es ja um den Erhalt der Erwerbsfähigkeit. Wenn das dann über eine Krankschreibung läuft lässt sich ggf. aus dem Stempel des Arztes auf dem gelben Schein ein Rückschluss auf die Erkrankung ziehen, wenn da bspw. Neurologe steht. Einen Hörsturz würde ein HNO-Arzt behandeln. Daher dann vielleicht die Krankschreibung von Deinem Hausarzt ausstellen lassen, das ist neutral. Und man ist nicht verpflichtet, den Grund der Erkrankung zu nennen, das geht sogar niemanden etwas an. Im Regelfall hast Du bei einer Reha immer ein Einzelzimmer, informiere Dich vorher über die Kliniken welche zur Auswahl stehen, da gibt es auch Foren drüber, wobei man da selektiv lesen muss, da steht wirklich viel Schrott drin von unzufriedenen Patienten welche sich von der Reha eine Frühverrentung erhofft und nicht bekommen haben.

Wohnung: der Rat nicht zu verkaufen rührt sicher auch ein bisschen daher keine unnötige Baustelle aufzumachen, denn Umzug ist immer ein Stressfaktor.

Ein nicht unerheblicher Kostenfaktor sind die Nebenkosten beim Erwerb einer Wohnung, ich habe bspw. 3,5% Grunderwerbssteuer auf 123 Tsd. in 2007 = 4.305 bezahlt, mein Käufer 5,5% Grunderwerbssteuer auf 295 Tsd. in 2020 = 16.225, also mein Käufer hat mal eben das vierfache bezahlt (da weiß man auch warum die Steuereinnahmen beim Staat so sprudeln). Daneben Notar, Grundbuch, Verwalterzustimmung etc. Das würdest Du natürlich zweimal bezahlen wenn Du jetzt verkaufst und später vielleicht wieder kaufst. Mir persönlich wäre ein solider Sachwert lieber als eine Anlage in einem volatilen Aktienfonds, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Die Preise für Immobilien werden sicher irgendwann stagnieren, das sie runtergehen glaube ich eher nicht, alleine wegen der Inflation. Bei meiner Wohnung lag der Verkaufspreis von 2018 auf 2020 um 25 Tsd. höher, ich habe durch insgesamt 10 Jahre wohnen in meiner ETW 161 Tsd. aus dem nichts generiert ohne mich mit irgendwelchen Kursen auseinandersetzen zu müssen. Neu bauen wird immer teurer, warum sollten dann gebrauchte Wohnungen billiger werden. Den Effekt sehe ich übrigens auch bei meinen Oldtimern, Ersatzteile kosten mittlerweile das vierfache wie zu Beginn meines rostigen Hobbys.

Entscheidend ist natürlich 1. die Lage, 2. die Lage und 3. die Lage. Du kannst auch die Wohnung vermieten wenn Du umziehen willst, alles kein Problem. Und Du solltest Dich wohlfühlen in Deiner Wohnung, wenn das alles nicht der Fall ist und Du nicht vermieten würdest kann man natürlich verkaufen. Ich habe meine Wohnung nur verkauft, weil wir in Thailand gebaut haben, das lässt sich nun mal nicht finanzieren bzw. beleihen in Deutschland, das wäre eine abenteuerliche Konstruktion mit Nachrangdarlehen und BSPV geworden und damit richtig teuer. Risiko lassen sich die Banken eben bezahlen, ich kalkuliere ja selbst die Produkte. Ich hätte mich sonst weiterhin über ein passives monatliches Einkommen gefreut, andererseits habe ich das nun ohnehin durch die Vorruhestandsregelung.

@Lostoi: ja das Leben entwickelt sich meist ganz anders als man das in jungen Jahren erwartet hätte, daher muss ich teilweise schmunzeln wenn ich lese das sich 25-jährige nach 1 Jahr arbeiten den Ruhestand mit 40 ausrechnen unbeachtet all der Variablen welche es im Leben gibt. Man denke nur an die Corona Pandemie, wer hätte damit gerechnet, niemand, solche Szenarien wurden im Rahmen von operationeller Risikobetrachtung abgeschafft da sie als zu unrealistisch angesehen worden sind. Ich hoffe das Du den Unfall soweit gut weggesteckt hast und wieder auf den Beinen stehst.

Zitat von konsument am 19. Januar 2022, 10:05 Uhr

... Im Regelfall hast Du bei einer Reha immer ein Einzelzimmer, informiere Dich vorher über die Kliniken welche zur Auswahl stehen, ...

nicht zwingend

meine Mutter hatte vor einigen Jahren (zeitnah nach einem ca. 10-tägigen Krankenhausaufenthalt) eine dreiwöchige "geriatrische Reha":
Unterbringung war im Doppelzimmer

und da es eilig war - sie ist wie sie direkt aus dem Klinikum kam in der Wohnung nicht alleine zurecht gekommen, hat den Rehaplatz also SOFORT gebraucht - war die Frage nur, in welcher Rehaklinik binnen weniger Tage ein Platz frei war
(hatte sie halt aus dem Krankenhaus abgeholt, und dann gleich drei oder vier Tage später in die nächstgelegene verfügbare, d.h. 150 km entfernte Rehaklinik gefahren)

dann hatte Deine Mutter eine AHB (Anschlussheilbehandlung, zahlt die Krankenkasse), das ist wieder etwas anderes als eine Reha.

Bei psychosomatischen Rehas sind DZ unüblich, mir ist keine Klinik bekannt, alleine auch weil es bei dem Krankheitsbild kontraproduktiv wäre.

Zitat von konsument am 19. Januar 2022, 10:05 Uhr

... @Lostoi: ja das Leben entwickelt sich meist ganz anders als man das in jungen Jahren erwartet hätte, daher muss ich teilweise schmunzeln wenn ich lese das sich 25-jährige nach 1 Jahr arbeiten den Ruhestand mit 40 ausrechnen unbeachtet all der Variablen welche es im Leben gibt. Man denke nur an die Corona Pandemie, wer hätte damit gerechnet, niemand, solche Szenarien wurden im Rahmen von operationeller Risikobetrachtung abgeschafft da sie als zu unrealistisch angesehen worden sind. Ich hoffe das Du den Unfall soweit gut weggesteckt hast und wieder auf den Beinen stehst.

Wegen den Äusserungen der "Jungen" stimme ich Dir absolut zu - das bringt mich ebenfalls zum schmunzeln, teilweise aber auch zum Kopfschütteln.

Vielen Dank der Nachfrage - den Unfall habe ich weitestgehend "gut weggesteckt". Aber wenigstens kann ich wieder auf den Beinen stehen und die meisten Wege ohne Hilfen zurücklegen.

Seit dem Unfall bin ich eben Gehbehindert und höre auf einer Seite nichts mehr (hängt mit den damaligen Schädelfrakturen irgendwie zusammen). Bei längeren oder unbekannten Strecken (bspw. Urlaub) nehme ich eben meine Krücken mit - das ist mittlerweile Routine. Im Laufe der Jahre habe ich meine Bewegungsabläufe eben anpassen müssen - doch das gehörte eben dazu. Wenn ich irgendwelche "Probleme" hatte, dann einfach in sich hören - reflektieren und Gedanken dazu machen - und dann weiter üben.

Das entscheidendste Erlebnis war damals, nachdem ich zu Hause in der ambulanten Reha war, dass ich nach ca. 150 Metern vor lauter Schmerzen nicht mehr gehen konnte und mich setzen musste. Erst durch das in sich gehen bemerkte ich dann, dass ich immer noch meine "alte Schrittlänge" programmiert hatte - also einfach die Schritte etwas kürzer machen und dadurch konnte ich gleich 300 Meter ohne Schmerzen gehen.

Und an die täglichen Schmerzen, sobald ich aufstehe und Gewicht auf den Kochen lastet, habe ich mich gewöhnt. Es gehört einfach dazu - vor allem wenn man alles in Relation sieht. Zudem habe ich einen Satz meiner Mutter immer im Hinterkopf, den sie bei einem Besuch / Telefonat in der Reha sagte:

"Sei froh dass Du Schmerzen hast. So weisst Du, dass Du noch lebst."

Und unterm Strich betrachtet, möchte ich den Unfall eigentlich nicht missen! Klar, auf viele "Nebenwirkungen" könnte ich gerne verzichten, aber die Erkenntnisse die ich aus dem Unfall gezogen habe, sind mir das wert. Es ist eben ein weiteres Erlebnis, was mich zu dem macht, der ich heute bin.

Hallo Lostoi,

Deine Worte auch was Du weiter oben geschrieben hast haben mich sehr bewegt, ich bin selbst oft schwer krank gewesen in meinem Leben und weiß was es bedeutet aus einem tiefen Loch wieder rauszukrabbeln. Was Du beschreibst ist genau der Schlüssel zu Glück und Zufriedenheit, nicht mit dem eigenen Schicksal hadern und sich die (sinnlose) Frage stellen warum dies genau mir passiert ist sondern "vergeben" und das beste aus der Situation machen und für andere etwas tun. Auch aus Steinen die einem in den Weg gelegt werden kann man etwas schönes bauen. Ich habe für mich beschlossen, meine Erfahrungen als Vertrauensperson der Schwerbehinderten weiterzugeben und so etwas "positives" für andere aus den unerfreulichen Erlebnissen zu generieren. Wie Du schon sagst, wenn ein Feedback kommt wie bei Dir durch ein Bild Deines Patenkindes oder wenn ich dazu beitragen konnte, dass ein schwerbehinderter Bewerber eingestellt wurde ist das ein sehr schönes Gefühl. Ich freue mich das es Dir soweit gut geht und finde Dein Engagement und Deine Einstellung bewundernswert.

@konsument : Vielen Dank für die Blumen und ich finde es super, dass Du dich für Schwerbehinderte einsetzt. Dafür meinen größten Respekt und auch im Namen aller Schwerbehinderter ein großes DANKE.

Es sind eben, wie Du geschrieben hast, mitunter Sachen des "vergeben". Ich kann mich noch gut an meinen Psychologen in der ersten Reha erinnern... (Aufgrund der Schädelfrakturen musste erst einmal geprüft werden, wie weit ich geistig fit bin und habe dort die verschiedenen "Tests" durchmachen dürfen.) In einer der ersten Stunden, als ich mühselig mit meinem Rollstuhl in sein Zimmer gerollert bin, meinte er dann, dass wir über den Unfall doch sprechen sollten - wenn ich es möchte. Ich sagte ihm dann gleich, dass ich die letzten Wochen - als ich nur im Bett liegen konnte - über viele Dinge nachgedacht habe. Ebenso über den Unfall - aber es besteht einfach eine Lücke von über 4 Stunden. Zudem hat meine Mutter ebenfalls verschiedene "Recherchen" angestellt, ob ich ggf. dort war - doch alles wurde verneint. Also habe ich zum Psychologen gesagt, dass ein weiteres Nachgrübeln, wie es zu dem Unfall kommen konnte, nichts mehr bringt und ich nach vorne blicken muss. So wie ich es dzt. einschätzte, werde ich wohl nicht im Rollstuhl sitzen müssen und hoffe / strebe an, dass ich vielleicht mit zwei Krücken / Gehstock, oder besser nur mit einem - am allerbesten ganz ohne Gehhilfen, meinen Tagesablauf bewältigen kann.

Im Abschlussgespräch hat er mir dann noch gesagt, dass er solch eine Einstellung in seiner bisherigen Laufbahn noch nicht erlebt hat und mich in gewisser Weise bewundert. Ebenfalls welche Fortschritte ich in der "kurzen" Zeit gemacht habe. Denn da ich mich mit der Situation bereits abgefunden hatte, konnte ich mich ganz auf die Genesung konzentrieren.

Allerdings war das nur die "halbe Miete". Denn als ich dann zu Hause war, meinen Alltag soweit alleine bewältigen konnte, kamen doch die ein oder anderen Themen wieder zum vorschein, die ich damals einfach verdrängt/außer Acht gelassen habe. Denn ich wollte ja so schnell als möglich wieder Gehen können und vor allem nach Hause. Also habe ich, nach Rücksprache mit meinem Hausarzt, mir erneut einen Therapeuten gesucht um dort dann die restlichen Themen noch zu verarbeiten.

Edit:

Ich persönlich finde es daher auch absolut unproblematisch, wenn jemand sagt, dass er sich "Hilfe" (sei es jetzt Therapie oder sonstiges) sucht und/oder benötigt. In meinen Augen ist das vielmehr ein Zeichen der Stärke und Weitsicht, dass derjenige es verstanden hat, dass er an diesem Punkt alleine nicht mehr weiter kommt. Doch wie gesagt, so sehe ich das.

Danke Dir!

Du hast alles richtig gemacht, der andere Weg wäre mit seinem Schicksal zu hadern, darüber zu verbittern und keine Freude mehr am Leben zu empfinden. Das sehe ich genauso, wenn man ein Problem mit der Psyche hat muss man sich professionelle Unterstützung holen, ab einem gewissen Punkt geht es alleine meist nicht weiter und auch Psychopharmaka können begleitend eine gute Hilfe sein.

Ich hatte im Sommer 2017 aus heiterem Himmel eine schwere Lungenentzündung bekommen, nachdem ich bereits im Frühjahr eine hatte. Vorher nie Probleme mit der Lunge gehabt, kein Raucher, viel Sport. Beides mal ohne eine Grippe, Erkältung, Fieber etc. gehabt zu haben (Corona gab es auch noch nicht). Es wurde keine Ursache, Virus oder dergleichen gefunden. Antibiotika haben nicht ausgereicht und es hatte sich die schwerste Ausprägung, ein Pleuraempyem, gebildet, welches operativ entfernt werden musste, eine sehr schmerzhafte und anstrengende OP mit anschließendem Aufenthalt auf der Intensivstation. Ich dachte mir nur Wtf passiert mir das wieder! Der Arzt meinte dann, stellen sie sich vor, sie gehen in ein Fussballstadion, setzen sich irgendwo hin, bekommen dann einen Ball an den Kopf und fragen sich hinterher warum habe ich mich genau hier hin gesetzt. Das trifft es recht gut, sinnlos darüber nachzudenken.

In three words i can sum up everything i learned about life: it goes on !  🙂

So jetzt haben wir den Thread von Kano etwas geentert, Kano, the stage is yours 😉

Moin @konsument

Sehe sofort ROT wenn ich das lese. Ich hatte vor 15 Jahren genau das gleiche durch, ebenfalls mit Operation. Vor 7 Jahren dann erneut und letztmalig vor 3,5 Jahren wo sich wieder gleiche Muster bildeten. Ich habe dann auf einen CT Bestanden. Im Endeffekt kam heraus dass ich eine Lungenembolie hatte sowie die Beine voller Thrombosen. letztlich waren Lungenembolien wohl auch der Grund für die anderen beiden schweren Erkrankungen gewesen und immer wieder zwischendurch hatte ich auch mal Probleme mit Kurzatmigkeit, Schwäche und Unwohlsein. Behandelt wurde ich stets mit unwirksamen medikamenten auf Lungenentzündung, brachte natürlich nichts und beim Rhöntgen sieht man sowas nicht. Bei mir ist es ein genetischer Gerinnungsfehler den man erst durch spezifische Untersuchung erkannt hat. Meine halbe Lunge ist kaput, hsbe zwei Mal das durch was du geschildert hast - Mit entsprechenden langzeitproblemen durch die Vernarbungen am Rippenfell. aber immerhin kennt man nun die Ursache und ich bekomme Medikamente die die Gerinnung regeln. Seitdem keine Probleme mehr, jedenfalls keine akuten, nur die Folgen der Operstionen die bleiben werden.

Ich kann dir also aus Erfahrung sagen dass von vier verschiedenen Ärzten keiner auf eine Embolie kam da sie nicht so stark ausgeprägt war dass gar kein Blut mehr durch kam...aber eben nur noch die Hälfte, was all die anderen Symptome ausgebildet hatte. Vielleicht lässt du dich dahingehend mal untersuchen und deine Venen und die Gerinnung prüfen...nur so am Rande...Eine nicht sehr stark ausgeprägte Lungenembolie hat gleuche Symptomatik wie eine Lungenentzündung, wobei das meist einseitig deutlich stärker ausgeprägt ist - sogar im CT hatte man das erst übersehen. Hatte die Bilder dann einer befreundeten Ärztin gesendet da ich toral verzweifelt war - sie erkannte das dann erst. Sorry fürs Thema sprengen aber das erschien mir jetzt wichtig...

 

vg

Bei meiner Mutter wurde das Lymphom zu spät erkannt. Ich fand ihre angeblichen Lungenentzündungen merkwürdig. Sie hustete untypisch für Lungenentzündung. Deshalb schickte ich sie immer wieder zum Arzt, bis er endlich die richtige Diagnose stellte. Es war Lymphdrüsenkrebs. Daran starb sie nach der späten Diagnose innerhalb von 2 Monaten mit 81 Jahren. Sie war zu geschwächt für eine OP. Dann hätte sie noch weniger lang gelebt. So konnten wir noch 2 Monate von ihr Abschied nehmen und ihre letzte Zeit sehr intensiv mit ihr erleben.

Liebe Grüße, Laura Maelle

Moin Frugi und Laura,

danke für die Hinweise, so langsam gewinnt man den Eindruck das wir es eh nicht schaffen würden bis 67 zu arbeiten 😉

Also bei meiner ersten Lungenentzündung im Frühjahr hatte ich starke Schmerzen in der linken Brust, so dass ich mich nachts in die Notaufnahme vom Krankenhaus begeben habe. Diese Schmerzen deuten auf einen Herzinfarkt hin, somit bin ich auf die Herzstation zur Überwachung gekommen. Nach einigen Untersuchungen Entwarnung, kein Herzinfarkt aber 1,5 Liter Flüssigkeit im Pleuraspalt und Lungenentzündung, daher die Schmerzen, das drückt natürlich. So viel Flüssigkeit ohne Fieber etc. deutet auf Rippenfellkrebs hin, CT, Bronchoskopie, Gewebeprobe und Flüssigkeit untersucht, ein paar Tage warten, hab mich aber nicht verrückt machen lassen, dann Entwarnung. "Nur" Lungenentzündung, intravenös Antibiotika und nach einer Woche war es gut.

Bei der Lungenentzündung im Sommer dann auf der rechten Seite habe ich erst ambulant Antibiotika bekommen, es wurde nicht besser, hab mich durchgeschleppt, Schmerzen wie Messerstiche in die Seite, keinen Appetit und leichten Schweiß auf der Stirn, dann zum Lungenfacharzt und direkt über die Notaufnahme ins Krankenhaus. Alles untersucht, wieder CT, Bronchoskopie und Gewebeprobe, die Ärzte haben sich selbst gewundert, HIV und Hepatitis Test, alles negativ. Es wurde nichts gefunden, einfach nur Pech gehabt. Dann war der Pleuraspalt vereitert und ich wurde verlegt in eine spezielle Thoraxklinik zur OP. Als die Ärzte mir erzählt haben was das für eine OP ist kamen mir die Tränen, nicht nur die OP ist sehr aufwendig, hinterher muss man 2 Tage auf die Intensivstation und dann bekommt man zwei Schläuche durch die Rippen und trägt eine Woche ein Abpumpgerät mit sich rum in welches die Schläuche reingehen, fühlte mich wie Robocop 🙂 7 kg abgenommen, 6 Monate nicht mehr als 5 kg heben. Bin im Anschluss dann gleich zur Reha bzw. AHB. Aber auch das habe ich überstanden. Ich habe mich diesen Sommer komplett durchchecken lassen beim Lungenfacharzt, alles i.O. die Lungen haben sich zu 100% regeneriert, alles gut.

Life goes on 🙂

Wenn ich eure Leidensgeschichten lese, wird mir ganz mulmig, denn bisher war ich bis auf Entnahme meiner entzündeten Mandel in meiner Kindheit und meiner eigenen Geburt nie richtig stationär in einem Krankenhaus, sondern immer nur ambulant oder höchstens über Nacht. Und auch da tat ich alles, damit sie mich möglichst schnell entlassen. Als ich einmal aus einer Narkose aufwachte nach einem kleinen Routineeingriff, merkte ich, dass sie nebenan um das Leben eines Mitpatienten kämpften. Das hat mich so erschreckt, dass ich viel schneller als normal aus der Narkose erwachte und sich alle Ärzte die Augen rieben, weil ich schon viel früher als für gewöhnlich wieder auf den Beinen war. Ich wollte da einfach so schnell wie möglich weg - als stationäre Patientin wohlgemerkt. Denn ansonsten suchte ich dieses Krankenhaus immer mal wieder auf als ambulante Patientin. Das fühlt sich ganz anders an.

Als meine Mutter im gleichen Krankenhaus im Sterben lag, empfand ich das ähnlich bedrückend und beengend, alles so trist. Meine Mutter empfand es ähnlich. Die Pflege war zudem lieblos und wenig zugewandt. Deshalb ließ ich meine Mutter in eine nahegelegene Bergklinik einweisen. Sie bekam dort in liebevoller Pflegeumgebung ein schönes Einzelzimmer mit direktem Fensterblick auf den Berg, was ihr sehr gefiel. Sie beobachtete das glitzernde Licht auf dem Schnee und schwärmte davon, bis ihr der Himmel immer mehr geöffnet wurde dabei. Am 29. Januar 2017 starb sie mit lächelndem Gesicht.

Liebe Grüße, Laura Maelle

Liebe Laura,

das ist alles eine Frage der Einstellung und Bewertung, wenn Du mit der Erwartungshaltung ins Krankenhaus geht, das es schrecklich, bedrückend und trist ist dann wird es auch so sein. Klar, niemand geht gerne ins Krankenhaus, aber wenn Du Dir sagst, das sie Dir dort helfen und Du wieder gesund wirst ist das eine ganz andere Erwartung, etwas positives. Lostoi hat das ja auch schön beschrieben. Das ist eine grundsätzliche Frage, ob ich zufrieden und glücklich bin im Leben, die Umgebung ist für alle dieselbe, der eine ist aber zufrieden und glücklich mit den Gegebenheiten, der andere nicht. Viele sagen, ich brauche einen Partner, der mich glücklich macht, oder die Wohnung, das Haus, das Auto, den Urlaub oder was auch immer. Letztlich liegt es an einem selbst wie wir die Dinge bewerten und da landet man wieder beim Frugalismus. Entscheidend ist, das man Geld hat und für die Dinge ausgibt welche einem wichtig sind und die einen glücklich machen. Wenn ich selbst nicht glücklich bin kann mir auch niemand anders dazu verhelfen.

Angst ist ein schlechter Ratgeber denn im Grunde genommen kann einem etwas passieren sobald man vor die Tür tritt. Daher macht es keinen Sinn vor etwas unkonkretem Angst zu haben. Alles eine Frage des Mindsets. Ich z.B. habe keine Angst vor iwelchen Erkrankungen, ich hatte schon so viele, habe aber alle gut überstanden und bin topfit. Was ich aber machen kann ist durch Sport, gesunde Ernährung etc. das zu beeinflussen. Und natürlich eine gute medizinische Versorgung, deswegen würde ich auch nicht auswandern und meine Gesundheit einer 100€ Auslandskrankenpolice anvertrauen, sondern "nur" überwintern in Thailand damit ich alle medizinischen Untersuchungen in meinem bewährten Umfeld durchführen kann. Ohne die moderne Medizin wäre ich keine 30 Jahre alt geworden.

Hallo Kano,

ich würde die Wohnung behalten. Über ein Forward Darlehen würde ich mir keine Gedanken machen. Die Wohnung ist 2025 abbezahlt, wenn du möchtest. Dann hast du geringe Fixkosten und kannst jeden Job ausüben, der Dir Spass macht.

214.000 € Restschuld 01/2022

- 150.000 €   Aktien

- 115.200 €  Sparbetrag bis 01/2025 (3200 x 12 x 3)

ergibt 51200 € Überschuss. Die anderen Posten in deiner Vermögensaufstellung lasse ich unberücksichtigt.

Wir sind gleich alt und du hast das 4-fache Vermögen von mir. Du hast dafür hart gearbeitet im Beruf und bist finanzielle Risiken (Immobilienkredit und Ratenkredit für Aktien) eingegangen. Aus der Rechnung ist erkennbar, dass du es dir leisten kannst auch mit deutlich weniger Gehalt auszukommen und die Wohnung langsamer abzubezahlen. Ich würde an deiner Stelle deine Gesundheit priorisieren. Du scheinst sehr ehrgeizig und clever zu sein. Sonst kommt man mit 37 nicht dahin wo du bist. Ich habe das Gefühl, dass deine Vorgesetzten das ausnutzen. Das hast du auch bereits selbst erkannt. Lass Dich bitte nicht weiter verheizen, achte auf Dich und übe weiter das "Nein" sagen.

In deiner Vorstellung steht wenig zu persönlichen Zielen. Es geht überwiegend um Beruf und Geld / Immobilie. Ich vermag nicht zu beurteilen, ob das privat ist und bleiben soll. Oder ob das bisher wenig im Fokus stand und du gerade selber darüber nachdenkst.

Ich finde es klasse, dass du deine Eltern unterstützt!

LG Evo